Käfignelken

Heute lasse ich Frühstück Frühstück sein und schlafe aus. Mein Körper mag offensichtlich keine Zeitzonen, die mich eine Stunde in die Zukunft transferieren. Acht bleibt acht, auch wenn die Uhr neun suggeriert. Dann träume ich eben bis zehn und bin wenigstens richtig wach. Das tut mir richtig gut! Irgendwann machen wir uns auf den Weg die sogenannte Strandpromenade entlang. Die Sonne motiviert uns und wir kommen gut voran. Eine Café-Bar, antik eingerichtet, verwöhnt uns mit Frappé und Schokolade, ein milder, frischer Wind umschmeichelt uns. Wir folgen der Strand-Straßen-Promenade, passieren Nelkenfelder wo die Blumen aus plastikumhüllten Nährcontainern in feste Drahtboxen hinein wachsen – mein erster Kontakt mit der Käfighaltung von Nelken. Einige Luxushotels später, die Straße biegt nach Chersonissos hinein ab, treten wir unseren Rückmarsch an. Luxus pur links, eine drittklassige Nebenstraße unter unseren Füßen und ein zur Zweitklassigkeit aufgemotzter Strand rechts wechseln sich mit Ödland links, unveränderter Straße und meerumspülten algenbewachsenen Felsen rechts ab. Mitunter wird das Ödland durch kommerzbetonte Bauten ersetzt. Griechenland wie es halt so ist. Man mag es oder mag es nicht. Wir mögen es. Zum Dinner gönne ich mir wieder einen überteuerten Rotwein. Man gönnt sich mitunter einfach zu viel. Urlaub wie Hoteliers ihn mögen.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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