Seniorenbingo-Proberunde

Ein kleines aber zeitlich schwerwiegendes Malheur hindert mich am Gottesdienstbesuch. Merde, aber nicht zu ändern. Ich bin ein wenig traurig. So fährt meine Mitbewohnerin allein los und ich bin auf YouTube angewiesen. Das ist zwar keine schlechte Lösung aber nicht die Beste. Dann ist das so. Ich sehe einer Taufe zu und erlebe eine Predigt vom Weinstock und seiner Rebe. Anschaulich und gut. Im Anschluss höre ich mir einen Vortrag über Hofacker an während ich meine Übungen absolviere. Interessanter Typ, dieser Hofacker, faszinierender Prediger, der viel zu jung sterben musste (oder durfte, denn schließlich ist er dadurch früher zu Jesus gekommen in dessen himmlisches Reich?). – Am Nachmittag spielen wir mit Freunden und viel Spaß eine Bingo-Proberunde. Wir klären ein paar Randfragen zum Seniorenkreis und ich darf diesen Punkt dann moderieren. Ich freue mich drauf, auch wenn vorher noch mancherlei Vorbereitungsarbeit auf mich wartet. So etwas mache ich gerne. – Abends breche ich eine TV-Sendung über die Kapverden ab, der Hauptakteur ist mir zu gut drauf, so ein „Ist-das-alles-toll-was-machen-wir-als-Nächstes-Typ“. Das ist jetzt nicht meins 😀😉. Also lese ich ein wenig, schaue gelangweilt ins YouTube-Angebot und gehe früh ins Seniorenbett. Der Schlaf ist darauf nicht eingestellt und lässt sich erst sehr viel später blicken. Bei geschlossenen Augen aber einem hellwachen Geist ziehen die Stunden an mir vorüber. Das braucht keiner.

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Blick aus dem Tunnel

Neben dem üblichen alltäglichen Tingeltangel wage ich mich heute mal wieder an eine Reiseplanung. Die Rückengeschichten standen dem sehr entgegen aber inzwischen leuchtet in diesem schier endlos langen Tunnel ganz in der Ferne ein kleines Lichtlein. Okay, ich kann hilfsmittelfrei laufen (aber keine langen Strecken) und das Aufstehen sogar das Bücken funktionieren wieder halbwegs gut. Doch wie schnell kann das alles wieder kippen?!? Da tue ich mal so, als ob alles in Ordnung käme und plane munter drauflos. Da tut sich ziemlich schnell ein Ziel auf, nicht perfekt, aber finanzgerecht und hochinteressant. Am Montag werde ich mal die Möglichkeiten beim Reiseveranstalter eruieren. – Da sich unser eigentlich sehr netter bisheriger Autoverkäufer nicht mehr gemeldet hat, steht nächste Woche wohl ein intensiveres Gespräch mit dem Skoda-Händler ins Haus. Dazu kommen noch ein paar Arzttermine. Ruhe bewahren, abwarten und Kaffee trinken. – Auf die Schnelle arbeite ich noch ein paar Bingo-Ideen ein, vervollständige die Keynote-Darstellung und lese ein bisschen vor mich hin. Spät am Abend schauen wir uns noch einen alten ‚Alten‘ an bevor wir nach und nach ins Nachtlager einsteigen. Es wird spät und der Schlaf schaut auch mal vorbei. Nett von ihm.

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Bingoplanung

Die Vormittag ähneln sich immer gewaltig. Das liegt am enormen Anteil von dem News-Studium, der Morgenandacht und meiner Rückenmuskelbewegungsschulung. Das ist es schnell zwölf. Meine Laiendiakonin ist unterwegs um hilfreiche Aufgaben auszuführen. Das finde ich toll. Ich widme mich heute einem Spiel für den Seniorenkreis. Die älteren Herrschaften sollen Bingo in besonderer Form spielen, nicht mit Zahlen. Wie üblich treibe ich enormen Aufwand für eine Sache, die sich auch einfacher regeln ließe. So bin ich halt. Letzen Endes bin ich mit meiner Arbeit zufrieden, offen bleibt aber wie die Sache bei den Verantwortlichen ankommt. Ich werde es sehen. – Abends schaue ich den Mordsschwestern bei ihrem Job als Ermittlerin bzw. Spurensucherin zu. Am allermeisten erstaunt mich, dass ich eine neue Krimiserie deutschen Ursprungs tatsächlich gut finde. Ob sich da ein Redakteur vertan hat? Aber was gut ist muss ja nicht so bleiben 🤔. Doch diese Folge ist sehenswert. Allerdings bestätigt sich wieder einmal, dass die allermeisten Homosexuellen weniger im alltäglichen Leben dafür aber um so stärker sich in Fernsehserien tummeln. Seltsam. – Nun lese ich wie immer noch ein wenig, ehe ich mich zur Nachtruhe bette. Der Schlaf ist bald da und agiert wie gewohnt. Dann ist das so.

