Vorfreude, Aktienwerte und ein Mord

Es taut kräftig. Wurde ja auch Zeit. Derweil installiert sich problemlos ein Betriebssystemupdate bei meinem großen (inzwischen leider fast nutzbefreiten) iMac. Nur zur Steuererklärung nutze ich ihn noch und das ist sehr schade, weil er doch einen so schönen großen Bildschirm hat. Doch irgendwie sind seine kleinen handlichen Geschwister viel flexibler im Gebrauch. Würde ich mehr Fotos bearbeiten oder grafische Anforderungen bewältigen, würde ich ihn sicher viel stärker belasten. Doch das liegt hinter mir. So schätze ich ihn nur, nutze ihn aber nicht. Blöd. – Ich schaue mir unsere Kabine auf dem Flusskreuzfahrtschiff an, die wir belegen würden falls unsere Reise tatsächlich stattfände und bin begeistert. Im Anschluss begleite ich Matthias auf seiner Rheinkreuzfahrt mit dem besagten Schiff und bin äußerst angetan. Dann fahre ich mit Chris ein Elektroauto komplett leer bis zum absoluten Stillstand und stelle fest, dass das gar nicht so einfach ist aber man schafft es. Schließlich lasse ich mir von einem Aktienhandelsprofi erklären welche Theorien es über den Aktienhandel gibt und weshalb die Tesla-Aktie extrem hoch und die VW-Aktie im Vergleich sehr niedrig bewertet ist. Dabei erwirtschaftet Tesla mit seinem Kerngeschäft seit Jahren keinen Gewinn und VW weist im Vergleich riesige Gewinne aus. Egal, Aktienspekulation ist nicht meine Welt. Zockt besser ohne mich. – Zum Abendabschluss freue ich mich mit John über die Aufklärung eines Mordes in Westminster. Amüsant.

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Hoffnung glimmt und Siri sucht

Die zweite Hälfte des Februars hat begonnen doch ich bin gefühlsmäßig kaum in 2021 angekommen. – Unsere verschobene Donaukreuzfahrt erscheint wieder am Hoffnungshimmel, jedoch etwas teurer und in Kombination mit Phoenix-Reisen. Für Handinhand-Tours ist wohl die finanzielle Luft etwas dünn geworden, denn sie lassen sich nicht auf den bisherigen Preis herunterhandeln oder die recht exklusiven aber preislich knallharten Phoenix-Reisen haben die Spielräume eng gemacht. Wie dem auch sei: Hoffnung leuchtet auf, zwar nur ein winziger Schimmer aber immerhin. Ich befürchte sehr, dass sich Entscheidendes am Impfen festmachen wird und da sieht es bekanntlich gar nicht gut aus. Bescheiden wie wir sind, haben wir uns in der „Dosen“-Einkaufsschlange ganz hinten angestellt. Die Bundesregierung präferiert offensichtlich Lockdowns und Reiseverbote. Aber was rede ich, immerhin ist es sehr wahrscheinlich dass die Mutter aller Verbotsparteien an der nächsten Bundesregierung beteiligt sein wird. Das kann noch heiter werden. – Abends unterhält mich Barnaby mit älteren Folgen an die ich mich nur ansatzweise erinnern kann. Eigentlich sollte es gar nicht so spät werden aber Siri zickt rum und findet das Internet nicht. Die Arme! Ein Klick und ihr ist geholfen doch bis dahin ist es mental ein weiter Weg. So ist sie nun einmal, die gute IT.

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In vino veritas

In Bremen spricht der Pastor über den Esel, der Jesus beim Einzug in Jerusalem tragen soll und „überdehnt“ den Text aufs Christsein. Er hat ja recht aber ob das gerade die Aussage dieses Textabschnitts ist? Ich bin kein Freund solcher Überinterpretationen, ich liebe das geschriebene Wort, wie es zu lesen ist. Ein Fehler? Mag sein. – In meiner Gemeinde predigt unser „Altpastor“ über die Leidensankündigung Jesu und die Reaktion des Petrus darauf, während ich ihm zu Hause lausche. – Es ist Winter, eiskalt und schneebedeckte Landschaften, Covid-19 treibt ihr (sein?) Unwesen und meine kältefeste Eisforscherin trabt stundenlang mit unserem Praktikanten durch die Frostszene, kurz ‚draußen‘ genannt. Brrrrrr. Ich sitze im Salon, von meinem Eisfreak ‚Sauna‘ genannt, und spiele Kater auf der Ofenbank. Ein tolles Vergnügen! Die YouTube-Welt erfreut mich nicht sonderlich und so konsumiere ich halt Buchstaben. – Eine Sendung über Geheimnisse der Archäologie ist mäßig interessant, weil dort teilweise bekannte Beiträge aufgewärmt werden, glücklicherweise ist mein Erinnerungsvermögen nicht mehr so toll 😉. – Wir öffnen ein Fläschchen eines vergorenen Traubensaftes aus 2010. Obwohl ich wahrlich kein Weinkenner bin, muss ich doch konstatieren, dass dies Getränk seine besten Zeiten hinter sich hat. Es ist im Abstieg begriffen, das Aroma hat kräftig gelitten und der Geschmack lässt deutlich zu wünschen übrig. Eine hochinteressante Erfahrung, die mein Wissen bereichert. Irgendwie spiegelt das Getränk das wahre Leben wider. Im Wein liegt eben Wahrheit. Es wird sehr spät.

