Frühes Frühstück und Tigerwäsche

Ein frühmorgendliches Geburtstagsfrühstück reißt mich aus dem Seniorenbett, Schnellwäsche, anziehen und los. Wir sind fast pünktlich aber die ersten Gäste. Nach etwa einer halben Stunde trudeln die nächsten ein. Da hätte ich mir ruhig etwas mehr Zeit lassen können – Pünktlichkeit ist offensichtlich nicht alles. Seufz. Drei Kinder sorgen für einen nicht so ganz unerwarteten Geräuschpegel, erstaunlicherweise ist ein verbaler Austausch nach wie vor möglich. Ich staune 😉. Das toll sortierte Angebot verleitet mich statt meiner Knäckebrotscheibe ein ganzes Brötchen und ein ganzes Croissant, dazu noch ein Ei zu vertilgen. Man, bin ich satt! Mein Magen rebelliert mit einem quälenden Völlegefühl, das ganz schön nervt und ziemlich lange rumort. Seufz. – Hinterher vereinbart meine Liebste mit einem Café das Meeting nach der Beerdigung zu einem annehmbaren Preis. Sehr schön. Schließlich lassen wir Tiger noch eine gründliche Außenwäsche zukommen und erstmals gelingt das Spiegelanklappen und Leerlaufeinlegen wie geschmiert. Ich staune schon wieder. – Lunch fällt natürlich aus, trotzdem weicht die Trägheit eher unwillig. Frühstück ist halt nicht mein Ding. – Wir beschließen spontan Tiger erst morgen innen zu putzen – ein weiser Entschluss! – Ich freue mich die Abendandacht wie gewünscht ausgiebig zu für mich zu halten. Klasse. – Abends weise ich noch ein paar Rechnungen an und versuche mich Pater Brown zu widmen aber er langweilt mich heute mit einer bekannten und einer bescheuerten Folge. Ich breche ab. So leite ich für mich relativ früh die Schlafphase ein, die dann doch spät einsetzt, unterbrechungs- und traumreich ihren Lauf nimmt. Zu früh ins Bett endet selten nett 😉🤔.

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Gott hilft

Mein Smartphone piept früh am Morgen. Bis ich mich erweichen lasse nachzusehen sind schon etliche Meldungen in der Hauskreisgruppe bei den Sozialen Medien eingegangen. Ein Bruder (im christlichen Sinne) sitzt kurz vor Hannover fest wegen einer Stellwerkstörung. So ist sie, die Bahn, seufz. Er hat einen Langstreckenflug via Wien gebucht und es bewegt sich schon anderthalb Stunden nichts. Er bittet um Gebetshilfe und unsere Gruppe reagiert schnell. Gott ist noch schneller. Der Zug fährt in den Bahnhof, ein freies Taxi „scheint auf ihn zu warten“ und so erreicht er seine Maschine noch rechtzeitig. Danke Jesus, unser Herr! – Ein Gottesdienst aus Bremen bereichert den Himmelfahrtstag, denn unser Open-Air-Godi in der Nachbarstadt ist für uns viel zu früh. Keine Chance. Völlig überraschend 😉 ist plötzlich die Mittagszeit da. Wow. – Nach der Pause bewegt uns die Bestattung samt Verwandtschaftstreffen doch heftiger als zunächst vermutet. So bändigen wir die Last des Kofferpackens für den Urlaub dadurch, dass wir sie nach vorn ziehen, den Koffer separat reisen lassen und ihn frühzeitig aus dem Haus geben. So können wir uns ganz auf den Besuch konzentrieren. – Jetzt gilt es per Telefon noch ein paar Einzelheiten zu klären und dann öffnet sich der Raum für die große Freude die ganze Mannschaft zu treffen. Toll! – Am TV interessiert mich heute eigentlich nur ein recht kurzer Beitrag über die Wiederbelebung aussterbender Dörfer in Italien. Faszinierend wie die Kreativität einzelner Menschen Motivation für viele schaffen kann. Stark. Nach ein wenig Fast-Food-Unterhaltung führt mein Weg ins Seniorenbett zu einem hilfsbereiten Schlaf. Die Träume hätte er zwar nicht mitbringen müssen aber umsonst ist nichts. Na denn.

