Solingen – und jetzt?

Heute steht ausnahmsweise kein Gottesdienst auf dem Programm sondern ein Konzert des Philharmonie-Orchesters von Volkswagen. Dieser Konzern kann nämlich nicht nur Autos bauen, Currywürste füllen und Suppen produzieren, nein, er kann auch Musik machen, sogar hochwertige. So lasse ich mich harmonisch beschallen, genieße alten und neueren Sound und schaue der Zeitarbeitergruppe des Orchesters bei ihren Spezialeffekten zu, wie Triangel, Klanghölzer, Tamburin, Xylophon (oder war es ein Marimbaphon?), Kesselpauke und dergleichen mehr. Besonders kraftraubend scheint, vor allem bei Filmmusiken, das Schlagzeug zu sein, denn der Beherrscher der Fellbespannung dreht sich von links nach rechts, trommelt hier, paukt da, hantiert im fliegenden Wechsel mit Trommelstöcken und Schlägeln, kurz ein großer Zampano der Backgroundklänge. Musikalisch verlasse ich sehr beeindruckt die Spielstätte nur meine Ohren sind noch ein wenig taub, doch das gibt sich mit der Zeit. – Das ist eine wohltuende Ablenkung denn der Schock vom Freitagsattentat in Solingen sitzt recht tief. Wie abgefahren, wie teuflisch beherrscht müssen Menschen sein, die sich zu solchen Grausamkeiten verleiten lassen? Und wie abgrundtief böse, von Hass durchsetzt, jeglicher Humanität entblößt diejenigen, die ihnen diese Gedanken oktroyieren? Unfassbar, wenn ich nicht über die Bibel ein realistisches Menschenbild gewonnen hätte. Ohne Gott kann jeder in einen tiefen Hasssumpf versinken aus dem einzig und allein über Jesus ein Ausweg möglich ist. Im Grunde genommen sind diese Menschen zutiefst zu bedauern, wenn sie nur nicht so böses Unheil anrichten würden. Es ist wohl an der Zeit nicht mehr über eine verstärkte Abschiebung zu reden, sondern sie auch zu praktizieren. Noch können wir das relativ human abwickeln, wenn erst einmal die AfD regiert, wird es mit diesem Lande auf vielen Gebieten völlig bergab gehen. Chaoten können halt keine Ordnung schaffen. – Die Predigt aus Bremen von Ende Juli baut mich jedoch wieder auf. Und so einen Pastor zerrt man vor Gericht weil ihm einmal „der Gaul durchgegangen ist“ (nach etlichen Schmierereien an seiner Kirche und Beschimpfungen von Gottesdienstbesuchern). Gut zu wissen, Nachsicht haben wohl nur Menschen verdient, die sich der berechtigten Abschiebung entziehen. Und da wundern sich die Politiker, dass manche Mitbürger nur noch den Kopf über Justiz und Parlamente schütteln? Ja, ich kann diese beiden Sachverhalte durchaus auseinanderhalten (der berühmte Äpfel- und Birnen-Vergleich) – aber die Außenwirkung ist dennoch fatal. – Vor weiteren unpassenden Vergleichen rettet mich der Bericht über den Thunfisch, seine Überfischung, alle Bemühungen die Bestände wieder zu beleben und die Zuchtversuche. Jetzt noch ein wenig YouTube, zwei Portionen Harry Wild, ein klein wenig lesen und schon kann ich wieder in meine Wolke eintauchen. Gute Nacht. Der Schlaf wird schon kommen.

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Exzentrische Wallbox

Die Sonne strahlt vom Himmel. Die Temperaturen schießen über das 30-Grad-Niveau hinaus und Tiger braucht Strom. Passt doch. Eigentlich. Wenn da nicht die neue Wallbox wäre. Die mag Tiger offensichtlich nicht. Sie springt an, lädt ein oder zwei Kilowatt und schaltet sich aus. Die VW-App meldet „Ladevorgang beendet“, eine, zwei oder fünf Minuten später startet das Laden erneut, bricht wieder ab, Minuten vergehen und alles von vorn. Ich ziehe das Kabel, kappe der Wallbox den Strom, warte ein wenig, gebe ihr wieder Saft, verbinde sie mit Tiger. Das Laden startet und bricht wieder ab und … Ein Freund versucht sich an diesem exzentrischen Gerät, es bleibt dabei. Sie will nicht, weder kontinuierlich noch gesteuert von der Photovoltaik. Boxfehler? Montagemangel? Bedienungsgeheimnis? Keine Ahnung und keine Ladung. Mist. Das kann ja heiter werden. Immerhin hält sie mich heute auf Trab und das schafft bei dieser Hitze sonst kaum jemand 😉. So bleibt mir die gute Harry Wild, die sich in die unmöglichsten Situationen begibt und sie irgendwie, durch irgendwen oder wie auch immer meistert. Nett gemacht. Es wird spät und der Schlaf kommt durch unser aufgewärmtes Domizil nur langsam angeschlichen. Voll verständlich.

