Reformationsfeiertag

Die einen feiern heute Gott, die anderen ihre Geister samt gräulicher Genossen. Es ist so ein typisches Bild: wer Gott hinter sich lässt, öffnet sich für finstere Gestalten und Mächte. Schade eigentlich. Ich trauere dem Martinssingen nach, wo Kinder mit Lied oder Gedicht ihre Süßigkeiten einsammelten. Welch ein Gegensatz zum erpresserischen Halloweentreiben – „Süßes oder Saures“, ihr könnt mich mal. Seufz. – Freunde nutzen den Feiertag um uns und andere zu einem gemütlichen Lunch- und Kaffeetreffen einzuladen. Acht Leute in friedliche Kommunikation „verstrickt“, fast wie die tiefsinnigen Diskussionen zu Luthers Zeiten, okay fast, ein wenig oberflächlicher schon aber durchaus auch mit geistlichen Inhalten. Das hat uns sehr wohlgetan. – Wieder daheim werden wir von erpresserischen Geisterbanden verschont und verbringen eine ruhige Zeit bis zum Einschlafen. Der Schlaf fällt eher unterdurchschnittlich aus aber das kenne ich ja schon ☹️. Dann ist das halt so.

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Erste Wärmepumpe

Wir warten auf den neuen Wäschetrockner mit Wärmepumpentechnologie. Sein Vorgänger löste immer den FI aus und ließ sich das Geheimnis dieses Fehlstromes nicht entlocken. Schließlich gaben wir auf und orderten seinen Nachfolger. Der kommt zwar ziemlich unpünktlich, immerhin kommt er. Er ist deutlich leichter, man hat sich offensichtlich zu mehr Kunststoff entschlossen. Ob ich das gut finde? Wohl eher nicht aber es ist wie es ist. Im Preis ist die Entsorgung seines Vorgängers mit enthalten und so trennen wir uns nach 25 Jahren Wegbegleitung. Schade aber unabänderlichkeitsbar 😉. – In der Lounge entferne ich das Insektenschutznetz, bald werden die Folien in den Keller wandern und die Sitzmöbel unter einer Plane in den Winterschlaf wechseln. Die mir so unangenehme kalte Jahreszeit ist da, die Blätter segeln von den Ästen und Zweigen, Mr. Shorty irrt nahezu arbeitslos im Garten umher und ich hülle mich in meine Schafsfellweste und sehne mich nach der karibischen Sonne. – Der recht neue niedersächsische Feiertag lässt die Pension und Betriebsrente schon heute eintreffen. Die Rentenversicherung aus Berlin kann sich noch einen Tag Zeit lassen. – Einem friedvollen Abend folgt eine normale Nacht. So ist das nun einmal hierorts.

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Seniorenmeeting

Der Tag der Senioren bricht an. Er beginnt mit ausgedehnten Ausschlaffreuden, ermunternder Dusche und ausgiebigem Knäckebrotknabbern. Ich feile noch ein ganz klein wenig an meiner Präsentation und Bildershow herum bis wir schließlich gegen 14 Uhr aufbrechen. In unserer Gemeinde baue ich die Technik auf, während fleißige Hände das Seniorentreffen vorbereiten. Putzig finde ich, dass einige des Teams es hartnäckig Seniorenfest nennen, was von seltsam minimalistischen Vorstellungen eines Festes zeugen. Andere bezeichnen es als Seniorenkreis nennen, doch da sitzt keiner im Kreis. Ich präferiere Seniorentreff, denn man trifft sich dort tatsächlich 😉 – kaum zu glauben😇. Egal wie es heißt, es entwickelt sich ein schöner Nachmittag, abwechslungs-, kuchen- und brotreich. So soll es sein. Gut Ding will Weile haben, Vorbereitung und Nacharbeit übertreffen die echte Veranstaltungsdauer mühelos. So ist das eben, wenn es gut sein soll. – Daheim lassen wir den Abend ausklingen, ich mit seltsam rührenden Storys und meine Mitbewohnerin erweitert ihr Gesundheitswissen. Jedem das Seine. Es wird für mich extrem spät, ich bin da dummerweise unbelehrbar, wobei die beiden Worte sich wunderbar ergänzen. Seufz. Welch ein Tag!

