Im Castle

Das Frühaufstehen gelingt problemlos. Ruckzuck ist die Gymnastik absolviert, der Koffer gepackt und das Frühstück inhaliert. Nun noch vier Teile die vielen Treppen hinunter befördern, durch den Regen (ja, es regnet zum Abschied) zum Auto tragen, verstauen und los geht es zur Klinik. Dort wird die Kurabsolventin samt Gepäck eingeladen 😉😇 und wir bewegen uns heimwärts. Ein Ladestopp im Nachbarort vor Netto bringt genügend Saft auf den Akku und Lebensmittel ins Fahrzeug 😀. Die Fahrt, abseits der Autobahnen, verläuft Gott sei Dank unspektakulär, zieht sich leider wie Kaugummi, doch schließlich landen wir im Heimathafen. Wunderbar. Ausladen, Garage belegen, Strom anschließen und im Seniorenbett eine verspätete Mittagspause zelebrieren. Phantastisch! – Der Rücken grummelt, egal, mein Köfferchen leert sich, bemerkenswerte Post gab es fast nicht und wir können durchatmen, ausschnaufen und unseren Recyclingprozess anstoßen. Schön wieder daheim zu sein! Ein paar „traditionelle“ Abendstunden später treffe ich den Schlaf relativ spät aber dafür fällt er tief und fest aus. Wunderbar.

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Und wieder Boltenhagen

Mein Zimmer lässt sich nicht so recht verdunkeln, es wird sehr früh ziemlich hell im Raum und das motiviert mich stark zum Aufstehen. Schau an. Das Frühstück in der Pension entspricht voll dem gewohnten Standard und ist daher okay. Heute frühstücke ich ausnahmsweise sehr reichlich. Da meine Ehegefährtin am letzten Kurtag noch einmal voll beschäftigt wird, wohl eine Art Abschiedsfeuerwerk der Klinik, spaziere ich, meinem motzenden Rücken zum Trotz, langsam am Strand entlang. Ein Matjes-Fischbrötchen stillt perfekt meinen Mittagsappetit. Danach führt mich mein Weg zurück zur Pension, ich nehme die vergessene Sportmatte mit ins Zimmer. Nach einer langen, erholsamen Mittagspause hole ich meine Rückenmotivationsübungen nach. – Etwas später nachdem meine Frau ihre letzte Anwendung absolviert hat, gehen wir noch einmal zum Strandpromenadenweg, weiden uns an der Seesicht bis wir schließlich mit einem alkoholhaltigen Getränk Abschied von Boltenhagen feiern. Ein älteres Ehepaar gesellt sich zu uns und wir unterhalten uns prächtig. Während ein Teil von uns zu ihrem All-Inclusive-Dinner eilt, begnügt sich der andere mit einer Currywurst samt Pommes zum Urlaubermelkpreis. Egal, dann ist das so. Die letzte Nacht ist unterbrechungsreich und kurz. Schicksal.

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On Tour

Zu meiner eigenen Überraschung wache ich früh auf, turne, frühstücke, packe und sauge um kurz vor zehn loszudüsen. Ich höre dabei den Gottesdienst aus Bremen und im Anschluss den aus meiner Gemeinde. Direkt vor Aurich unterbricht mich ein Anruf meiner Pension und es ist eine vormittägliche Schlüsselübergabe zu managen. Kein Problem, es gibt ja Smartphones und meine Kurfreudige holt dankenswerterweise die Öffnungkarte ab. Anfangs führen mich Autobahnen dem kleinen Örtchen Stelle entgegen und ab dort präferiere ich die Landstraßen. Doch zunächst gibt es Strom für Tiger bei Penny. Die Fahrt verläuft bis zum liebenswerten Boltenhagen, Gott sei Dank, ohne Probleme aber sie kommt einem Alleinreisenden schon arg lang vor. Dann ist das so. Das Wiedersehen mit meiner Allerliebsten ist das allemal wert un verdient das Prädikat „allererste Sahne“! Mein Zimmer ist sehr okay aber ich bin ziemlich geschafft. Ist es das Alter? Kann schon sein, denn auch mein Rücken mosert gewaltig herum. Merde. Bald nach zehn bin ich, echter Wahnsinn, im Bett. Das bringt selbst mich zum Staunen. Faszinierend. Der Schlaf ist erfrischend, wenn auch mit etwas zu viel Intervallen. Muss das denn unbedingt so sein?