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Herbstliche Gartenpflege

Früh am Morgen bricht meine Mitbewohnerin zu einem Termin auf. Ich drehe mich auf die andere Seite. Während bei unserem Nachbarn drei Gärtner schon voller Eifer wirken, verlasse ich gerade meine Lagerstätte und beginne mit der Morgenroutine. In der Küche überrascht mich ein aufgebackenes Brötchen, das ich heute genussvoll anstelle meines trockenen Knäckebrotes genieße. Diese Abwechslung nehme ich gerne an. Danke, meine liebe Eheherrin, wie sie Luther nennen würde 😇😀. – Da die Gärtner später auch für uns tätig werden sollen nehme ich beizeiten mit ihnen einen ersten Kontakt auf. Das alles wird später meine Chefgärtnerin konkretisieren sobald sie ihren Termin absolviert haben wird. Gut so. Vormittags werkeln somit alle drei Landschaftsgestalter nebenan und am Nachmittag in zunehmenden Maße auch bei uns. Die hochgewachsenen Büsche am Grundstücksrand haben eine „Frisur“ dringend nötig, also werden sie gewaltig gestutzt. Währenddessen nehme ich mir Mr. Shorty vor, reinige ihn, verpasse ihm neue Messer und entlasse ihn in den Winterschlaf. Seine Hütte wandert ins Gartenhaus, seine Basisstation trenne ich von der Stromversorgung sowie von seinem Begrenzungs- samt seinem Guidekabel, dann verfrachte ich sie in den Gartenkeller. Die automatisierte Mähsaison ist nunmehr beendet. – Nach Abschluss des Buschbeschnitts sieht die Fläche echt kahl aus. Ob da noch etwas wächst, sprießt oder grünt? Ich warte voller Spannung auf das Frühjahr. 😀😉! – Den ereignisreichen Tag beschließen wir mit einem Feuerchen im Kamin, ein paar YouTube-Videos und natürlich lesenderweise. Es wird ein wenig spät, das macht aber nichts, weil der Schlaf in einem starken Intervallmodus agiert. Dann ist das so. Seufz.

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Knete statt Service

Der Naturenergieladen schickt eine unverschämte Zahlungserinnerung. Mit wem oder was habe ich mich da bloß eingelassen? Statt Mängelbeseitigung kommt eine Erinnerung, ich glaub’s ja nicht! – Erfreulicherweise treffen aber auch meine Medikamente ein. Geht doch. – Nach der Mittagsruhe begeben wir uns zum Bibelgesprächskreis. Es geht um das große Festessen, das die Geladenen verschmähen, welches daraufhin allen „Randsiedlern“ zugute kommt. Der Austausch darüber ist ziemlich interessant. Dann besuchen wir noch meine Schwester und ich muss konstatieren, dass meine Familie nicht unbedingt mit gesprächsfördernden Begabungen glänzt. Dann ist das halt so. – Pünktlich zur Soko Wismar sind wir wieder daheim. Wie üblich hat ein Ehegatte den anderen getötet, immerhin ist der Weg der Ermittlungen recht kurvenreich 😀. Meine Abendandacht wird heute zur Nachtandacht aber sie findet wenigstens statt. Weshalb tue ich mich manchmal mit ihr so schwer, wo sie doch allein mir zugute kommt? Keine Ahnung. Es wird normal spät und irgendwann kommt auch der Schlaf herbei, im Alter wohl ein eher unsteter Geselle. Ausruhen und Gedanken spinnen kann ebenfalls entspannen. Sagt man 🤔.

