Sorgfalt, Sicherheit und Wolken

Unsere Banken, die EU, die Bundesregierung oder wer auch immer hat nur unsere Sicherheit im Sinn. Deshalb wird ab sofort bei Überweisungen der Empfängername mit der IBAN abgeglichen. Komisch, ich dachte bis dahin, dass das zu den einfachsten Sorgfaltspflichten jeder Bank gehöre. Offensichtlich nicht. Jetzt wird uns dieses eigentlich Selbstverständliche als besonderer Sicherheitsgewinn verkauft. Schwachsinn, dafür ist es allerhöchste Zeit und eine Schande, dass es bisher nicht so war – wenigstens eine simple oberflächliche Prüfung hätte ich längst erwartet. Niente, nichts, erst ab jetzt wird das kontrolliert. Immerhin 🤔😠. Meine Banking-Software ist offensichtlich auf der Höhe der Zeit und bietet ein kostenpflichtiges Update an, leider mit dem Hinweis, dass noch nicht ganz feststehe wie Banken diese Aufgabe in ihrer eigenen Software verankert haben. Weitere, hoffentlich kostenfreie, Updates könnten kurzfristig folgen. Weshalb reagieren Banken, Behörden oder andere Institutionen immer erst in letzter Sekunde auf lang feststehende Änderungen? Bürokratie und Schlamperei sind schon ein echt geiles Pärchen 😉😀 – Familienname ‚Bürgerfreundlichkeit‘? Nein? Oder doch? Wohl eher doch! Ich bezahle also brav die nötige Softwareanpassung, lade sie herunter, die Glasfaser bewährt sich dabei, installiere das Teil, tausche einen vorläufigen Lizenzschlüssel gegen einen endgültigen, freue mich über die Bürokratie in der sogenannten freien Wirtschaft, bin baff, dass die Version einwandfrei funktioniert, hoffentlich nicht nur bis zur ersten Überweisung. Es bleibt spannend. – Das Turnen beseitigt mein Ziehen im Rücken, ich hole Holz, das wir heute nicht verheizen werden und registriere den einen Liter Regen pro Quadratmeter. Viel ist das ja nicht. – Die ewig gleichförmige Handlung der Rosenheim-Cops lässt mich kalt und so wende ich nicht erneut den Fake-Storys zu. O, wie erschütternd, o wie ergreifend und o welch ein ewiger Sieg der irdischen Gerechtigkeit! Es macht Freude sich in einer Parallelwelt zu bewegen, bedauerlicherweise auf illusionären Wolken gebaut 😇🤔. Es wird normal spät und der Schlaf setzt spät ein. Eine viel zu kurze Nacht beginnt.

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Haircut

Als erstes stehen unsere Haare auf dem Programm. Sie haben sich gut entwickelt und verlangen nach Stutzung. Früh am Tag kommt unsere Friseurin vorbei. Die Wolle auf dem Kopf wird kürzer und der Berg auf dem Boden größer. Ich liebe eine externe Bartpflege, unter anderem weil ich mich beim Spiegelumdenken im Detailschnitt nicht leicht tue. Das Ergebnis finde ich gut, obwohl ich mich mit längeren Haaren (Kopf und Bart) auch mag 😉😇. Deshalb halte ich die Abstände zwischen zwei Kürzungsaktionen möglichst lang. – Mein Tagebuch hat Nachholbedarf und ich schließe bis gestern auf. Weshalb führe ich es eigentlich? Genau genommen nur weil es Spaß macht und ich, hoffentlich, mir irgendwann die Zeit nehmen werde um mich zurückzuerinnern. Schreiben ist fun. – Ein stinknormaler Abend führt schließlich ins Seniorenbett. Gute Nacht.

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100 Jahre Ohof

Kurz nach dem vielzitierten Frühtau zwängen wir uns in Foxi hinein. Heute darf er mal eine längere Strecke rollen um dem ewigen Stadtverkehr zu entfliehen. Wir erreichen unser Verbandszentrum und treffen auf eine große Menge Menschen, ergattern gerade noch einen Platz in der letzten Reihe. Das ist gar nicht mal so schlecht, denn hier dröhnen die Lautsprecher nicht so heftig. In Ohof beschleicht mich immer der Verdacht, dass ein leicht hörgeschädigter Techniker die Aussteuerung managt. Uns erwartet ein vielseitiger Gottesdienst, eine schlichte aber würdige Jubiläumsveranstaltung mit einem eindrucksvollen Redner samt starker Botschaft. Um so enttäuschender, dass ich dabei dennoch fast einschlafe. Wenn mich selbst ein inhaltsreicher, humorvoller Vortrag kaum wach halten kann, muss mich die Aufstehzeit schwer angeschlagen haben. – Statt der von mir erwarteten Konferenzsuppe gibt es hinterher ein kostenloses Reisgericht mit einer kalten, interessanten Sauce. Ich denke an das Wort vom Pferd und vom Maul, bin zufrieden und dankbar. Wir kommen gut und behütet wieder daheim an, ich falle ins Bett und merke kaum, dass mich meine hochaktive Nebenliegerin für ein 70er-Jubiläum der Methodisten verlässt. Die Frau kann was ab. Respekt! – Mühsam erhebe ich mich deutlich später, bereite mir ein nudelreiches Fertigsüppchen zu als Ergänzungsmenü zum Reis und verbringe einen ruhigen Nachmittag. – Abends fasziniert mich die Terra-X-Sendung über den chemischen Beitrag des Wassers zur Kochkunst, so gut gemacht, dass ich sogar mein eBook aus der Hand lege 🤔😇. – Den restlichen Abend lasse ich dahinziehen bis sich die Augenlider neigen und der Ruf des Seniorenbettes unüberhörbar herüberschallt. Die Nacht heimst völlig zu Recht 78 Punkte ein 😀. Woll!

