Wirsingkohl, Johann und Phil

Heute beende ich meine Bingo-Vorbereitungen. Für mich typisch fällt die Vorbereitung viel zu aufwändig aus – ich liebe das offenbar. Jedem Tierchen … – Zum Lunch gibt es eine schön scharfe Kohlsuppe und ich bin begeistert, denn nun kennen wir zwei sehr verschiedene aber absolut wohlmundende Zubereitungsvarianten dieses Kleine-Leute-Gemüses. Mmmh. – Wie erquickend kann Physiotherapie sein! Johann hat etliche rückenermunternde Griffe drauf. Schön für ihn, gut für mich. Das tut echt gut – nur der Zeitpunkt bald nach dem Lunch ist eher kontraproduktiv, den sollte ich künftig eher meiden. 😀 – Beim anschließenden Shopping-Stopp gelingt es mir die e-Up-Uhr zur Winterzeit zurückzuführen 😉😀, alles nicht selbsterklärend aber doch machbar, wenn man es lange genug versucht. Toll. – Heute lasse ich Barnaby links liegen und staune über einen Kuhstall mit 100 Kühen inclusive Melkroboter, lasse VW-Horrormeldungen über mich hereinprasseln und erfreue mich an den lockeren Sprüchen von Phil Laude. Nicht weniger interessant ist die Haltung mancher Schweizer deutschen Einwanderern gegenüber. Sie mögen uns offensichtlich nicht so doll. Ein, durchaus interessantes aber für mich nicht relevantes PaL*. – Es wird leicht spät, der Schlaf kommt zwar intensiv aber unterbrechungsreich daher. Zu meinem Glück sind die Wachzeiten immer sehr kurz. Das ist gut.
*PaL: Problem anderer Leute

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Müdigkeit hemmt

Das war eine Nacht, gut, dass sie vorbei ist. Gefühlt habe ich nicht geschlafen, meine Watch behauptet fünf Stunden wären es doch gewesen – ich kann das kaum glauben. Völlig k.o. liege ich da, viertel wach, dreiviertel irgendwie nicht da und streiche den Gottesdienstbesuch – das schaffe ich niemals. Letzten Sonntag hatte ich körperliche Probleme, heute Übermüdung – was ist mit mir los? Warum gerade am Sonntag, wer oder was will mich vom Godi-Besuch abhalten – solche Gedanken kommen hoch. Über YouTube kann ich ihn auch noch zeitversetzt sehen, live ist aber besser. Seufz! So begebe ich mich virtuell zuerst in unsere Gemeinde und dann nach Bremen und werde dadurch ein wenig aufgebaut. Die Müdigkeit hat sich inzwischen klammheimlich verdrückt, gut so. Zum Lunch genieße ich leckeren Lachs und husche dann gleich wieder in die Mittagsruhe, die ich echt nötig habe. Mein nerviger Rücken muckt erneut munter auf – hat das den nie ein Ende? Morgen geht es zur Physiotherapie, ein fernes Licht im dunklen Tunnel. Es mag ja kein besonders schweres Leiden sein, zugegeben, aber auf den Geist geht es mir gewaltig😠. Meine spazierfreudige Miteigentümerin besorgt so ganz nebenbei zwei Raummeter Eichenholz, gut abgelagert für unseren Kachelkamin. So schnell kann das gehen. – Ich habe eine neue Idee für mein Senioren-Bingo, die ich sofort umsetzen muss. Das zieht sich, da sie so spät eintrifft 😉 bis halb zwei hin. Daraufhin ist der Schlaf sauer und lässt mich erneut hängen mit knappen fünf Stunden Ruhezeit. Das sollte besser nicht zur Gewohnheit werden!

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Alles Chaos oder was?

Die Hälfte unserer Familie schnupft herum und ist in horizontaler Lagerung 😉 am allerbesten aufgehoben. Ich beschäftige mich mit Routinekram, hole Holz für die abendliche Wärmezufuhr, kehre die Asche aus dem Kamin, turne herum und erledige den anstehenden Schrift- und Überweisungskram. Ein recht lahmer Herbsttag nimmt so seinen Verlauf. Die Morgenandacht verschiebt sich auf den Abend, meine vorabendliche Bibellese samt Gebet findet nach Mitternacht statt, irgendwie ein verrückter, verschobener Ablauf. Mittendrin läuft das Fernsehschauen zu einem „Zwischenhoch“ auf mit einem Münster-Tatort und einem alten Alten 😀. Dann ist das so. Es wird eigentlich spät aber der Winterzeitbeginn federt das ab. Sollte er wenigstens. Da der Schlaf aber keine Lust hat, wird es eine lausige Nacht mit erst spät einsetzenden kurzen Schlafphasen. Das braucht kein Mensch.

