Sentimental YouTube-Journey

Ein friedlicher Rücken kann mein Herz entzücken – jedenfalls weitgehend. – Die Inspektion kostet „nur“ 310 Euros, weshalb auch immer. Der Betrag ist dennoch unerklärlich hoch. Sei’s drum, seufz. – Im Klinikum muss, möchte 🤨, soll ich mich einem Arzt vorstellen. Derselbe untersucht mich gründlich und alles ist okay. So ganz nebenbei erfahre ich, dass ich von einem fiesen Keim befallen bin, der mich als Sprungbrett für Attacken auf andere nutzen könnte. Das sei bei einer Untersuchung vor Jahren festgestellt worden. Warum hat mir das damals keiner gesagt? Künftig soll ich beim Klinikumsbesuch immer eine Maske tragen. Ich lasse gleich noch einmal testen ob dieser ach so ungeliebte Untermieter immer noch bei mir haust. Was man so nebenbei im Krankenhaus nicht alles erfährt. – Mittagsruhe ist heute nicht, dafür waren wir zu lange unterwegs. Schade. – In den USA starten die Präsidentschaftswahlen, es würde mich bei den verrückten Amis sehr wundern, wenn Trump es nicht schafft. Die Kamala wäre für mich andererseits ebenso wenig wählbar wie der Onkel Donald, nur letzteren hätte ich niemals aufgestellt. Wie Obelix sagen würde: „Die spinnen, die Amis!“ Warten wir es ab. – Bei meiner Gymnastik höre ich einen Vortrag von Frank Lüdke zum Satz des Glaubensbekenntnisses „hinabgestiegen ins Reich des Todes“ und lasse die unterschiedlichsten Deutungen durch mein Hirn dringen. Interessant. – Virtuell inspiziere ich den Nachfolgekandidaten für Tiger und bin sehr angetan. – Meinen Abend gestaltet heute YouTube. Es gab Zeiten, da glänzte die VW-Werbung noch mit Humor, köstliche Spots. Inzwischen ist dem Konzern offensichtlich das Lachen vergangen. Traurig. Im Laufe des Abends kommt meine sentimentale Ader zum Durchbruch. Hat mich das im Laufen spielende italienische Gebirgsjägerblasorchester so eingestimmt? Oder das ‚Maria durch den Dornwald ging‘, gesungen von Helenchen? Jedenfalls begebe ich mich auf einen musikalischen Spaziergang mit ‚Sound of silence‘ in trefflicher deutscher Interpretation. Es folgt Heinz Rudolf Kunze mit zwei Songs. Ich bin ergriffen von zwei deutschen Trauerliedern, einmal nach der Cohen-Melodie ‚Halleluja‘ und dann nach dem Abba-Hit ‚The winner takes it all‘. Echt stark. Der Abendsegen aus dem Kloster Maria Laach beendet meinen Tag. Ein Abschluss, der mir gefällt. Könnte der Tradition werden? Mein Missfallen erweckt wieder einmal der Schlaf, der erneut herumzickt. Traurig. Aber möglicherweise machen ihn die Amis nervös. Könnte ja sein.

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Goldesel Inspektion

Ich habe es so satt, kaum scheint alles okay zu sein schon zuckt es durch und durch, dass ich fast eine Stunde lahmgelegt werde. Merde! Was ist das bloß? Egal, als ich wieder halbwegs vernünftig „ticke“ bringen wir Foxi zum Service. Avisiert werden uns Kosten von 380 Euro, auf Wunsch wird gegen Aufpreis das Wischwasser aufgefüllt 😠. Immerhin holt meine verhandlungsfreudige Fahrerin noch eine Autowäsche mit heraus. 380 Euro für eine E-Auto-Inspektion: Stecker anschließen, auslesen, anschauen, Bremsflüssigkeitsstand prüfen, ggf. nachfüllen und einmal rund ums Auto gehen. Leicht verdiente Knete. Weshalb bekomme ich bloß, trotz aller Bemühungen, das Wort „Wucher“ einfach nicht aus meinem Köpfchen? Seltsam 😉🤔. – Ein Sehtest bei Fielmann, übrigens sehr professionell mit nahezu perfekter Beratung durchgeführt, bringt komische Eigenarten unseres Wirtschaftssystems zum Leuchten: lasse ich neue Gläser in ein vorhandenes Gestell einbauen, kostet es mich 20 Euros extra. Nehme ich stattdessen das alte Gestell in neu, entfällt dieser Betrag 🤔 – ein neues Gestell umsonst und zwanzig Euronen weniger (obwohl dort ja auch Gläser eingebaut werden müssen). Das verstehe wer will, ich jedenfalls nicht. – Jetzt noch ein wenig herumgeturnt, Roger Liebi bei einem hochinteressanten Vortrag lauschen, dann Barnaby bei seinen skurrilen Fällen zuschauen und schließlich ab ins Seniorenbett. Der Schlaf schenkt mir auch heute seine Aufmerksamkeit. Sehr freundlich und erfreulich!

