100. Geburtstag

Meine im letzten Jahr verstorbene Mum wäre heute 100 Jahre alt geworden. Wir treffen uns heute, endlich mal zu keiner Trauerfeier, mit der Verwandtschaft zu einem Lunch bei Jorgos, dem Griechen am Kanal. Bis auf eine kleine Enttäuschung, mein neues griechisch-italienisches Lieblingsgericht findet sich nicht auf der Karte, gefällt mir alles super. Die Tischaufteilung ergibt sich zufällig so, dass interessante Gespräche entstehen. Das Essen ist wie erwartet gut, wenn es auch spät kommt, aber daran sind wir selbst nicht ganz unschuldig. Nach ein paar Stunden verlasse ich ziemlich ausgesabbelt😉😀, übersatt und vollgestopft die Veranstaltung, um nach einer kurzen Fahrt ins Seniorenmittagsbett zu fallen. Das war schon heavy. – Für den Abendgottesdienst bin ich noch zu faul und erlebe ihn lieber virtuell, meine unermüdliche Liebste ist natürlich live dabei, ist ja klar. – Im Anschluss schaue ich mir eine urururalte Folge von Jürgen Rolands ‚Stahlnetz‘ an. Man, waren das noch Zeiten, ich komme mir vor als hätte man mich in eine andere Kultur versetzt. Nicht nur die Technik, den Umgang mit Alkohol und das Rauchen holen längst verschüttete Erfahrungen aus dem Unterbewusstsein ins Leben zurück, nein, auch der Umgang mit Kindern, unter Kollegen, nicht zu vergessen der Respekt vor der Polizei lassen mich staunen. Es wird spät, nicht zuletzt dank YouTube, und der Schlaf lässt sich gnadenlos viel Zeit. Schade, liegt wohl an der langen und späten Mittagsruhe.

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Apfelsaft

Der Vormittag verläuft sich in den normalen Routinen. Am Nachmittag besuchen wir alte Bekannte um uns mit Apfelsaft zu versorgen. Besonders lieben wir die Kombination mit Birnensaft. Auf einem großen Grundstück wachsen viele Apfelbäume, die den Stoff für den flüssigen Fruchtgenuss liefern. Ich staune über das Grundstück, das große Haus mit einem Versammlungsraum für den Hauskreis, sogar einem eigenen Gebäude für eine Praxis und das alles ganz beschaulich auf dem Lande. Wir lieben diesen Saft, der in luftdichte Kunststoffballons abgefüllt wird, ähnlich den Weinschläuchen, und so sehr, sehr lange haltbar ist. Wenn man ihn richtig benutzt, passiert dem Saft selbst in angebrochenen Schläuchen nichts, denn mit dem Saft, wird auch die Luft entnommen und es kann keine Gärung entstehen. Feines Prinzip. – Auf einen ereignisarmen Abend folgt eine sich schier ewig hinziehende Wachzeit bis sich endlich der Schlaf zum Handeln bequemt, natürlich nur mit häufigen Unterbrechungen. Dann ist das so. Seufz.

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Loungestart

Die Sonne scheint gewaltig. Es wird allerhöchste Zeit unsere Lounge sommerfertig zu machen. Die schützende Plane muss weichen und wandert in den Keller. Die Wind- und Regenschutzplanen machen sich in umgekehrter Richtung auf den Weg. Die Sessel samt Couch erhalten ihre Polster zurück. Der Tisch muss noch ein paar Tage warten, je nach unserer Lust oder Laune 😉😀. Natürlich ist das Insektennetz ebenfalls wieder dabei. Am späten Nachmittag stürmt es gewaltig. Die Planen halten stand. Die Hoffnung auf Regen wird dagegen enttäuscht. Ein Liter/qm ist wahrhaftig nicht viel. Schade. – Die Abendandacht etabliert sich nach der Paul-Gerhardt-Tour erneut. Sehr gut. – Abends ermittelt der Alte in einem Fall von Töten auf Verlangen, interessanter Plot und schön verwirrende Nebenhandlung. Gefällt mir. Warum auch immer wird es wieder einmal ziemlich spät. Wenn der Schlaf durchgehend gewesen wäre, wäre es netter gewesen. Keine neue Erkenntnis. Seufz.