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Ruhetag

Ausschlafen tut gut, in aller Ruhe den Tagesablauf ohne jegliche Termine zu bestreiten ist eine feine Erfahrung. Natürlich erledigen wir dies und das, niemand und nichts drängt uns und so wird es ein feiner Vor- und Nachmittag. Endlich raffe ich mich auf Anzündbrettchen für den Kamin zu sägen. Sie entstehen aus den letzten unprägnierten Billigaußendielen (eine Fehlinvestition vor langer Zeit). Jetzt sind sie endlich aufgebraucht. – Eigentlich sollte sich langsam unser Autohändler melden, tut er aber nicht und so wird es wohl nichts mit einem Auftrag. Das Leben kann so hart sein 😉😀. – Dann trifft auch noch unser Rasendünger ein, höchste Zeit für diese Art der Grünpflege. – Erst spät geht es ins Nachtlager. Relativ ereignislose Tage können auch ihren Reiz haben. Isso.

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Eine Bestattung, eine Autodiva und ein unsinniger Alarm

Wie kann man nur eine Beerdigung um 10 Uhr ansetzen? Vorher wollen wir ja noch eine gute alte Freundin abholen und für sie eine Kleinigkeit erledigen. Wir sind daher frühzeitig dort, doch die geplante Hilfe hat sich erledigt. Somit wird uns überreichlich Zeit beschert und wir können gemächlich zum Friedhof schleichen. Zu allem Überfluss hat das beauftragte Institut die Ruhe weg und so wir müssen alle im Kalten vor der Tür warten bis uns Einlass in die Kapelle gewährt wird. Die Trauerfeier wird ohne Zweifel dem Verstorbenen bestens gerecht; die Nachfeier findet mit zahlreichen Gästen in unserer Gemeinde statt. Dadurch entfällt, seufz, meine Mittagsruhe. So ist das eben: früh aufstehen und dann keinen Mittagsschlaf – nicht immer ist das Pensionistenleben leicht 😉😀. – Nachmittags kommt noch ein Experte vorbei um die finanziellen Folgen kleiner Fahrfehler abzuschätzen. Früher konnte man mit seinem fahrbaren Untersatz Bordsteine überfahren oder streifen und hatte nur ein paar Schlieren am Reifen. Heutzutage sind sofort die Felgen unserer Fahrzeugdiva unheilbar beschädigt. Solche Schönlingsfelgen können einfach nur Ärger machen, keine Frage. – Der gute neue Barnaby muss sich bei mir einem Zappen-Wettstreit mit einer alten Polizeiruf 110-Folge am frühen Abend stellen. Bei einer Braukessel- und einer Brauforkenleiche im Anschluss darf er wieder konkurrenzlos ermitteln. Es wird nicht gerade früh. Zu allem Überfluss gibt mein iPad um drei Uhr nachts einen völlig sinnlosen Alarm, keine Ahnung aus welchem Grund. Der Schlaf braucht lange bis er sich wieder traut vorbei zu schauen. Seufz.

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Sonntagsruhe

Ein feiner Sonntag nimmt seinen Verlauf. Aufstehen fällt nicht schwer (😇), Frühstück mundet bestens und wir kommen rechtzeitig in unserer Gemeinde an. Die Moderation verläuft Gott sei Dank ausgesprochen gut 🙏. Die Predigt spricht mich sehr an, ich hoffe nur, dass sie mich auch mitprägt und nicht einfach „verschwindet“. Das wäre extrem schade. – Meine Gymnastik verlagere ich auf den Nachmittag, schaue mir ein paar Informationen über den im Bau befindlichen Ostseetunnel an und schließlich auch noch den Gottesdienst aus Bremen. Der Abend gestaltet sich ruhig und still, friedlich und gemütlich. Ein Feuerchen im Kachelkamin sorgt für die nötige Wärmezufuhr damit unsere Ölheizung weiterhin ihrem Sommerschlaf nachgehen kann. Hoffentlich noch lange. Es wird normal spät aber der Schlaf kommt noch später. Kann man sich daran gewöhnen?

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