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Luftdrucknöte

Bevor meine Allerliebste in die naheliegende Großstadt 😀 aufbricht, prüfe ich noch den Luftdruck eines Hinterreifens von Foxi. Gestern waren die drei anderen dran bis die Akkupumpe ihr Handtuch warf 😉. Der Druck lag jeweils um die 26 PSI, der Aufkleber in der Tür verlangt 36 PSI. Seltsam. Noch seltsamer ist, dass alle Reifen fast den gleichen Wert aufwiesen, selbst der heute getestete. Ich ließ jeweils 10 PSI einblasen. Aber wieso löste dann die Luftdruckanzeige aus? Sie misst doch Abweichungen im Laufverhalten der Räder und die ändern sich doch nicht bei gleichbleibenden Werten. Ich staune. Im Internet finde ich Anweisungen wie ich die Anzeige zurücksetzen kann. Diese sind definitiv falsch. In meinem Hirn meldet sich eine andere Erinnerung. Die erweist sich als korrekt. Das baut auf 😉😇. – Ansonsten recherchiere ich noch die Herkunftsländer der Mühlen in meiner kleinen Fotoshow für den Seniorentreff. Der Findeprozess läuft deutlich besser als erwartet. Alles ist gut. Nach einem saugewöhnlichen Abend beehrt mich der Schlaf in üblicher Weise. Nett von ihm.

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Wert an sich oder Mittel zum Zweck?

Wir müssen sehr früh unser Nachtlager verlassen. Um acht sollte das Smartphone uns wecken, doch es gelingt mir schon vorher den Alarm auszuschalten. Nach dieser chaotischen Nacht schleppe ich mich ins Bad, bin aber viel munterer als erwartet. Seltsam. Geht doch. Gegen neun brechen wir nach Gifhorn auf, erledigen das dort zu Erledigende, begeben uns zwecks Kartoffelkauf zurück in unsere Stadt und sind bald darauf wieder daheim. Netter Ausflug. Im Mittagsschlaf kann ich Versäumtes aus der Nacht nachholen. Erfrischend. – Eine kleine Männerrunde trifft sich am Nachmittag. Wir kommen vom Hölzchen aufs Stöckchen. Dabei wird mir schockartig bewusst, dass ich möglicherweise meine Beziehung zu Geld und Sparsamkeit einer Revision unterziehen sollte. Da meine ich nicht wie viel Knete ich zur Verfügung habe, sondern eher meine Grundeinstellung. Ich neige halt eher zur schwarzafrikanischen Sichtweise, die ich im tiefsten Inneren verstehe. Die europäische des Zusammenhaltens, Vermehrens und der Beschränkung ist mir nicht ganz so eingängig, vielleicht weil ich Geld nicht als Wert an sich ansehen kann, sondern mehr als Mittel zum Zweck. Ehe es ganz philosophisch wird unterbreche ich mich hier lieber. – Am Abend entfällt Fernsehen, weil ich nicht begreife weshalb Barnaby montags in einer Endlosschleife gesendet wird. Zdf neo setzt hierbei eindeutig Staub und Rost an. Muss das sein? – Mein Dauerversuch 😉 ob emotionale Storys bewusstseinsverändernd wirken, zeigt erste Auswirkungen. Eine leichte, angedeutete psychische „Last“ zeichnet sich am Bewusstseinshorizont ab 😀🤔. Sobald der ‚Point of no return‘ in der Ferne sichtbar wird, spätestens dann, sollte ich abbrechen 😉😇. Es wird normal spät aber der Schlaf ist perfekt. Muss ja auch mal sein.

