Auf dem Weg ins Alltägliche

Die Tische wandern wieder in den Keller, leider nicht von selbst 😉, aber sie sind einfach zu demontieren und eine Etage tiefer wieder bestens zu montieren. Das geht alles recht flott von der Hand. Das Außensofa erhält seinen Stammplatz zurück, die Sessel und der Tisch ebenso und kurz vor dem Regen lassen wir die Plane herunter und können so geschützt dem Nass von oben beim Pladdern zuschauen. Es ist warm genug und wir fühlen uns in der Lounge sauwohl. In fast wieder geordneten Verhältnissen zieht der Abend an uns vorbei, drinnen schaue ich die restlichen Folgen einer englisch-australischen Serie, ein Abklatsch von „Death in Paradise“ aber durchaus sehenswert abgekupfert. Leider, leider treten dabei meine Defizite in der englischen Sprache klar zutage. – Hinterher lese ich zum Ausgleich einen schlichten Husumkrimi zu Ende und bin vom Ausgang nur mäßig überrascht. Zu meiner Schande sei gesagt, dass es für die sich dembald am Morgenhimmel drohend erhebende Aufstehstunde viel zu spät wird. Ich schlafe zwar gut aber nicht genug. Wer ist schuld? Ich! Seufz!😢😠😩!

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Demontage, Pietismusnöte und Fremdsprachstolpern

Die Sonne scheint kräftig vom Himmel. Da müsste der Pavillon wunderbar trocknen. Und tatsächlich das Teil ist knochentrocken. Also räumen wir es erst einmal leer. Wir entfernen die Seitenteile, legen sie zusammen und lagern sie zwischen 😀. Dann senken wir das Zelt gezielt ab, entfernen komfortabel die Abspannseile außen und die Lichterkette innen. Prima, wenn man alles in angenehmer Arbeitshöhe erledigen kann. Die stufenweise Höhenverstellung des Pavillons ist einfach nur genial. Nun senken wir die vier Standbeine bis unten ab, lösen die Dachfixierung und schieben die Konstruktion ein wenig zusammen. Jetzt lässt sich das Dach problemlos entfernen, zusammenlegen und zwischenlagern. Nun gilt es die Scherengitter der Dachkonstruktion ganz zusammenzuschieben und in den Transportsack zu verfrachten. Fertig. Ich bin begeistert, sogar zwei ältere Herrschaften können Auf- oder Abbau bewältigen. Klasse. – Am Nachmittag treffe ich mich mit Freunden zur montäglichen Plauderstunde. Mich verwundert wieder einmal der pietistisch eng fixierte Blick auf sexuelle Verfehlungen obwohl die Bibel andere Sünden wenigstens gleichrangig beurteilt. Einerseits werden von Jesus höchstpersönlich gebrandmarkte Verhaltensweisen zur Seite geschoben aber andererseits eine nur durch Analogie erkennbare Schuld ins Zentrum gerückt. Ich liebe meine Pietisten aber manchmal überfordern sie mich 🤔. Da fehlt mir wohl der „Stallgeruch“. – Am Abend begebe ich mich virtuell wieder nach Australien zu einer BBC-Serie, deren Dialoge mich zwar teilweise überfordern aber immerhin kann ich dem Handlungsverlauf recht gut folgen. Probleme habe ich mit nuschelnden Akteuren, verschluckten Silben und umgangssprachlich verkürzten Worten. Man hat es halt nicht leicht mit fremden Sprachen ☹️🤨. Es wird normal spät aber der Schlaf kommt nur intervallartig. Leider keine erquickliche Nacht. Seufz.

