Goldgelber Weißer

Die Sonne krönt den Tag der Arbeit. Es ist schön warm und ich kann bei allerbestem Wetter die allerletzte Lichterkette demontieren. So werden unsere Weinstöcke von ihrem Schmuck frei. Ein Test zur Funktionsfähigkeit bildet immer den Schlusspunkt vorm Einlagern, doch der scheitert brutal. Nichts strahlt. Die Kette hatte ich erst letztes Jahr neu erworben und nach einer Saison ist sie hinüber? Da müsste ich im Grunde genommen stinksauer sein. Doch die Strahlesonne hat enorm tröstende Kraft. Ja, ich bin ein Sommertyp – das ist keine neue Erkenntnis. – Im Ort wird der Maibaum aufgestellt, der Sinn dieser Aktion hat sich mir nie erschlossen. Okay, es ist ein guter Anlass Bier und Bratwurst zu konsumieren aber darüber hinaus? Nun denn, es gibt genug Menschen, die damit etwas anfangen können, ich gönne es ihnen von Herzen. – Abends gönnen wir uns einen zehn Jahre alten Weißwein, fast zu alt aber noch gut in Schuss. Es ist eine schwere, goldgelbe Qualität, sehr speziell im Geschmack aber noch nicht abgängig, nur halt gereift. Kein Vergleich mit seinen jungen spritzigen ein- bis dreijährigen Kollegen. – In einem damit harmonierenden Anfall von Nostalgie ziehe ich mir die ersten Folgen der ersten Serie von Doc Martin rein. Erstaunt registriere ich die jungen Gesichter der Darsteller, wow sind einige im Lauf der Serien gereift – die meisten mehr, wenige nicht ganz so offensichtlich. Zur Ruhe komme ich durch ein bisschen lesen und stehe weinpräpariert für den Schlaf bereit. Alles ist gut.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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