Visueller und realer Smalltalk

Wir besuchen meine Mum und sie ist begeisternd gut drauf. In der letzten Zeit kenne ich sie nur schlafend und nahezu nicht ansprechbar. Heute schaut sie mich an, lächelt sogar manchmal und versucht mir etwas zu sagen. Leider, leider, leider verstehe ich kaum ein Wort. Wie traurig, sie will kommunizieren und ich bin hilflos. So rede ich viel, lächle sie an und freue mich über ihren Appetit beim Mittagsmahl. Gleich nach uns kommt, wie wir später erfahren, meine Schwester und muntert sie weiter auf. Wir sind in der Zeit schon unterwegs um zwei Pakete abzuholen. Sowohl die menschliche als auch die maschinelle Aushändigung wickelt sich einwandfrei ab. Im Abholshop entschädigt uns freundlicher Smalltalk für eine etwas längere Wartezeit, während die Packstation schnell und emotionslos ein Fach öffnet, getreu dem Motto: „Nimm und schleich dich!“ Maschinen sind halt wortkarg 😉😀. – Den Nachmittag füllt die Herausforderung, für eine nur oberflächlich bekannte Person eine A4-Erlebnis-Glückwunsch-Seite zu gestalten. Das ist nicht leicht, gelingt aber recht überzeugend. Wir sind mit uns zufrieden, selbst unser Drucker verzichtet, nachdem ich ihm eine höhere Auflösung verordnet habe, auf hässliche Linien mitten durch die Grafik. Perfekt. – Abends lausche ich einem Theologen zum Thema liberale Theologie. Er war jahrelang ein überzeugter Verfechter dieses Irrwegs bis er sich von ihm abwandte. Wenn Gott eindrücklich redet, empfiehlt es sich immer ihm zu folgen. Die Argumentation des jungen Mannes ist logisch und hilfreich. Ein weiterer Vortrag darüber, dass im NT und AT derselbe unveränderte Gott handelt ist äußerst sensibel formuliert und sehr schlüssig begründet. Zur Entspannung ziehe ich mir im Anschluss ein Video über Aldi in Los Angeles rein. Sehr erholsam für die grauen Zellen. In die Nachtruhe begebe ich mich nach ein paar Kapiteln eines Ostfrieslandkrimis. Der Schlaf ist diesmal gut auf Zack. Perfekt. Allein die Einflüsse zu häufigen Krimikonsums auf mein Traumleben beginnen zu nerven.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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