Konzert, Autobahn, Nordsee

Ein kleines Frühstück, dann beladen wir unsere Laura mit noch ein paar „Reisebegleitern“ und ab geht es zum Benefizkonzert der Lions in der ehemaligen Heinrichskirche. Wir sind früh dran, dürfen schon eintreten und nehmen erfreut auf bereitgestellten bequemen Stühlen in der vorletzten Reihe Platz. Mag sein, dass wir so etwas distanziert zum Orchester sitzen aber die Klangfülle aller Musiker, die sich rund um unsere Ohren vereint, der perfekte Mittelplatz und nicht zuletzt die uns erspart gebliebenen harten Kirchenbänke machen das mehr als wett. Meine Ohren sind begeistert vom musikalischen Gesamteindruck, die Probe mit wenig Publikum hell tönend und etwas dumpfer als alle Plätze besetzt sind. Dennoch phantastisch! – Im Anschluss düsen wir los Richtung Norden. Auf der Landstraße über die Straße des Bundes und dann die Autobahn bis Bremen. Dort ist sowohl auf der regulären wie auch auf der Ausweichroute Stau. Wir wählen letztere und kommen relativ gut durch auf einer mitunter abenteuerlich erscheinenden Wegführung. Egal, Hauptsache unfallfrei. Gegen 18 Uhr kommen wir im Quartier an, richten uns ein und lassen Laura Strom schlecken. Jetzt ist Entspannung angesagt und ein relativ fernsehfreier Abend führt uns in die Nacht hinein. Welch ein Tag! Der Schlaf, motiviert durch vergorenen Traubensaft, zeigt sich äußerst kooperationsbereit. Fein.

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Packen

Mein liebe Angetraute feiert heute ihren Geburtstag nach – mit 11 befreundeten Frauen und einem gemeinsamen Frühstück. Männer sind zu meiner großen Freude ausgeschlossen. So kann ich länger schlafen und versäume 😇 einen intensiven Erfahrungsaustausch weiblicher Art. So richtig unglücklich bin ich nicht darüber. Seltsam😉. – Für mich gibt es noch ein paar modemspezifische Fragen zu lösen – ich befürchte da kommt noch ein wenig auf mich zu. – Nun bewegt mich unsere Aufräumherausforderung – vorerst intellektuell. Das ist körperlich leichter aber Voraussetzung für ein späteres methodisches Vorgehen – vorausgesetzt die Gedanken gebären Taten und nicht Seifenblasen. Das übliche Problem vo Menschen meiner Art 😀😆. – Am Nachmittag ist das Packen angesagt. Morgen geht es an die Nordsee und wir sind sehr unsicher wie sich dort das Wetter entwickeln wird. Wir klauben Klamotten, Technik und Kosmetik zusammen, stopfen alles in die Koffer und beladen Laura, damit wir morgen problemlos starten können. Einem ruhigen Abend folgt eine relativ frühe erholsame Nacht. Alles ist gut.

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Ein Jahr in Taiwan

Alles ist gut. Nur die Temperaturen draußen sind gewöhnungsbedürftig. Es ist arg frisch. Drinnen versuche ich wieder einmal mein Büro in Ordnung zu bringen aber ich komme irgendwie nicht voran. Mir fallen zwar Lösungsmöglichkeiten ein, die erfordern aber weiteren Aufwand. Seufz. – Dazu ringt mein linkes Auge verstärkt um Aufmerksamkeit. Was ist bloß mit ihm los? Die Sehkraft lässt nach, mal ist es verschleiert, meist aber nicht und es schmerzt leicht. Überforderung durch zu starkes iPad-Gucken (Streaming und so). Oder was? Ich bin verunsichert. – Am Abend erwartet uns ein Erlebnisbericht in unserer Gemeinde. Eine junge Frau war ein Jahr lang in einem Heim für behinderte Kinder in Taiwan tätig. Ich staune wie frei, ohne Manuskript, sie fast eine Stunde lang berichtet und es schafft, mich nahezu in ihre Situation hineinzuversetzen und eine realistische Vorstellung von ihrem Leben dort zu vermitteln. Stark. – Daheim lese ich noch ein wenig und meide den Bildschirm. Die Nachtruhe ist angenehm bis mich eine Traumvorstellung gefangen nimmt und ich nur schwer von ihr loskomme. Die Unterbrechungen halten sich im Rahmen.