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Christ und Staat

Es ist mal wieder Studierstube – ich habe diese Runde schon sehr vermisst! Wir sind fast vollständig, auch das ist gut. Ein anregendes Gespräch über den 1. Johannesbrief, 5. Kapitel öffnet neue und altbekannte Perspektiven. Klasse! – Mittags wundere ich mich wieder, dass Portionen, die ich früher mit einem Mal verspeist hätte, heute für zwei Mahlzeiten reichen. Damit kann ich sehr gut leben 😀. – Nachdem sich mein Rücken beruhigt hat, kann ich mich meinen Turnereien zuwenden. So recht hilfreich sind sie heute allerdings nicht. – Der Abendgottesdienst unserer Gemeinde ist dagegen ein Gewinn. Der Superintendent hält eine Lehrpredigt über der Verhältnis von Christen und staatlichen Institutionen. Sie wirft ein helles, klärendes Licht auf eine Passage des Römerbriefes, die sich für mich endlich logisch erschließt und sich so gut ins bekannte Leben und Reden des Paulus einfügt. Als Sahnehäubchen des Abends könnte sich, zu optimistisch will ich aber nicht sein, die Anpassung eines Apps zum Überschussladen erweisen, die ein Freund so ganz nebenbei vornimmt. Warten wir’s ab. – Draußen ist es kalt geworden, der Wind belästigt Mund, Nase und Ohren und ich bin froh als wir wieder unser schützendes Domizil erreichen. Jetzt noch schnell den Zufluss des Außenwasserhahns wegen der akuten Frostgefahr zum Versiegen bringen, den Kamin anheizen und ein gemütlicher Abend ist startbereit. Wieder lasse ich den Bilderkasten links liegen und beschäftige mich anders. Es wird normal spät und der Schlaf tut dieses Mal was er soll. Einfach nur toll!

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Wintervorbereitungen

Quasi noch im Frühtau eilt die ehelich mit mir Verbundene zum Herbstputz in unsere Gemeinde. Ich begnüge mich diesbezüglich mit den zehn bis zwölf Saugereien, jeweils eine am Monatsanfang. Doch das Ausschlafen fällt auch für mich flach, denn „nach neun“ will unser Bewässerungsanlagenwartungstechniker zum Wasserauspusten kommen. Ja, er kommt nach neun, so gegen elf Uhr, ersetzt eine durchvertikutierte Bewässerungsdüse und pustet per Pressluft die unterirdischen Leitungen wasserfrei. So können sie die Winterzeit gut durchstehen. Dann treffen 30 kg Sonnenblumenkerne ein, die Versorgung der frei lebenden Flattermänner ist nunmehr sichergestellt. – Zum Lunch gibt es wohlmundende, mitgebrachte, chinesischstämmige Kost – etwas zum Genießen! – Nach der traditionellen Mittagsruhe begeben wir uns zu meiner Schwester zwecks Unterschrift für das Finanzamt, welches davon träumt im nächsten Jahr noch ein paar Taler von der kleinen Erbschaft abzugreifen. Wir plaudern mit unseren Verwandten noch ein bisschen, ich erfreue mich derweil an einer flüssigen Erinnerung an Südafrika bevor wir in unser Heim zurückkehren. – Heute beschäftige ich mich mit Roger Liebi, der etliche scheinbare Widersprüche der Bibel auflösen kann – ein interessantes Video. Ein paar Infos über den Elroc von Skoda ergänzen mein automobiles Grundwissen. Überdies hält mein eBook mehr als genug Lesestoff für mich bereit. So wird es normal spät doch schon wieder agiert der Schlaf extrem lustlos. Freut mich das? Eher nicht!!!

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Investitionen mittel Sparprogramm?

Heute einigen wir uns auf einen neuen fahrbaren Untersatz im nächsten Jahr. Alea iacta est. Die Würfel sind gefallen. Von der bei der Elektromobilität ausgebremsten Marke Volkswagen werden wir wohl zur innovativeren Konzernmarke Skoda wechseln. Man kann sicher gegen Diess eine Menge sagen aber im Vergleich zu Blume war er ein Innovator. Diess blickte in die Zukunft mit kreativen, wenn auch nicht immer gut umgesetzten Ideen, Blume blickt zurück und scheint vor der Zukunft eine Menge Schiss zu haben. Sparen in Zeiten, die Investitionen dringend benötigen, scheint mir keine gute Idee zu sein. Offen ist, wie eine eventuell bessere Rendite verwendet wird – augenblicklich sieht es eher nach einer höheren Dividende für Aktionäre und mehr Geld in den Vorstandstaschen aus. Wenn bei Forschung und Entwicklung massiv gespart wird, frage ich mich wie der Umstieg auf die Elektromobilität gewuppt werden soll. Aber was weiß so ein armer Pensionist schon von der Wirschaftswelt? -Ich schaue den Mordsschwestern beim Ermitteln zu, wieder ein seltsamer Fall mit mörderischen Ruderern, Trainern und Angehörigen im Qualifikationsdschungel. Irgendwie irre. Danach überzeugt mich ein uralter Münsterkrimi überhaupt nicht – nur der Anblick der fast jugendlichen Gesichter sämtlicher Akteure lässt eine geballte Ladung Sentimentalität aufkommen. -Es geht normal spät ins Seniorenbett wo der Schlaf mit mäßiger Motivation langsam agiert. Womit habe ich ihn bloß verärgert?