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Herbstsonntag

Es stürmt, regnet und ist kalt. Da werden wohl nur wenige sich zum Gottesdienst auf den Weg machen, vermute ich. Weit gefehlt! Es sind viele Menschen gekommen. Stark. Die Moderation gestaltet sich, Gott sei von Herzen Dank, sehr gut. Ich schwitze nicht, bin gelassen und munter. Danke, danke, danke!!! Die Predigt über Philippus und den Kämmerer aus Äthiopien mahnt zu Beweglichkeit, Offenheit und Bereitschaft auf Überraschungen Gottes zu reagieren. Sehr ansprechend. Gott wirkt unter uns! – Wieder daheim kommt nach dem Lunch die Mittagsruhe – tolle Angewohnheit im Pensionistenleben. Dann erkunde ich nebenbei welche Mühlen auf den im Seniorenkreis zu präsentierenden Fotos zu sehen sein werden. Interessant. Dann lade ich aus dem Internet Bilder von kaputten und wieder zusammengefügten Keramiken herunter, Kintsugi nennen es die Japaner, lerne ich. Schwarze Schalen, deren Scherben wieder mit goldfarbiger Kittmasse verbunden wurden, sehen echt edel aus. – Am frühen Abend erhalten wir noch etwas überraschend Besuch, finde ich gut, danach schauen wir Nachrichten und Terra X. Es wird leider bei mir etwas später aber der Schlaf agiert äußerst lustlos – eine wache Nacht mit kurzen Schlafphasen, jedenfalls kommt es mir so vor. Schade.

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Rasantes Zeitrauschen

Der Vormittag huscht vorbei. Plötzlich steht unser Lunch auf dem Tisch und es geht ab in die Mittagsruhe, gefühlt gleich nach dem Aufstehen (in echt freilich nicht). – Der Nachmittag gehört der Vorbereitung auf die morgige Moderation im Gottesdienst. Es ist immer wieder neu ein Erlebnis, wenn Gott mir Hinweise, Worte und Ideen gibt wie ich sie gestalten kann. Trotzdem sitze ich fast drei Stunden dran, wobei die Minuten gewaltig davonrasen. Wie gut es tut dabei gelassen und ruhig zu bleiben als hätte ich alle Zeit der Welt. Habe ich ja auch 😀😇! Wo ich schon mal dabei bin schließe ich meine Abendandacht gleich an. Perfekt. Danke!!! – Die restlichen Stunden sind fernseh-, wenn auch nicht YouTube-frei. Es wird normal spät aber angesichts der zusätzlichen vier Viertelstunden (das einzig, schwer erkaufte, Schöne an der doofen Zeitumstellung) eher früh. Der Schlaf ist fast perfekt. Meine App vergibt 83 Punkte. Ich kann ihr nur zustimmen. Superfein.

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Gyros-Spaghetti

Mein treuer Begleiter über mehrere Jahre, ein iPhone 14 Pro, macht sich auf den Weg und verwandelt sich hoffentlich bald in eine Überweisung 😉. Wir wickeln ansonsten nur die üblichen Tagesgeschäfte ab. – Am Nachmittag ruft unser Händler an und würde am liebsten heute schon den bestellten Trockner liefern. Das wäre zwar schon schön aber leider müssen wir zuvor im Keller einen an der Wand befestigten Schrank umsetzen. Schade eigentlich. – Am frühen Abend (oder spätem Nachmittag) fahren wir mit Freunden ins Athos, eine Grieche, der das Lieblingsgericht zweier Welten perfekt zubereiten kann: Spaghetti mit Metaxa-Sauce und Gyros. Es sind sogar die echten Gyros nicht die dönerähnlichen wie bei ANNA (griechische Feinkost). Der Abend ist perfekt, die Gespräche wunderbar und das Essen mundet prächtig. – Mächtig, randvoll gefüllt lassen wir uns daheim in den restlichen Abend hineintreiben. Trotz reichlich Ouzo und Retsina hat die Verdauung ihr Tun. So wird es recht spät. Der Schlaf macht einen guten Job. Das ist auch gut.

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