Erkältung Tag 10

Das Licht am Ende des Tunnels nimmt inzwischen stattliche Ausmaße an. Meine Ausdauer legt ebenfalls deutlich zu. Neben den nahrungstechnischen Aktivitäten schaffe ich es sogar eine Waschmaschine aufzusetzen, später eine weitere und dann noch den Trockner anzuwerfen. Zwischendurch sind natürlich ein paar Ruhephasen nötig – aber der Fortschritt macht Mut. Fein. – Nachdem mittags meine mit viel langsamerer Besserung ausgestattete Miterkrankte mein Schäl- respektive Pellmanko in selbstloser Weise überbrückt hat, bereite ich einerseits auf Wunsch einer einzelnen Dame mit Käse überbackene Kartoffelscheiben zu und andererseits recht schmackhafte Bratkartoffeln mit Schinken, Ei und Käse. Ich bin von meinen „Kochkünsten“ auf Anfängerniveau echt begeistert 😉. Satt und zufrieden begebe ich mich in eine längere Mittagspause. Die tut mir wohl. – Selbst die Abendandacht kehrt fast wieder zu ihrer normalen Gestalt zurück. – Im TV blicke ich nach Wismar, befreie zwischendurch die Kerzenhalter von ihren Wachsresten und den Weihnachtsbaum von seinem Behang, wenigstens größtenteils. Die Normalität scheint greifbar nahe. Es wird gar nicht spät und der Schlaf ist nett zu mir.

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Erkältung Tag 9

Zur inzwischen üblichen Zeit löse ich mich schweren Herzens aus der Anziehungskraft molligwarmer Federbetten, erledige die Wasch-, Zahn- und Cremeprozeduren und bereite unser üblicherweise kärgliches Frühstück zu. Die Tablettengabe meiner Nachbarin durchblicke ich inzwischen nur noch mit Schwierigkeiten. Es passt schon. Dazu kommt ein wenig Hausarbeit, das Studium der Nachrichtenlage sowie das „Überfliegen“ zweier Lokalblätter – mit einem Mal bin ich fix und fertig, falle ins Bett und schnaufe vor mich hin. So ganz auf der Höhe bin ich wohl nicht. Eine Stunde samt ein wenig Schlaf später normalisiert sich das Ganze und ich kann auf die Lunchtime zugehen. Für solche „Durstzeiten“, in denen ein Einkauf nur unter Schwierigkeiten möglich ist, sind Fastfoodartikel eine passable Alternative. Gut gewürzte Geschmacksverstärker täuschen den Gaumen perfekt 😉 und auch der Magen lässt sich eine zeitlang ohne groß zu murren auf sie ein 😀. So kommen wir gut über die Runden. In der Stadt lassen sich solche Lebenslagen mit Lieferdiensten zweifellos eleganter meistern aber ich will nicht klagen, wir sind zufrieden. Immerhin entspannt sich die Situation immer mehr – wir brauchen nur noch Geduld und Gelassenheit. Dieser Jahresanfang wird sich wohl einprägen. Am Abend ermitteln wieder die Kommissare auf Sylt in ihrer eigenen, nicht selten tollpatschigen, Art. Es wird normal spät. Der Schlaf agiert eher oberflächlich, sagt meine Uhr.

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Erkältung Tag 8

Die Aufwach-Tendenz setzt sich fort, dann beginnt ein Stress-Tag, wenigstens für gesundheitlich Angeschlagene. Es gelingt eine HNO-Arzthelferin von einer spontanen Terminvergabe zu überzeugen, allerdings nur per Hausarztüberweisungsformular, das die Dringlichkeit bestätigt. Also ein Telefonat mit dem Hausarzt. Der hat Mittagspause bis 14 Uhr. Der HNO-Termin ist um 14:20 Uhr. Es wird knapp. Kurz nach zwei sichert die Arzthelferin das Formular zu, ich fahre meine kranke bessere Hälfte zum HNO-Spezialisten zwei Dörfer weiter. Dann zurück und immer geradeaus zum Hausarzt, um das Formular abzuholen. Noch einmal die ganze Strecke zurück, Papier abgeben, warten, Ehefrau einladen, zur Apotheke und endlich heim. Wir beide sind völlig geschafft. Welch ein Tag. Meine Erkältung winkt mir wieder etwas kraftvoller zu, ich fürchte ihre Rache und bin sowohl äußerst vorsichtig als auch wärmesuchend. Das scheint zu funktionieren, nur der Hals fühlt sich etwas dicker an. – Schließlich fülle ich meine durchdiagnostizierte Lebensgefährtin mit allerlei Medikamenten ab, kümmere mich um Leib und Magen und verbringe recht erschöpft den restlichen Abend an einem warmen und trockenen Ort. Danke, Herr, dass du unsere Gebete so toll erhört hast! Mit wie viel Befürchtungen bin ich in den Tag hineingegangen und mit wie viel Freude spaziere ich jetzt der Nachtruhe entgegen. DANKE!!!

