Anti-Auster-Syndrom

Es gibt Arbeiten, denen widme ich mich mit Akribie, mit vollem Einsatz – und es gibt andere. Erstere beschäftigen mich am Vormittag. Nachdem das Zelt angemessen beleuchtet ist, mache ich mich an die Wegkennzeichnung mittels Lichterketten. Da kann ich fummeln, ausprobieren, Kabel ziehen – ganz famos. Die Lösung ist nicht perfekt aber gut. Ich bin recht zufrieden. Ein nächtlicher Test zeigt: sie weist den Weg, erhellt ihn aber nicht völlig, so wie ich es wollte. Perfekt. Nachmittags besuchen wir per eBike einen mit dem Fahrrad gestürzten Freund, der gerade seine Knochen verheilen lässt. Er hat zwar noch Schmerzen, ist aber auf dem Weg der Besserung und wird mir eine stete Mahnung bleiben mit dem Helm auf dem Kopf zu radeln. Niemals wollte ich mit so einem Teil mein Haupt belasten. Doch nach dem ersten Versuch, nach mancher Unsicherheit beim Auf- und Absteigen (die inzwischen nicht mehr zu verzeichnen sind aber mir das Gefahrenpotenzial vor Augen geführt haben), trage ich ihn gerne. Die befürchteten Schweißausbrüche durch den Kunststoff-Hautkontakt sind völlig ausgeblieben. Auch im Alter kann man Ansichten noch ändern. Anti-Auster-Syndrom. Das erregt Hoffnung.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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