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Waschen, trocknen, retournieren

Der Morgen naht viel zu schnell. Mein Kopf ist zwar nicht schwer, fühlt sich aber leicht dumpf an. Meine Hochaktive wirbelt schon wieder herum während ich mich mühsam irgendwie in Form bringe. Jetzt gilt es die Transport- und Warmhaltebehältnisse zu reinigen, abzutrocknen und ins Auto zu verfrachten. Da die Einschätzung meines Restalkohols nicht unbedingt mit den herrschenden Vorschriften harmoniert, fährt klugerweise meine Allerliebste. Nach einer halbstündigen Fahrt dürfen wir ausladen, denn der Caterer hat ab morgen Betriebsferien und will sein „Zeug“ zurück. Weiter geht es nach Brechtorf wo ich bei der Routenplanung wieder gegen mein Navi verliere 🤔😠 und einen Umweg nehmen muss. Wir lauschen während der Fahrt einem Gottesdienst aus Bremen, es wird der einzige heute für mich bleiben. Schade. – Nachmittag und Abend verbringe ich im Pavillon bis die Abendkühle mich ins Haus treibt. Gestern hat es zwar geregnet, war aber gefühlt recht warm. Heute ist es arg frisch. Vielleicht war der Regen doch nicht ganz so übel, vor allem da sich das Zelt echt bewähren konnte und seine Chance auch nutzte. – Schließlich lerne ich noch eine für mich neue Serie bei Amazon kennen, leider nur in englischer Sprache aber im Großen und Ganzen kann ich folgen. Sehr erfreulich. Es wird spät, nicht ganz so wie gestern, doch auch heute lässt der Schlaf sich nicht lumpen. Er kommt spät dafür recht tief. Fein.

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Alles für die Gäste

Der Tag ist da! Heute ist feiern angesagt. Doch zuerst wird geräumt und zwar mächtig. Die Tische werden neu arrangiert. Das Sofa wandert in den Pavillon, die Sessel werden umgruppiert, zwei Stühle ergänzen das Zeltinventar und zwei Tische finden sich jetzt unter der Überdachung wieder. Der Esszimmertisch drinnen wird blank geräumt, erhält eine lange Tischdecke, selbst die Außenmöblierung wird optisch-dekorativ herausgeputzt. Gläser finden ihren Weg in ihre Bereitstellungsräume und der Aschenbecher sieht sich dezent getarnt wartend auf einen eventuellen Einsatz. Das Weindepot begibt sich wieder ins Wohnzimmer, die übliche Terrassentür bleibt verschlossen, dafür öffnet sich eine andere, gut wenn man die Wahl hat😉. Gegen Mittag ist alles einsatzbereit nur der Regen pfuscht uns dazwischen. Er ist viel zu neugierig und schaut recht oft vorbei. Dann ist das eben so. – Nachmittags regeln wir ein paar Detailfragen bis wir gegen 17 Uhr zum Caterer fahren um die Speisen abzuholen. Wir kommen gut durch, sind eine halbe Stunde unterwegs. Laden dann fix alles in Laura hinein, dabei staune ich sehr über die Vielzahl der zum Warmhalten nötigen Utensilien. Krass. – Wieder zu Hause angekommen wird die Zeit arg knapp. Alles Mitgebrachte muss jetzt ins Haus. Die „Wärmewannen“ samt Unterhitze müssen aufgestellt, minimal mit Wasser gefüllt und mit den den Speisebehältnissen versehen werden. Fast gleichzeitig treffen die ersten Gäste ein – wir haben wohl zu knapp geplant. Schließlich steht alles bereit – nur ich bin fertig, alle, geschafft – für so etwas ist mein Nervensystem nicht mehr ausgelegt 😉😇. Seufz. Jetzt noch schnell spontan alle lieben Gäste begrüßen, das Tischgebet sprechen – und endlich gaaaanz tief durchatmen. Alles wird gut. Und das wird es auch. Im Laufe der Speisenvertilgungsphase entdecken wir noch zwei Nachschubbehälter, so dass jeglichem Mangel vorgebeugt ist. Perfekt. Der Caterer ist einfach nur klasse!!! Hocherfreut können wir es uns bis tief in die Nacht hinein bei Wein, Bier, Limo, Wasser und flüssigem gebrannten Obst gutgehen lassen. Der frühe Morgen schaut schon fast um die Ecke als die letzten Gäste uns verlassen. Der nächtliche Aufräumaufwand nach der Fete ist überschaubar bis wir dann doch dem Ruf der Seniorenbetten folgen. Welch ein Tag! Klasse. Der Schlaf kommt mächtig gewaltig. Sehr gut.

