Verrückte Welt

In der nächsten Woche hat sich der ‚Glasfaserfritze‘, wie ihn meine Allerliebste nennt, angekündigt. Dazu sind ein paar Vorbereitungen zu tätigen. Ein Loch in der Wand, das später die neue Leitung aufnehmen soll, ist derzeit vom Telefonkabel blockiert. Ich schraube im Büro die Anschlussdose auf, löse die zwei Litzen, ziehe die Leitung aus dieser und einer weiteren Wanddurchführung heraus, lege sie auf dem Boden wieder zurück zu Dose und schließe die beiden Litzen an. Deckel drauf und fertig. Dass zwischendurch eines der Käbelchen bricht, ich die Leitung abisolieren und neu herrichten muss, sei nur am Rande erwähnt. Nichts scheint gleich beim ersten Mal zu klappen. Seufz. Aber schließlich funktioniert alles wie bisher. Leider passt ein Stecker eines Datenkabels nicht, wie geplant, durch das zweite Loch in der Wand. Das ist nicht gut. Ich bestelle zwar einen Ersatz aber ob der durchschlüpft? Wer weiß das schon? Hoffentlich gibt es nicht ähnliche Probleme bei der Glasfaser. – Nach der Abendandacht konsumiere ich ein paar israelfreundliche Videos und vergleiche sie mit den Nachrichten. Werde ich zum Verschwörungstheoretiker? Verlockungen dazu gibt es schon. Wenn zum Beispiel Politiker samt UNO angesichts der Massen von in Gaza gelagerten Nahrungsmitteln fordern, dass Israel auch noch den Weg und die Verteilung sichern soll, wohl wissend, dass Gefahr allein von der Hamas droht, die eng mit der UNO kooperiert. Israel soll also die Lebensmittel vor Angriffen der Hamas schützen und wird, wenn es misslingt, von derselben Hamas im Chor mit der UNO angeklagt. Noch lauter schallt die Klage, wenn Menschen dabei (durch Terroristen der Hamas) sterben. Schließlich fordern immer mehr Staatschefs eine 2-Staaten-Lösung, wobei völlig klar ist, dass ein Palästinenserstaat die Vernichtung Israels als Staatsziel (offen oder verdeckt) verfolgen wird. Die Welt ist ein Irrenhaus. – Da lese ich lieber meine Krimis weiter. Das nennt man Weltflucht aber wie unterscheidet sich diese von den Politiker-Illusionen? Bei mir sterben immerhin keine echten Menschen. – Irgendwann gehts zu Nachtruhe und der Schlaf erledigt seinen Job. Wenigstens das ist okay.

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Arme Niedersachsen

Wieder rauscht ein Tag dahin. Bei der Rückengymnastik höre ich Roger Liebi bei seinen Ausführungen zum Römerbrief zu. Angesichts des Textfortschritts mit unzähligen Abweichungen, Erklärungen in unvorstellbarer Breite und weitschweifigen Wortdefinitionen befürchte ich, dass er noch ein bis drei Jahren benötigen wird. In anderthalb Stunden hat er einen Vers abgehandelt. Schlimm ist, dass ich am Ende einer Erklärung den Ausgangspunkt völlig aus der Erinnerung verloren habe. Es ist eine Geduldsprobe, die ich nur aushalte, weil auch seine „Ausflüge“ allein hörenswerte Vorträge sind😉🤔. – Nachmittags bleibt der versprochene Regen aus und ich befürchte der monatliche Niederschlag bleibt wieder unter dem Durchschnitt. In der „heute-Sendung“ behaupten sie zwar, dass der Juli übermäßig feucht gewesen wäre – aber nicht bei uns! – Die Zeitung von morgen, die wir heute schon lesen können, bringt auf Seite 1, dass sich 26% der Niedersachsen keinen einwöchigen Urlaub leisten können, noch nicht einmal bei Freunden und Verwandten. Das kommt mir komisch vor. Als Quelle wird das Statistische Bundesamt genannt. Also forsche ich nach. Dort suche ich ein wenig und finde eine derartige Pressemeldung. Sie bezieht sich auf den Mikro-Zensus, also eine Befragung eines Querschnitts der Bevölkerung. Irgendwo muss doch so ein Musterfragebogen hinterlegt sein – und tatsächlich ich werde fündig. In demselben taucht mitten in einer Vielzahl von Ausforschungen tatsächlich die besagte Fragestellung auf. Man kann sie mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Aha. Die Pressemeldung hätte also lauten müssen, dass 26% der Befragten sich so äußerten. Die Aussage wird einfach hingenommen, es gibt keinen Abgleich mit Einkommensdaten o.ä. um die Plausibilität querzuchecken. Wenigstens hätte ich an ganz anderer Stelle die Kontrollfrage erwartet ob diese Statistikopfer in diesem oder letzten Jahr in Urlaub waren. Und dann wundern sich die Medien warum ihr Glaubwürdigkeit im Sinkflug ist – ganz klar: weil sie das Recherchieren scheuen. – Der Abend bringt nichts was erwähnenswert wäre. Es geht relativ früh ins Seniorenbett, der Schlaf kommt recht schnell dazu und bringt den Unterbrechungskasper mit. Seufz.

