Vortragen, drücken und plaudern

Der Vortrag läuft gut und ich freue mich, dass ich mich in der Veranstaltung um den rhytmisch-gymnastischen Part drücken konnte, weil ich aufbauen musste. Nichts gegen gymnastische Übungen aber festgelegte Abläufe von Verrenkungen in rhythmischer Folge darüber hinaus in Kombination mit Musik sind für einen unmusikalischen schon mit Tanzschrittfolgen überforderten Zeitgenossen einfach nur grausam. Für beides bin ich dankbar. Stark aufgedreht geht es heimwärts und abends gleich zum Hauskreis. Selbst dort wirkt mein kleiner Vortrag noch hinein, es ist für mich nicht leicht den Adrenalinausstoss zurückzufahren. Ist aber andererseits sehr belebend. Nicht schlecht.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Miese Perspektiven

Bei der Volkswagen Bank ist wieder kein Mensch erreichbar. Seit sie ihr Identifikationssystem verantwortungslos verkompliziert haben ist das Callcenter nicht mehr erreichbar. Selbst bei der Telekom habe ich noch nicht erlebt, dass die Ansage tagelang nur „wir sind überlastet, rufen sie später noch einmal an“ von sich gibt. Ich sehe sehr schwarz was eine zeitnahe Bearbeitung unserer Kontenkündigung angeht. Doch soll ich mich wundern? Mein Girokonto haben diese Experten schon vor längerer Zeit verloren, weil sie ihr System mit dem einzigen wirklich guten Mac-Banking-Programm nicht kompatibel gestalten wollten. Jetzt sage ich endgültig „Tschüss“ bei einem System, das notwendige Geräte bei Fehleingaben ruckzuck ausschließen kann, ihnen aber die Wiederzulassung verwehrt und gleichzeitig den einzigen Telefonkontakt dichtmacht. Chaos pur, mir langt es. Hoffentlich gelingt der Abschied, es riecht förmlich nach Komplikationen. Diesel kann VW nicht richtig, Banking auch nicht – kein gutes Zeichen.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Sadhu Sundar Singh

Der Tag des Sadhu und alles wird gut. Ich arbeite zwar die Mittagspause durch und auch bis in den Abend hinein doch „ich habe fertig!!!“ Wunderbar. Noch ein kleiner Feinschliff morgen oder übermorgen und das Seniorenmeeting kann kommen. Sehr gut! Ich sehe einen britischen Kolonialbeamten, der es sich gutgehen lässt, viele Hungernde bei ausbleibendem Monsunregen bei der Jahrtausendwende in zwei aufeinander folgenden Jahren (heute wäre das der Beleg für die Klimawende, kam wohl etwas zu früh) und lebhaftes Treiben in den Großstädten, die damals anders hießen als heute. Namen sind Schall und Rauch. Die Integration von indischer Religiosität in einen fundierten christlichen Glauben, wie sie Sundar Singh praktizierte zeigt die Größe unseres Herrn. Seine Sicht des Gebets als Atemholen der Seele in Gott und nur am Rande für Bitten, Gebet und Dank, stimmt nachdenklich. Er muss ein faszinierender Mann gewesen sein, falls er tot ist oder ist ein weiser Eremit, falls er noch leben sollte. Keiner weiß es. Stark

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Sonntag

Ich schwänze den Zentralgottesdienst im fernen Verbandszentrum. Stattdessen lausche ich einem Gottesdienst im Internet und einem sehr interessanten Vortrag von Roger Liebi über die Wurzeln der Grünen. So ist das also, da wird einiges klar. Ansonsten lebe ich so vor mich hin. Leider möchte ich wegen verdächtiger leichter Schmerzen im Rücken meine Nieren und alles Umliegende nicht der Kühle des Radelns aussetzen und muß daheimbleiben. Ja, ja, das vielzitierte A-Wort. Nach langer Zeit schaue ich mir mal wieder einen zwar spaßigen aber dennoch leicht verworrenen Tatort an. Na ja, ist ganz okay.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Heidekrug, Ost- und Nordsee

