Faszinierendes Verwandtentreffen

Nach dem Frühstück (schon wieder essen) wird Laura beladen und wir begeben uns erst einmal zu einer Ladesäule. Dreißig Minuten später (der Akku war wohl noch etwas kalt) geht es ab Richtung Dannenberg. Wir kommen problemlos durch – nur die Treckerbrigaden sind wieder überall auf Tour („Im Septi der Bauer den Traktor einspannt“ oder so ähnlich). Wir treffen wie geplant ein, uns erwartet ein feudales Mittagessen und – dankbar nehmen wir sie an – eine erholsame Mittagspause. Aufmerksame Gastgeber! – Der Nachmittag wartet mit einem Reisehighlight auf. Wir besuchen einen Sohn der Gastgeber mit seiner Familie zu Kaffee und Kuchen (schon wieder essen🤨), treffen dort seinen Bruder samt Partnerin und sind sehr angetan von deren Lebensumfeld. Allesamt sehr freundliche Leute, die wir lange nicht gesehen haben. Alle tierlieb und handwerklich geschickt. Schade, dass wir so wenig Kontakt hatten und haben. Die Vorliebe für abgeschiedene Wohnlagen hat sich bei ihnen offensichtlich vererbt😉. Ländlich, gemütlich und sehr ruhig. Toll! – Wieder zurück fordert uns ein umfangreiches Abendessen heraus, ein weiterer massiver Anschlag auf mein Körpervolumen. Zurückhaltung wird nicht akzeptiert. Arme Waage, armer Ableser! – Einem unterhaltsamen Abend folgt eine interessante Andacht von guten alten Harms. Heute beginnt dass Schlafprogramm extrem frühzeitig. Ich liege, keine Frage, lange wach herum, schlafe irgendwann kurz ein um gleich wieder einer männlich-typischen Unterbrechung nachkommen zu müssen. Welch eine Nacht! Welch seltsame Traumsequenzen! Welch erstaunliche Unterbrechungsfrequenz! Hoffentlich wird das nicht zur Gewohnheit!

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Bei Pfeffers

Im Unterschied zu unserer fast lichtdichten Jalousie daheim werde ich in helleren Räumen früher wach, vor allem in ungewohnten Betten. So bin ich heute frühzeitig wach und faszinierend munter. Wahnsinn😀😇! Inzwischen gewöhne ich mich sogar wieder an ein Frühstück, was allerdings meinem Körpervolumen zunehmend schadet 😉. Der Gottesdienst in der Pattenser Fachwerkkirche spricht mich voll an – selten habe ich eine so gute Predigt über das Hiobbuch gehört. Mächtig beeindruckend. – Ein kleiner Rundgang um die alte Wirkungsstätte meines Schwagers führt uns am deutlich umgestalteten Grundstück samt dem komplett renovierten Pfarrhaus vorbei. Das macht mir wiederum klar, wie lange wir Menschen oft notwendige Anpassungen aufschieben, bis die Umstände uns schließlich zum Handeln zwingen – aber dann richtig. Stark. Gut, dass der Gesamteindruck des Ensembles nur behutsam verändert wurde. – Zum Lunch begeben wir uns zu ‚Pfeffers‘ einem höchst empfehlenswerten Restaurant, selbst wenn mein Matjes-Shrimps-Teller mir nicht so recht mundet. Das liegt aber größtenteils an meiner Entscheidung – denn der traditionelle Matjesteller hätte mir zweifelsohne mehr zugesagt – meiner Speisenauswahl mangelt es halt nicht selten an der nötigen Treffsicherheit. Der Service und die Beratung waren dagegen exzellent und kaum zu übertreffen. Klasse. – Nach der Mittagspause zieht es mich auf die sonnige Dachterrasse während der Rest der Mannschaft einen Ausflug in die City präferiert. Beide Entscheidungen erweisen sich als gut und vorteilhaft. Jedem das Seine. – Am Abend zieht es uns alle ziemlich frühzeitig (nach meinen Maßstäben) in die Schlafgemächer. Die Nacht wir hart und unterbrechungsreich, warum auch immer. Dann ist das so. Was mag mich Sensibelchen wohl gestört haben? Keine Ahnung.

