Weihnachten 2

Der Gottesdienst rückt das Zentrum des Weihnachtsfestes in den Mittelpunkt. Gott kommt zu uns. Er fängt ganz unten an um unsere Rettung in die Wege zu leiten. Gott nimmt sich Zeit, er hat andere Maßstäbe – seine Gelassenheit überwindet weit unsere Aufgeregtheit. Und gleich im Anschluss kann ich Gelassenheit üben, erst mit meiner Mum, die sich ihre nähere und fernere Vergangenheit frei gestaltet und neu arrangiert, dann zu Hause – ohne jeden weiteren Termin. Wie schön!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Weihnachten 1

Jedes Jahr nehme ich mir vor ein ganz besonderes Weihnachtsfest zu feiern – aber dann ist es doch wieder, immer wieder, Business as usual. Warum? Weil ein völlig anderes Fest eine ausführliche Vorplanung benötigt? Oder weil der Heiligabend aus verwandtschaftlichen Gründen ziemlich festgezurrt ist? Mag ja alles sein, ich weiß nun, nach über 60 Jahren ganz gewiss, dass ich es spontan nicht schaffe die Weiche des Weihnachtsfestagszuges einmal anders zu stellen. Vielleicht im nächsten Jahr! Nur Mut! Wagemut? Rein äußerlich läuft alles primstens. Lecker speisen, vortreffliche Einladung und ein beschaulicher Abend sind doch angenehme Meilensteine. Ich beklage mich überhaupt nicht, ich will mich nur motivieren mal mehr zu „wagen“. Nach einem „es war sehr schön und hat mich sehr gefreut“, mal ein „wow war das toll!“ Ich arbeite dran. Hoffentlich.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Heiligabend

Heiligabend in der Stadtmission – unser Tannenbaum gibt ein eindrucksvolles und überzeugendes Zeugnis ab, dass Inklusion bei uns keine leere Phrase ist. 😉 Davor findet ein Gottesdienst allererster Sahne statt. Ein Musical über die drei Weisen und ihre Reise, das die Gemeinde mitreißt. Eine kurze Ansprache, die es auf den Punkt bringt und eine beachtliche Veranstaltungslänge, die kaum einer bemerkt. Es muss also gut gewesen sein. In Wirklichkeit war es sehr gut. Respekt! Unser sich anschließender Heiligabend im Seniorenheim ist auch aller Ehren wert. Das Heim hat die Tafel einwandfrei geschmückt, alle Verwandten bringen Festtagsstimmung mit und tragen etwas zum Gelingen bei. Selbst meine Mum lebt auf und lässt sich trotz Zahnweh auf uns ein. Sie hält sogar recht lange durch. Wir räumen ab und werden vom Abwasch befreit. Das ist natürlich spitze! Danke PUNS! Zu Hause wartet geduldig der geschmückte Baum auf die Kerzenentzündung und leuchtet danach in aller Pracht auf. Wunderbar. Ich liebe diese Atmosphäre, die in den Kugeln sich spiegelnden, flackernden Kerzen sowie einzelnen wohlverteilten im Licht funkelnden Lamettastreifen, ihren Widerschein findet. Mein Blick fällt auf die Krippe. Jesus ist geboren. Herrlich! Gesegnete Weihnachten!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Rachegedanken

Die letzten Vorweihnachtsgrüße treffen ein. So sie virtuell auflaufen kann ich zeitnah eine Antwort generieren. Werden sie allerdings von der fleißigen Post überbracht, reicht die Reaktionszeit nicht mehr aus. Tröstlich ist, dass ich eine hochbegeisterte Kartenschreiberin im Haushalt wohnen habe und es äußerst unwahrscheinlich ist, dass uns ein Nichtbedachter kartenmäßig grüßt. Unser menschliches, sittlich-kulturelles Gepräge hindert uns zumeist einfach „Danke“ zu denken und uns zu freuen, wenn unerwartete Botschaften eintreffen. Neben „o toll, dass er/sie/es uns grüßt“ nervt zeitgleich die Frage „… und haben wir ebenfalls Wünsche/Päckchen/E-Mails/WhatsApps … auf den Weg gebracht?“ Statt zu jubeln wollen wir uns „rächen“ – keine stille Dankbarkeit ohne das Nachsinnen über eine adäquate Reaktion. Schade. Und wenn auf unsere Grüße weder ein „Merci vielmals“ noch ein Gegengruß zu verzeichnen ist, schmollen wir gerne. Doppelt schade. Also ich nehme mir vor jeden Gruß freudig zu lesen, den Grüßenden mehrere Gedanken zukommen zu lassen und Geschenke mit einem simplen „das freut mich aber sehr“ (oder so ähnlich) entgegenzunehmen und allen Rachegedanken abzuschwören. Beschenkt mich ruhig. Gern auch reichlich – es sollte nur von Herzen kommen. Das wäre supernett.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Fix fixiert