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Freundlicher Mr. Shorty und eine zickige Wallbox

Endlich nehme ich mir die Zeit Mr. Shorty zu reinigen und mit neuen Messern zu versehen. Die alten sind schon viel zu lange im Gebrauch. Vorher schalte ich noch die Wallbox ab und will sie später neu justieren damit sie den Wechselrichter wieder akzeptiert. Die beiden scheinen im Streit zu liegen. Mr. Shorty ist, wohl durch die intensiven Sommertage, fast frei von Ablagerungen. Ein bisschen altes Gras hängt an den Rädern und unter dem Mähwerk und fällt mit wenig Fegeleistung leicht ab. Den Schrauben der Messer dagegen ist die lange Zeit nicht gut bekommen. Sie sind nur äußerst schwergängig, kaum zu lösen. Dazu kommt noch, dass ich meinen Schraubendreher mit der wunderbaren Drehkraft nicht finden kann. Doch, mit Geduld, Gelassenheit und W40 gelingt die Trennung vom Gewinde des Messerhalters. Ja, ein wenig angerostet kommen mir die Teile schon vor. Ihre Nachfolger lassen sich dagegen leicht montieren. Sehr gut. – Die Wallbox reagiert im Gegensatz dazu eher unfreundlich und motivationsfeindlich. Dazu kommt, dass es Foxi mächtig nach Strom gelüstet – so breche ich meine Versuche ab und akzeptiere schweren Herzens, dass das Überschussladen diesmal nicht funktioniert. Blöd. Später, nach dem Laden, lässt sich die Wallbox ganz verleugnen und gibt sich als nichterreichbar per WLan. Mistkrücke, kaum funktioniert sie mal eine zeitlang, schon zickt sie wieder rum. Echt schade, kein glücklicher Kauf damals. – Endlich kommt meine Abendandacht mal wieder zu ihrem Recht. Finde ich sehr gut – warum nicht regelmäßiger – aber das liegt ganz allein an mir. Seufz. – Am Abend schaue ich mir die ersten beiden Folgen der neuen Staffel von ‚Death in Paradise‘ in englischer Sprache mit dem neuen Kommissar an. Manche Akteure verstehe ich gut, andere fast gar nicht. Übrigens, Neville ist Geschichte. – Es wird normal spät aber die Nachtruhe ist mir zu unterbrechungsreich. Extrem lästig.

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Amtsträume

Meine Allerliebste gymnastisiert 🤔 heute kräftig vor sich hin, denn die Turnsommerpause ist Vergangenheit. Ich dagegen lasse es ruhig angehen, lese, trainiere meine Rückenmuskeln und führe Tagebuch. Es bleibt sogar gegen Mittag 😉 Zeit für die Morgenandacht. Immerhin. – Die reformierte Gemeinde hat die Daten für das letzte Drittel des Kirchenjahres geschickt und so aktualisiere ich deren Internetseiten. Angeblich, ich freue mich jetzt schon darauf, soll ab Ende 2025/Anfang 2026 dieser Job von der Gemeinde in Braunschweig übernommen werden. Ich erwarte hoffnungsvoll die Übergabe 😀😇. – Für den Seniorenausflug entwerfe ich noch fix ein neues Infoblatt, keine große Arbeit aber dennoch nicht so nebenbei zu erledigen. Gott sei Dank gelingt der Entwurf recht gut. Mir fällt dabei auf, dass wir Menschen Gottes Beistand in unserem Leben enorm stark unterschätzen. Uns fehlt halt zu oft der Durchblick. Traurig. – Die Soko Wismar und die anschließende Nachrichtensendung beschließen meinen Fernsehkonsum für diesen Mittwoch. Noch ein bisschen lesen und mein Seniorenbett gewährt mir freundlichst Asyl 😀 für die Nacht. Der Schlaf zeigt sich dagegen bockig und bringt zudem bescheuerte Träume mit, die mich wieder ins Berufsleben transferieren und Prospekte in einem Ordner umsortieren lassen. Das ärgert mich gewaltig und attackiert spürbar meine Erholungsphasen. Doof und blutdrucksteigernd. Seufz.

