Nicäa

In meiner Gemeinde findet ein Herbstputz statt. Ich nehme mir die Freiheit daran nicht teilzunehmen, schließlich habe ich ja jeden Monat das Vergnügen im Putzdienst mitzuwirken. Heute kann ich in aller Ruhe meine Morgenroutine abwickeln. Dabei höre ich mir einen katholischen Beitrag über das Konzil in Nicäa an mit der Erkenntnis, dass Jesus wahrer Gott ist, was am Ende ins Nizänische Glaubensbekenntnis mündete. Die historisch-katholische Darstellung ist bemerkens- und hörenswert. Nicäa (heute Iznik), südöstlich von Konstantinopel (heute Istanbul) mit zu dieser Zeit rund 4.000 Einwohnern (heute über 40.000) musste Platz für über 1.200 Personen (davon 300 bis 400 Bischöfe) schaffen. Es muss ziemlich spannend zugegangen sein mit heißen Wortgefechten aber auch vielen Gebeten unter Gottes Geist. Hochinteressant. – Ansonsten geschieht heute nichts was einer Erinnerung wert wäre. Es wird spät. Der Schlaf ist durchschnittlich. Alles roger. Mehr oder weniger 😉.

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Mose, Jeremia und Israel

Schon wieder ein frühmorgendlicher Arzttermin – aber nicht für mich. Ich habe die Ruhe weg, während jemand anders im Haus sehr früh aufstehen muss. Mein Bedauern begleitet sie. Ich dagegen schlafe relativ lange und lasse es ruhig angehen. Mein Tagebuch wartet auf mich, die vormittägliche Routine will absolviert werden und mehrere Kleinigkeiten harren auf ihre Erledigung. So gehen die Stunden flott dahin. Die Morgenandacht verschiebt sich fast bis zur Lunchzeit. Die Mittagsruhe fällt eher oberflächlich aus – was mich betrifft kaum verwunderlich 😀😉. – Die Abendandacht führt mich von dem Tode Moses, über die Klagelieder Jeremias bis zur Auflösung des Nordreiches Israel – extrem starke Kombination insbesondere in der Mischung: Bibeltext, Bibelkommentar und historische Darstellung. Faszinierend. – Daneben laufen alle Aktivitäten in ihren geordneten, gewohnten, üblichen Bahnen. Es wird sehr spät – ich habe mich da wohl nicht so recht im Griff. Der Schlaf lässt sich ein bisschen Zeit, fällt aber gut und fest aus. Alter Nacht-Uhu!

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Utere nocte

Supersausacklange ausschlafen. Das tut gut! Ganz langsam finde ich wieder zu meinem Rhythmus obwohl ich gestern recht wenig Alkohol konsumiert habe. Ja, ja das Alter 🤔😀! Welch ein Geschenk den Tag frei gestalten zu können, fremdbestimmt höchstens durch gesundheitliche Zwänge (mal mehr mal weniger – noch) und so genieße ich einen Latte, turne zu gegebener Zeit und lebe vor mich hin. Jetzt noch die Asche aus dem Kamin entfernen, Storys schauen (eine Seuche) und die Soko Wismar von gestern aus der Mediathek laden. Die neugestaltete ZDF-App ist zwar blutdruckfördernd, vor allem in der TV-Version, aber ich finde was ich will. Es dauert nur länger. Seufz. Heute verlässt mich meine Mitbewohnerin bereits sehr früh um ihrer Nachruhe zu frönen aber ich lasse mir Zeit. Der Schlaf kommt relativ fix herbei und ist zeitweilig sehr tief. Früher legte ich mich hin und wachte morgens auf, heute kann ich mich der Nachtruhe philosophisch nähern. Ganz neue Perspektiven 😉 sprießen aus den Jahresringen. Utere nocte.

