Futtern, staunen und plaudern

Und schon wieder hat uns die Straße zurück. Mit einer Gruppe mehr oder weniger, meist mehr, agiler Senioren lassen wir uns per Bus nach Salzwedel kutschieren. Auf mir ganz und gar unbegreifliche Weise landen wir in der falschen Baumkuchenbäckerei und „klauen“ einer verspäteten Gruppe deren Führung. Als die anderen endlich ankommen, sind wir schon halb durch. Äußerst professionell löst der Familienbetrieb dieses Problem. Beeindruckend. Diese Bäume aus Kuchenteig sind relativ einfach in der Herstellung, durchaus schmackhaft und unverschämt teuer. Eine echte Gaumenschmeichlerin ist die Rumkugel, die aus Baumteigresten und echtem Rum produziert wird. Gleichzeitig ist sie eine Geldbörsenerleichterin. Nichts ist perfekt. Kaum sind die Kugelreste im Magen angekommen, erreichen unsere Körper bereits den Ort der mittäglichen Fütterung. Von außen verbreitet die Stätte echten Barackenflair. Innen dagegen ist sie echt gemütlich. Die Wirtin begrüßt uns per Handschlag. Wir sind die ersten Gäste nach der Neueröffnung – Versuchskaninchen sozusagen. Dennoch (oder gerade deshalb) ist alles sehr gut und wir sind sehr zufrieden. Außen pfui und innen hui – damit kann man sehr gut leben. Zum Glück folgt jetzt ein Spaziergang, der zwar dringend nötig ist aber auf gebündelten Widerstand sowohl meines Verdauungsorgans als auch meiner Laufwerkzeuge trifft. Da muss ich jetzt durch. Die St-Georg-Kirche ist mehr als sehenswert und baut mich dadurch wieder voll auf. Leider gibt es schon wieder etwas zu essen. Die Seniorentreffhauptspeise steht an: Kaffee und Kuchen. Ersterer ist dringend nötig – ich brauche meine Droge zum Wachbleiben – und letzterer ist stark entbehrlich, wenn auch Zuckerkuchen vom Bäcker schon immer zu meinen Lieblingssüßspeisen zählte. Ein besonderes Plus dieser Reise sind die Plaudereien mit diversen Mitfahrern, weil man eben viel Zeit dafür hat. Toll. Übrigens ist die Kombination von Landeskirchlicher Gemeinschaft und Familienbildungsstätte höchst interessant. Und dann ist da noch die Tochter „unseres“ Missionars, die hier eine Halbtagsstelle inne hat. Eine hübsche junge Frau mit zwei süßen Kindern und einem sehr freundlichen Ehegatten. Irgendwie ist es ein Geschenk, wenn man als älterer Herr junge Leute am Beginn ihres Familienlebens sieht. Erinnerungen werden wach und Dankbarkeit stellt sich ein. Gut so.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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