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Einkäufe und die Heinrichsflut

Das Aufstehen fällt gar nicht schwer, schön, wenn man Alkohol in Maßen (und nicht in Massen) konsumiert hat. Feine Sache. Heute feiern wir die kleine Messinghochzeit und morgen die große – das hängt mit Standesamt und Kirche zusammen. Am Vormittag wird noch ein wenig von gestern aufgeräumt, meine Messingbraut bereitet Desserts für morgen vor und ich überlege mir die Partybestuhlung bei Sonnenschein und Regen, denn die Wetter-Apps verheißen unisono nichts Gutes. Das bleibt uns nur zu beten und auf Gottes Hilfe zu hoffen. ER wird eingreifen, wie auch immer, wir werden geführt, da bin ich sicher. – Am Nachmittag kaufen wir die Getränke ein, wie üblich viel zu viel aber die Gäste-Geschmäcker sind halt verschieden. Hoffentlich bleibt nicht zu viel übrig, dass wir monatelang Brause, Cola, Bier oder Almdudler (letzteres wäre noch zu ertragen 😉) konsumieren müssen. – Daheim gilt es die flüssige Verköstigung auszuladen, in den Wohnzimmerkühlschrank einzulagern und sich Gedanken zu machen wo der Rest platziert werden kann. – Abends begebe ich mich virtuell nach Ostwestfalen-Lippe und sehe mir einen Bericht über die Heinrichsflut 1965 an. Das muss schrecklich gewesen sein, ohne jegliche Vorwarnung steigt das Wasser der Lippe samt Zuflüssen in kürzester Zeit um ein paar Meter, damals gab es kaum eine Funkverbindung, das Festnetztelefonnetz bricht zusammen und jede Hilfstruppe werkelt allein unkoordiniert vor sich hin. Hinterher youtube ich, lese und schaue in der Gegend herum – das Übliche eben, schön wenn man sich auf Routine zurückziehen kann. Normalspät begeben wir uns zur Ruhe und lassen den Schlaf seinen Job machen – bei mir lässt er sich gut Zeit damit.

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Geburtstag

Kurz vor meinem persönlichen Jahreswechsel stehe ich auf. Punkt 10:10 Uhr beginnt mein 74. Lebensjahr. Ich halte inne, danke Gott und gedenke der vergangenen 26.663 Tage. So ist das also, wenn das Verhältnis zwischen gelebten und bevorstehenden Tagen sehr einseitig ausfällt – eine immer wieder interessante Erfahrung 😉😀. Immerhin gehe ich mit Riesenschritten auf die Ewigkeit zu und das tröstet mich gewaltig – welch eine tolle Perspektive! Danke, lieber Herr Jesus für diesen Weg, den du uns geöffnet hast. – Wir transportieren Tische, Stühle, einen Stehtisch, ich installiere vorher noch schnell die Illumination und wir probieren mancherlei Bestuhlungsarten aus. Schließlich wandert das Sofa zwischen Säule und Wohnzimmerwand – erstaunlicherweise passt es zentimetergenau, sagenhaft. Die Sessel samt Couchtisch füllen exakt eine Zeltwand aus und mittendrin hat eine Tafel für 14 Personen Platz. Phantastisch. Der Stehtisch begibt sich ebenfalls nach draußen und wird zum Weinspender – ein Zentrum für alle bereitstehenden Schläuche. – Am Nachmittag gratuliert mir noch eine Freundin mit einem hochwillkommenen Geschenk. Danke. – Abends trifft sich unser Hauskreis – bis auf eine Person kommen alle, wunderbar, es wird eine lebhafte Bibelstunde und ein noch lebhafteres Gespräch hinterher. Rot- und Weißwein munden da prächtig und doch endet altersgerecht alles schon gegen elf. Je höher das Alter desto früher geht man auseinander. Isso. Wir lassen den Tag noch einmal Revue passieren, räumen ein wenig auf und warten, dass die Stimmung sich setzt bis wir bestens bettbereit in dieselben sinken. Ein schöner, ereignisreicher Tag geht zu Ende. Der Schlaf krönt alles mit einem einwandfreien Job.