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Kontaktabstinenz

Meine kontaktfreudige Mitbewohnerin turnt munter morgens und begibt sich nachmittags zu einem Treffen mit einem ehemaligen Kollegen. Ich friste mein Dasein allein daheim. So ist das Leben. Abends geht es zum Geburtstag eines Freundes. Auch hier sitze ich eine ganze Zeit in einer selbstgewählten Isolation bis meine Allerliebste sich meiner „erbarmt“. In kleiner Runde gibt es dagegen spätabends ein munteres Gespräch. Weshalb bin ich bloß so „abstoßend“ – wie oft habe ich mich das schon gefragt? Es muss irgend etwas an/in/mit meiner Art geben, das meine Gegenüber auf Distanz hält. Was mag das bloß sein? Ich komme mit mir sehr gut zurecht 😉😇. Seufz. Dann bin ich halt seltsam, was bleibt mir auch anderes übrig als das zu akzeptieren – nur das „Warum“ täte mich schon interessieren. Schließlich zieht sich dies Spur durch mein Leben von der Kindheit an. Allerdings trifft das nicht immer zu, manchmal habe ich intensive Gespräche. Bei vielen Leuten herrscht überwiegend Schweigen vor oder es gibt mühsame Plaudereien über weit hergeholte Inhalte. Tja … – Zurück in unserem Castle nehme ich mir eine lange Auszeit bevor ich mein Seniorenbett aufsuche. Der Schlaf ist dagegen voll okay. Erkenntnis des Tages: Is‘ wie is‘.

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Check der Exit-Sphäre

Einem leicht angespannten Vormittag folgt der Gang zum Urologen. Ich mag keine Arztbesuche. Doch das hilft mir nicht. Erstaunlicherweise sind wir die ersten in der Sprechstunde. Den Doktor kennen wir persönlich aus unserer Gemeinde. Es ist kompetent, sehr freundlich und mitteilsam. Die Untersuchung folgt den bekannten Bahnen. Das Ergebnis ist erfreulich. Die Exit-Sphäre ist voll okay. Es ging alles wunderbar schnell und Erleichterung strömt durch Knochen, Glieder und Psyche. Die Rückfahrt ist deutlich entspannter als die Anreise. Kein Wunder 😉😇. – Am Abend steht ‚Bibel und Brot‘ in der Gemeinde auf dem Programm. Wir reden über den Auftrag Gottes an Mose sein Volk aus Ägypten zu führen. Trotz der sehr bekannten Textstelle entstehen einige neue Erkenntnisse. Gottes Wort bleibt eben spannend, x-mal gelesen und doch wieder Neues entdeckt. Es ist eben ein lebendiges Wort durch den Heiligen Geist gebraucht. Überraschend, ergreifend, überzeugend. – Dem folgt ein üblicher Abend, der sehr spät endet. Der Schlaf erreicht 78 Punkte. Fein.

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Old-School-Banking

Nach einem so schönen Ausflug bleibt es dennoch erbaulich daheim zu sein. So ein fester Bezugspunkt im Leben hat schon was. – Ich will heute unseren jüngst erworbenen Wäschetrockner bezahlen und scheitere am Zugang zur Volksbank. Das neue Handy wird nicht akzeptiert, ich muss es dem System persönlich anbefehlen. So schwer wird es nicht sein, denke ich, bei der anderen Bank hat es ja auch gut funktioniert. Wie kann man sich nur so täuschen?! Hätte ich noch das Vorgängersmartphone wäre es wohl deutlich einfacher. Selbiges ist aber bereits vermarktet, die Einnahme ist schon verbucht, es ist daher weg. Nun wird es kompliziert. Es gibt, wie ich nach einigen nutzlosen Versuchen feststellen muss, nur die Möglichkeit einen neuen Freischaltcode anzufordern, der per Post (meine Zeit per Schneckenpost, wie irre!!!) kommt. Nachdem ich ein paar Stolpersteine überwunden habe, geht die Anforderung sogar raus. Es dauert, sagt das Geldinstitut, maximal vierzehn (!🤔) Tage bis zur Antwort. Kommt kein Code, soll ich es noch einmal versuchen 😠. Für die Volksbank ist Online-Banking offensichtlich fest im Old-School-Business verankert. ☹️. Schade. Enttäuschend. – Am Nachmittag begebe ich mich zu meiner Montagsrunde. Es ist hochinteressant wie unterschiedlich Sichtweisen und Lebenseinstellungen sein können. Ich staune über mich ebenso wie über meine Mitkumpel. Faszinierend. Eine Bibelauslegung mit Bezug zum Abendmahl eröffnet mir das breite Erkenntnis-Spektrum, selbst unter geistlich ähnlich tickenden Brüdern. Einfach nur stark! – Mit einem Auge und einem halben Ohr 😉😀 lasse ich am Abend einen Polizeiruf im TV an mir vorüberrauschen. Daneben berühren mich herzzerreißende Storys – was soll nur aus mir werden? Bin ich ihnen jetzt verfallen? Oh, oh, oh …