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Tiefschnee und 3-D-Drucker

Ich stapfe durch den Tiefschnee um ein Futterspeicherhaus aufzufüllen. Der zweite 25-kg-Sack mit Sonnenblumenkernen weist deutlich abnehmenden Füllstand auf. Inzwischen hat auch ein Buntspecht unser hängendes Fettangebot bemerkt und genießt es sichtlich. Unser Kaminholz ist leicht mit Schnee bedeckt, doch das beeinträchtigt offensichtlich den Brennwert kaum. – Statt mein Büro aufzuräumen widme ich mich lieber meinem Alt-Notebook. Ich lösche Dateien ohne Ende doch der Datenbestand nimmt nur unmerklich ab. Wunder der Speichertechnik. Da haben sich wohl einige Programme richtig breit gemacht. – Ich freue mich das Hohelied aus der Bibel einmal so zu lesen wie es da steht ohne gleich einen allegorischen Sphärenflug starten zu müssen. Klasse. – Abends lerne ich ein wenig über die Tricks von Vodafone, sehe den ID.3 auf dem ersten Rang der Zulassungsstatistik für reinelektrische Fahrzeuge im Januar und bestaune Anwendungsbeispiele für einen 3-D-Drucker. Es hat schon was sich Teile so zu basteln wie man sie benötigt und nicht im Baumarkt nach Teilen zu suchen, die eine starke Kompromissbereitschaft erfordern. Doch ich bin zu alt für so etwas, weil mein Teilebedarf weitestgehend gestillt ist 😊😇. Für Einzelfälle wäre mir der Drucker zu teuer. – Das Lesen kommt heute etwas zu kurz. Recht früh (für meine Verhältnisse) gleite ich ins Reich der Träume.

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Allegorie oder Realität?

Eine Datensicherung von mehreren GB kann per Lahm-USB und älterer Festplatte ganz schön nervig lange dauern. Ich sehe den Daten beim Schleichen zu und benötige viel, sehr viel Geduld. Vorher allerdings lösche ich im enthusiastischen Überschwang Daten, die ich meinte gesichert zu haben. Doch es stellt sich die Erkenntnis ein, dass zwischen ‚wissen‘ und ‚vermuten‘ ein Abgrund liegen kann. Ein Teil der Dateien ist jetzt weg. Ob ich sie irgendwo noch finde, möglicherweise in einer automatischen Sicherung, falls ich diese nicht deaktiviert hatte, sei dahingestellt. Beizeiten werde ich mal eine entsprechende Suchexpedition starten. Spät in der Nacht stoppe ich die Datenübertragung um sie irgendwann später fortzusetzen. Es ist ein Geduldsspiel. – In meiner täglichen Bibelarbeit beschäftigen mich der starrsinnige Pharao mit Mose und Aaron, das richtende Eingreifen Gottes, der willentliche Ungehorsam des Menschen, den Gott (was das Schlimmste ist) irgendwann akzeptiert. – Der gute Fruchtenbaum legt das Hohelied als das aus, was es ist, als Hinweis Gottes auf eine unverklemmte Sexualität rund um die Ehe. Starke Auslegung, umso stärker, da „fromme“ Ausleger dieses Buch nur in einer übersteigerten allegorischen Interpretation ertragen können. Das gilt in seltenem Einvernehmen sowohl für jüdische als auch christliche Theologen (nur die Schlussfolgerungen sind völlig anders). Faszinierend. – Ach ja, das Internet steigt heute nicht aus, möglicherweise zeigt die Feinjustierung durch die Wobcom doch positive Folgen. Warten wir es ab. Leider fesselt mich das langgezogene Ende eines Krimis so stark, dass es sehr, sehr spät wird, fasst schon früh. Gar nicht gut!

