Grillsonntag

Eigentlich wollt ich ja gar nicht mit. Im Grunde genommen wollte ich länger schlafen. Doch jetzt bin ich unterwegs zu einem Familiengottesdienst samt Sommerfest in einer Gemeinde. Aber es lohnt sich. Ja, es ist ein nettes Beisammensein, die vielen Kinder sind kräftig mit dabei und das Grillen hinterher ist okay. – Selbst unsere Mittagsruhe können wir absolvieren bevor wir ein paar Kilometer fahren um Sauerkirschen bei einem befreundeten Ehepaar abzuholen. Als wir schließlich gegen halb neun wieder bei uns daheim eintreffen, liegt ein Kaffeetrinken, ein umfassendes Grillmenü und ein munteres, ausgiebiges Gespräch mit unerwarteten Teilnehmern hinter uns. Was für ein schöner Nachmittag! Wir sind begeistert. Jetzt noch ein Pfeifchen zur Verdauungsförderung in der Lounge und sich lesenderweise in die Nacht hinein treiben zu lassen. Fein. Der Schlaf ist okay aber nicht überwältigend. Dann ist das so.

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Dorfjubiläum und Pavillonerstmontage

Unser Dorf feiert am Wochenende den 875. Gründungstag. Ein beeindruckender Umzug aller dorfrelevanten Vereine, teilweise mit Trecker und Anhänger, ziehen an uns vorbei. Ein erstaunlich langer Zug mit vielen fröhlichen Menschen. Nur die hochgeachteten Mitwirkenden der Freiwillige Feuerwehr zeigen uns nur ihre Rücken auf dem Gummiwagen und die Schützen marschieren mit ernster Miene und „Augen geradeaus“ an uns vorbei. Ansonsten ist es eine äußerst muntere Runde. Klasse. – Am Nachmittag bauen wir mit Hilfe von Freunden erstmalig unseren neuen Pavillon auf. Es gestaltet sich so einfach wie erhofft. Der sich anschließende Abbau geht ebenfalls flott von der Hand. Die Folie ist deutlich stärker wie bei den billigen Baumarktpavillons und die Verstrebungen machen einen stabileren Eindruck. So wollten wir es haben. Toll! Wir plaudern noch eine kurze Zeit mit unseren Freunden bis sie, von Terminen geplagt 😉😀 weitereilen. Ich bewundere ein ganz klein wenig ihre Nervenstärke und Geduld für diese „Einsatzfrequenz“. – Der Abend geht normal dahin. Die Nacht ist schlafarm und dennoch traumreich – blöde Mischung, ehrlich.

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Mutation zum Folivora

Ein wechselhafter Tag aus Wettersicht entwickelt sich – aber mit starker Tendenz zu höheren Temperaturen. Meine Allerliebste ist unterwegs, wirbelt und nimmt sich kaum Zeit zur Ruhe. Ich pflege mein schlechtes Gewissen, das diesbezüglich zunehmend expandiert. Das ist gar nicht gut. Ja, ich pütschere zwar auch ein wenig herum – aber halt nur ein bisschen. Jedoch das Aufraffen fällt mir so schwer obwohl ich weiß, dass das die mieseste Ausrede auf weiter Flur ist. Seufz. Mein Übergewicht ist schuld, es hemmt mich stark 🤔🤨, nee auch nicht gut. So verbringe ich den Tag viel zu unbeweglich rund ums Sofa und hadere mit mir herum, statt zu agieren. Immerhin nehme ich mir wenigstens genügend Zeit für die Andachten und lasse das Wort auf mich wirken, wenn es ihm auch heute nicht gelingt mich auf Trab zu bringen. Schade. Dafür lese ich einen Krimi zu Ende, der mir offensichtlich den Schlaf in der Nacht raubt. Recht geschieht mir. Schön ist es dennoch nicht. Seufz.

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Wenn der Sturm tobt

Heute soll es fies regnen doch die Sonne lacht uns vom Himmel entgegen. Frohgemut wickeln wir die Morgenroutine ab, stellen uns auf den Hauskreis heute gegen Abend ein und bereiten die „Tagungsstätte“😀 vor. Wir ist etwas übertrieben, denn die Last trägt mein Gegenüber ☹️🤔. Nach der Mittagsruhe ziehen dann doch dunkle Wolken auf. Es wird immer finsterer und dann heult der Sturm los, blitzt und donnert es und fallen 23 Liter/qm in kürzester Zeit vom Himmel, ein klein wenig Hagel ist auch dabei. Dagegen fühlt man sich als Mensch doch sehr klein. Gott sei Dank geht es bei uns ohne größere Schäden ab, wenn auch ringsum die Sirenen heulen und Martinshörner jaulen. Natürlich hat das Unwetter noch einige Absagen für den Hauskreis zufolge, einer von uns hängt in der Bahn fest und eine andere kämpft gegen das Wasser. So sind wir ein kleiner Kreis von fünf Menschen. Das fördert die Kommunikation ungemein, wir kommen oft vom Thema ab aber das macht gar nichts. Die Bibelarbeit wird so interessant und vielfältig, auch der Austausch danach dehnt sich erfreulich lang aus. Sehr schöne Zeit des Miteinanders! Der Schlaf ist tief, fest und lang – so soll es sein. Alles ist gut.