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Adieu Erwin

Nach der Morgenroutine – für die ich sehr dankbar bin – steht eine weitere Beerdigung an. Wir fahren zur Trauerfeier in die Johanneskirche mit der mich seltsame Erinnerungen verbinden. Vor Jahrzehnten wohnte ich dort, quasi „um die Ecke“, bin dort nachdem ich Jesus begegnet war wieder in die Kirche eingetreten und wanderte sofort für die Kirchenvorstandswahl auf den Stimmzettel. Kaum jemand kannte mich dort. Ich wurde erstaunlicherweise als erster Ersatzkandidat gewählt. Ich hätte wohl auch bald nachrücken können was die Verantwortlichen aber erfolgreich verhinderten. Meinen Käfer zierte auf der hinteren Ablage ein selbstgemachtes Schild „Jesus lebt“. Das war, wie ich von der Tochter des Vorsitzenden erfuhr, den anderen wohl zu suspekt und sie haben mich irgendwie mit irgendwelchen Schachzügen außen vor gelassen. Das berührt mich heute noch, denn keiner der Offiziellen hatte mich je kontaktiert. Nun denn, das ist lange her und mir blieben wohl einige unangenehme Erfahrungen mit „weltlicher Vorstandsarbeit“ erspart. – Die Beerdigung ist eindrucksvoll, ein Posaunenchor spielt, die Kirche ist voll und der Pastor findet trostreiche Worte für die Angehörigen. Unser Gemeindemitglied war ebenfalls im Kirchenkreis aktiv, leitete jahrelang den Posaunenchor und war überaus hilfsbereit. So kannte ich ihn auch, ein zupackender, bescheidener und tatkräftiger Mann, der es im Leben nicht immer leicht hatte. – Am Abend findet nach achtwöchiger Pause wieder ‚Bibel und Brot‘ statt. Wir beginnen mit einer Andacht und einem kleinen aber äußerst feinen Büffet – also mehr Brot als Bibel. Nette Runde. – In unserem „Castle“ steige ich zwar mittendrin in einen irren Münster-Tatort ein, nutze aber die „Rückspulmöglichkeit“ und schaue verrückten Künstlern, einer überkandidelten Ex-Festivalleiterin, einem spinnerten Rechtsmediziner sowie dem sich langsam vortastenden Kommissar samt Assistentin bei ihren Sperenzchen zu. Humorvolle Kunstbetriebssatire im Krimigewand. – Zum guten Ende noch ein ernstgemeinter Krimi bis es sehr spät wird, was dem Schlaf diesmal offensichtlich die Arbeit erleichtert. Geht doch.

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Toleranz

Heute fallen wegen eines unerwarteten Tagesablaufs alle Andachten flach. Es ist ein seltsames Gefühl sich so gehen zu lassen. Nun sind Andachten kein Zwang, kein „Muss“, im Gegenteil eher eine erfreuliche, aufbauende, motivierende Möglichkeit für einen Tageseinstieg und/oder -ausklang. Kurzum mir fehlt ein erquickendes Element. Schade. – Nachmittags tagt meine „Teerunde“ mit vielerlei Themen und Erörterungen. Es ist schon interessant wenn vier Leute mit ähnlichen aber bei weitem nicht gleichen Meinungen aufeinander treffen. Nette, vielfältige Runde. Wir schwelgen so ganz nebenbei in Erinnerungen, denn wir haben schon einiges erlebt in den sieben Lebensjahrzehnten mit den mancherlei Möglichkeiten und Angeboten. So schnell saust ein Leben vorbei und zahlreiche emotionale Erfahrungen werden einfach in irgendeiner Hirnwindung eingelagert. Schön, wenn man sie mal wieder hervorkramt😉. – Wenn ich meinen drei handwerklich begabten Freunden so zuhöre wie sie akkurate und nahezu perfekte Lösungen für Bauprobleme suchen, bin ich klammheimlich, ohne das jemals zuzugeben, froh über meine „Pfuschtoleranz“. Alles wird gut, irgendwie oder irgendwann wenn man sich dran gewöhnt hat 🤔🤨😇. Das darf ich nur nicht laut sagen😉. Es schweigt des Unbegabten Fähigkeit. – Daheim bewegt mich ein Krimi über einem praxisfernen, detailliert ausgedachten und spannenden Fall – mitreißend erzählt. So wird es etwas später aber der Schlaf ist sehr nett zu mir. Toll!

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Geburtstagsstillleben

Meine Allerliebste zieht heute wieder mit mir gleich. Die zahlenmäßige Altersdifferenz ist weg. Willkommen im Club und allerherzlichste Glückwünsche! Wir stehen früh, sehr früh auf, holen Freunde ab und düsen zum Gottesdienst nach Gifhorn. Unser Seniorenausflug wirft einen mächtigen Schatten voraus und so gibt es in der Mühlenstadtgemeinde für unsere Kaffee- und Andachtspause einiges zu besprechen. Das tun wir auch, erleben einen wunderschönen Gottesdienst und freuen uns auf den Gemeindebesuch Ende September. Außerdem lerne ich, dass ein ungewohnt früher Aufstehen in Kombination mit zu kleiner Flüssigkeitszufuhr meinen Kreislauf zu Protestaktionen motiviert. Nicht so schön. Der Pastor tröstet mit einer äußerst ansprechenden Predigt über die Hochzeit von Kana mit starkem Bezug zur Gegenwart. Die baut wieder auf. – Wir lunchen mit unseren Freunden in einem Gasthaus in Weyhausen. Ich genieße ein Schweinefilet mit frischen Champignons und Zwiebeln in einer würzigen Sauce. Mundet wunderbar. Ein feines Geburtstagsmahl. – Ansonsten läuft ein ruhiger Tag ab, ein erholsamer Nachmittag und Abend mit etwa 50 virtuellen und papiernen Glückwünschen für meine freundliche Ehegenossin. Ein wenig Rosé begleitet uns in den Abend. Welch ein ruhiger, beschaulicher Feiertag 😉😇. Es wird nicht einmal spät.

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