Erwartungen

Ich schlafe viel zu lange. Der Vormittag verkürzt sich spürbar und doch schaffe ich noch das Routineprogramm. Die „Kür“ fällt leider flach. Nach der Mittagspause widme ich mich der Aufgabe Ordnung auf dem Router-Sideboard zu schaffen. Ich entwirre die Kabel und schaue welches zu welchem Gerät gehört und ob inzwischen eins „über“ ist. Das beschäftigt mich deutlich länger als gedacht. Der Verdacht verfestigt sich, dass es arg lustig 😠🤔 wird, wenn im August der Techniker von Vodafone kommt. Aber vielleicht bin ich zu pessimistisch. Abwarten ist angesagt. – Heute kicken sie wieder. Halbfinale. Eine von uns schaut intensiv zu. Ihrem Urteil nach sind die Spanier besser und so platzieren sie am Ende der Verlängerung noch einen Ball im deutschen Tor. Dann ist das so. Ich dagegen lebe emotional mit Humphrey in Beyond Paradise mit und staune über die herzbewegende Phantasie der Drehbuchschreiber. Mir drängt sich der Verdacht auf meine Kitschgefährdung ist wohl unerwartet groß. Seufz. Da die Kickerinnen nicht zu Potte gekommen sind, wird es arg spät aber wir sind ja Privatiers. Buenos noches, amigas del futbol.

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Nomen-est-Omen-Frühstück

Um 7:30 Uhr erklingt meine Weckermelodie. Ein Freund feiert Geburtstag und hat uns noch vor dem Frühtau eingeladen. Irgendwie komme ich im Restaurant an und schaffe es sogar ein paar gratulante Worte zu murmeln. Während alle anderen munter plaudern und einen Gang nach dem anderen zum Büffet absolvieren, bin ich nach einem kleinen Teller mit etwas Rührei, zwei Nürnberger Bratwürstchen, drei, vier Pilzen, wenig Schinken und einem Löffelchen Gemüsemischmasch voll satt. Rien ne va plus! Später noch eine gefleckte Milch (Latte macchiato) zum Nachspülen. Das war’s für knapp 30 Euro. Eigentlich sollte man mich nicht zum Frühstück einladen, das ist herausgeworfenes Geld. Andere genießen es und ich muss nur meinen motzenden Magen beruhigen. Nett gemeint aber leider, leider, leider, very sorry, nicht meins. Seufz. Auf dem Weg zum Auto geraten wir in einen minutenlangen Wolkenguss, finden unter einer Markise etwas Schutz und wagen uns nach dem Superschauer bei normalem Regenfall zum Auto. – Den Mittagsschlaf genieße ich in vollen Zügen 😀👍. – Nachmittags schaut ein anderer Freund vorbei und untersucht unseren Trockner, der neuerdings immer den FI auslöst. Zu unserem gemeinsamen Verdruss sind die üblichen Verdächtigen diesmal unschuldig 😉. Schade. Droht eine Neubeschaffung? Wir bleiben dran. – Schließlich endet der Abend wie üblich, meine Fußballfreudige schaut den Italienerinnen und Engländerinnen beim Kicken zu und ich dem schusseligen englischen Kommissar beim erfolgreichen Ermitteln. Schließlich gewinnen bei meiner Allerliebsten die Kicker von der Insel und „meine“ Täter wandern ins Polizeiauto. So wird alles gut – nur nicht für die Ballspielerinnen vom Stiefel. Es kann halt nicht jeder gewinnen. Dafür werden wohl morgen unsere Damen verlieren. Und wenn nicht? Auch gut. – Der Schlaf ist erholsam, fest und lang.

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Ordnungsphobie

Aufräumen klingt einerseits zeitaufwändig andererseits aber auch einfach. Man denkt leicht an ein Kinderzimmer mit Spielzeug überall verstreut, dazwischen Bonbonpapier u.ä. – ab mit dem Spielzeug in die Spielzeugkisten und mit dem Abfall in den Mülleimer. Fertig. Wenn das nur so leicht wäre! Seufz. Natürlich können überflüssige papierne Herumlieger leicht entsorgt werden. Aber die elektrischen oder elektronischen Geräte? In mehreren Kisten sammeln, Öffnungszeiten im Internet erkunden, in die Kreisstadt fahren und abliefern? Und was zählt zum Hausmüll und was zum Elektroschrott? Wo bleiben die Teile, die ich noch brauche aber im Schrank/Regal/Sideboard keinen Platz finden? Irre. All das bewegt mich heute ohne dass ich eine realistische Antwort finde. Wo ich schon einmal dabei bin finde ich heraus, dass die Spinnen unsere Kellerdecke weitgehend besetzt halten. Eigentlich habe ich ihnen eingeräumt dort zu hausen aber von einer Inbesitznahme war nie die Rede. So geht das nicht! In dieser Woche noch werde ich eine Zwangsräumung starten. Genug ist genug. Außerdem erkunde ich die Kabelwege für unser neues inhäusiges Glasfasernetz. Das wird auch noch spannend. Da kommt manches auf uns zu. – Der Abend verläuft dagegen ruhig mit „Beyond Paradise“ und meinen lückenhaften Englischkenntnissen. Es geht früh ins Seniorenbett, denn morgen muss ich viel zu früh raus. Der Schlaf macht seinen Job. Da kommt etwas auf mich zu!

