Die Maß schlägt das Maß

Zur Nacht fiel mir gestern siedendheiß ein, dass ich den Geburtstag meines Cousins vor zehn Tagen 😫😢 vergessen habe. Die Gratulation hole ich heute nach. Besonders peinlich ist, dass es ein runder Geburtstag ist und wir demnächst sogar zu einer späteren Feier eingeladen sind. – Mir wird erst so richtig bewusst, dass die Zeit für Corrie & Co de facto durch enorme Kürze glänzt. Heute noch, morgen sowie Dienstag und dann muss alles in trockenen Tüchern sein, wie man so sagt. Das könnte noch knapp werden. Also munter voran. Heute stelle ich die vorletzte „Folie“ fertig und gebe mir den groben Inhalt der letzten vor. – Abends holen wir ein Bett für den Täufling ab und laufen bei Freunden zum Abendessen auf. Es wird spät und rotweinreich – wieder mal so ein Tag wo ich die Maß und das Maß verwechselt habe. Sorry, vielmals. Natürlich wird es sehr spät aber der Schlaf ist deutlich besser drauf als gestern.

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Licht in Sicht

Die Vorbereitung laufen gut und die letzten Charts sind in Arbeit. Das Leben der ten Booms nimmt mich wirklich mit. Welch ein Segen ist dieser Vortrag für mich. Ob er auch einer für die Zuhörer wird, lege ich in Gottes Hand, mein Teil ist mit seiner Hilfe fast fertig. – Abends schauen wir, einen Tag im voraus, der SOKO Wismar bei der Tätersuche zu und ich spiele Solitaire bis zum Abwinken aber nicht sehr erfolgreich. Es wird dadurch sehr spät, der Schlaf ist sauer und kommt noch viel später und unterbrechungsintensiv. Dann ist das so. Seufz.

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Tiefen und Höhen

Heute geht mir so richtig auf, wie Gott Menschen in tiefster Not und Erniedrigung dennoch beistehen und helfen kann. Unfassbar was die ten Booms mit ihm im KZ erlebt haben. Ebenso unfassbar ist der Blick in die Finsternis menschlicher Herzen, die so ein Lager konzipieren, errichten und betreiben. Diese Finsternis wohnt, da täusche man sich nicht, in allen Menschen und kann jederzeit an die Oberfläche kommen. Heute wird mir zutiefst klar, warum Christus einen so schrecklichen Opfertod erleiden musste – die Verstrickung von uns allen in die abgrundlose Bosheit ist viel zu fest verankert. Gott sei Dank für unsere Erlösung!!! Ja, HERR, danke für die Umkehr, die Reinigung und neue Ausrichtung! Wir können immer noch tief fallen, doch wir haben einen Heiland, der uns auffängt, der uns trägt und vor allem korrigiert und uns durchhilft! Der Blick in die furchtbaren Schrecknisse des Konzentrationslagers wird durchbrochen vom Erkennen der tragenden Liebe Gottes selbst darin! Halleluja! Welch eine wunderbare Arbeit am Lebensbild, die meinen Blick für Gottes Wirken schärft. – Doch, wie kann es anders sein, Barnaby holt mich am Abend wieder von der Wolke 7 auf den Erdboden herunter. Aber die Erkenntnis bleibt. Es wird gar nicht so spät und der Schlaf tut gut, wenn auch mit vielfachen Unterbrechungen.

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Jesus – ganzer Mensch

Fast hätten wir wieder verschlafen, doch wir schaffen sowohl das Frühstück als auch die rechtzeitige Abfahrt zu unserer Gemeinde. Die Predigt über die Versuchung Jesu macht mir noch einmal deutlich, dass Jesus sehr bewusst ganzer Mensch war. Er hatte seine Gottheit „abgelegt“, das heißt von ihr keinen Gebrauch gemacht, so lange er auf Erden als Mensch lebte. Alle Heilungen und Wunder geschahen in der Kraft des Vaters, die jedem Menschen, der sich IHM ganz öffnet ebenso offen steht. Das Problem ist nur, dass keiner von uns eine so enge sündfreie Beziehung zu Gott durchlebt. Wir fehlen vielfältig, das ist wohl wahr! Und genau so ein „Missgeschick“ ereilt mich im Anschluss als ich jeglicher Geduld beraubt, gefühlt viel zu lange, auf meine superkontaktfreudige Mitfahrerin warten muss. Geduld und Gelassenheit, die großen christlichen Tugenden, sind bei mir leider, leider noch viel zu wenig ausgeprägt. Seufz. – Am Abend schaue ich mir einen Beitrag über den Pastor aus Bremen an, in der er von seinen Erfahrungen nach seiner viel kritisierten Predigt berichtet. Ich hatte diese damals in voller Länge gehört und war über die völlig überzogenen Reaktionen entsetzt. Jetzt berichtet er, dass diese Predigt, die ein mögliches Miteinander mit anderen Religionen aufzeigt (wurde von den Kritikern meist unterschlagen) und die Abgrenzung zu anderen Glaubensrichtungen etwas harsch darstellt, zu Bekehrungen geführt und einen Sturm von Zustimmung weltweit ausgelöst hat. Die Martini-Gemeinde wurde von einer Welle der Unterstützung „überrollt“. Das macht Mut. – Die Nacht ist erstaunlich lang, wenn auch mit den üblichen Unterbrechungen. Dann ist das so.