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Neustart zweiter Klasse

Heute bewege ich unseren Audi mal auf schneebedeckter Fahrbahn. Interessantes Fahren mit Rutschanteilen, gar nicht so unübel nur mitunter relativ langsam. Beim Parken staune ich über den einwandfrei geräumten Parkplatz unserer Gemeinde. Da waren extrem fleißige Hände am Werk. Starke Sache! – Zuhause gelingt sogar (beim zweiten Anlauf) das Entern unserer Einfahrt im Rückwärtsgang zwischen zwei übergroßen Schneehaufen hindurch. Nett. Meine Winterstiefel kann ich gleich an den Füßen lassen um durch die weiße Masse auf der Terrasse zum Futterhaus zu stapfen. Unsere gefiederten Freunde haben einen Fressrekord aufgestellt, denn ich muss heute schon den zweiten 25-kg-Sonnenblumenkernsack öffnen. Guten Appetit Flattervolk! – Abends, pünktlich um 21 Uhr, steigt unser Internet wieder aus. Gefrustet probiere ich, mache, tue, starte die Fritz!Box neu, rufe die Hotline an – das bringt alles nichts. Obwohl mir der Unterschied zum Neustart nicht so ganz klar ist, ziehe ich schließlich den Stecker der Box, gönne ihr ein wenig Ruhe und verbinde sie erneut mit dem Stromnetz. Und siehe da nach viel Blinke- und Warterei ist das Internet wieder erreichbar, völlig problemlos können Seiten aufgerufen werden, alles ist gut. Und warum? Offensichtlich umfasst ein Neustart aus dem „on“ doch nicht alle Parameter wie einer aus dem „off“ nach Stromstopp. Gut zu wissen, hoffentlich merke ich es mir. Selbstverständlich wird es wieder spät.

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Wobcom macht munter

Ein lahmer Tag plätschert so vor sich hin. Ich kann mein Office-Paket problemlos auf dem neuen Rechner installieren, seltsam ist dabei nur, dass ich es eigentlich gar nicht brauche. Ein neues Telefon trifft ein, das sich einfachst in die bestehende Anlage integrieren lässt, ein Tag ohne Herausforderungen scheint seinen Lauf zu nehmen. Das muss die Wobcom, unser Internetprovider, gemerkt haben. Unserem Gast wird mitten in einer Zoomkonferenz erst die Verbindung gekappt und nach einer unangemessenen Wartezeit bewegen sich die meisten Daten – wenn überhaupt – in Schneckengeschwindigkeit. Erst nach Mitternacht kommt wieder Tempo auf. Zum Glück können wir für die Zwischenzeit eine Alternative bieten. Gut, wenn man für Notzeiten gerüstet ist. Ich konzentriere mich derweil aufs Lesen, denn das YouTube-Angebot fängt an mich zu langweilen. Dampfplauderer können eben ganz schön nerven. Natürlich wird es wieder spät.

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Energiedefizite

Erfolgserlebnis! Ich habe das Garagentor freigeschippt. Ähem, nun ja, zugegeben, meine hochaktive Mitstreiterin hat mindestens 90% der dortigen Schneemassen zur Seite geschafft – aber die letzten 5% habe ich bewältigt. Immerhin, wenn man meine 5% Hauptwehenbeseitigung gestern dazunimmt, ist bei mir mindestens ebensoviel Schweiß geflossen wie bei meiner professionellen Winterdienstschaffenden bei ihren 90%. Ob Fettmassen sich zur Salzwassergewinnung eignen? Man könnte es fast meinen. Ansonsten hat unser Gast dankenswerterweise ebenfalls kräftig mitgewirkt und so können wir „Zufahrt frei“ melden. Uff. Den kurzen Außeneinsatz kann ich ohne nennenswerte Beeinträchtigungen beenden. Gut so. – So ein Brandschutzmelder ist ja ein ganz hilfreiches Teil, nur der ständige Batteriewechsel nervt, vor allem wenn sich das Biest zu unmöglichen Zeiten meldet, Gäste und Hausherren erschreckt und eine hektische Aktivität auslöst bis man die Quelle der grausamen Pieptöne geortet hat. Zu allem Überfluss bombardiert uns kurz darauf ein Öffnungsmelder mit seinem Wunsch nach einer neuen Knopfzelle. Kann nicht irgendjemand mal eine mehrjährige Energiequelle erfinden? Das wäre fein. – Nachdem ich mit großer Zustimmung einem kritischen Beitrag zum Raubrittertum der GEZ gelauscht habe stürze ich mich in die Abgründe literarischen Schaffens und konsumiere genussvoll einen Krimi. Ausnahmsweise sinke ich mal früh in ‚Morpheus seine Arme‘.

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