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Schifffahrt der Römer

Und wieder ist Gottesdienst und wir sind diesmal dabei. Es geht um Weite, um Gottes Hilfe und seiner Rettung aus Schuld und Sünde. Große Themen, die eigentlich jeden berühren sollten, denn es betrifft uns alle. – Nach der Mittagspause ruft jemand in der Erwartung an von uns Geburtstagswünsche übermittelt zu bekommen. Das tun wir gerne. Süß. – Nach ein paar YouTube-Filmchen hören wir uns noch die Predigt aus Bremen über Herodes Antipas an, ein schrecklicher, verlorener, gottloser Herrscher. Die Verführung durch Macht und Geld wird da sehr deutlich. – Terra X berichtet, durchaus interessant aber ziemlich unstrukturiert, über den Schiffsverkehr der Römer, ihre Seezeichen und Routen sowie die Manövrierfähigkeit ihrer Kähne. Die hatten schon was drauf, die Römer 👍. – Draußen in der Lounge gönne ich mir ein Pfeifchen, genieße den Sommerabend und lese einen mir bekannten Krimi. Plötzlich kommt ein heftiger Wind auf, wir retirieren ins Innere, draußen blitzt, donnert und regnet es kurz, dann beruhigt sich die Lage wieder. Ein kurzer Schauer. Aber es ist inzwischen spät und wir begeben uns ins Seniorenbett. Bei mir wird es, wen wundert’s, ein klein wenig später. Der Schlaf kommt dann langsam aber stetig und die mitgebrachten Träume sind nur kleine Schäume. Das freut mich.

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Ball- oder Gaunerjagd?

Mich treiben die Gedanken hin und her, wo lassen wir am besten das Glasfaserkabel verlegen, ist die Speicherbeschaffung für die Fotovoltaik wirklich sinnvoll und kann man da eine Notfallsteckdose anschließen? Fragen, die man tagelang mit sich herumschleppen oder alternativ durch ein kurzes Gespräch zu gegebener Zeit endgültig klären könnte. Aber irgendwie muss man sein Gehirn schon beschäftigen 😇, ehe es einrostet. – Inzwischen ist die eine Lichterkette wieder in ihrer Kiste im Keller gelandet und die andere hängt am Stehtisch im Wohnzimmer um die Abendzeit zu illuminieren. Nun muss nur noch das Zeltgestänge ins Untergeschoss. Aber wohin dort? Ein schwerwiegendes Problem 😀. Wir haben, keine neue Erkenntnis, einfach zu viel Kram angehäuft und ich leide daran, dass es nur noch sortenrein Container gibt (mit einem kleinen Radlader rein in die Keller, Schaufel voll und alles ab in die Kiste – no way!!!). Ein Traum 😇. So bleibt mir nur die Einzelentsorgung, echt frustrierend in überladenen Zimmern, denn eine „Einzelfallentscheidung“ (brauchen oder nicht) ist viel schwieriger als eine „Totalentsorgung“, gefolgt von kleineren Nachbeschaffungen 👍. Seufz. – Früher waren nur die Männer so verrückt mit 22 Leuten sich um einen einzigen Ball zu balgen und dafür Millionen zu kassieren bei Einschaltquoten jenseits von gut und böse. Heutzutage lassen selbst die Frauen alle Vernunft hinter sich und tun es ihnen gleich. Meine völlig unverständlicherweise fußballbegeisterte Mitbewohnerin schaut ihnen in der Lounge beim Balltreten zu, während ich die Akteure von Beyond Paradise bei ihren Aktivitäten begleite und dabei ein Menge (nicht immer Gutes) über meine Englischkenntnisse erfahre. Aber egal, auf der einen Seite finden die Bösewichte ihren Weg in den Knast und auf der anderen Seite der Ball seinen Weg ins Tor, einmal öfter ins französische und damit sind die Deutschen eine Runde weiter. Es sei ihnen gegönnt. Zugegebenermaßen ist das Zuschauen beim Knipsen der Selfies (vorne Profi, hinten Fan) im immer demselben Ablauf köstlich (Handy vom Fan greifen, ausrichten, Mund öffnen und Zähne zeigen, klick, ernste Miene kommt wieder, Handy zurückgeben und Handy vom nächsten Fan …). I’m mega amused😁. Es wird natürlich spät, weil die Damen ihr Spiel unbedingt bis zum Elfmeterschießen ausdehnen mussten. Aber egal, der Schlaf ist um so eifriger. Prima.

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Geldgewinnfrei

Schon wieder ist eine Woche fast vorbei. Wir sind immer noch beim Aufräumen, ich bin ein großer Fan alles in Ruhe und Gelassenheit zu erledigen. Das stresst dann niemand niemals 😇. – Ein Blick auf die Bankkonten zeigt die Realität auf, wie erwartet kein plötzlicher Millionengewinn dabei 😉😀 – ein Geldeingang, dem ich niemals im Leben begegnen werde (ich bin allerdings fast sicher, dass das auch sehr gut für mich ist👍). Viel Geld kann halt viel Unheil anrichten, egal, das ist ein PaL, ein Problem anderer Leute. – Abends schaue ich dem Staatsanwalt über die Schulter, ein irrer Fall von Mord und Rauschgift sowie grenzenloser Dummheit. Im Anschluss erfreut mich Beyond Paradise mit erfrischenden Handlungssträngen – soweit ich sie verstehe 🤔😉. Aber ich höre von Mal zu Mal besser 🤨. Es wird normal spät und der Schlaf gibt sich heute moderat. Fein.

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Wartung, Planung und tolle Serien

Unsere Alarmanlage erhält ihre erste Wartung. Alle Elemente werden geöffnet, gereinigt und geprüft. Der Batteriestand entspricht überall den Erwartungen, nur die Rechnung fällt höher aus als gedacht. So ist es nun einmal im Wirtschaftsleben: die einen schreiben Rechnungen, die anderen bezahlen. Seufz. – Heute erhält die Sitzgruppe in der Lounge ihr Insektennetz zurück und ist wieder voll einsatzbereit. Wunderbar. Klar Schiff. Nun kann ich endlich die Bedankungsaktion für alle Geburtstagswünsche starten. Wenn die guten Wünsche alle wahr würden, würde das neue Lebensjahr traumhaft ablaufen. Aber das Leben, also Gott, behält sich immer wieder die eine oder andere Überraschung vor – und das ist gut, selbst wenn es uns zunächst nicht so vorkommt. Er ist eben der HERR. – Mich beschäftigt unser Glasfaseranschluss und Zweifel kommen auf, ob der Kabelverlauf wie gewünscht realisiert werden kann. Bei YouTube ergibt sich da ein zwiespältiges Bild. – Außerdem soll demnächst ein Stromspeicher montiert werden, auch hier gibt es im Netz viele gute Hinweise. Erfreulicherweise sind wir hier bei der Modellauswahl tatsächlich auf der guten Seite. Das freut mich. Ob sich so eine Investition lohnt? Wer weiß das schon so genau – doch ob wir alt genug werden, um das zu überprüfen ist – zumindest – zweifelhaft🤔😉. – Abends kaufe ich mir per Stream eine weitere englische Krimiserie ‚Beyond Paradise‘, die zweite Staffel. Die Briten haben es echt drauf nette, ergreifende und humorvolle Serien in Szene zu setzen. Sie verzichten einfach auf von Selbstzweifeln zerrissenen, im und am Leben gescheiterten, frustrierten, zeitweise sogar suspendierten, Kommissare, die auf seltsamste Weise brutale Fälle mehr oder weniger erfolgreich lösen. Höchste Zeit meine englischen Sprachkenntnisse aufzupolieren. Es hapert bei lustigen Wortspielereien doch arg. Dennoch ist es eine wahre Freude. So wird es wieder spät doch der Schlaf gibt sich heute hilfsbereit. Prima.

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Erschröckliche Morgenschwäche

Die Morgenstunde tritt viel zu früh grausam in mein Leben. Langsam, viel zu langsam, vollzieht sich der Wechsel in eine Art Wachzustand. Starker Kaffee hilft da kaum. Ich tappe zur Laura, wir holen eine liebe Freundin ab und ich verursache fast einen Unfall. Hätte der HERR mich nicht gehalten, hätte es voll krachen können. DANKE!!! Wir sind auf dem Weg zu einer Beerdigung. Ich höre dem Pastor zu, nehme auch ein bisschen auf aber wach sein geht anders. Der Weg zum Grab in der frischen Luft muntert mich vorübergehend auf. Gott sei Dank regnet es die ganze Zeit bis kurz zurück vor den Autos nicht und so werde ich nur ein wenig feucht. Leider erwischt es stattdessen die Verwandten des Verstorbenen die als Letzte den Rückweg antreten und diese müssen erst einmal heimfahren um trockene Kleidung anzulegen. So wird es mit dem Gedenkkaffeetrinken arg spät. Ich bin inzwischen unanständig hungrig, mein Magen verlangt massiv nach den bereitgestellten Brötchen – leicht peinlich aber isso. Selten habe ich bei so einem Anlass so zugelangt. – Gegen drei Uhr nachmittags (!!!) sind wir erst wieder daheim und fallen ins Bett um einen intensiven, langen und tiefen Mittagsschlaf zu zelebrieren. Das tut wohl! Erst danach bin ich endlich völlig wach. Welch ein Tag, seltsam ungewöhnlich, ich bin mir selbst ein Rätsel! – Am Abend probiere ich eine Einstellung beim Streamen aus, die die Hintergrundmusik reduziert und die Dialoge hervorhebt. Stark, ich verstehe jetzt etliche Dialoge viel besser wiewohl spürbare Defizite bleiben. Aber immerhin. – Es wird relativ spät dafür zeigt sich der Schlaf von seiner besten Seite. Gut so.

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