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Sonnentag

Mir steht ein ruhiger, sonniger, erholsamer Samstag ins Ferienhaus. Ich sitze im Garten, lasse das Nordseeklima um meine Nase wehen und die Sonne meine Haut schmeicheln. Einfach nur toll so ein Sommerwetter Ende September. Ich bin hin und weg. Bei Bedarf rücke ich ein wenig vom wandernden Schatten weg in die Sonne, mehr Action tut nicht not. Ein paar Kleinigkeiten zum Lunch, ein wenig Toastbrot zum Dinner, was braucht ein Menschen schon mehr, wenn das Klima Freude macht. Zur Nacht packe ich schon mal den Koffer, gebe Tiger ein wenig Restsaft für die Tour und suche mein Bett frühzeitig (für meine Verhältnisse) auf. Der Schlaf agiert ein wenig launisch aber es ist schon okay.

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Mittagsruhe – unverzichtbar

Und wieder schlafe ich lange, doch das macht nichts, denn auch das Wetter braucht seine Zeit zum Aufwärmen. Schließlich sind wir beide fit und begegnen einander im Freien. Beim Lidl räume ich noch ein Sonderangebot ab und ergänze das gestern Vergessene. Im Hafen schlendere ich zu Noormanns Fischrestaurant, bestelle mir Scholle mit Kartoffelsalat, bezahle und erhalte einen Pager. Nach ein paar Minuten Wartezeit explodiert er zum Glück nicht, sondern blinkt und piept vor sich hin. Erwartungsvoll hole ich mir den Fisch ab, kratze das Essbare von den Gräten und bin voll enttäuscht. Ohne Würze schmeckt es fade, schade. Dabei habe ich hier sonst immer vorzüglich gespeist. Vielleicht isst man Scholle jetzt so – dann sollte ich aber besser auf Currywurst umsteigen, denn ob hier das Schnitzel gepfeffert wird, wer weiß das schon? Ein kleiner Hafenspaziergang fördert die Verdauung und meinen Rücken. Eigentlich wollte ich die Mittagsruhe einsparen, doch plötzlich überfällt mich eine Müdigkeit und wirft mich aufs Bett – ich bin ein Spielball meiner Gefühle, ich Armer😉😀! – Die Sonne scheint wunderbar auf die Terrasse und ich lasse sie meinen feisten Leib erwärmen, toll, das nenne ich Urlaub! Irgendwann treibt mich die Abendkühle ins Haus, ich finde einen Kompromiss zwischen Nichtstun und Abendandacht😇, faul wie die meisten Kompromisse. Das Abendprogramm bietet Father Brown und zwei (meiner Meinung nach arg seltsam charakterlich gestrickte) Typinnen, die in der Karibik Kriminalfälle lösen. Der Plot ist nicht so doll aber die Karibik ist klasse! Es wird nicht ganz so spät.

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Scannen schlägt tippen

Nach Abschluss des Morgenrituals ist es fast schon wieder Mittagszeit. Vorher erledige ich noch die Wäsche und danach schneide ich Spaghetti klein um sie in der Pfanne zu braten, was auch gleich danach geschieht. Jetzt noch ein paar Eier, etwas Käse und viel Gewürz dazu, schmoren lassen und fertig ist das Mahl. Es ist gar nicht so leicht als alleinlebender Selbstversorger allen Resten die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Es scheint beim Kochen immer viel übrig zu bleiben obwohl das Bäuchlein inzwischen ziemlich spannt. Alleinsein macht, wenigsten bei mir, offensichtlich dick. Seufz. – Jetzt aber raus und See gucken. Sie ist sogar da und überdeckt freundlich die patschige Schlicklandschaft, die mich sonst immer begrüßt hat. Sehr schön. Ein kleiner Spaziergang baut mich weiter auf. Es war doch gut hierher zu reisen. Schließlich begebe ich mich zum Combi-Markt um einzukaufen. Welch ein Schock! Mich erwarten Einkaufswagen mit einem Riesendisplay und ein Slogan, der mich zum Selberscannen in einer App motivieren soll. Quatsch mit Soße, dann kaufe ich halt bei Lidl ein. Ihr wolltet es so! Ich vernichte doch bewusst keine Arbeitsplätze und übernehme total unbezahlt die Aufgaben des Konzerns! Never! – In der Ferienwohnung versuche ich für mein eBook manuell den Code für die Fritzbox einzugeben. Ich tippe und tippe: immer falsches Passwort! Schließlich scanne ich mit dem Smartphone den QR-Code und schwups steht die Verbindung. ??? Kann ich nicht lesen oder was? Wie dem auch sei: Wunder der Technik. Es wird wieder sehr spät, warum eigentlich? Keine Ahnung. Der Schlaf fällt wieder tief und fest aus. Sollte ich umziehen😉😀?

