Gartenfreuden

In der Garage bereiten wir uns auf den Tischler vor, der unser einbrechergeschädigtes Fenster ersetzen soll. Bei der Gelegenheit wandern alle meine alten VHS-Kassetten in die schwarze Tonne. Schluchz. Wie viel Zeit und Geld habe ich in sie investiert, ich armer Tor. Wie viel in fünf Jahren nicht mehr nutzbares Equipment treibt sich zurzeit noch in meinen Schränken und Regalen herum? Andererseits habe ich dadurch bestimmt viele Arbeitsplätze gesichert. Ist doch auch was wert. Unsere Eingangsbank beendet ihre Überwinterung und ziert wieder unser Frontpodest und unsere Lounge-Couch wartet ebenfalls an ihrem Sommerplatz auf Polster, Sessel und Tisch. Kommt Zeit, kommen Möbel. Der Rasen schimpft mich aus und verlangt eine radikale Kürzung und mein Mülltonnenversteck endlich die richtigen Scharniere. Draußen ist es mehr als gefährlich – überall lauert mir Arbeit auf. Mit Müh‘ und Not entfleuche ich nach innen, um mir in wohntemperierten Räumlichkeiten irgendeine mehr oder weniger sinnvolle Beschäftigung zu suchen. Lange geht das nicht mehr gut, dann hat sie mich, die Feld-, Wald- und Wiesensklaverei. Ein Grundstück ist der einzige Abstandshalter, der permanente Pflege einfordert. Isso.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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