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Turbo-Beisetzung

Kurz nach sieben aufstehen, waschen & Co., einen Pott Kaffee und losdüsen Richtung Friedhof Lehre zu einer frühmorgendlichen Beerdigung. Dieselbe beginnt zwei Minuten vor neun und achtundzwanzig Minuten nach neun sitzen wir wieder im Auto und fahren heim. Das ging schnell, denn es war nicht etwa nur eine Trauerfeier in der Kapelle, sondern auch der Gang zum Grab, die Urnenbestattung und die Beileidsbekundungen bei den Angehörigen – und wir waren beileibe nicht die einzigen Gäste. Es ist die kürzeste Beerdigung, die ich je erlebt habe und doch stilvoll und würdig. Stark. – Daheim ist es höchste Zeit für die zweite Tasse Kaffee sowie Andacht und die neuesten Nachrichten. Außerdem gilt es die Rückenmuskeln zu stärken und ein wenig Schlaf nachzuholen. Meine gärtnerisch Aktive erntet ein paar Pflaumen von einem längst vergessenen und enorm in die Höhe geschossenen Baum und entdeckt einen in aller Stille mitten in unserem Dschungel aufgewachsenen Mirabellenbaum voller reifer Früchte. Stark. Bei Überraschungsgewächsen muss die Art natürlich exakt geprüft werden. Aber schließlich erntet sie, was wir nicht gesät, resp. gepflanzt, haben😀😉. Gärtnerfreuden. Faszinierend. – Den Abend verbringe ich mit Harry Wild, das überrascht mich nicht, denn eine neu entdeckte Serie reize ich in aller Regel völlig aus, bevor sie ihren Glanz für mich verliert😇. Es wird mittelspät. Der Schlaf schleicht sich vorsichtig an.

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Auf dem Berg Tabor

So, jetzt buche ich noch ein Hotelzimmer in Leverkusen, dann können wir einen Tag in Ruhe anreisen, kostenlos über Nacht parken und Tiger am Tag drauf in aller Ruhe zum Dauerparkplatz fahren, ggf. vorher den Akku noch zu zwei Dritteln füllen. Der Stellplatzdienstleister fährt uns samt Gepäck ins Hotel und wir bleiben zwei Tag in Köln bis die Reise startet. Die Planung ist jetzt rund, fehlt nur noch die Praxis. Schön, dass dann ein Sicherheitsdienst auf unser Haus aufpassen wird und wir es vor allen Dingen unserem Herrn und Heiland anbefehlen dürfen🙏. „Wo der HERR nicht das Haus behütet, wachen die Wächter umsonst“, könnte man ein uraltes Bibelwort auf die Gegenwart übertragen. – Gegen Abend saust meine Hausgenossin zur Seniorenkreisvorbereitung, ich übe schon mal Alleinsein für ihre Kurzeit😉 und begebe mich nach den Nachrichten zum Rotweinhauskreis. Dort betrachten wir die Verklärung von Jesus auf dem Berg Tabor. Diese eindrucksvolle Erscheinung leitet den Weg zum Leiden und Sterben ein. Dennoch wehrt das dem Unverständnis der Jünger nicht, welches immer mehr zunimmt bis die Auferstehung ihre Zweifelsknoten zerschlägt. Faszinierend. Die anschließenden Gespräche sind mehr weltlicher Natur😀 aber auch sehr kurzweilig. – Daheim bleibt mir noch Zeit für die letzte Folge der ersten Staffel von Harry Wild. Dafür, dass ich morgen total früh aus meinem Seniorenbett fallen muss, wird es arg spät. Zum Glück ist der Schlaf voller Verständnis und schlägt recht schnell zu. Nett von ihm.

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Die Rotweinanimateurin

Einem „normalen“ Vormittag folgt eine noch lightere😉😀, gleichzeitig noch unmotiviertere Krankengymnastik wie am Montag. Mein Dank an Johann nimmt deutlich zu. – Nach der Mittagspause trifft das neue acht Meter lange Anschlusskabel für Tiger ein, das ich in der Garage platzieren will. Auch so eine Investition an die ich beim Kauf der neuen Wallbox nicht gedacht hatte. Ich werde halt alt. Seufz. Abends fahre ich zum Moderatorentreffen in meine Gemeinde. Es ist ein lebhafter Austausch über die Einleitung zu den Gottesdiensten. Das Gespräch zieht sich sehr lang hin, ist aber überaus interessant und ich lerne das eine oder andere dazu. – Daheim fahre ich meine bewegten Sinne mit Harry Wild runter, zwar ebenfalls bewegend aber in völlig anderer Art und Weise. Ich lerne dabei, dass ein geöffneter Weinschlauch sehr verlockende Signale aussendet, denen man mitunter schwer widerstehen kann, insbesondere wenn besagte Harry Wild ein Glas Rotwein nach dem anderen schlürft. Möglicherweise ist die Serie von Winzern gesponsert 😉. Und wieder wird es sehr spät, der Schlaf kommt relativ schnell aber die Wachphasen sind diesmal sehr kurz, sagt meine Watch. Sehr schön.