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Die BBC hat’s drauf

Wir bereinigen eine fast ausgeführte Untat gegenüber einer Versicherung. Gott sei Dank hat uns unser himmlischer Vater gerade rechtzeitig auf die Sache aufmerksam gemacht. Halleluja! Da verzichten wir zwar auf einen nicht so kleinen Betrag aber das ist es uns allemal wert. Obwohl wir fürs Leben im eigenen kulturellen Umfeld ausreichend versorgt sind, stehe ich offensichtlich in der permanenten Gefahr Geld überzubewerten. Vielleicht nicht ganz so stark wie andere 😉🤔 – damit tröstet man sich leicht – aber dennoch! Im Anschluss versorgt meine diakonisch gesinnte Gattin das soziale Kaufhaus mit gut erhaltener Ware. Ein Segen, dass ich verheiratet bin, denn ich käme wohl kaum auf diese prima Idee. – Schließlich verpasst mir mein Orthopäde noch eine Spritze für die rechte Seite und es geht mir gleich ein gutes Stück besser. Die weitere Entwicklung über den Tag hinweg ist ebenso positiv 😀. – Am Abend sehe ich den Mordsschwestern beim Ermitteln zu, natürlich wieder mit deutlichem LGBTQ-Akzent (merken die Öffentlich-Rechtlichen nie, dass für ihr Publikum die Brechstange kein hilfreiches Werkzeug ist?). Im Anschluss schaue ich beim unkonventionellen Father Brown vorbei. Die BBC spielt im Vergleich bei der „Zuschauer-Erziehung“ in einer sensibleren, humorvollen höheren Liga. – Inzwischen lebe ich mit einer stark erkältungsgeplagten Mitbewohnerin zusammen, die sich recht früh in eine schlafbefreite Nacht begibt, die Arme! Es ist daher mir daher fast peinlich wie gut ich heute in meinem Seniorenbett der Nachtruhe pflege. Dieselbe würde ich auch ihr von Herzen gönnen, wünschen und mit ihr teilen. Gute Besserung!

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Wallboxsperenzchen und Hauskreiserlebnisse

Frühmorgens (nach meinen Maßstäben) setze ich eine Einladung zum heutigen Hauskreis ab. Irgendwo muss er ja stattfinden und die Auswahl geeigneter Orte ist eng begrenzt. – Gewaltig überraschend kündigt sich ein Servicetechniker für unsere Wallbox an. Von jetzt auf gleich steht er vor der Tür. Also beschäftigen wir uns mit dem Teil. Erstaunlicherweise lädt die Box sehr gut, nach ein paar Einstellungen sogar fast perfekt. Sollte alles okay sein? Es scheint so. Während unserer Mittagsruhe beginnt dann doch das alte Spielchen: an, aus, an, aus … Shitkram!!! Was soll das? Immerhin ist Tiger voll geladen, wenigstens etwas. Ich verstehe es nicht. – Im Laufe des Tages treffen ein paar Absagen zum Hauskreis ein, doch es bleiben noch genügend Teilnehmer übrig. Sehr gut. Doch mir kommen die Gespräche ein wenig zäh vor, mitunter ohne „Herzblut“ geführt aber vielleicht täusche ich mich. Oder es liegt daran, dass die Plaudereien nach der Bibelarbeit um so intensiver und engagierter erscheinen – möglicherweise sind die Themen dabei persönlicher, wer weiß? Ich komme jedenfalls viel zu spät ins Bett, wenn auch der Schlaf bereit steht, ist die Nacht doch arg kurz. When will I ever learn?