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Entspannungstag

Nach dem mächtigen gestrigen Dinner lassen wir das Frühstück gänzlich ausfallen und, ehrlich gesagt, wären mir 32 € p.P. für zwei Tassen Kaffee und ein Croissant doch ein wenig zu viel gewesen 😉😀 (wäre mein absolutes Maximum heute). So fahren wir, begleitet vom Gottesdienst aus Bremen, nach Hause. Gegen Mittag kommen wir an, lunchen eine Kleinigkeit und halten 😉🤔 Mittagsruhe. Faule Bande 🤨 aber so ist unser Leben eben. Den Abendliedergottesdienst schwänzen wir, weil wir erst einmal dieses starke Wochenende verdauen müssen. Es war einfach nur toll. Wir atmen tief durch, entspannen und ich lasse mich wider besseres Wissen von den Storys emotional anrühren. Leider nerven mich die offensichtlichen Ungereimtheiten immer mehr und trüben mein Gefühlsbad spürbar. Dann ist das so. Irgendwann in der Nacht falle ich in mein Seniorenbett und tauche in einen eindrucksvollen Tiefschlaf ein. Perfekt.

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Rubinhochzeit

Wir wollen heute in Celle die Rubinhochzeit eines befreundeten Ehepaares im Fürstenhof feiern. Zunächst planten wir dort zu übernachten aber die Preise, deutlich über 200 Euro pro Nacht ohne Frühstück, hielten uns ab. Das nächste geeignete Hotel wäre fußläufig mitten in der Nacht nicht erreichbar. So waren wir auf eine mitternächtliche Rückfahrt im Regen eingestellt. Heute schaue ich noch einmal bei Booking vorbei und traue meinen Augen nicht: der Zimmerpreis für diese Nacht ist zwar immer noch hoch aber deutlich niedriger, knapp über unserer persönlichen Obergrenze. Perfekt, sofort gebucht, Koffer gepackt und nach dem Lunch ab die Post. Gegen 15 Uhr kommen wir an diesem hochexklusiven Domizil an, erhalten sogar kostenfrei ein besseres Zimmer (im 4-Sterne-Hotel wäre das eine Suite mit begehbarem Schrank, Wohnraum mit Sessel und Sofa und allem denkbaren Komfort) und fühlen uns reich beschenkt. Supersausackgeilstark. Von dort fahren wir zur Kirche, erleben einen eindrucksvollen Rubinhochzeitsgottesdienst in der Gästerunde, begeben uns im Anschluss zurück ins Hotel und feiern im dazugehörenden Restaurant. Spitzenservice, Gourmetküche und eine äußerst angenehme Gesellschaft lassen uns einen wundervollen Abend erleben. Eine Freundin der Ehefrau und ich waren damals Trauzeugen und können heute mitfeiern – nach vierzig Jahren ist das nicht selbstverständlich. Während draußen der Regen prasselt begeben wir uns in unser suitenartiges Gemach und schlummern friedlich dem neuen Tag entgegen. Danke, HERR, für diese unerwartete Gelegenheit! Wunderbar.

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