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Erkältung Tag 7

Morgens wird es jeden Tag später. Gegen die Krankheit ist das gut, zur Gewohnheit sollte es besser nicht werden. Dankenswerterweise können wir den Gottesdienst aus Bremen versetzt sehen. Ich fühle mich inzwischen etwas fitter für häusliche Tätigkeiten, meiner Allerliebsten geht es leider nicht so gut. So wird es erneut ein krankheitstypischer Betttag. Heute lese ich viel, allerdings meist bekannte Bücher. Einzig allein ein neuer Barnaby am späten Abend treibt mich zum Fernsehen. – Ein YouTube-Beitrag einer jungen Familie, die per Kreuzfahrtschiff in einer Innenkabine auf Weltreise gehen will und in ein paar Tagen abreist, fasziniert mich ein wenig. Ob die jungen Leute heutzutage erkennen, welche großartigen Möglichkeiten sich ihnen so früh erschließen? Hoffentlich, es wäre ihnen zu wünschen. – Bei uns wird es spät, der Schlaf gestaltet sich okay.

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Erkältung Tag 6

Kaum geht es bei mir schrittweise bergauf, trifft es meine Nebenliegerin hart. Welch ein Malheur. Natürlich am Wochenende – wann sonst? Der Hausarzt hat uns gestern auf Montag vertröstet und an einen Facharzt verwiesen. Hoffentlich ist der nach seinem Urlaub überhaupt erreichbar. – Wir kommen irgendwie gemeinsam durch den Tag und allein das zählt. – Ich habe eine neue italienische Krimiserie, handelnd in Genua, entdeckt, die ich ganz interessant finde. In der Mediathek sind fast alle Folgen downloadbar – die erste natürlich nicht. Dieses Rechteunwesen gekoppelt mit der Sparsamkeit der Öffentlichrechtlichen beim Kunden reizt mich dazu intern leicht verarbeitete Speise auf unnatürlichem Wege aus dem Körper zu entfernen. Selbstverständlich unterlasse ich das, denn es mag erleichtern, hilft aber kein bisschen. – Somit entgeht mir der Einstieg in die Serie, denn selbst die Streamingdienste bieten Folge 1 selbst entgeltlich nicht an. Erfreulich ist dagegen, dass ich mich mit diesen Problemchen überhaupt beschäftige – ein echtes Licht am fernen Tunnelende.

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Erkältung Tag 5

Am Vormittag scheint es besser zu gehen. Mit „Vollschutz“ fülle ich Sonnenblumenkerne nach, lese den Regenwasserstand ab und hole durchgelüftete Kleidungsstücke wieder ins Warme. Nach diesen Miniaktionen bin ich voll fertig und keuche vor mich hin. Zurück ins Bett, durchschnaufen und Kräfte sammeln. Nein, schlimmer ist die Erkältung nicht geworden aber nur minimal besser. Jede „Arbeit“ schlaucht aber genug geklagt. Is wie is. Abwarten und Anti-Erkältungsmittel trinken. Zum Wohl! Bei meiner Miterkrankten ist alles übrigens noch etwas schlimmer geworden. Welch ein Familiendesaster.

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Erkältung Tag 4

Nicht viel besser, hört das nie auf? Geduld tut euch not, liebe Brüder und Schwestern. Seufz. Das Jahr fängt ja gut an. Schnief.

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Erkältung Tag 3

Dto.

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