Seltsam: „Einsiedlerkrebs“ vermisst Gemeinschaft

Die Virus-Vorsicht weitet sich inzwischen zur Vorsichts-Pandemie aus, ist mein Eindruck. Es soll Gemeinden geben, hört man, die beim Gottesdienst so vorsichtig sind, dass sie das Mönchswesen mit seinen Schweigegelübden reaktivieren. Vor, während ist das selbstverständlich und nach den Gottesdiensten darf keiner miteinander reden. Damit setzen sie ein wesentliches Element des Gottesdienstes aus, die Gemeinschaft. Mag sein, dass das nacheilender Gehorsam dem Staat gegenüber ist (die Forderungen staatlicher Organe wachsen stetig) oder ist es vorauseilendes Sicherheitsdenken? Dennoch bin ich gewiss, viele meiner Schwestern und Brüder würden nach wie vor lieber solche Rumpf-Gottesdienste haben als gar keine. Keine Frage für sie wären diese okay. Doch ich würde solche meiden, denn mir fehlt gerade das Element, das ich vor der Pandemie gering geachtet hatte aber durch sie erst richtig schätzen lernte (obwohl ich, zugegeben, im Praktizieren leider noch nicht gerade toll bin). Gott sei Dank bin ich nicht mehr in der Verantwortung derartige Regelungen treffen zu müssen. So bete ich für meine christlichen Geschwister, dass sie weise agieren. Möge der Heilige Geist uns alle leiten auch in gegensätzlichen Auffassungen, dass wir diese, zwar nicht kritiklos aber letztlich doch akzeptieren. Wenn es auch schwer fällt. Mitunter sehr schwer. That’s life!

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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