Der Heidekrug in Radenbeck ist wirklich eine sehr empfehlenswerte Lokalität. Das Essen mundet gut, die Bedienung ist freundlich und die Speisekarte kurz, was den Schluss zulässt, dass alles frisch zubereitet wird. Die Tomatensuppe verdient, nebenbei bemerkt, eine besondere Empfehlung. Zugegeben, sie ist nicht die allerbeste ihrer Art – davon kann es  nur eine geben – aber sie gehört zum Spitzenfeld in der Kategorie ‚bürgerliche Küche‘. Das schöne Wetter spendiert uns zusätzlich eine offene Fahrt im Cabrio. Die Folgen des Restaurantbesuchs machen sich jedoch den übrigen Tag durch ein übersteigertes Sattheitsgefühl bemerkbar. Keiner hat mich gezwungen Vorsuppe, Hauptgericht und Dessert Zugang zum vielgeplagten Verdauungstrakt zu gewähren. Das habe ich nun davon. So bin ich für den restlichen Tag relativ lahmgelegt. – Abends schaue ich einer Reiseredakteurin des Hessischen Rundfunks bei ihrer Ostsee-Kreuzfahrt zu und sinniere über gute und weniger gute Berufswahlen. Anschließend folgt – immer noch auf unserer Großleinwand – ein Flugbericht über die Nordsee von der Ems-Mündung über Hamburg nach Sylt. Beeindruckend. Ja, Gott hat diese Welt wunderschön gestaltet (Diskussionen über seine Methoden lehne ich schroff ab – das Ergebnis zählt). Wirklich toll.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Bankräuber – Räuberbank

Und wieder der Sadhu, schon die oberflächliche Betrachtung seiner Schriften fordert mich heraus – mir fehlt einfach der Zugang zu seinem philosophisch-religiösen Hintergrund. Fernöstliche Religionen haben mich, bis auf eine kurze spätjugendliche Episode mit Hermann Hesse, nie begeistert. So versuche ich dem guten Sundar intellektuell irgendwie auf den Pelz zu rücken. Andererseits will ich ihn ja auch älteren Semestern nahebringen, die größtenteils keine Lust auf hochphilosophische Exkursionen haben. Ich will fliehen, wie letztes Jahr, mich auf eine schlichtere Persönlichkeit stürzen – doch ich habe versprochen über ihn, den christlichen Sadhu zu reden. Fein. – Die Bibelstunde am Abend baut mich wieder auf, ich merke dankbar wie Gott hilft und das macht Mut. Die Zeit für den Singh wird dennoch knapp, denn den Samstag kann ich für die Vorbereitung wegen eines Geburtstagsessens vergessen und am Sonntag arbeite ich nicht. Nur Mut, irgendwie komme ich durch. Ach ja, so ganz nebenbei versaue ich mir unseren Bankzugang, drei Versuche mit je einer unkorrekten Eingabe und mein Handy wird disqualifiziert. Für eine erneute Qualifikationsrunde muss ich mich einloggen, wofür ich ein qualifiziertes Handy benötige, doch selbiges ist ausgesperrt. Die Schuster-Voigt-Situation (um Arbeit zu bekommen benötigte er einen Pass, den er aber nur erhalten konnte, wenn er Arbeit hatte – dumm gelaufen). Ich kündige sofort meine Konten bei dieser sogenannten Bank, denn solche fiesen Spielereien brauche ich nicht mehr. Der virtuelle Supergau: ich habe Geld aber das Programm verweigert mir den Zugriff. Fast wie damals in Griechenland. Armes Deutschland!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Zu große Schuhe

Der Sadhu verfolgt mich den ganzen Tag. Er ist eine sehr vielschichtige Persönlichkeit mit seiner sehr speziellen indischen Prägung. Ich staune massiv wie es Jesus gelingt einen Menschen, der so in den Hinduismus verhaftet ist, aus dieser fernöstlichen Mystik herauszuziehen und für sich, für Gott zu gewinnen. Es entsteht, so ist mein erster Eindruck, eine besondere indische Variante christlichen Glaubenslebens, der ich in kurzer Zeit auf den Grund gehen muss und diesen dann auch noch in verständlicher Form weitergeben soll. Puh! So beginne ich erst einmal mit zeitgenössischen Fotografien Indiens und taste mich vorsichtig heran. Die Schuhe, in die ich schlüpfen will, sind arg groß. Sehr groß.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Investition und Inflation

Den Vormittag verbringen wir mit der Planung einer größeren Zumutung an unseren Investitionshaushalt. Geld ausgeben fällt mir leicht, Geld sparen dagegen eher schwer. Das ist keine, vorsichtig formuliert, Grundeinstellung, die mit stark pietistisch geprägten Frömmigkeitsformen harmoniert. Schade eigentlich. Andererseits ist es eine altersgerechte Konsequenz aus dem leidigen Wissen um zwei Währungsumstellungen in unserem Lande, verbunden mit dem Verlust sämtlicher Sparguthaben. Eine Erfahrung, die ich mir gerne ersparen möchte. Nettes Wortspiel. – Heute besuche ich meine Mum und erhole mich gründlich von allen biblischen Vorbereitungsarbeiten. Ab morgen ist der Sadhu dran. Es wird eng. Pensionistenstress. Pur.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar