London

Sehr früh geht es los, doch durch die netten stunde-schenkenden Briten fällt es mir nicht schwer. Wir landen im Hafen von Portsmouth, die Zöllner kommen an Bord und wir verlassen wenig später der Schiff. Der Bus steht bereit, ich steige ein und mein Rücken aus. Die Fahrt im Sitzen geht ihm auf dem Geist und er mir. Solche Schmerzen kenne ich eigentlich nur kurzzeitig – nie auf Dauer. Meine Bandscheibe meint wohl, beim wehleidigen Zucken noch etwas Lernbedarf auszumachen. Schon die Toilettenpause wird zum kleinen Drama – kurze Entfernungen werden zu Langstrecken. Hinterher geht es wieder sitzend weiter und das mag der eingeklemmte Nerv gar nicht. London, selbst aus dem Bus, ist total eindrucksvoll. Starke Impressionen schaffen sich Raum. In der City wuseln unzählbare Massen verschiedenster Menschen durcheinander. Für einen Fotoaufenthalt mit Blick auf den Tower samt gleichnamiger Bridge parkt der Bus. Fast alle steigen aus. Mein Rückennerv entscheidet für mich das Hierbleiben. Einem schmerzlich-langem Aufstehen folgt ein schneckenartiges Trippeln durch den Bus mit nach jedem Zucken sich bildenden Grimassen. Zeit für zwei fette IBUs. Der nächste Halt fällt mir nicht leicht aber doch leichter. Erst geht es mit kleinen Schritten durch die Opera-Kolonaden, dann verringert sich der Stockeinsatz und zum Schluss spaziere ich fast normal (nur mit mehr Pausen) rund ums Karree. Nun gut, ich hätte liebend gern weitere Strecken bewältigt aber wir haben auch so viel gesehen, kurzum er war gar letztlich okay. Schweigen wir von der Rückfahrt mit weiterem Tablettenkonsum. Alles wird gut. Die Entspannung auf unserem Boot tut wohl und das Dinner nehmen wir im SB-Restaurant ein. Danach steht mir der Sinn nicht nach Abendunterhaltung, irgendwie verständlich. Der Schlaf erquickt – so soll es sein.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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