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Erster Blick auf den Pavillon

Die Alltagsroutine versucht ziemlich erfolgreich uns einzufangen. Da ist die Gruppengymnastik auf der einen Seite und für mich die Rückenstärkung. Die Morgenandacht verschiebt sich deswegen in die Mittagszeit aber auch das ist für einen Mittwoch nicht ungewöhnlich. Ich öffne noch schnell die Versandpakete und werfe einen ersten Blick auf die Teile unseres neuen Pavillons. Aufbauen kann ich ihn erst später, denn es ist Regen und Sturm angekündigt. Doch die Planen sind vollzählig, vier nutzlose Heringe sind auch dabei und wenn die Befestigungleinen fehlen sollten wäre das kein Problem. Ich werde sowieso qualitativ bessere verwenden. Theoretisch sieht alles gut aus, ich bin gespannt auf sein Faltgerippe 😉. Nach der Mittagsruhe, meine Allerliebste bewirtet die Senioren bei ihrem Treffen, widme ich mich der Fensterpflege. Drei Räume schaffe ich, drei bleiben mir für morgen oder übermorgen oder … Mit dem Reinigungsequipment geht das gut von der Hand. – Aus dem Seniorentreff staube ich etwas Kuchen ab, sehr gut. Stinknormaler Abend mit Wismar, heute und Wetter. Ein Cousin ruft an und will uns eventuell im August besuchen. Das kann er mit seiner Partnerin gern tun, wir dürfen erwartungsvoll gespannt sein. Es wird normal spät und der Schlaf ist okay.

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Fehlerstromschutzschaltermalheur

Wie schön schläft es sich im eigenen Bett! Das Knäckebrot am Morgen polt mich auf Alltag um. Auch das tut gut. Die Morgengymnastik hat mir in den letzten Tagen sehr gefehlt. Dazu höre ich einen Vortrag von Anatoli, unserem Referenten auf der Kreuzfahrt. Interessant. Der Nachmittag beginnt mit Stromausfall im Keller. Der FI wird aktiv und schaltet den Strom im Untergeschoss aus. Er sperrt sich gegen jeden Schaltversuch. Das fängt ja gut an. Seufz. Also schalte ich alle Kellersicherungen aus und ganz langsam eine nach der anderen wieder ein. Kein Problem – in den ersten drei Minuten, dann stoppt der FI resolut jeglichen Stromfluss. Merde. Etliche Versuche später kann ich unseren Wäschetrockner als Übeltäter entlarven. Aber was treibt ihn zu diesem bösen Spiel? Überlastung? Ein Fehlstrom geheimnisvollen Ursprungs 😉? Das werden wir später testen, am besten am Wochenanfang, denn das lässt im Notfall einem Elektriker ein wenig mehr Zeit um vorbeizuschauen. Inzwischen leeren sich unsere Koffer, leider nicht von selbst. Meine mit schier unermüdlicher Schaffenskraft gesegnete Mitbewohnerin wirbelt von morgens bis abends. Ich lasse es ruhiger angehen, denn mir steht als Pensionist ja alle Zeit der Welt zur Verfügung – das muss man doch ausnutzen 😇! Oder etwa nicht? – Am Abend lassen wir einen, zwar schon bekannten, aber netten Donaufilm an uns vorüberziehen. Ja, so eine Reise würde ich gern ein zweites Mal antreten. Jetzt noch ein wenig lesen, ein oder zwei Labertaschen bei YouTube ertragen und dann die große Freude über die Einstiegshöhe meines Seniorenbettes genießen. Wunderbar. Der Schlaf kommt recht schnell und fällt tief genug aus. Okay.