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Seltsamer Song – aber lustig

Es ist ungewohnt am Samstag in meiner Gemeinde den Staubsauger zu schwingen. Aber was bleibt mir übrig – ich wollte es so und dann ist das so. Ich höre dabei Roger Liebi zu, ein interessanter Vortrag obwohl er nach meiner Meinung am Thema vorbei geht. Seine Hinführung erstreckt sich auf anderthalb Videos bis er endlich ein halbes Video lang echt zur Sache geht. Doch die Ausführungen sind so interessant, dass sie solche „Nebensächlichkeiten“ toppen 😀😉. – Die Mittagspause verspätet sich, ist dafür jedoch lang und intensiv. Prima. – Der übrige Tag plätschert so dahin, abends versucht die Tochter eines Feuerwehrmannes ohne Anzünder ein Kaminfeuer zu entfachen. Natürlich erfolgreich, was sonst? Das müssen die Gene sein! Mich freut es. Mit vergorenem glühendem Traubensaft kommt jetzt auch noch innere Wärme hinzu. Wunderbar. Den Song von Fredl Fesl „Mein Weib will mich verlassen“, den ich gern höre, kann ich inhaltlich überhaupt nicht bestätigen. Genau die gegenteilige Aussage käme der Realität am nächsten. Lustig ist der dennoch. So unterschiedlich sind wir Menschen halt. Der Schlaf will nicht so recht kommen und der Morgen kommt viel zu früh. Nicht gut.

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Tag der deutschen Einheit

Wir gedenken in aller Ruhe der deutschen Einheit, einem ganz besonderen Geschenk Gottes an unser Volk. Wenn ich so sehe wie unsere Dankbarkeit aussieht, wird mir eher unwohl. Die Kirchen versuchen Gottes Wort in vielerlei Weise zu verdrehen, seinen Sinn umzukehren oder alles Unangenehme an die Seite zu stellen. Die Tötung ungeborenen Lebens schreitet „munter“ fort. Dem Islam wird ein breiter Raum eingeräumt, zunehmend sogar in seiner Aggression gegen Gottes ureigenstes Volk Israel. Umfragen zeigen eine Sanktionswilligkeit meines Volkes gegen Israel während man die „armen“ Terroristen im hohen Maße bedauert – irgendwie hat man vergessen, verdrängt oder zur Seite geschoben, dass diese armen „Zivilisten“ mit großer Mehrheit die Hamas gewählt, gefördert und ihnen zugejubelt haben. Die Mörder wurden und werden dort nach wie vor gefeiert – Unschuld sieht anders aus. Es stinkt mir gewaltig wenn man die Freilassung von Geiseln in aller Welt rühmt obwohl schon die Geiselnahme selbst allerhöchstes Unrecht war, ist und bleibt. Es ist niemals gut Gottes Augapfel anzugreifen – unser Volk kann ein leidschweres Lied davon singen, doch wir haben wohl nur wenig dabei gelernt. Schade. – Abgesehen von diesen unnützen politisch/geistlichen Erwägungen gammel ich so durch den Tag, turne, lese, schaue Videos und unterhalte mich ausgiebig mit meinem Gott und Herrn, was dringend notwendig ist. Es wird ausgesprochen spät, weil ich noch ein langes Filmchen unbedingt bis zum Ende verfolgen will. Der Schlaf ist danach tief und fest. Fein.