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Alles ist gut

Was man nachts an Schlaf versäumt kann man, wenigstens als Ruheständler, am Morgen etwas ausgleichen. Und so geschieht es. Dadurch kommt die Routine durcheinander, kein Problem, und die Rückengymnastik verschiebt sich in den Nachmittag. So rinnt ein recht fauler Tag dahin. Warum auch nicht? – In aller Ruhe kann ich mich meiner Tagesandacht widmen. Am Abend lese ich einen Krimi und wir genießen Überbleibsel von der Geburtstagsfete. Es wird normal spät. Der Abendsegen von Maria Laach stimmt mich auf dei Nachtruhe ein – mein üblicher Tagesabschluss. Der Schlaf kommt schnell und gut. Prima.

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Fortsetzung des Info-Labyrinths

Wieder so ein Vormittag. Erneut wiederholt sich übliches und gewohntes. Dann ist das so. – Nachmittags treffe ich mich mit meiner Montagsrunde zu einem ausgedehnten Plausch über dies und das, wichtig und unwichtig, von Balkonkraftwerken bis Israel. – Abends schaue ich mir Videos von Israelis über die Situation in Gaza an und bin verunsichert. Wie soll man das nachprüfen, wenn selbst die bekannten Medien auch nur auf Informationen Dritter angewiesen sind? Fotos von abgemagerten Kindern, die die Hamas verbreitet, sind nachweislich aus dem Jemen und zwei Jahre alt. Wieso berichten die öffentlich-rechtlichen Medien nicht über solchen Betrug? Dass Israel eine alternative Lebensmittelverteilung organisiert um die Menschen von der Hamas unabhängiger zu machen und dann die Ankömmlinge beschießen soll ist keinesfalls logisch. Logisch wäre, dass die Hamas die Bevölkerung durch Beschuss von diesen Verteilzentren abhalten will. Ganz verschämt, in Spalte drei oder vier lese ich in der Zeitung, das die Hamas UN-Nahrungsmittel entwendet, um sie auf dem Schwarzmarkt teuer zu verkaufen. Warum ist das nicht die Hauptmeldung? Wenn ich den öffentlich-rechtlichen Medien folge, hat die israelische Armee kaum Terroristen erschossen, sondern nur Zivilisten, denn die Berichte über Opfer sprechen nur von Zivilpersonen. Das ist aber extrem unwahrscheinlich. Vielleicht wäre mein Vertrauen in ‚heute & Co‘ größer, wenn nicht die Bibel deutlich ankündigen würde, dass sich dereinst die ganze Welt gegen Israel stellen wird und das scheint sich anzubahnen. Oder nicht? Was ist wahr? – Es wird etwas später und ich schlafe recht schnell ein. Immerhin.

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Informationslabyrinth

Ein feiner Sonntag beginnt mit einem feinen Frühstück, lässt Gottes Hilfe und Segen bei der Moderation erfahren, bringt mir Gottes Wort in der Predigt nahe und mündet in einer spontanen Kaffee-Einladung bei Freunden. Stark. Beim nachmittäglichen Besuch fällt mir auf, dass wir uns eigentlich untereinander viel öfter treffen sollten. Wir haben doch alle Zeit der Welt, selbst wenn diese im ICE-Tempo an uns vorbeihuscht. Zwischendurch mal einen spontanen Stopp einlegen, ein kurzes gemeinsames Durchatmen, wäre einfach toll. Warum machen wir das nicht? – Abends wird wieder herumgekickt, das Endspiel der ballfreudigen Damen. Meine schaut natürlich zu, während ich mir mal die israelische Sicht des Gaza-Krieges samt Folgen anschaue. Ich gewinne den Eindruck, dass von ganz unterschiedlichen Kriegen berichtet wird so weit liegen die „Wahrheiten“ auseinander. Die öffentlich-rechtlichen Informationen haben mich schon immer irritiert, weil dort die Zahlen der Hamas (egal ob UNO-Organisation, Gesundheitsministerium oder andere eng mit der Hamas verflochtenen Institutionen) ungeprüft übernommen werden. Die Bemerkung „die Angaben konnten nicht überprüft werden“ ist nicht mehr als ein scheinheiliges Feigenblatt. Ich vermute, dass sowohl hier wie dort nicht die Fakten die Meldungen prägen, sondern vielmehr persönliche Voreinstellungen die Quellenakzeptanz bestimmen. Die Wahrheit erfahren wir nicht, egal aus welcher Quelle und wenn doch, merken wir es nicht – selbst die Logik hilft uns dabei nicht weiter, weil Kriege ihr nur begrenzt folgen. Faszinierend – da haben wir heute eine schier unbegrenzte Zahl von Informationsquellen und wir sind als kleine Mitbürger dennoch nicht näher an der Wirklichkeit/Wahrheit/den Tatsachen als unsere zu Anfang des letzten Jahrhunderts lebenden Zeitgenossen. Irre. – Da lese ich lieber in meinen Krimis weiter. Es wird wieder spät aber der Schlaf agiert freundlich, nur die mitgelieferten Träume sind nicht so doll. Nix ist perfekt.