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Norden ade …

… scheiden tut weh – und wie! Wir verstauen gefühlt mehr Sachen als auf der Hinreise in Lauras Tiefen (wie kann das sein?), kehren, saugen, putzen und waschen bis die Wohnung übergabebereit erscheint und verlassen unseren Urlaubsort. Es geht quer durch Ostfriesland bis nach Wilhelmshaven, durch den Wesertunnel, „runter“ zum Bremer Kreuz und auf die A 1 bis Hamburg. Einen Stau müssen wir umfahren, ansonsten kommen wir fast perfekt durch. Kurz vor dem Ziel entgehen wir knapp einem kahlköpfigen Mercedes-Cabrio-Fahrer, der sich offensichtlich mehr auf das Rechtsüberholen eine langsameren Zeitgenossen konzentriert statt auf den Blick nach vorn. Fast hätte er uns touchiert. Gott sei Dank (!!!) ging alles gut aus – Bewahrung live! – Die Verwandten warten schon auf uns und gemeinsam genießen wir in aller Ruhe eine wundervolle Mittagsmahlzeit. Ich lasse den Stress (Autobahnfahren gehört nicht mehr zu meinen Lieblingsbeschäftigungen) von mir abfallen und richte meinen Sinn nur noch auf Entspannendes. Wir geben der Sonne auf dem Dachgartenbalkon die Ehre, plaudern, lesen und konsumieren abends einen perfekt abgestimmten Aperol Spritz um dann frühzeitig das Nachtlager aufzusuchen. Alles altersgerecht, alles wunderbar, selbst der Schlaf ist okay.

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Norden feiert

Der letzte volle Tag unseres Urlaubs hier an der Küste Ostfrieslands bricht sich Bahn. Wir träumen uns in den Tag. Frühzeitig sind unsere beliebten Geldeingänge auf dem Konto. Prima. Noch einmal geht es Richtung City. Dort ist die halbe Innenstadt gesperrt, denn heute beginnt das Norder Sommerfest. Schön für die Norder. Wir gönnen das jedem, doch es ist nicht unser Ding: die Musik ist mir zweifelsohne zu laut und der Alkohol altersbedingt zu begrenzt 😠, Leute kennen wir sowieso nicht und für eine Bratwurst plus Bier plus dröhnende Klänge fühle ich mich nicht jung genug. So bleiben wir fein daheim, hören von fern das Fest herüberschallen und lassen den Abend mit ein wenig vergorenem Traubensaft ausklingen. Das ist schön und tut wohl. Feiert fein, liebe Leute, wir freuen uns etwas abseits mit euch. Es ist nicht einmal besonders spät als das Bett uns ruft. Entspannt ruhen, munter träumen und beweglich bleiben🤔🤨 – so geht die Nacht dahin.

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Neuharlingersiel

Inzwischen staune ich nicht mehr wie viel Zeit wir für die Morgenandacht, das Zeitungslesen und meine Gymnastik verbrauchen. Kaum (viel zu spät) aufgestanden ist die Mittagszeit da. Meine Zeit wo bist du bloß geblieben? Immerhin reicht es noch sehr gut für einen Ausflug nach Neuharlingersiel. Es ist entspannend so durch die Landschaft zu trödeln, rechts die Kühe und links den Deich zu betrachten im Wissen irgendwo dahinter muss die Nordsee sein 🤔, Neuharlingersiel ist parkplatzmäßig wunderbar aufgestellt. Man fährt einmal um den Ort herum, überquert den Deich und landet auf einem riesigen Parkplatz mit Video-Inkasso. Hier startet auch die Fähre nach Spiekeroog. Soll sie doch. Der Hafen ist malerisch, leider musste der ach so beliebte bronzene Fischer gleich am Eingang irgendwelchen Bauarbeiten weichen. Schade, ich hatte mich so auf ein Wiedersehen gefreut 😇😀. Hoffentlich kommt er wieder zurück. Wenn man den nördlichen Hafenteil abschneidet ist hier der schönste Kutterparkplatz in dieser Gegend. Ich genieße den Weg rund ums Becken und die Flotte der Krabbenfischer. Auch hier mundet das Eis prächtig, muss ich konstatieren und die vorhandenen Sitzflächen sind ganz okay, wobei eine weitere Investition in Rückenlehnen zweifellos gut ankommen würde. – Auf der Rücktour fahren wir auf eine Gewitterfront zu, ein wenig Regen erwischt uns sogar während der Fahrt. Menschen mit Motorsägen allerorten und etliche Späne auf der Straße legen Zeugnis ab von einem Sturm, der hier wohl getobt haben muss. Wir kommen unbeschadet im Feriendomizil an und eine heftiger Gewitterguss wartet freundlicherweise bis wir im Haus sind. Dankeschön. – Das Fernsehen interessiert mich nicht, so verbringen wir den Abend in üblicher Weise bis meine Lider fast wie von selbst zufallen. Die Nacht samt Schlaf ist ganz okay. Vielleicht sollte ich mit tatsächlich tagsüber und nicht nachts das nötige Trinkwasser zuführen. Versuch wäre, eventuell, vielleicht, möglicherweise kluch🤔.

