Luxus-Domizil

Der Urlaubstag verliert allmählich seinen Highlightcharakter, das Besondere wird nach und nach vom Normalen verdrängt. Ich fühle mich inzwischen wie in einem schwimmenden Luxusseniorendomizil, etwa eine Preisklasse im fünfstelligen Bereich – natürlich pro Monat🤔. Hier kann man sein Älterwerden in vollen Zügen genießen. Interessante Vorträge, Showeinlagen, musikalische Vielfalt und eine Verpflegung vom Allerfeinsten rund um die Uhr. Mag sein, dass das auf Dauer auch langweilig werden kann aber es wird immer eine echt exklusive Langeweile sein. 😉😇! – Unser Lektor entführt uns heute nach Martinique und Guadeloupe, zwei Inseln, die zur EU gehören. Die EU von ihrer schönsten Seite, finde nicht nur ich, sogar 79% der Bevölkerung soll sich bei einer Abstimmung für den Verbleib bei Frankreich samt EU entschieden haben. Das kann ich gut verstehen, es hat schon seine Vorteile. Nach dem reichlichen Morgenmahl entfällt selbstverständlich wieder der Lunch, ist ja klar. – Während meine Allerliebste sich an einer Modenschau im Deck 4 und 5 erfreut, fühle ich mich eher auf Deck 12 am Pool gut aufgehoben. So ein mitreisender Pool hat schon was. Mein Pinot Grigio wird zu meinem Missfallen in einem Plastikglas serviert, ein „No-Go“ für Weinliebhaber, aber am Pool durchaus nachvollziehbar, denn nackte Füße und Glasscherben trennt eine innig-tiefe Feindschaft😁. Da hilft wohl nur ein Kompromiss: optisch ein Weinglas, haptisch ein Erdölprodukt. – Jeden Abend Cocktails, Bier, Wein oder irgendwelche Mixprodukte alkoholischer beziehungsweise nichtalkoholischer Art verlieren schnell ihren Reiz. Ein schöner Kabinen- oder Balkonabend bietet dagegen eine altersgerechte 🤨😉 Alternative. So einen Lebensabend auf einem Kreuzfahrtschiff könnte man schon recht erquicklich gestalten – Gesundheit und Knetenvielfalt vorausgesetzt. – Heute hat der Schlaf etliche Unterbrechungen mitgebracht. Kenne ich schon.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.