Ich habe Rücken

Meine Rückseite, also mein derzeitiges Dauerthema, macht weiterhin Trouble. Ich frage mich ob dabei nur physische Ursachen oder auch psychische Gründe eine Rolle spielen? Ich kann zu Hause herumsitzen, ein wenig herumlaufen und spüre nahezu nichts. Dann mache ich mich auf, fahre – gerade erlebt – zu Scheune nach Kunrau um Kleiderspenden für Rumänien zwischenzulagern – und zack ist der Schmerz da. Ich rutsche hin und her, kann nicht helfen, „durchleide“😉 eine Rückfahrt, schleiche ins Haus und sinke ganz behutsam auf mein Seniorenbett. Nach maximal fünfzehn Minuten Entspannung bin ich wieder fit. Abends das gleiche Spiel: Wir wollen zu unserer Gemeinde. Mit einem Mal zwickt und zwackt es, ich spüre jede Bodenwelle beim Fahren, schleiche auf meinen Platz, versuche eine schmerzfreie Position einzunehmen und bleibe dann wie eingefroren sitzen. Im Anschluss geht es mit Trippelschritten zum Auto, zuhause dauert die Aufbauphase zwar länger aber danach ist alles okay. Ist das normal? Der „Hit“ ist das Zubettgehen in der Nacht: schmerzfrei vom Sofa aufgestanden und nach dem Ausziehen eine doppelt lange, mitunter schmerzdurchzuckte, Phase bis die Entspannung eintritt. Das ist bescheuert! Morgen schmeiße ich Schmerzmittel ein. Unbedingt!

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Prima Grantlertipp

Fast hätte ich vergessen wie langwierig Fotosortieren nach dem Urlaub sein kann. Zur Einstimmung werfe ich die Bilder mittels Beamer auf unsere Großleinwand. Der Eindruck ist prächtig. Nun gilt es die Repräsentativen in ein extra Verzeichnis zu transferieren und dort chronologisch zu sortieren. Das ist aufwändig, da sie aus unterschiedlichen Quellen stammen und das Betriebssystem offensichtlich nicht in der Lage ist, sie adäquat zu ordnen. Oder bin ich nicht in der Lage entsprechende Befehle zu geben? Wie dem auch sei, es dauert. Der Endspurt zieht sich besonders lang hin. Dann stimmen Auswahl und Reihenfolge. Die Masse der Fotos aus Urlaub 2 harrt jedoch immer noch auf ihren Einsatz. Das wird noch lustig! – Mein Grantler gibt mir einen Tipp wie ich lange Kabel perfekt aufnehmen kann. Wenn das funktioniert, wäre mir perfekt geholfen. Manchmal lohnt sich YouTube wohl doch. Immerhin ein wenig Weizen unter dem vielen Spreu samt Geheimwissen unterdrückter Genies. Siri löscht das Licht. Fein!

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Big Siri is watching you

Die Normalzeit ist zurück. Für ein paar Monate wird sie nun unseren Tagesablauf bestimmen. Die Umstellerei ist doof, doch die Klage bringt angesichts der unbeweglichen EU-Bürokratie überhaupt nichts. Außerdem motzt mein Rücken heute wieder besonders herum und versucht mir mein Leben schwer zu machen. Auch das ist doof. Doch was soll’s? Ich gönne ihm ausreichend Entspannung und dann geht es wieder. Der Gottesdienst aus Bremen über David und Psalm 34, über scheinbare Endpunkte im Leben, die zu neuem Aufbruch führen können, baut mich auf. Insofern ist es nicht völlig bedauerlich, dass mich mein rückenbedingtes langgezogenes Aufstehritual am Gottesdienstbesuch in meiner Gemeinde gehindert hat. – Bei YouTube läuft mir ein Elektromeister aus Bayern, ein sympathischer Grantler, über den Weg, der meine bislang eingebildeten Elektrokenntnisse als unzureichend entlarvt. Nein, falsch habe ich wohl nichts gemacht aber ich hätte manches viel besser machen können. Der Typ ist echt gut und läuft zu bester Form auf, wenn er auf Besserwisser reagiert. Köstlich! – Heute meldet mir Siri beim nächtlichen Gruß zurück, dass Geräte nicht auf ihre „Ansprache“ reagiert hätten. Majestätsbeleidigung? Sie hat recht, ich hatte versehentlich eine Schaltung blockiert. Überwachung pur! Ich wollte es so: selbst schuld!

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Covid und Carvid

Mein Lampenexperiment funktioniert nahezu perfekt. So machen Spielereien richtig Spaß. Mit einem Befehl alles was leuchtet ausschalten, dabei keins übersehen, ist schon spannend. So werde ich ab heute wohl immer unserer allzeit lauschbereiten Siri einen Gute-Nacht-Gruß zurufen. Demnächst werden wir zwangsweise ebenso mit unseren Autos reden (müssen). Wie wird meine Reaktion auf den Hinweis meines fahrbaren Untersatzes ausfallen, dass die Klimaanlage sich in Befehlsverweigerung übt und die Türen sich solidarisch verschlossen haben? Das könnte ganz schön heiß hergehen. Wenn dann die Computersteuerung mitten auf der Autobahn ausfällt, wird das Leben wieder spannend. Die Übernahme aller Fahrzeugfunktionen durch ein sich online eingeschlichenes Virus ließe Adrenalin in ungeahnter Konzentration durch die Adern schießen. Kurz gesagt, die Wechselfälle des Lebens erhalten ein umfassendes Update. Ich sehe schon die unheilige Allianz von Covid-19 mit Carvid-23. Mächtige Erlebniswelten kommen auf uns zu. Viel Spaß!