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Mancherlei Planungen

Turnen ist natürlich wieder angesagt. Die Planungen für die Beisetzung nehmen konkrete Formen an. Die Familie wird sich wohl bei uns treffen, evtl. schon einen Tag früher – das wäre schön, wenn man sich vorher noch austauschen kann und nicht nur am Tag der Bestattung kurz beieinander ist. – Für unsere Urlaubsanreise planen wir jetzt einen Zwischenaufenthalt in Leipzig um die ersten zweihundert Kilometer schon einmal absolviert zu haben, denn am Tag drauf müssen wir zwischen 15 und 17 Uhr bei der Garage eintreffen. Es wird spannend. – Meine Mitbewohnerin stürzt sich auf ihren Job beim Seniorenkreis und schmiert wie eine Weltmeisterin Brote. Ohne Mittagspause saust sie dann in unsere Gemeinde um mit ihren Mitstreiterinnen das Event vorzubereiten. – Ich dagegen entspanne während meiner Siesta, gönne mir Kuchen ohne Kaffee und widme mich der Küche. Ein wenig Zuwendung tut ihr nach der Brothektik gut. – Abends buche ich noch Leipzig, erstaunlicherweise ist das Hotel über Nacht um 10 Euro günstiger geworden – wunderbare Preishüpferei. Dann ist das so. Ansonsten trägt YouTube zum Abend bei und ich falle wieder einmal auf eine Ankündigung herein. Angeblich zeigt das Video wie ein paar Leute aus zwei oder drei Containern einen unterirdischen Bunker bauen. Nun ja, das Verbuddeln der Teile ist zu sehen, doch dann nur noch die Renovierung einer alten Hütte im Wald. Vereimerung pur – nicht selten bei dieser Plattform. Es wird spät aber der Schlaf samt Träume arbeitet zuverlässig und ausdauernd. Nett von ihnen.

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Erstens kommt es anders …

Der Termin der Bestattung liegt nahezu fest und „torpediert“ unseren Bambergaufenthalt. Dann ist das so, kein Problem, der Trauerfall geht ohne jeden Zweifel vor. So stornieren wir das Hotel dort und planen neu. Die Zeit vor dem Urlaub gestaltet sich wieder einmal arg heavy – so neu ist das auch nicht. Das gab es schon öfter so in vielerlei Herausforderungen mit mancherlei Problemen. Augen auf und durch! – Erfreulicherweise komme ich heute zum Turnen und zur Abendandacht, beides ist mir sehr wichtig und hilfreich. – Die Zahnarztrechnung trudelt ein, wie schön für den Dentisten – sein Honorar wie auch der Kassenanteil sind erschütternd. Unsere Gesundheitsvorsorge mag sicherlich sehr gut sein, doch bei den Beißerchen eher nicht. Da müssen wir jetzt durch. Ohne Reserven würden wir mit Zittern und Zagen in den neuen Monat gehen, so eher dankbar für Gottes Fürsorge. Doch ich bin fest überzeugt, dass Gott auch ohne unsere Reserven Wege gefunden hätte, wie wir es schon oft erfahren haben. – Abends unterhält mich ‚Die Bestatteten‘ mit einer bekannten Folge – ein Schmunzelkrimi mit markanten Darstellern. Stark. Danach lese ich in einem Krimi weiter, der in jeder Folge „irre“ Handlungsstränge aufweist, nicht realitätsfern wohl aber sehr eigen. Voller Neugier lese ich vor dem Schlafengehen das Ende 😇. Morgen ist die Vorgeschichte dran 😉. Es wird normal spät doch der Schlaf wechselt sich mit verrückten Träumen und überraschenden Wachzeiten ab – welch eine seltsame Nacht.

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Ein Fast-Crash, unlösbare Fragen und Barnaby

Hurtig aufstehen, nicht zu früh aber hurtig. Nach der Scheibe Knäckebrot und der Morgenandacht geht es ab nach Wittingen. Meine Allerliebste hat dort eine Verabredung mit einem ihrer Dentisten. Gott bewahrt uns vor einem schlimmen Unfall, denn in einer Kurve schert, verborgen hinter zwei Holzlastern, ein Transporter aus, um unseren Weg in einer abknickenden Vorfahrt zu schneiden. Da hat nicht viel gefehlt. Gott sei von Herzen Dank!!! Die Behandlung dagegen ist schnell überstanden und die Heimfahrt völlig unproblematisch. – Nach einer kurzen Mittagspause mache ich mich schon wieder auf den Weg um mich mit Freunden zu treffen. Wir sprechen unter vielem anderen auch über ein Thema, das sich unserer Beurteilung entzieht. Da kann man viel spekulieren. Lassen sich heute Menschen so wenig von Gott ansprechen weil wir zu wenig dafür beten und uns viel zu wenig dafür engagieren? Oder hat sich Gott wegen des allgemeinen Unglaubens zurückgezogen? Unternehmen wir heute überhaupt weniger als früher (nicht nur eine Frage des Tuns an sich, sondern auch der Zielführung des Tuns)? Was ist Ursache, was Wirkung? … – Daheim lasse ich den guten uralten Barnaby ermitteln in zwei überaus bekannten Fällen. Seltsam, dass ich dies nicht im Hintergrund an mir vorbeilaufen lasse, sondern voll dabei bin. Ich überrasche mich immer wieder neu 😉. Es wird wieder einmal sehr spät. Der Schlaf ist tief und die Träume wirr. Meine Zeit, seufz!