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Rückenfrust

Eigentlich will ich heute in meiner Gemeinde saugen. Ich bin aufbruchsbereit. Dann fährt mir eine eigentlich völlig normale Körperfunktion in die Parade, die Auswirkungen auf meinen Rücken hat. Ich liege erst einmal lang im Bett, bewege mich danach nur humpelnd fort, falle nach dem Lunch direkt ins Bett und turne nach der Mittagsruhe. Saugen ist allerdings heute nicht mehr drin. Ich bin erschüttert. Selbst meine Abendandacht verlagere ich ins Wohnzimmer weil mein Rücken dem eigentlich bequemen Sessel im Salon nicht sehr freundlich gesinnt ist. Abends kann ich wieder fast normal laufen, bis auf das Ziehen in der linken Seite. Merde. Ich lese und schaue Videos, was sonst? Ist das jetzt der Lohn meiner Faulheit? Warum bessert sich nichts, wird eher minimal schlechter? Weshalb bleiben alle Versuche abzunehmen erfolglos? Frust pur. Es wird ein wenig später, der Schlaf lässt sich wieder Zeit. Ist mir wurscht.

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Was bin ich wieder anspruchsvoll

Meine Zeit, bin ich heute noch müde. Frisch und munter macht sich meine Allerliebste zu ihrem Sportprogramm auf, während ich mich noch in frühtaulichen Vormorgenrötezeiten wähne. Viel zu spät verlasse ich mein molligwarmes Nachtlager. So verschiebt sich alles nach hinten und der Mittag kommt viel schneller als erwartet. Selbst schuld, seufz. – Wo kommt bloß der viele Staub im Schlafzimmer her? Ich kapiere einfach nicht wie er sich nach kurzer Zeit so entfalten kann. Weg mit ihm – bis bald 🤨. Seufz. – Jetzt noch fix Holz für’s abendliche Feuer holen, meine Liebste sortiert unseren Stapel neu: links das Nadelholz, rechts die Laubgehölze. Erstere lassen sich leichter entfachen, letztere haben einen höheren Heizwert. – Endlich sind die Handinhand-Reisen online. Mit nachlassender Begeisterung sehe ich sie durch. Ich finde keine, die meine Leistungswünsche mit meinen Preisvorstellungen auch nur annähernd in Einklang bringt. Schade. Das wird wohl keine Spontanbuchung. Auch andere Anbieter richten sich offensichtlich an Menschen mit höherem Budget. Warum bin ich bloß so anspruchsvoll? Eine Kreuzfahrt ohne Balkonkabine kommt mir sehr suspekt vor, weil ich dann in den Kampf um zwei Liegestühle in den zwangsläufig begrenzten Plätzen auf dem Oberdeck eintreten müsste. Außerdem fühle ich mich total eingesperrt wenn ich nicht wenigstens ein größeres Fenster öffnen kann. Langstrecken fliege ich nur in der Businessclass, weil man dort richtig liegen kann und die WC-Frage zufriedenstellend geklärt ist. Dafür muss ich aber angesichts unserer Einkünfte auf ein oder zwei weitere Reisen verzichten. Tja, dann ist das so lange sparen und weniger reisen. Meine eigene Schuld, meine eigene Entscheidung, keine Frage. Für meine Ansprüche habe ich zu wenig Einkommen bzw. für mein Einkommen zu hohe Ansprüche 😉. Es gibt halt solche seltsamen Typen, die lieber nicht reisen als sich zehn Stunden lang in eine enge Sitzreihe zu quetschen. C’est moi. Mitunter verstehe ich mich selbst nicht😀 aber übergehen will ich mich auch nicht. – Es wird normal spät und der Schlaf lässt sich Zeit bis er ein halbwegs akzeptables Ergebnis liefert. Nun denn.

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Luxuswild

Unser Autohaus meldet sich – schau mal einer an. Wir vereinbaren einen TÜV-Termin erst im November (!). Das Geschäft scheint gut zu laufen. – Unsere Freunde melden sich von der Rückreise, die Bahn transportiert sie von Frankfurt nach Hause. Schön für sie. So schnell geht ein Urlaub vorbei. – Mein Schwager fragt an ob wir an einem Wildmenü im Heidekrug interessiert seien. Ich schaue mir die Preise an und lehne bedauernd ab. Die Qualität dort ist zwar einwandfrei, der Service echt gut aber mein Portemonnaie ist dafür etwas überfordert, es ist mir deutlich zu viel. Außerdem spendiert der Wirt selbst bei diesem Niveau noch nicht einmal ein Verdauerli nach dem Essen. Das Gashhaus-Ambiente hält, am Rande bemerkt, mit den Preisen inzwischen nicht mehr so ganz mit. Andererseits ist das ja ab sofort ein Problem anderer Leute. – Am Abend machen wir uns auf zu „Bibel und Brot“. Die selbstgemachte Kräuterbutter ist wunderbar gelungen, zu Weißbrot mundet sie perfekt. Das anschließende Gespräch dreht sich um Jakob und die Himmelsleiter die auch Himmelstreppe übersetzt werden kann. – Daheim nimmt ein ganz normaler Abend seinen Lauf, nur, dass ich extrem spät mein Seniorenbett beehre. Unruhige Nacht – warum auch immer.

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