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Stromernte ausschöpfen

Gleich nach dem Aufstehen und der ersten Tasse Kaffee klingelt der Heizungswartungsexperte. Er hat eine gute Stunde zu tun – es ist quasi sein Abschiedsbesuch vor der Rente. Sie sei ihm von Herzen gegönnt. – Eine gute Stunde später stehen Handwerker mit einer neuen Wallbox vor der Tür. Ob sich diese Beschaffung wirklich lohnt, beschäftigt mich ziemlich stark. War es eine teure Schnapsidee oder ist es eine sinnvolle Investition? Künftig kann ich Tiger und Foxi komplett mit Sonnenenergie aufladen, bei sinkender Produktion durch Wolken sinkt die Ladeleistung entsprechend. So könnte ich theoretisch selbst im Herbst oder Winter an sonnigen Tagen zwar länger dafür aber komplett per Photovoltaik die Akkus füllen. Ich bin da mal gespannt auf die Praxis. Die Differenz zwischen Lieferung an die LSW mit ca. 7 Cent/kWh und Bezug von ihr mit 29 Cent/kWh ist schon gewaltig. – Nach der Mittagsruhe gymnastiziere ich auf meiner Matte, halte später Abendandacht und schon müssen wir los zu Bibel und Brot in unserer Gemeinde. Wir tauschen uns über einen Klagepsalm auf, diskutieren über das Klagen an sich und das Klagen vor Gott. Es ist ein bewegender Austausch. Die Fahrt in die Stadt hat sich echt gelohnt. – Jetzt noch ein paar Folgen von Harry Wild mit ein paar irren Fällen, ehe ich recht spät mich zum Rendezvous mit dem Schlaf aufmache. Pünktlich ist er nicht aber immerhin kommt er. Schon okay.

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Krankengymnastik light

Heute verlässt mich meine Nebenliegerin zu einer Zeit, die eigentlich dem arbeitsamen Volk vorbehalten ist. Sie hat Termine in der Stadt, ich dagegen im Bett und später mit der Dusche. Irgendwann folgen die Online-Nachrichten inklusive beider Tageszeitungen, ein wenig wasche ich ab, ein wenig krame ich herum (man nennt es wohl aufräumen) und schon ist es halb eins. Jetzt geht es zur Krankengymnastik, leider hat Johann Urlaub und seine Vertretung macht nicht den hochmotiviertesten Eindruck. Die Übungen sind so lala, da ist meine normale Morgengymnastik deutlich anstrengender. Aber die letzten zwei Termine verbringe ich dann halt so – wenn Jenny kein Trinkgeld will, dann eben nicht. Mir ist in jedem Fall jetzt schon geholfen, dank Johann. – Wieder daheim wollen unsere Betriebssysteme offensichtlich dringend Schlaf nachholen und so zieht sich die Mittagsruhe deutlich in die Länge. Wer kann, der kann😀😇. – Den Abend gestaltet mir der zweite Barnaby, in der ersten Folge wird seine Betty geboren während er kurz vorher noch einen Keksbäcker vorm glühenden Ofen retten muss und in der zweiten hat ein Schriftsteller seinen Tod vorgetäuscht, lebt zwei Jahre im Verborgenen bei seiner Geliebten und wird kurz vor seiner Entdeckung (Entlarvung?) noch schnell von seinem eifersüchtigen Bruder um die Ecke gebracht, der natürlich keinen wirklichen Grund zur Eifersucht hatte. Ich liebe diese verworrenen, typisch britischen Storys. Einfach nur stark. Der Schlaf kommt bedächtig, fängt stark an, lässt gegen Morgen aber deutlich nach. So ist er, der Gute.

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Senden und segnen

Unser Besuch bestimmt die Zeit des Frühstücks mit und er ist überaus gnädig gesinnt. Viertel nach neun ist okay, denn wir wollen schließlich noch den Gottesdienst in unserer Gemeinde besuchen. So passt alles gut zusammen. Heute werden fünf Jugendliche, die erste nachschulische Schritte probieren, verabschiedet und gesegnet. Eine von ihnen verschlägt es sogar ins ferne Taiwan. Faszinierend welche Perspektiven sich jungen Menschen heutzutage bieten. Wir alle hören dann die Geschichte von Abrahams Berufung und Sendung mit allerlei Querschlüssen auf unser eigenes Leben. Es ist sehr schön und wir freuen uns sehr. Schwager und Schwägerin treffen manche Bekannten aus alter Zeit. Mir fällt auf welch ein großer Schalldruck auf meinen armen Ohren lastet, wenn jeder mit jedem – gleich nach dem Segen – parliert. – Daheim geben wir der hervorragenden Gulaschsuppe noch einmal die Ehre bevor unser Besuch uns wieder verlässt. – Einer ausgiebigen Mittagsruhe folgt die Predigt aus Bremen, abends dann ein alter Tatort aus Münster und zwei Folgen einer starken Krimiserie aus Irland. Mal wieder ein Fernsehabend. Es wird eine kleine Zeit später, das macht aber nichts, weil sich der Schlaf zwar nicht übermäßig schnell aber dafür ziemlich intensiv zeigt.

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