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Auf dem Heimweg

Die Nacht über prasseln ein paar kräftige Schauer gegen unsere Fenster. Ab und an zuckt ein Blitz vorbei. – Nicht zu früh aber auch nicht allzu spät verlasse ich mein tiefergelegtes (seniorenungerechtes😉) Bett. Das Frühstück fällt wieder einmal viel pompöser aus als es mir gut tut (inzwischen hält mein Bauch meine Hosen auch ohne Träger, irre 😇🤔). Fast wie geplant machen wir uns auf den Weg in die heimatlichen Gefilde. Inzwischen sind wir sehr versiert im Aufladen des Akkus, nutzen Pi-Pausen für ein paar Kilowatt oder halten den Mittagsschlaf an der Ladesäule. Ja, das Alter hat Überraschungen bereit, denn ohne besagte Pause hätte ich nicht durchgehalten – aber danach bin ich voll fit (doppelt-sinnvoll genutzte Zeit). – Eine kleine Regenfront müssen wir passieren, doch die Außentemperaturen bleiben angenehm und Staus quälen uns keine. Toll! Danke, lieber HERR! So erweist sich die Entscheidung ab Magdeburg die Landstraße zu nutzen als lohnend – obwohl uns anfangs ein Fahrschul-LKW gewaltig nervt bis wir ihn endlich überholen können. Dafür habe ich den Fahrer eines direkt hinter mir fahrenden Polizeiwagens ein Bündel Nerven „geraubt“ indem ich den Travel-Assist nahezu allein fahren ließ, der alle Geschwindigkeitsvorgaben brav einhielt. Ich konnte das Aufatmen bei den Gesetzeshütern fast spüren, als sie endlich Gelegenheit hatten uns zu überholen. Das entschädigt für mancherlei Radarfallen – tja Pensionisten haben halt alle Zeit der Welt, wenn es drauf ankommt.😇😉! – Endlich sind wir wohlbehalten wieder daheim – nur das Haus bedarf jetzt dringend einer Aktion um die stehende durch die frische Luft zu ersetzen. Die Koffer packen wir morgen aus. Keiner treibt uns – wunderbar! Den Abend lasse ich in aller Ruhe ausklingen. Der Urlaub ist vorbei. Oder wechselt er nur in einen neuen bzw. den alten Modus? Wer weiß das schon? Alles ist gut. Bester Schlaf im gewohnten Bett. Klasse.

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LKG Augsburg

In aller Frühe geht es ins Restaurant und mein Magen ist erfreulicherweise nur bedingt aufnahmebereit. Sehr schön. Per Straßenbahn – ich liebe Straßenbahnen – fahren wir in die Nähe der LKG Augsburg und absolvieren die restliche Strecke zu Fuß. Wir wissen inzwischen, dass Jens und Familie auf einer Gemeindefreizeit weilen und sind gespannt auf unseren Auftritt als Fremde. Okay man wird freundlich begrüßt aber nicht angesprochen. Dafür müssten wir uns zum Welcome-Desk begeben – Freiwilligkeit ist nun einmal selten eine schlechte Idee. Der Gottesdienst ist okay, das Lobpreisteam wirkt ein wenig demotiviert, denn die Mimik passen gar nicht zum Inhalt der Lieder. Die Gruppe erinnert mich an die „Begeisterung“ der Band auf der MS Artania 🤔☹️. Doch das kenne ich schon, offensichtlich ist es schwer sich einerseits auf die Musik zu konzentrieren und gleichzeitig die Gesichtszüge im Griff zu haben. – Interessant sind die Zeugnisse nach der Predigt, also Berichte über Erfahrungen mit Jesus. Wir merken Gott wirkt, zweifelsohne – gut zu wissen, besser allerdings es selbst zu erfahren wie wir vorgestern mit der ausgefallenen Straßenbahn. Ein klitztkleinwenig verblüfft unsereins wie man quasi unbemerkt (bis auf eine äußerst sympathische Frau im Rollstuhl) als Fremder in einen Gottesdienst hinein- und wieder herausschneien kann. So rollen wir unerkannt 😉😇 per Tram zurück zum Rathausplatz. Dort stillen wir unseren Flüssigkeitsbedarf mit einer Limonade, die erfrischt und nur ansatzweise süß schmeckt, kein Vergleich mit marktüblichen Süßgetränken. Solch ein Genuss ist rar, denn die meisten Bieralternativen sind entweder nahezu geschmacklos wie Wasser oder viel zu zuckerverliebt. Selbstverständlich folgt nun eine hitzebedingte Mittagspause im klimatisierten Zimmer, die sich zu einem Daueraufenthalt auswächst. Aufatmen ist angesagt, denn nachmittags verzichten wir auf den Kampf mit der Gluthitze. Kurz erwägen wir zwar noch einen Kinobesuch, doch erstens ist dort der Vorführraum nicht klimatisiert und zweitens fehlt der Antrieb zum „Saunamarsch“ bis zum Ort des Geschehens. Nö, da setzen wir uns lieber abends auf die Hotelterrasse und genießen die sinkenden Wärmegrade nach Sonnenuntergang bei etwas vergorenem Traubensaft im Pfeifenrauch. Die letzte Nacht im Hotel ist angenehm und aufbauend. Gut so.

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