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Spielkalbmodus

Ein richtig schöner Tag um über mein Smart-Home nachzudenken. Was könnte ich denn noch basteln? Eine Stehlampe verweigert sich der Fernsteuerung. Man kann sie nur am lampeneigenen Schalter aktivieren. So wird eine Fernsteuerung schwierig. Aber nicht völlig unmöglich. Wenn ich nun einen steuerbaren Stecker dazwischenbaue, der beim Gute-Nacht-Gruß an Siri ausgeschaltet wird, sich dann aber automatisch, sagen wir mal gegen Mittag des Folgetages wieder einschaltet – dann wäre mein Problem zum Teil gelöst. Beim Zubettgehen wird das Licht gelöscht und am nächsten Abend kann ich es wieder manuell aktivieren. Das probiere ich mal aus. Die nächtliche Routine funktioniert einwandfrei. Ob das mittägliche Einschalten auch klappt? Wait and see. Und wenn nicht? Des Probierens ist kein Ende, sowieso! Das Angebot an – am besten nicht zu hinterfragenden – Spielereien wird immer größer und ich fahre voll drauf ab. Je oller, je doller. Alles wird gut. Mehr oder weniger.

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Geimpft

Die erste Grippeschutzimpfung meines Lebens habe ich gut überstanden. Warum auch nicht? Dieser kleine Piekser ist ja nicht der Rede wert. Etwas weniger entspannt sehe ich eventuellen Folgewirkungen entgegen. Aber lieber kleine Reaktiönchen als eine große Grippe mitten in der Coronazeit. Ja, ich bekenne mich bewusst zu den Covid-19-Gläubigen und Impffreunden jedoch nicht zu den Anhängern obskurer Theorien und abgehalfterter profilierungssüchtiger Medizinmänner. In der Arztpraxis „tanzt der Bär“ und ich bin mal wieder hocherfreut Pensionist zu sein. Meine Ärztin sieht zwar niedlich aus in ihrem weißen Vollschutz als sie vor der Tür bei einem Mann einen PCR-Test (vermutlich, denn wann sonst hüllt man sich heutzutage so ein?) vollzieht – tauschen möchte ich mit ihr nicht. Ich husche lieber fix vorbei. Spannende Zeiten. Heute macht Dänemark seine Grenzen zu – da haben wir ja noch einmal mit unserem Urlaub Glück gehabt. – Über mein geliebtes Kreta hinweg tobt ein Orkan und richtet schwere Verwüstungen an. Was fällt dem denn ein? Das finde ich gar nicht gut (eine Bemerkung mit der Wirkkraft des berüchtigten instabilen Reissackes in China 😀😉). Zur Feier der erfolgreichen Impfung gönnen wir uns zwei Gläschen weißen Traubensaftes aus dem Rheingau. Natürlich kräftig durchgegoren. Das steigert die Haltbarkeit.

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Vertrauen tut not

Ein gefürchteter Arztbesuch steht an. Um denselben würde ich mich liebend gern drücken obwohl der Doktor supernett ist. Doch was bleibt mir übrig? – Alles verläuft wider Erwarten gut, die Ergebnisse sind mutmachend und lassen Hoffnung wachsen für den zweiten Akt in zwei Wochen. Ein wenig erleichtert und sehr stark dankbar geht es wieder heim. Ich sinne über Ängste, Zweifel und Zuversicht nach und komme erneut zu dem Schluss alles in Gottes weise Hände zu legen und ihm noch stärker zu vertrauen. Keine neue aber dennoch wichtige Erkenntnis! – Der Einlass im Klinikum verlief übrigens gut, die Anmeldung online funktionierte perfekt, das Lesen des Codes im Entree hat zwar noch nicht die Perfektion eines Flug-Checkins, ist aber durchaus akzeptabel. Ich freue mich über die Fortschritte der dortigen IT-Technik samt Helferschulung. Respekt. – Besonders bewegt mich heute die Geschichte Josephs im Alten Testament in der Auslegung von Hellmuth Frey. Ich lerne von der seltsamen Anmutung einer oberflächlichen Betrachtung in die Hintergründe „einzutauchen“ und eine wenig mehr Durchblick zu gewinnen. Ganz nebenbei lerne ich verstehen warum die Bibel von Außenstehenden leicht missinterpretiert werden kann. Ablehnung von oder Liebe zu Gott bestimmen unsere Sichtweisen. Vertrauen zu ihm hilft weiter. So isses.

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Geregelter Nachwuchs

Während meine hintere Seite weiterhin deutliche Lebenssignale sendet ist die Vorderfront nur sehr bedingt einsatzfähig. So trödle ich eher herum und suche schmerzlindernde Plätzchen. Um mich herum wird gewirbelt und mich plagen nicht nur die unvermutet auftretenden Zuckungen sondern auch ein nagendes Gewissen wegen Inaktivität. – Eigentlich ist für mich ein Friseurbesuch vorgesehen doch beim letzten Mal wurde ich so gestutzt, dass mir voraussichtlich mindestens drei weitere Kürzungen „erspart“ bleiben. So ganz langsam beginnt meine Frisur wieder in eine akzeptable Form hineinzuwachsen. Insofern geht der Wunsch nach einem Scherenkünstler gegen Null. – Am Abend begleite ich virtuell einen YouTuber auf seine Fahrt in die Toscana mit einem Audi e-tron. Vor- und Nachteile werden gut herausgearbeitet und ich gewinne eine recht realistische Sicht der Dinge. Wirklich gut gemacht.

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