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Fataler Genmangel

Die zweite Kontrolle der Nachstarentfernung steht nunmehr an. Ich rechne mit einer superlangen Wartezeit beim Augenarzt. So geht es auch los. Quälend langsam verlassen die Mitpatienten das Wartezimmer zur unvermeidbaren Voruntersuchung. Endlich bin ich an der Reihe. Im Anschluss geht es zum zweiten Wartebereich vor dem Arztzimmer. Völlig unerwartet ruft der Doc mich auf, schaut sich kurz meine Äuglein an – alles okay ich kann abhauen. In einem Jahr ist dann eine letzte Kontrolle fällig. Okay. Bei Fielmann vereinbare ich auf die Schnelle einen Termin für einen Sehtest um beim Autofahren auf der sicheren Seite zu sein. Alles wird gut. – Nachmittags hole ich meine Turnstunde nach und der Rücken reagiert recht dankbar, wiewohl er inzwischen erneut in einen Motzemodus geschaltet hat. Kann der nicht endlich mal Ruhe geben? Seufz. – Abends frage ich mich ob ich Theater, Kino oder andere externe Veranstaltungen vermisse. Im Grunde genommen bin ich dafür nicht so ausgelegt 😉, beim Theater gefallen mir nur wenige Stücke und in den Pausen quält mich ein ausgeprägter Mangel meines Smalltalkgens. Im Kino sind mir die Filme entweder zu romantisch oder das Fremdschämen überwältigt mich, oft genug widert mich die überzogene Brutalität an. Außerdem bin ich altersbedingt bequem – ein weiteres Manko. So verfalle ich regelmäßig in einen routinierten heimischen Abendmodus. Fatal wäre es, wenn meine Lebenslanggefährtin entgegengesetzte Prioritäten hätte. Hat sie aber nicht. Gott sein Dank! Es wird normal spät. Vor dem Schlafengehen „stolpere“ ich über ein Abendgebet aus der Benediktinerabtei Maria Laach. Es trifft mich ins Herz. Danke, lieber katholischer Bruder! – Der Schlaf lässt sich wieder einmal Zeit aber er kommt dann doch. Prima.

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580 Milcherzeuger und ein Melkkarussell

Die Blätter sausen nahezu von den Bäumen gen Erde. Der Herbst ist kaum richtig angekommen, da gewährt der Winter schon Einblicke in sein kahles Outfit. Nur die Temperaturen lassen noch ein wenig vom Sommer erahnen. Ein Drei-Jahreszeiten-Tag? Es scheint fast so, doch ziemlich frisch ist es dann doch. Heute bringen wir Tiger zur Werkstatt um die Schäden zu beseitigen, die durch das unglückliche Zusammentreffen von unseren Fahrfehlern mit wenig haltbarem Material entstanden sind. Billig ist das nicht. Seufz. – Nachmittags bastle ich an der Präsentation herum bevor wir zu Bibel und Brot in unserer Gemeinde aufbrechen. Der allererste Psalm ist unser Thema, wenn man von Leitungswasser, Kräuterbutter und Baguette-Scheiben absieht. Es sind immerhin zwanzig interessierte Personen zusammengekommen und so entspinnt sich ein lebhaftes Gespräch zwischen den Vielrednern mit Einzelbeiträgen von mehr aufs Zuhören spezialisierten Gästen. Nettes Meeting. – Daheim verfolge ich interessiert eine Dokumentation über den Bau eines Kuhstalls in Bayern für 580 Milchkühe und ebenso vielen nicht der Milchwirtschaft dienenden Rindviechern. Daneben entsteht ein Melkkarussell zum gleichzeitigen Melken von 50 Kühen, die in eine Box einsteigen und nach einer Runde, ihrer Milch entleert, wieder aussteigen. Dreimal am Tag wird gemolken und um 4 Uhr morgens beginnt der Job. Nein, Bauer ist kein Beruf für mich. Never! Sind es nun die Kühe oder die Freude kein Landwirt zu sein, in jedem Fall schlafe ich erstmals seit urlanger Zeit wieder über acht Stunden. Sagenhaft!

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Briten schlagen Deutsche

Während meine Allerliebste mit einem auswärtigen Termin beschäftigt ist, mache ich mit Bingo weiter. Die Präsentation harrt auf ihre Vervollständigung und so arbeite ich daran. Es geht nicht schnell aber doch angenehm gut voran. Fein. – Am Nachmittag lassen wir uns ein Stück vom übrig gebliebenen Käsekuchen schmecken und abends schaue ich wieder einmal Barnaby beim Ermitteln zu. Ich liebe halt dieses typisch englische Ambiente und den coolen Umgang miteinander. Die BBC hat es echt drauf, während unsere gebührenscheffelnden Sendeanstalten überwiegend schwarzmalerische lgbtq-überlastete, dumpf-dialogische Produkte präsentieren. „Death in Paradise“ würde als deutsche Produktion im finstersten Haiti spielen mit einem alkoholabhängigen, in Unehren ergrautem Inspektor samt einer lesbischen, unter einem schweren Trauma leidenden Kollegin an seiner Seite, die sich beide übelst fetzen. 😉 Nein danke!!! Stattdessen lasse ich mir den britischen Humor gefallen, lese danach noch ein wenig und gehe sehr spät zu Bett. Doch das hilft mir nichts. Auch heute hat der Schlaf keine Lust. Was hat er nur?

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