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Donauabwärts

Alles neu macht der Mai, heißt es. Für die Natur stimmt es, bei dem schönen Wetter blüht und sprießt alles. Die Nistkästen sind größtenteils besetzt und eifrige Eltern kommen und fliegen. Sollen sie doch. Es ist höchste Zeit für den Arbeitsantritt von Mr. Shorty in diesem Jahr. Tag der Arbeit passt doch gut. Ich kann seine Ladestation leicht verankern, die Verbindung mit dem Steuerkabel funktioniert einwandfrei, sogar seinen Code kenne ich noch, Start drücken, bestätigen und schon saust er mähenderweise los. Ich bin baff. So problemfern war sein Arbeitsanfang noch nie. Selbst mit dem hohen Gras kommt er gut zurecht. Schön für ihn. Es beruhigt ungemein ihm beim Kurven kreuz und quer über dem Rasen zuzusehen. – Irgendwann gehe ich zur Bewässerungsanlage über. Wasser aufdrehen und es tropft. Na toll, aber das gibt sich mit ein wenig Kraftanstrengung – auf Dauer, hoffe ich. Doch die Programmierung überfordert mich massiv. Also Bedienungsanleitung studieren, fast vergessenes Wissen aus den Tiefen des Hirns emporfördern und, siehe da, alles im grünen Bereich. – Endlich kann ich mich wieder der Abendandacht widmen, fast hätte ich sie erneut verpasst. – Schließlich kommt das Highlight, denn es gelingt mir den Beamer mit dem TV-Stick zu versöhnen und wir fahren auf der heimischen Großleinwand mit der MS Maxima die Donau bis zum Schwarzen Meer hinunter. Faszinierende Bilder, umwerfende Eindrücke, explodierende Erinnerungen – welch ein Abenteuer im Fernsehsessel. Stark. Jetzt noch ein wenig lesen, dann lange im Seniorenbett wach liegen bis der Schlaf sich zum Handeln entschließt. Auch da komme ich durch.

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Paul im Seniorenkreis

Das kurze Ende einer langen Vorbereitung nimmt seinen Lauf. Noch ein letzter Schliff am Vortrag und dann alles Gott anbefehlen. Ziemlich früh begeben wir uns zu unserer Gemeinde. Meine Allerliebste gehört zum Orga-Team und die treffen sich sich sehr zeitig um alle Vorbereitungen professionell schaffen zu können. Sei’s drum, so bleibt mir viel Zeit den Beamer mit der Leinwand zu verkuppeln und mein MacBook als Impulsgeber dazuzugesellen. Wie immer wenn man viel Zeit hat klappt alles superschnell und supergut. Erstaunlich frühzeitig treffen die ersten Teilnehmer ein. Seniorengerechter Kaffee, selbst gebackener Kuchen und belegte Brote laden zum Mampfen und Plaudern ein. Beides wird intensiv praktiziert, denn so ist es gedacht und so soll es sein. Dann naht der unvermeidbare Zeitpunkt meines Vortrags über den guten alten Paul Gerhardt und sein bewegtes Leben. Der HERR ist mit mir, ich bin wunderbar gelassen und kann das Erarbeitete ruhig präsentieren. Danke HERR!!! Es ist nur ein bisschen lang, das macht aber nichts, weder mir noch den Senioren. Erleichtert und dankbar geht es nach dem Abbau und Aufräumen heimwärts. – Abends gönne ich mir einen alten Bienzle-Tatort, einen Scheurebensaft und eine Flüssigkeit aus Südafrika. Die Spannung und Konzentration scheint sich bei mir im Alter langsamer abzubauen. Dann ist das eben so. Die Nachtruhe fällt dafür intensiv, tief und fest aus. Wunderbar.

