Falsche Schneeflocke

Und wieder wird es so spät. Erneut komme ich allzu schwerfällig zu einer unmöglichen Uhrzeit aus den Federn. Im Wohnzimmer ist es immer noch schön warm. Noch bin ich fest der Überzeugung es läge an den Spätfolgen eines mächtigen Feuers im Kachelofen. Bis ich endlich, viel zu spät, auf das Heizungsthermostat schaue. Das ist nicht zu fassen! So blöd kann ich doch nicht sein! Bin ich wirklich schon so senil? Statt der Schneeflocke grinst mich die „5“ unverschämt an! Da habe ich stundenlang Heizöl sinnlos verkokelt, teures, wertvolles, nahezu unbezahlbares schwarzes Gold?!? Was für ein Dösbaddel blickt mich jeden Morgen aus dem Spiegel an? Merde, Merde, Merde!!! Was bin ich sauer! Heizung aus, ab sofort ist ein Straffrieren angesagt! – Nach der Morgenandacht fahre ich zum Einkaufen, ein seltsames Erlebnis für einen bislang rundum versorgten Ehegatten. Früher war alles übersichtlicher 😉. Es gab eine Kühlabteilung und da fand man alles, was Kälte liebt. Heute gibt es zwei Frostdepartements, ein großes in Kassennähe und ein noch größeres am andern Ende des Geschäfts, um die Ecke herum platziert. Zweimal durchwandere ich ersteres, absolut erfolglos bei der Joghurtsuche. Letzteres durchziehe ich ebenfalls zweimal bis ich diverse Joghurts entdecke. Von meiner Lieblingsmarke finde ich allerdings nur eine Geschmacksrichtung. Fast ein Desaster. Ich weiß schon weshalb ich fast nur noch im Internet einkaufe. Wäre ich gezwungen dauerhaft allein zu wirtschaften, würde ich es wohl auch beim Lebensmittelhandel versuchen. Ist ja irre welche Entdeckerpfade ich und mein Einkaufswagen zurücklegen mussten. Resümee: Edeka sagt sie lieben Lebensmittel, wenn sie Kunden liebten, wäre das auch nicht schlecht. Zum guten Ende funktioniert die Kreditkartenzahlung perfekt. Geht doch. – Zum Lunch erlaube ich mir eine Reminiszenz an mein Berufsleben: die gute, alte, durch und durch künstliche, maggiverseuchte 5-Minuten-Terrine. Lecker für Anspruchslose – und davon habe ich mich phasenweise mittags ernährt? Faszinierend. – Nachmittag und der Barnaby-Abend flutschen nur so vorbei. Es gelingt mir ein gutes Stück früher mein Nachtlager aufzusuchen und trotzdem kommt der Schlaf schnell. Es scheint voranzugehen.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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