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Greetsiel

Schön viel Sonne hat der Tag parat. Fein. Wir lassen es natürlich sehr ruhig angehen. Nachmittags fahren wir nach Greetsiel. Der Publikumsandrang hält sich erfreulicherweise in Grenzen. Mit fortschreitender Zeit wird es immer weniger, was uns nicht unrecht ist. Bei einem Eis lassen wir die Hafenatmosphäre auf uns wirken und entspannen völlig. Klasse. Die Krabbenkutter liegen am Pier, malerisch mit ihren Netzen und bunten Farben. Greetsiel hat einfach alles, was Touristen, also wir, lieben: boutiquenhafte Lädchen, Kneipen voller Nippes, Restaurants und Cafés vor und in kleinen niedlichen Häuschen. Malerisch 🤔🤨. Nun schlendern wir zum Weinfest am Hafen, staunen über die Anbieter, mit zwei großen Zelten sind die meiner Erinnerung nach ehemaligen Glycolexperten Gerhardt und Pieroth vertreten, so kommen wir gar nicht in Versuchung zu probieren, nehmen stattdessen in erhobener Position auf eine Bank platz, lassen uns vom Fest leicht beschallen und schauen ein oder zwei Einheimischen beim Arbeiten sowie unzähligen Touristen beim Flanieren zu. Nicht die schlechteste Beschäftigung 😇😀. Mit dem voranschreitenden Abend schlendern wir zurück zu Laura, ich spendiere einer freundlicherweise am Wege gelegenen Entsorgungsanstalt noch einen Euro und kann so stressbefreit die Heimfahrt antreten. Diese ruhigen Tage passen bestens zu mir, ein bestrickend schöner Urlaub! Im Feriendomizil führt mir meine Allerliebste praktisch vor, dass Telefonate nicht nur ein oder zwei Minuten (wie bei mir) dauern müssen, sondern vielmehr auf Länge angelegt sind. Gut zu wissen 🤔😉. Es wird ein klein wenig später. Der Schlaf agiert prächtig, leider nicht traumbefreit. Ganz okay.

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Kreta und mehr

Und wieder begleitet uns ein Sonnentag. Wir entspannen uns hier im Norden und durchleben den Tag in aller Ruhe. Eine kleine Tour mit Einkauf und eine ganzheitliche Entspannung sind angesagt. Gegen Abend besuchen wir ein befreundetes Ehepaar und lauschen höchst interessiert von ihren Überwinterungserfahrungen auf Kreta. Okay, so mein persönliches Resümee, es mag ja dort deutlich wärmer gewesen sein aber dafür sind die Heizmöglichkeiten spürbar begrenzter und das Wetter ebenfalls launisch. Die Zwei sind dagegen recht zufrieden mit ihrem Langzeiturlaub, würden aber künftig wohl eher im ganz frühen Frühjahr dort verweilen. Ehrlich gesagt wäre es mir wohl zu trist und zu kühl, denn ich bin eine arge Frostbeule. Einig sind wir uns in jedem Fall, dass Kreta eine tolle Insel ist aber die Sommermonate dort für uns keinesfalls urlaubsgeeignet sind – viel zu heiß! Wir werden wunderbar beköstigt und können lange auf der Terrasse plaudern. Schön haben sie es hier! – Wir lassen die Nacht in unserem hiesigen Domizil ausklingen, voller Dankbarkeit über dieses überaus spitzenmäßige Geburtstagsgeschenk – bis wir normal spät ins Bett fallen. Der Schlaf ist engagiert, leider hat er wieder etliche seltsame Träume im Gepäck und unzählige nächtliche Unterbrechungen als „Überraschungsei“ für mich dabei. So isser eben. Na denn.

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Yamas

Wohlfühlmomente im Urlaubsheim – schön ist es hier. Die Sonne lacht uns an, das Frühstück mundet, die Rückengymnastik fällt leicht und irgendwann machen wir uns auf den Weg in die „City“. Dieselbe ist akkurat und beschaulich, so richtig perfekt zum Schlendern. In „unserem“ Laden kaufe ich mir ein weiteres Fischerhemd. Ich mag diese Teile, weit geschnitten, bequem und ideal für alle Arten von Kreuzfahrten und sonstigen Anlässen mit Freizeitcharakter. Gegen 13 Uhr gönnen wir uns einen Lunch in einer Pizzeria, üben uns im „Leute gucken“, schauen etlichen Hunden beim Schlabbern des bereitgestellten Wassers zu und genießen die leichte Mahlzeit. – Nach der nahezu unverzichtbaren Mittagspause führt uns der Weg zum Hafen, wir schlendern am Yachthafen vorbei zur Fahrrinne. Die zurückweichende Nordsee glänzt im Abendlicht, das die Handkamera noch betont und ich darf ein paar stimmungsvolle Schnappschüsse abfeuern. – Jetzt noch fix ein paar Kleinigkeiten einkaufen, wir pfeifen auf ein abendliches Kneipenprogramm (wahrhaftig nicht unser Ding) und sind happy im Ferienhaus bei Harzer, Mythos (unserer erinnerungsreichen griechischen Hopfenkaltschale) und einem wunderbaren Tagesausklang. Yamas am Nordseestrand! Perfekt. Der Schlaf ist erneut lieb zu uns. Perfekt.

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