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Futter für Gefiederte

Heute fülle ich die Futterhäuser mal wieder auf. Der 25-kg-Sack neigt sich dem Ende zu. Die kleinen Flatterfrauen und -männer haben ganz schön zugeschlagen. Andererseits kennen wir das auch nicht anders. Die „Futtertröge“ hängen wohl ideal – Bäume sind in der Nähe, Katzen und andere Raubtiere können sie nicht erreichen und vor dem Kernschnappen kann die Lage erst einmal in aller Ruhe eruiert werden. Ein paar Haferflocken und Sonnenblumenkerne auf dem Boden sind zwar gefährlicher platziert aber so sorgen wir ebenfalls für die etwas behäbigeren Genossen. – Ansonsten „Business as usual“ mit Corrie. Ich staune über die reichliche Bildauswahl im Internet, die sich zu dem Thema findet. – Es wird sehr spät mit leichtem Lesestoff – der Schlaf gestaltet sich intensiv aber kurz.

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Pensionistenarbeitstag

Wie arbeitsam es klingt, wenn ich sage ich hätte den ganzen Tag am Vortrag gearbeitet. Der „ganze Tag“ besteht aus meist einer Stunde am Vormittag und drei bis vier Stunden am Nachmittag, wenn es hoch kommt. Ein Tag ist eben ein Pensionistenarbeitstag. Außerdem gehört zu der „Arbeit“ auch die Informationsbeschaffung, kurz das Lesen in Corries Büchern. Alles ist halt relativ aber in diesem Fall macht es auch Spaß. Ich tue es gern und es baut mich geistlich auf. Eine sehr sinnvolle Beschäftigung. – Am Abend erfreut mich der Staatsanwalt mit einem Fall, der mich gut ablenken kann und die Gedankenflüsse zur Ruhe bringt. Eben diesen Wechsel mag ich sehr. Erstaunlich wie wenig ich zu berichten weiß, wenn Arbeit meinen Tag füllt und die Woche noch schneller vorbeisaust. Sieben Stunden tatsächlich schlafen ist für mich schon ganz ordentlich.

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Arbeitsfreude

Ein weiterer Arbeitstag nimmt seinen Lauf. Ich liebe solche Arbeit, die mein Wissen erweitert, meinen Glauben vertieft und dazu noch meinen Glaubensgeschwistern dient. Wiewohl der Zeitdruck auf mir lastet – nicht so sehr objektiv, eher aus altersbedingten Macken heraus – ist es emotional ergreifend Corrie in ihrem Leben zu begleiten, ihre Erfahrungen, wenigstens gedanklich, zu teilen. Es baut auf, die Präsentation wachsen zu sehen und zum Tagesende festzustellen, dass der zeitliche Rahmen zu passen scheint. Mutig will ich morgen weiter voranschreiten. – Der restliche Abend dient der Entspannung, dem geistigen „Leerlauf“ mit dahinplätscherndem Lesestoff. Es wird spät, der Schlaf fängt gut an, lässt im Laufe der Nacht aber stark nach. Erholung stellt sich trotzdem ein.

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Vorbereitungen

Heute widme ich mich in der wenigen Zeit, die wirklich verfügbar ist, ganz dem Lebensbild. Nun heißt ‚ganz‘ bei mir nicht die gesamte Zeit sondern die ‚verfügbare‘ also die, die ich nicht mit anderen Sachen (die Versuchung ist groß) nur mal kurz belege. Ich weiß, es ist kompliziert aber so bin ich nun einmal gestrickt 😉🤔😠. Kurz und gut, ich komme voran und meine Planungen lassen sich tatsächlich gut umsetzen. Heute arbeite ich mich bis zur Kriegszeit vor und morgen wird es deutlich komplizierter mit der Umsetzung in Worte und Charts, denn meine Vortragszeit ist begrenzt. – Der Abend bringt Entspannung, durchatmen und ein Verhältnis zwischen Bettruhe und wirklichem Schlaf, das noch viel Luft nach oben hat.

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