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Pavillon, Palstek und ein zickiger Fernseher

Der Morgenroutine folgt die Vorbereitung der Terrasse für den Pavillon. Nach der Mittagspause bauen wir die Pagode bei unseren Freunden ab und bei uns wieder auf. Drei Wände verbinden wir per Reißverschluss und erhalten so ein fast geschlossenes Wandsystem. Das Teil macht sich gut an seinem Standort. Ich kann mich beim Absichern so richtig austoben, lerne ganz nebenbei eine Art des Palstek-Knotens kennen und lieben. Faszinierend was diese Seilverschlingung so drauf hat. Zwei Zeltfüße sichere ich am Geländer und bin guter Hoffnung das Zelt über die Zeit zu bringen. Ich bin gespannt. Daneben denken wir über den Standort des Büffets nach, schieben gedanklich die Bestuhlung hin und her und haben ganz nebenbei den morgigen Hauskreis im Hinterkopf. Es gibt viel zu grübeln. Schön, dass wir genug diesbezügliches Material irgendwo rumstehen haben. – Dann, völlig überraschend, verweigert uns der Fernseher das Bild. Ja, wir hören die Programme, haben beim Streamen sogar beides, Bild und Ton, im Live-Programm regiert allein der Sound. Merde. Ich probiere alle denkbaren Einstellungen, sause im Menü hoch und runter und habe irgendwann die Faxen dicke. Alles auf Anfang, Werkseinstellungen wiederherstellen. Alle was ich mühsam eingerichtet, sortiert und per Farbkosmetik abgestimmt habe ist weg, dafür sind Bild und Ton, Waipu-TV und apple-tv wieder da. Puh. Schnell sortiere ich die Programme noch ein wenig, atme tief durch und schaue mir voller Freude irgendeine Sendung an. So gehen wir langsam auf Mitternacht zu, stoßen, altersgerecht, mit Kirschlikör auf meinen Lebensjahrwechsel an und fallen danach ins Seniorenbett. Der Schlaf kommt schnell und fällt tief aus. Auf ein Neues, Alter!

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Kommunikation

Ein wirklich gutes Angebot über einen Stromspeicher trifft ein. Ich bin sehr angetan davon, muss aber rechnen ob wir ihn uns wirklich leisten können. Fatal ist, dass ich der relativ neuen Bundesregierung zutraue die Mehrwertsteuerbefreiung bei Solaranlagen spontan einzukassieren. Die Wirtschaftsministerin sorgt sich offensichtlich mehr um den Gewinn der Energieunternehmen – wir kleinen Stromerzeuger sind ihr dabei offensichtlich schnuppe. Seufz. – Bei Freunden bauen wir unseren neuen Pavillon auf, sozusagen ein Pre-Opening. Der Sohn feiert heute seinen Geburtstag. Wir lernen dabei seine sehr netten Schwiegereltern und seine frisch geschlüpfte Tochter kennen. Beides eine sehr angenehme Bekanntschaft, leider kann die Kleine noch nicht sprechen – nach einer Woche Lebenszeit auch nicht sonderlich überraschend 😉😇. Die Großeltern mütterlicherseits kommunizieren nur in spanischer Sprache. Trotz dreijährigem Spanischunterrichts, fünfundfünfzig Jahre ist er her, leide ich diesbezüglich unter fast hundertprozentigen Wortfindungsschwierigkeiten 😀🤔☹️. Dennoch kommt beim Zuhören manches wieder hoch und zeitweise kann ich sogar einer Unterhaltung folgen. Stark. – Irgendwann am Abend, liegt es am vielen Essen oder am dreifachen Aperol Spritz oder gar an der zunehmenden Kühle, egal, irgendwann jedenfalls zieht es mich mächtig gewaltig nach Hause. Welch ein Segen in ein mollig warmes Haus zu schlüpfen! Ich konstatiere, dass ich inzwischen weder kältefest noch hitzeresistent bin, eben nur noch alt. Daheim merke ich, dass mich wohl insgeheim ein verstecktes Verdauungsproblem ebenso zum Rückzug motivierte. Dann ist das also auch geklärt. – Außerdem vertrage ich gar nichts mehr, denn im Seniorenbett falle ich in einen sofortigen Tiefschlaf, als ob ich einen Rausch hätte, den ich aber am Alkoholkonsum gemessen kaum haben kann. Was es nicht alles gibt. Na dann, ein gutes Nächtle!

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