Die Kerzenhalter kommen mehr als rechtzeitig. Also kann ich heute schon umräumen. Der Zimmerbrunnen zieht um – mit zwei Wischlappen unter seinen Bodenkontakten macht er sich einwandfrei auf den Weg und wird während der Baumzeit seinem anderen Wasserkumpel Gesellschaft leisten. Können die zwei sich mal austauschen. Der Baum ist nicht größer als ich und so gut zu handhaben. Wie bei jeder Baumaufstellung bewundere ich diesen genialen Ständer – zack, zack, zack und der Baum steht fest. Ob er gerade steht liegt hierbei weitgehend an uns. Wie schrecklich war das früher: flach auf dem Boden liegend drehte man an mehreren Schrauben bis das Festschmuckstück mit etwas Glück in etwa lotrecht fixiert war. Apropos fixiert, die ganze Konstruktion war so instabil, dass ich immer mit zwei Sicherungsseilen arbeiten musste. Die Zeiten sind vorbei! Klasse! Ach ja, die neuen Kerzenhalter sind teuer dafür aber mickerig – keine ungewöhnliche Erfahrung. Hoffentlich überstehen sie die Brennzeiten. Ansonsten präsentiert sich unser Tännchen in diesem Jahr schon sehr früh in vollem Glanze. Eins ist jedoch klar zu konstatieren: Früher war mehr Lametta!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Zeitenlauf

In drei Tagen ist Heiligabend? Das kann doch gar nicht sein?!? Jetzt schon? Wir sind doch gerade erst aus Thailand zurück. „Husch …“ – das war eben gerade das Jahr 2017 und ich muss loslaufen, damit es nicht vor mir Silvester erreicht. Sonst verpasse ich noch den Jahreswechsel. Vielleicht sollten wir auf eine Insel auswandern und alle Kalender und Uhren zu Hause lassen. Aber wie komme ich dann dort ins Internet? Wie deaktiviere ich die interne Uhr meines Smartphones, iPads und Notebooks? Geht das überhaupt? Höchstwahrscheinlich nicht – ich bleibe an die Zeit angeschmiedet. Irgendwie muss Ewigkeit ganz schön toll sein – so ein zeitloses Leben hat durchaus seine Qualitäten (nur so richtig vorstellbar ist das leider nicht). So hetze ich eben – auf dem Sofa sitzend – immer schneller und immer weiter durch die Jahreszeiten, durch das Jahr. Ich sollte nicht nur Tagebuch schreiben, es wird Zeit Tagebuch zu lesen! Na, dann mal los …

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Rinnen und Halter

Erstmalig erledigt bei uns ein Dachdecker die Dachrinnenreinigung. Was habe ich mich früher abgemüht und mich doch nicht an die hohen Hausseiten gewagt. Die Jungs dagegen schieben sogar die Ziegel zur Seite, wenn nicht genug Platz ist (ich habe mich immer drunter durchgezwängt) und sind in einer guten Stunde fertig. Perfekt – gerne wieder. Ich bin baff, völlig baff, meine Bündnispartnerin, die eigentlich Weihnachtsbäume gar nicht so sehr mag, steht heute mit einem wunderschönen Exemplar dieser Gattung vor der Tür. Ich freue mich sehr darüber und freue mich auf die geschmückte Tanne zum Fest. Schnell bestelle ich neue Kerzenhalter, denn eine Deko mit elektrischen Leuchtmitteln geht gar nicht. Mein Lieblingsversandhaus verspricht mir die Lieferung bis zum 23. Dezember. Das wird knapp. Ich bin gespannt. Zur Not stehen die etwas wackligen abgegriffenen Vorgänger noch bereit und würden sich sicher diebisch über ihren Einsatz freuen, wenn sie dazu in der Lage wären. Gut, wenn man einen Plan B hat. Das hilft.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Historienpuzzle

Für einen Besuch beim Friseur ist man wohl nie zu alt. Meine Mum mit ihren fast 93 Jahren genießt sowohl die Plaudereien vor dem Spiegel wie auch die Haarbehandlung. Und die Künstlerin gestaltet das Mutterhaupt sehr ansprechend. Der Zufallsgenerator im Langzeitspeicher meiner Altvorderen glänzt durch amüsante Anekdoten, wenn er unterschiedliche Episoden zu neuen Handlungssträngen kombiniert. Mein Zweifel an den Erzählungen von Zeitzeugen wächst mit jedem Friseurbesuch. Ansonsten bringt der Tag die Erkenntnis, dass ich multifunktional wirken kann, allerdings nur wenn man „ulti“ durch „ono“ ersetzt. Welch ein Glück, dass mein fahrbarer Untersatz inzwischen relativ selbstständig bremsen, anhalten und beschleunigen kann. Das ist erstens äußerst hilfreich und zweitens unfallvermeidend bei der Frage wie ich eine Displayanzeige im virtuellen Cockpit wieder los werde. Darüberhinaus erfahre ich per Freisprecheinrichtung, dass unsere Urlaubsplanung nur millimeterweise vorangeht. Zu Hause funkelt mich dann doch ein kleiner Lichtblick an. Alles wird gut. Egal wie.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar