Samos auf die Leinwand gebeamt

Der Mai ist vorbei, der Juni beginnt wie immer mit dem Staubsaugen in meiner Gemeinde. Das altersschwache heulende Sauggerät schleppt sich durch die Räume bis ich merke, dass der Staubbeutel knallrappeldickevoll ist: gestapelt, gepresst und fast nur mit Gewalt zu entfernen🤔. Ja, wenn alle verantwortlich sind, ist keiner verantwortlich😢. Dagegen sind die Vorträge, die ich nebenbei höre, sehr gut. – Am Nachmittag ist es Zeit unsere Koffer zu packen, denn der größere geht schon morgen auf die Reise. Weshalb das eine oder andere T-Shirt enorm sowie einige Hosen ein wenig im Schrank eingelaufen sind 😉, ist mir ein Rätsel 😀. Immerhin finde ich noch genügend Kleidung für die paar Tage. Es packt sich leichter, aber länger, als ich gedacht habe. Das ist gut so. Ein Koffer steht am Abend abholbereit und ein kleinerer ist nahezu voll gefüllt. Wir sind quasi reisefertig – bis auf die Technik 🤔 – bei mir ein sehr eigenes Thema😇. – Auf unserer Großleinwand schauen wir am Abend auf Samos vorbei, alte Urlaubserinnerungen werden gemeinsam mit der Sehnsucht nach Griechenland wach – danach erfreuen uns die Ionischen Inseln. Es ist prachtvoll die Landschaftsaufnahmen in diesem großen Format zu bestaunen. Reiselust pur macht sich breit. Seufz. – Voller Freude stürze ich mich auf einen Krimi, der in der Provence spielt und bin schockiert: warum denkt sich ein Autor in einer so prachtvollen Landschaft so einen grausamen, haarsträubenden Mord, gefolgt von einem ähnlichen Mordversuch, aus? Muss das denn sein? Ich werde wohl die Serie künftig meiden. Es wird sehr spät, der Schlaf ist beleidigt und lässt sich Zeit – für die ausbleibenden Alpträume bin ich dankbar. Das hätte schlimmer kommen können. Bescheuerte Mordphantasien bleibt mir bloß vom Acker!

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Falsches Grab

Nach dem Sport folgt das Tagebuch. Es ist wieder aufzufüllen. Außerdem sind Rechnungen zu begleichen, die gute Lady Laura kommt nicht gerade günstig daher aber … aber was will man anderes vom Adel erwarten 😉😀? Dafür hat sie Schick und Stil – und wir wollten es so. – Gott führt mitunter sehr besondere Wege: Meine Liebste schaut, einfach so, es war ihr danach, auf dem Friedhof vorbei, auf dem die Beerdigung stattfinden soll. Dann kann sie ihren Augen kaum trauen: der Steinmetz hat trotz korrekter Daten die falsche Grabstelle vorbereitet. Das ist ein Hammer! Über das Institut Gebauer kann sie noch rechtzeitig das Ruder umlegen und den Handwerker auf Kurs bringen. Was es nicht alles gibt. Verblüffend und kaum glaublich. – Ich stöbere in unseren Reiseunterlagen und es trifft mich hart: wir sollen statt, wie gedacht zwischen 15 und 18 Uhr, jetzt schon zwischen 12 und 15 Uhr in Passau sein. Das ist eine Herausforderung, die ich gar nicht mag. Merde. Uns steht eine kurze Nacht in Leipzig bevor und Stress auf der Straße. Kein schöner Urlaubsstart. Wir befehlen das unserem Gott an. ER wird es schon recht machen. – Der Abend ist normal schlicht und gut, es wird relativ spät aber der Schlaf tut was er soll. Okay.

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Laura von Grün

Mit nicht nur einem leicht feuchten Auge nehmen wir Abschied von Tiger, dem Guten und Teuren. Blank geputzt lassen wir ihn beim Autohaus zurück. Vier Jahre treue Dienste, eine imposante Lackierung und viele, viele elektronische Helferlein machten Reisen leichter. Jetzt trennen sich unsere Pfade. Mach’s gut, Alter! – Nebenan, mit einer oft schon gebrauchten Schleife auf der Haube wartet Laura von Grün auf uns, eine elektrische Prinzessin aus jungem tschechischem Adel 😉😀. Feierlich nehmen wir Kontakt auf und wagen uns vorsichtig mit ihr ins örtliche Straßennetz. Noch hat sie ein paar kleine Zicken, wilde Ideen phantasievoller Ingenieure, doch wir kommen uns schnell näher. Die Straßenlage ist einmalig, das Fahrgefühl schon jetzt prächtig. Daheim erforsche ich per YouTube ein paar ihrer exklusiven Details, melde mich als ihren Hauptansprechpartner an und tätige ein paar hoffentlich sinnvolle Einstellungen. Schön, endlich mal ein weibliches Gefährt einstellen zu können. Ich bin gespannt auf die Dinge die da kommen werden. Als ich meine Ehegefährtin als Mitnutzerin anmelden wollte hat die Stromlady erst einmal meine Handyverbindung gekappt. Okay, schlafen wir mal eine Nacht drüber 😀. – Im Fernsehen verfolge ich den Erzgebirgskrimi, einer der wenigen, die ich ganz gern sehe – die kaputten Typen, die die meisten Drehbuchautoren so lieben, vermisse ich hier überhaupt nicht. Mit einem weißen Fürsten stoßen wir auf Lady Laura von Grün an in der Hoffnung auf ein harmonisches Miteinander. Es wird normal spät und der Sekt scheint den Schlaf heute besonders zu motivieren. Auch gut.

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Ein-Auto-Erfahrung

Ein Auto, zwei Personen, dreieinhalb teilweise überlappende Termine entpuppt sich als eine interessante Erfahrung. Tiger steht nicht zur Verfügung, er wird morgen zurückgegeben und heute frischgestriegelt keinerlei Schadensrisiken mehr ausgesetzt. Isso! Also bringe ich mit Foxi meine terminlich Mitbetroffene in die Stadt, gebe einen Arztbrief ganz nebenbei ab, kutschiere nach Vorsfelde, lasse meine Treterchen pflegen, sause zurück in die Stadt, hole meine Lebenspartnerin ab und wir beschauen im Baumarkt einen Pavillon. Uff. Letzteres hätten wir uns sparen können, das Teil ist billig, im Preis, in der „Qualität“ und zweifelsohne ebenso in der Haltbarkeit. No never! Nach dem Lunch ein kurze Mittagspause, dann geht es ab zu meiner Männerrunde und wir quatschen drauf los. Okay. Kurz vorm Ende der ‚heute-Nachrichten‘ bin ich wieder zurück. Jetzt suche ich professionelle Faltpavillons im Internet und bestelle kurzentschlossen so ein Teil. Ob es zum Geburtstag tatsächlich eintrifft – Risiko live. Die zugesagte Lieferfrist von zwei Werktagen sehe ich durchaus kritisch. Mit einem Auge verfolge ich Barnaby bei einer bekannten Ermittlung, spare mir seine zweite und lese einen Krimi zur Entspannung. Es wird dabei ein klein wenig spät, irgendwann kommt der Schlaf samt Traumlast und ich finde irgendwie zur nötigen Ruhe. Es ist, wie es ist.

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Karibik statt Liederabend

Die Studierstube füllt sich ein wenig – bis auf zwei Ausfälle. Sacharja ist wieder unser Thema und der alte Prophet macht es uns schwer. Irgendwie wurschteln wir uns durch seine Prophezeiungen – wieder einmal fehlen mir wesentliche historische und biblische Zusammenhänge. Seufz. Dennoch kommt ein ergiebiges Gespräch zustande. Danke! – Nachmittags schauen wir uns die Predigt aus Bremen an und hören auch interessiert zu. Stark, was der Pastor aus so wenig Text herausholt. – Abends fährt meine Mitbewohnerin zum Gottesdienst in unsere Gemeinde, ein Liederabend steht auf dem Programm. Das ist für jemanden wie mich, der keinen korrekten Ton herausbringt, dann doch eine zu große Zumutung. Nein, danke, liebe Freunde – dass ich da gleich einen virtuellen Abgang in die Karibik machte, hätte allerdings auch nicht sein müssen. Schön war es trotzdem. Ich stöbere noch ein wenig in den Kreuzfahrtangeboten, finde aber nichts wirklich überzeugendes in meinem Preissegment 😉😇. Eine Suite wäre toll, ihr Preis grüßt mich aus fernen Dimensionen. Es ist ein kerniges Stück Arbeit Wünsche und Budget in ein vernünftiges Maß zu pressen. Ziel ist und bleibt uns nur das zu gönnen, was wir uns echt leisten und verantworten können. Trotzdem macht das Planen Spaß, das Abwägen zwischen unerfüllten, erfüllbaren und unverschämten Wünschen lässt mich über mich selbst lächeln. Welch ein Segen, dass ich nicht alles kann, was mir als Seifenblasen im Kopf herumschwirrt. Danke, HERR!!! – Es wird ein wenig später, der Schlaf agiert traumstark und ein bisschen lustlos. Soll er doch, ich bin ja auch nicht immer gut drauf.

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Tiger putzen – die Zweite

Es gilt unseren Tiger für die Rückgabe „fein“ zu machen. Die Wäsche hat er ja schon über sich ergehen lassen. Heute wird er ausgeräumt, alle privaten Sachen entfernt und ich sauge Krümel aus allen möglichen Ecken und Verstecken. Ganz so gründlich müssen wir nicht sein, meinte unser Verkäufer und so sind wir nicht ganz so gründlich 😉. Dennoch bin ich danach voll geschafft, die Hitze hat mich malträtiert und sich mit meinem Alter und meiner mangelhaften Fitness verbündet. Voll erschöpft sinke ich auf mein Sofa. Puh. Schließlich verfrachte ich Tiger wieder in die Garage und dort soll er stehen bleiben bis zum Tag des Abschieds. Vier Jahre einer wunderbaren Gemeinschaft sind vorbei. Er hat uns zwar viel Geld gekostet (höchstempfindliche Felgen, ein Geierschaden und ein winziger Kratzer, dessen Tiefe ein Lackierung erforderte) war aber ein treffliches Fortbewegungsmittel. Ich bin supergern mit ihm unterwegs gewesen. – Den sonnigen Nachmittag genießen wir nach einer langen Mittagspause. Sommerfeeling. Ich freue mich über ein spätes Turnen und eine treffliche Abendandacht. – Ein alter Münstertatort erheitert meinen Abend und ein bisschen Lektüre lässt das Gehirn entspannen. Ein Gläschen Rosé soll das Einschlafen fördern, schafft es aber nur ansatzweise. Die kurzen Wachphasen sollten sich besser rar machen. Das wäre schön.

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Frühes Frühstück und Tigerwäsche

Ein frühmorgendliches Geburtstagsfrühstück reißt mich aus dem Seniorenbett, Schnellwäsche, anziehen und los. Wir sind fast pünktlich aber die ersten Gäste. Nach etwa einer halben Stunde trudeln die nächsten ein. Da hätte ich mir ruhig etwas mehr Zeit lassen können – Pünktlichkeit ist offensichtlich nicht alles. Seufz. Drei Kinder sorgen für einen nicht so ganz unerwarteten Geräuschpegel, erstaunlicherweise ist ein verbaler Austausch nach wie vor möglich. Ich staune 😉. Das toll sortierte Angebot verleitet mich statt meiner Knäckebrotscheibe ein ganzes Brötchen und ein ganzes Croissant, dazu noch ein Ei zu vertilgen. Man, bin ich satt! Mein Magen rebelliert mit einem quälenden Völlegefühl, das ganz schön nervt und ziemlich lange rumort. Seufz. – Hinterher vereinbart meine Liebste mit einem Café das Meeting nach der Beerdigung zu einem annehmbaren Preis. Sehr schön. Schließlich lassen wir Tiger noch eine gründliche Außenwäsche zukommen und erstmals gelingt das Spiegelanklappen und Leerlaufeinlegen wie geschmiert. Ich staune schon wieder. – Lunch fällt natürlich aus, trotzdem weicht die Trägheit eher unwillig. Frühstück ist halt nicht mein Ding. – Wir beschließen spontan Tiger erst morgen innen zu putzen – ein weiser Entschluss! – Ich freue mich die Abendandacht wie gewünscht ausgiebig zu für mich zu halten. Klasse. – Abends weise ich noch ein paar Rechnungen an und versuche mich Pater Brown zu widmen aber er langweilt mich heute mit einer bekannten und einer bescheuerten Folge. Ich breche ab. So leite ich für mich relativ früh die Schlafphase ein, die dann doch spät einsetzt, unterbrechungs- und traumreich ihren Lauf nimmt. Zu früh ins Bett endet selten nett 😉🤔.

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Gott hilft

Mein Smartphone piept früh am Morgen. Bis ich mich erweichen lasse nachzusehen sind schon etliche Meldungen in der Hauskreisgruppe bei den Sozialen Medien eingegangen. Ein Bruder (im christlichen Sinne) sitzt kurz vor Hannover fest wegen einer Stellwerkstörung. So ist sie, die Bahn, seufz. Er hat einen Langstreckenflug via Wien gebucht und es bewegt sich schon anderthalb Stunden nichts. Er bittet um Gebetshilfe und unsere Gruppe reagiert schnell. Gott ist noch schneller. Der Zug fährt in den Bahnhof, ein freies Taxi „scheint auf ihn zu warten“ und so erreicht er seine Maschine noch rechtzeitig. Danke Jesus, unser Herr! – Ein Gottesdienst aus Bremen bereichert den Himmelfahrtstag, denn unser Open-Air-Godi in der Nachbarstadt ist für uns viel zu früh. Keine Chance. Völlig überraschend 😉 ist plötzlich die Mittagszeit da. Wow. – Nach der Pause bewegt uns die Bestattung samt Verwandtschaftstreffen doch heftiger als zunächst vermutet. So bändigen wir die Last des Kofferpackens für den Urlaub dadurch, dass wir sie nach vorn ziehen, den Koffer separat reisen lassen und ihn frühzeitig aus dem Haus geben. So können wir uns ganz auf den Besuch konzentrieren. – Jetzt gilt es per Telefon noch ein paar Einzelheiten zu klären und dann öffnet sich der Raum für die große Freude die ganze Mannschaft zu treffen. Toll! – Am TV interessiert mich heute eigentlich nur ein recht kurzer Beitrag über die Wiederbelebung aussterbender Dörfer in Italien. Faszinierend wie die Kreativität einzelner Menschen Motivation für viele schaffen kann. Stark. Nach ein wenig Fast-Food-Unterhaltung führt mein Weg ins Seniorenbett zu einem hilfsbereiten Schlaf. Die Träume hätte er zwar nicht mitbringen müssen aber umsonst ist nichts. Na denn.

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