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Ende gut, alles gut

Und wieder startet ein Paul-Gerhardt-Tag. Nach dem „Vormittagsritual“ stürze ich mich auf den Liederdichter, respektive auf meine Präsentation über ihn. Und tatsächlich, Gott sei Dank, werde ich fertig. Sie ist zwar länger als eigentlich gedacht aber dafür recht okay, finde ich. Ein Testdurchlauf dauert 35 Minuten zzgl. Wartezeiten bei der Präsentation. Nun ja, wird schon werden 😉👍. – Abschalten ist angesagt und so begebe ich mich abends virtuell mit einem Krimi in den naheliegenden Harz. Irgendwann habe ich den schon einmal gesehen aber er fasziniert mich trotzdem. Irrer, humorvoller und doch starker Plot. Die Mafia im deutschen Mittelgebirge – Wahnsinn und gegen Ende sogar richtig spannend. Jetzt benötige ich etwas Zeit um herunterzukommen. So suche ich erst mein Seniorenbett auf als ich wirklich gähnstark müde bin. Es gelingt. Gute Nacht!

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Die letzte Rille ist nicht mehr meins

Frühmorgens fallen mir zwei Dinge ins Auge. Erstens habe ich mein Tagebuch ein wenig vernachlässigt. Zweitens bleiben mir noch zweieinhalb Tage für Paul Gerhardt. Ersteres ist schnell nachgeholt. Am Lebensbild dagegen kaue ich noch herum. Zwanzig Minuten Vortragszeit habe ich und gefühlt sechzig bräuchte ich. Außerdem sind noch ein paar Lebensstationen offen. Ich wollte nicht auf letzte Rille arbeiten aber dennoch ergab es sich so. Das ist gar nicht gut. Ich hoffe auf den HERRN. So kann ich mutig vorangehen – obwohl es erfreulich gut klappt komme ich wieder nicht zum Abschluss. Es wird offensichtlich eng. Schade. Noch lasse ich mich nicht verleiten bis in die Nacht hinein zu arbeiten. Da würde nichts Gutes herauskommen. Ich benötige die Ruhe- und Entspannungszeiten für meine nachlassende Konzentration. Gottvertrauen vermittelt Gelassenheit – selbst wenn es mitunter in mir zuckt. Lieber Herr Jesus, hilf mir das zu tun was ich kann und mache das Beste daraus. Danke! – Es geht relativ früh ins Seniorenbett, gefolgt von einer grottigen Nachtruhe. Wenig, traumverseuchter Schlaf und viele Wachzeiten dazwischen. Was ist bloß mit mir los? Ich bin sehr dankbar, dass mich morgens nichts und niemand zum Aufstehen drängt. Seltsame Tage.

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Beeindruckende Predigt

Die Sonne lacht uns in Sonntagsstimmung an und wir begeben uns nach dem Frühstück zu unserer Gemeinde. Man, bin ich müde, fast schlafe ich im Gottesdienst ein. Doch die Predigt macht mich munter, so soll es sein und so ist es gut. Es geht um Genügsamkeit, ein Thema, das mir nicht unbedingt naheliegt 😉. Es ist ein Predigt in schlichten Worten, tiefgehendem Inhalt und praktischem Nährwert. So soll es sein. Sie macht Mut zum Nachdenken und gibt Hinweise für das Leben. Ich bin sehr angetan. Zwei gute Bekannte werden als Mitglieder aufgenommen, das freut mich sehr und ein paar kleine Nachgespräche lassen mich heute nicht allein herumstehen. Alles ist gut. – Nachmittags hören wir noch die Predigt aus Bremen, dort ist Konfirmation. Der Abend verläuft relativ fernsehfrei, es wird nicht ganz so spät und der Schlaf wäre gar nicht mal so übel gewesen, wenn nicht die blöden, so realistischen und doch arg unlogischen Träume nerven würden. Ich lese zu viel und die dadurch animierte Phantasie tobt sich halt nachts aus. Aber ich lese doch so gerne …! Mir fehlen inzwischen die Abendandachten, die durch die Vortragsvorbereitungen unter den Tisch fielen. Das ist nicht gut – bin ich nicht Pensionist und habe alle Zeit der Welt????

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