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Reformationstag

Da haben wir nun den relativ neuen Feiertag, gedenken der Reformation und feiern Halloween. Sind wir irre oder irren wir? Wir gedenken der Rückbesinnung auf göttliche Werte und feiern die Geister? Das fasse, wer das fassen will und kann! Wir hören eine zweistündige Feier aus Bremen: eine Andacht über Jesu Stammbaum im Matthäusevangelium, danach einen Vortrag über vier Frauen der Reformation und schließlich eine echt interessant gestaltete Würdigung des 25. Ordinationsjubläums des Pastors. Durchweg stark und nie langweilig – eine echt gute Leistung. – Dann holen wir noch ein Brot aus Eigenproduktion von einer Bekannten, kontrollieren den Geldeingang zum Monatsanfang – danke, danke lieber HERR, und ich tätige ein paar große Überweisungen aus der Warteschleife 😉😇. – In meiner Abendandacht lese ich den Psalm 90 und eine gute Auslegung dazu, es ist ein wirklich starker, anrührender Psalm. Fernsehen muss heute nicht sein, so bereite ich mich kurz auf einen Termin morgen vor und beschäftige mich ein wenig mit der Kreuzfahrerei. Es wird gar nicht mal so spät aber der Schlaf lässt mich trotzdem hängen – mit deutlich unter fünf Stunden ist die Erholung deutlich relativ. Das bedarf dringend einer Reformation.

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Alles wird gut

Das Duschen weckt heute meine verträumten Sinne und erweist sich als äußerst hilfreich für den restlichen Tag. Gegen Mittag nimmt sich Johann meines Rückens an und dehnt irgend so einen Bestandteil der Hüfte, traktiert ihn, dehnt ihn, aktiviert ihn, was weiß ich. Diese Aktionen sind noch erträglich und wirklich hilfreich. Der Junge versteht seinen Job, ist mein Eindruck. Wir fahren heim, ich stelle Tiger ab und er will ein Update installieren, wobei ich, zeigt er an, während der Installation auf ein paar Funktionen verzichten muss. Das stört mich nicht, Hauptsache man kommt zum Ziel. – Nach der Mittagspause verladen wir alle Materialien für den Seniorenkreis und ich will losfahren. Das ist der Zeitpunkt an dem ich lernen muss, dass zu den erwähnten Funktionen auch das Erkennen des Autoschlüssels gehört. Starten ist nicht. Tiger steht in der Einfahrt und versperrt Foxi dadurch den Weg aus der Garage. Was nun? Verzweiflung umschreibt meinen Zustand ziemlich unzureichend. 😠😫☹️!!! Gott sei Dank ist unser Freund daheim und leiht uns spontan seinen e-Up. Wir kommen später an als geplant aber doch rechtzeitig. Äußerst beruhigend wirkt, dass sich Beamer und MacBook problemlos verstehen: verbinden, einschalten, ausrichten und alles ist super. Die Bildershow vom Seniorenausflug läuft perfekt ab und das Senioren-Bingo kommt gut an. Da hat sich die Arbeit wirklich gelohnt und ganz nebenbei hat sich der Stress verkrümelt. Gott sei von ganzem Herzen Dank!!!!! – Daheim entspanne ich bei der Soko Wismar, mit YouTube, beim Lesen und mit etwas vergorenem Traubensaft. Es wird nicht gerade früh, dafür kommt der Schlaf schnell und intensiv und glänzt diesmal mit relativer Ausdauer. Prima.

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Kaminholz, Schnappi und ein piependes Küken

Heute kommt das Kaminholz aber ich kann beim Transport nicht mithelfen. Das gefällt mir gar nicht, ist aber nicht zu ändern. Freundlicherweise hilft der Sohn von Freunden die Scheite nach hinten zu schaffen – zwei Raummeter machen ganz schön viel Arbeit. – Abends versuchen wir den Kamin zum Heizen zu überreden, er tut sich äußerst schwer. Möglicherweise liegt es auch im etwas lässigen Umgang mit unserer bewährten Anzündmethode. Wie dem auch sei, wenn Qualm ins Wohnzimmer entweicht, leidet das olfaktorische Ambiente unseres Umfeldes deutlich 😉. – Ich blicke zurück auf „Schnappi das kleine Krokodil“, das nach dem Schnappen nach Papis Bein friedlich einschläft und auf „Das kleine Küken piept“, das viele Tiere kennenlernt und schließlich eine einmalig-endgültige Begegnung mit einem Traktor hat 😀. Das Arme. – Nach einem Gläschen Bordeaux (ich werde offensichtlich immer bescheidener) begebe ich mich zur Nachruhe. Wieder ist die Nacht viel zu kurz, allerdings mit einer halben Stunde Tiefschlaf. Immerhin. Seufz.

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