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Lost in Fuseta

Mit einem wunderschönen Ausschlafen beginnt dieser Tag. Die üblichen Morgenrituale von Knäckebrot bis Rückengymnastik, die Andacht nicht zu vergessen, werden engagiert abgewickelt😉. Der Vormittag ist erwartungsgemäß viel zu schnell vorbei. – Nachmittags bereite ich mich auf die Moderation im Gottesdienst vor. Ich staune wieder einmal wie viel Gott mir an Gedanken schenkt und wie leicht, wenn auch zeitaufwändig, alles von der Hand geht. Danke, lieber HERR🙏! – Abends erlebe ich eine erstaunlich gute Kriminalromanverfilmung. ‚Lost in Fuseta‘ – ein unter dem Asperger-Syndrom leidender deutscher Kriminalkommissar, der in Portugal arbeitet und erstaunliches leistet, steht im Mittelpunkt. Es ist eine zweiteilige Romanverfilmung jeweils in Spielfilmlänge. Ich bin fasziniert, sie wird der Vorlage total gerecht, die Figuren sind überzeugend besetzt und die Atmosphäre kommt ergreifend zur Geltung. Meine Phantasie beim Lesen wird hier in trefflichen Bildern wiedergegeben. Stark. Ich schaue nach und verstehe, denn der Buchautor hat ebenfalls das Drehbuch geschrieben. Echt gut. – Es wird mittelspät, der Schlaf kommt holprig und unterbrechungsreif. Das hatte ich mir anders gedacht. Nun denn.

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Spezielle Verunsicherung

Die Spinnennetzhatz geht in die zweite Runde. Heute wird der Werkzeugkeller von ihnen befreit. Es ist der unaufgeräumteste aller unserer Räume mit dem vielfältigsten Materialgemisch, eine Herausforderung für alle grüngesinnten Sortierfanatiker. Leider gehöre ich nicht dazu. So muss ich vorsichtig meine Füßchen platzieren, Gleichgewicht halten 😉🤨 und das Saugrohr zielsicher ansetzen. Es endet relativ erfolgreich. – Mir ist nicht so recht wohl, wenn ich an die kommenden Firmeneinsätze denke. Warum kommt der Vodafone-Subunternehmer-Techniker nicht vorher vorbei, dass man in Ruhe alle klären kann und noch ein wenig Überlegungszeit hat? So war es eigentlich avisiert. Das gilt auch für unsere Speicherlösung. Ja, offen zugegeben, ich bin verunsichert und das gefällt mir gar nicht. Wird man im Alter nervöser und unselbstständiger? Blickt man weniger durch? Ich befürchte mehr oder weniger „Ja“. Hoffentlich weniger 😀😇🤔! – Abends ist die völlig verunstaltete Krimiserie „Ein Fall für zwei“ nichts für mich – zu chaotisch. So wechsle ich zwischen streamen und lesen und freue mich daheim zu sein, wenn wir jetzt noch Gäste hätten wäre es perfekt – aber so spontan sind wir beide leider nicht. Halb-Seufz😀. Die Nacht ist dann ganz okay.

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Kellersäuberung – Nützlingsreduzierung

Nun kann ich mich nicht mehr drücken. Ich muss die Spinneninvasion im Keller bekämpfen. Eigentlich hatte ich einstens ihnen dort Freiraum gewährt. Doch inzwischen haben sie ihre Freiheiten missbraucht und nahezu überall gewaltige Netze gespannt. So geht das nicht! Per Staubsauger rücke ich ihren Geweben und ihnen selbst auf den Leib: wer nicht fliehen kann wird eingesaugt. Basta. Selbst unter der Kellerdecke, kaum sichtbar, verlaufen Fäden und Fangschnüre und sind mir eine Lehre: zu viel Freiheit produziert Übermut und motiviert über die Stränge zu schlagen. Aus die Maus! Dennoch tun sie mir leid, ein paar wenige lasse ich entkommen. Sie sollen ruhig wieder anfangen aber ich werde künftig rechtzeitig überwachen und regulieren. Spinnen im Keller finde ich in Maßen okay, Wohnräume sind für sie tabu. Absolut. Darauf muss man sich doch einigen können 🤔😉😁. Die Arbeit geht gut von der Hand, Fortsetzung folgt höchstwahrscheinlich morgen. – Abends treffen wir uns mit dem Hauskreis. Der Christus-Hymnus im Philipperbrief und die anschließende Ermahnung des Apostels Paulus sind Thema. Interessante Aspekte werden entdeckt und kommen zur Sprache. Ein wirklich feiner Austausch, der mich sehr erfreut. Die nachfolgende Plauderei ist ebenfalls äußerst angenehm und aufbauend. Ein lohnendes Treffen. Klasse. Wieder daheim wird es spät, denn der Ruf der Seniorenbetten zögert sich ganz schön hinaus😇. Der Schlaf dagegen fällt recht erfreulich aus. Mit Unterbrechungen.

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