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Tod, Konfirmation und Geburtstag

Schon wieder ein Todesfall! In diesem Jahr häuft es sich aber. Diesmal beklagen wir den Tod der Schwiegermutter meines Schwagers. Wir sind überrascht und betrübt, doch im Alter von fast 95 Jahren muss man damit täglich rechnen. Der Sterbefall passt gar nicht in unsere Planungen – wie üblich. Dann ist das so. Es bleibt abzuwarten, was wir ändern müssen, Gott sei Dank sind die Hotelbuchungen kostenlos zu stornieren. Ja, dieser Gedanke klingt pietätlos aber für uns geht das Leben weiter und manches muss halt im Vorfeld so schnell wie möglich gemanagt werden. Wir trauern mit Schwägerin und Schwager sowie der Familie und bereiten uns auf eine kleine Trauerfeier vor. – Leid und Freud: In unserer Gemeinde feiern wir heute Konfirmation mit zwei Konfirmanden und acht Kids, die nur die Beendigung ihres biblischen Unterrichts feiern. Dennoch haben erstaunlicherweise alle ein ‚Ja‘ zum Leben mit Jesus. Weshalb lassen sie sich dann nicht taufen? Verstehe einer die Gedanken seiner Mitmenschen. Die Kirche ist voll und der Gottesdienst kurzweilig. Toll, dass die Segenssprüche jedes „Konfirmanden“ eingeblendet werden. Schade, dass die Mädels und Jungs nicht einzeln, sondern nur in der Gruppe gesegnet werden. Was mag der Grund sein? Ich bin wohl zu alt für so etwas 😀. – Doch die Feierei hat noch kein Ende, denn am Abend geht es zur Geburtstagsfete eines Freundes. Die Sonne hat sich nach langem Ringen entschlossen ein wenig Abendwärme zu verbreiten – nett von ihr. Das griechische Büffet ist köstlich und verlockend, doch mir gelingt es mich zu mäßigen, was mich ein ganz klein wenig stolz macht 😉😇. Ansonsten muss ich lange gesprächslose Wartezeiten durchleiden, unterbrochen von einer Wohnmobilbesichtigung mit dem Gastgeber und der erbarmenden Zuwendung einer guten Bekannten gegen Ende. Seufz, ich bin wohl ein Menschenfürchter und Smalltalkscheiterer und komme mir trotz der mich umgebenden guten Atmosphäre fehl am Platze vor. Ich könnte mich nicht genug bedauern 😉🤔🤨. Die Feier endet früh und ich erklimme trotzdem erst sehr spät mein Seniorenbett. Der Schlaf schlägt gleich zu und bringt wirre Träume mit sich. Stark.

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Hochzeit

Ein für uns ungewöhnliches Wochenende wirft seinen Schatten voraus, der mich trifft und in leichte Schwermut versinken lässt. Ich Smalltalkversager und Menschenmassenangsthase darf zu einer Hochzeit. Immerhin ist es nur ein recht kleiner Kreis unbekannter Mitmenschen. Ich werfe mich also in meine Festtagsjeans, das Spezialhemd samt Halstuch sowie in den Sommerblazer. In dieser Verkleidung machen wir uns auf den Weg in unsere Gemeinde. Erfreulicherweise sind die Stühle perfekt gestellt, die Trauung angemessen gut gestaltet und das Kaffeetrinken fällt zwanglos aus. Smalltalk ist kaum nötig, ein Quiz lässt alte Hits erklingen und alle sind freundlich und lieb. Alles ist gut und wir sind recht früh wieder daheim. In Windeseile entfliehe ich meiner ungewohnten Garderobe und erfreue mich am Freiheitslook. Kritisch bewegt mich meine Einstellung zu Menschenansammlungen, strebe ich eine Eremitenhöhle an oder was? Leide ich unter Menschendepression? Morgen steht ein Geburtstag auf dem Programm, da schaue ich mal tief in mich hinein. Es wird übrigens sehr spät, weil ich die Nachtruhe immer weiter hinauszögere trotz Müdigkeit. Seltsam. Dafür ist der Schlaf intensiv, tief und fest. Das mag ich.

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Allwetterreifen und Allzeitkrimikost

Nach der üblichen Morgenroutine prüfe ich unsere Girokonten, die sich nach vielerlei Buchungen im niedrigstelligen Bereich wohlfühlen – aber okay. – Ich suche nach günstigen Angeboten für Allwetterreifen und finde ein paar, die deutlich günstiger sind als die im Autohaus georderten, was mich nicht sonderlich verwundert. Mir ermangelt es allerdings am Wissen wie viel die externe Montage kosten würde. Schön zu recherchieren, was man evtl. hätte besser machen können 🤔😉. – Der Alte ermittelt am Abend diesmal gegen eine ganze Gruppe von Verschworenen. Interessant, vorurteilsbestätigend aber dennoch sehenswert – eine Bastion, die die neuen garstigen Drehbuchautoren noch versuchen zu erobern. Warten wir’s ab. Darauf folgt neuerdings Pater Brown, live und gestreamt und schwups ist es wieder spät. Ich bin reif für eine mehrwöchige eine Auszeit. Selbst der Schlaf scheint in eine Routine gefunden zu haben. Sei’s drum.

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