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Freude, Unmut und ein Menetekel

Sämtliche wohlwollenden Planungen zerplatzen wie Seifenblasen, wenn gewisse Körperfunktionen, welche auch immer, ihr Recht verlangen und brutal durchsetzen. So verschiebt sich meine Abreisezeit deutlich nach hinten mitten in den Berufsverkehr des großen Werkes im Nachbarort hinein. Nach einer mittleren Geduldsprobe löst sich sowohl der Stau als auch der stockende Verkehr auf und ich komme immer besser durch. Die Fahrt hält aber noch ein paar Überraschungen für mich bereit. Positiv ist, dass es Tiger mit einer Ladung gut schafft. Das gefällt mir. Dann überwältigt mich ein wohl altersbedingtes Menetekel und demütigt mich tief. Das wiederum gefällt mir gar nicht. Und zum Dritten dauert die Reise unerwartet lange. Unfallfrei angekommen, Gott sei Dank(!!!), hänge ich Tiger an die Saftbox, transportiere das Gepäck ins Ferienhaus, mache das Bett, räume alle Sachen aus, wasche mich ein wenig, kaue so vor mich hin und sinke dann voll erschöpft auf die Couch. Man, hat der Tag mich mitgenommen, mich armes, altes, schwaches Kerlchen 😉. Noch aus der Mediathek die SOKO Wismar anschauen und später mit immer tiefer sinkenden Augenlidern lesen bis mich endlich das frisch gemachte Bett einfängt. Nett von ihm. Mir wird heute ein relativ unterbrechungsarmer Schlaf zuteil. Voll gut!

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Unaussprechliche Software

Während ich so vor mich hinlebe merke ich, dass Apple neue Betriebssystemsoftware veröffentlicht hat. Ist ja hochinteressant. Über unser aufgemotztes Kupferkabelnetz, hole ich mir per Vectoring diese Versionen aufs iPhone, iPad und das MacBook. Während alles so vor sich hin lädt und installiert, bereite ich mir mein Mittagsmahl zu. Ein Teil der übrig gebliebenen, zerkleinerten Spaghetti brate ich an, füge zwei Eier, die Restsauce und in Scheiben geschnittene, ebenfalls gut angebratene Semmelknödel hinzu, schließlich noch eine ordentliche Prise Chilipulver sowie Gewürzketchup als Soßenersatz – fertig ist mein Lunch. Tatsächlich essbar. Selbstverständlich tut mir nun eine ausgiebige Mittagsruhe wohl. Danach sind die Installationen gelaufen und auf den ersten Blick hat sich wenig verändert. Demnächst gehe ich den Veränderungen mal auf den Grund. Sehr gespannt bin ich nicht, denn bislang war das „Trara“ vorher meist größer als das „Aha“ hinterher🤔. Immerhin hat das MacBook jetzt eine unaussprechliche Software namens „Sequoia“. Verrücktes Programmierervölkchen 😉. – Nun noch schnell Mr. Shorty eine Reinigung samt neuen Messern zukommen lassen und schon naht der Aufbruch zu Schwester und Schwager. Ein Geburtstag will in kleiner Runde gefeiert sein. Es wird richtig schön mit viel Plauderei und überreichlicher, wohlschmeckender thailändischer Kost. Sehr gut. Erst gegen zehn bin ich wieder daheim. Wir waren wohl ein bisschen zu lang draußen in der Kühle, denn mein Rücken gibt sich etwas wirschig. Also lese ich noch ein wenig bis es deutlich später ins Seniorenbett geht. Es wird eine unruhige Nacht.

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