Weihnachten feiern

In der 71. Wiederholung (oder ist es erst die siebzigste bei der allerersten war ich wohl eher eine Art Zaungast?) Weihnachten zu feiern und dann noch ohne eigene Kinder wird für mich von Jahr zu Jahr vermehrt zur Herausforderung. Nicht die Dankbarkeit, dass Gott in die Welt gekommen ist, nicht seine unfassbare Zuwendung zu uns, die ist mir jeden Tag bewusst – je älter, je mehr. Doch die Freude an den allzu bekannten Weihnachtsritualen, die sich – gefühlt – alle zwei bis drei Monate wiederholen 😀, hat eher abnehmende Tendenz. Ja, die Krippe bringt mich zum Lächeln, die flackernden Lichter am Baum rühren mich emotional an, wie auch das Krippenspiel in der Gemeinde aber die kindlichen Weihnachtsemotionen sind Mangelware. Ein ansprechender Gottesdienst aus Bremen über Josef (von gestern) stimmt mich ein. Der traditionelle Besuch bei Freunden mit Kindern und vielerlei Enkeln versüßt den Nachmittag – wenn mir auch schmerzlich bewusst wird, dass mein Nervenkostüm inzwischen recht fadenscheinig daherkommt 😀. Für einen konzertanten bürgerlichen Abend fehlt mir der gesellschaftliche Hintergrund😩😇 oder die kulturelle Bildung, wie auch immer. So plätschert das Fest dahin, Krippe, Kerzen und Stern halten den Sinn des Festes lebendig, doch Fernsehen, dinnieren und mein offensichtlich heiß geliebtes Sofa arbeiten dagegen an. Danke, Herr, dass du uns dennoch nahe kommst. Verdient haben wir das nicht. Es wird ein wenig spät. Frohe Weihnachten!

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4. Advent trifft Heiligabend

Morgens schauen wir uns den Adventsgottesdienst aus Bremen an. Es geht um die Engelsbotschaft an Josef. Wir lassen dabei die elektrische Illumination des Weihnachtsbaumes leuchten – ich konnte einfach nicht widerstehen 😉. Anschließend hören wir die Weihnachts-CD von Manfred Siebald, freuen uns an den Songs und denken an unsere Kreuzfahrtzeit zurück. Schön ist’s und war’s. – Am Nachmittag suchen wir unsere Gemeinde auf. Das Krippenspiel gestaltet sich, dank unserer neuen Jugendpastorin, deutlich frischer trotz plötzlicher Krankheit etlicher Darsteller und Notbesetzungen tragender Rollen. Die Predigt des ebenfalls neuen Pastors trifft den Kern und er geht, meiner Meinung nach, gut auf etliche seltene Gäste zu. Beeindruckend ist auch eine Liedstrophe in chinesischer Sprache, wunderbar vorgetragen von einer Schwester aus unserer chinesischen Gemeinde. – Der Besuch bei meiner Mum, wir und meine Schwester, fällt nicht ganz so traurig aus, wie ich befürchtete. Sie hat die Augen offen und scheint einiges von uns wahrzunehmen. Wir leisten ihr ein wenig Gesellschaft, erzählen ihr etwas – keine Ahnung ob sie uns versteht. – Daheim angekommen lassen wir uns den traditionellen Kartoffelsalat schmecken – die ebenso traditionelle Bockwurst haben wir wieder durch schlesische Weißwürste ersetzt. Mehr als satt lassen wir den Kachelkamin aufflammen und zünden die echten Kerzen am Baum an. Ich liebe es sie flackern und einen Lichtschein verbreiten zu sehen, dessen emotionale Pracht ihre elektrischen Pendants niemals erreichen werden (wiewohl diese durchaus auch glänzen können). Wir lesen die Weihnachtspost, genießen roten vergorenen Traubensaft, einen bezaubernden Primitivo. So klingt der Abend lange aus, eine weitere Kerzenbestückung flackert nach und nach nieder, zwischendurch geben wir der elektrischen Kette Raum. Eine freundliche Familie hat uns einen leuchtenden Stern geschenkt, den wir gleich aktivieren. Nette Deko. Es wird sehr, sehr spät aber der Schlaf steht parat. Gute Nacht.

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Lametta

Der Weihnachtsbaum erhält seine Kerzen, Kugeln und sein Lametta. Jawohl: Lametta!!! Zugegeben, früher war mehr Lametta aber auch heute setzen wir ein Zeichen gegen die Ächtung dieses Baumschmucks. Seine Umweltschädlichkeit wenn er nach Gebrauch vollständig abgesammelt und fürs nächste Jahr aufbewahrt wird, bezweifle ich stark. Die nahezu einzeln aufgehängten Glitzersstreifen faszinieren mich im Schein echter Kerzen immer wieder. In der Begrenzung zeigt sich die Größe und Schönheit. – Der Betrieb an der Futterstelle nimmt bedenkliche Formen an: Scharen von Grünfinken zanken sich mit einem Dompfaff um den besten Pickplatz, zwischendurch sichert sich eine kleine Meise blitzschnell einen Kern, kurz es herrscht sagenhafter Flugbetrieb. Die Idee mit dem 25-kg-Sack war wohl doch nicht so verkehrt. Vielleicht sind die schwarzen Sonnenblumenkerne für das flatterhafte Völkchen ein besonderer Genuss – keine Ahnung. Sicherheitshalber fülle ich das Futterhaus wieder auf. – Die steckdosenautarken Lichterketten „glänzen“ durch einen hohen Batteriekonsum, so dass eine Nachbestellung unausweichlich ist. Das überrascht mich, denn LEDs gelten doch gemeinhin als sparsam. – Unser neues Lichtbogenfeuerzeug bewährt sich und ich hoffe darauf, endlich ein Feuerzeug zu besitzen bei dem das Nachladen wirklich klappt. Bei Gas und Benzin bin ich bislang grandios gescheitert aber mit einem USB-C-Kabel bin ich voller Zuversicht. Abwarten. – Der Kachelofen verweigert heute eine ordentliche Verwandlung von Holz zu Asche und zickt gewaltig rum. Diesmal hätten wir besser die Heizung nicht deaktiviert. Aber morgen hat er keine Wahl – ein grandioses Kaminfeuer gehört daheim zum Heiligabend dazu. Basta! – Der Frieslandkrimi leidet inzwischen unter zu viel „Gagroutinen“, finde ich. Dagegen bin ich gerührt, dass im fernen, nichtexistenten St-Marie die Unschuld von Neville bewiesen wurde und er, zwar schwer leidend unter dem Verrat seiner Liebsten, dennoch in der Serie verbleibt. Mein Zeit, bin ich ein sentimentaler Knochen. Zur „Strafe“😉 geht der Schlaf (wenigstens gefühlt) auf Abstand. Meine Watch behauptet das Gegenteil, ich zweifle dennoch an ihrer Glaubwürdigkeit 😠😀.

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Premiere: elektrische Notbeleuchtung

Die Tropical-Christmas-CD ist ein uraltes Geschenk eines Freundes. Ich höre sie gern um diese Zeit, vertraute Weihnachtslieder im tropischen Musikgewand können mich begeistern. Ganz nebenbei spendieren wir weitere Sonnenblumenkerne für die Vogelwelt, die in diesem Jahr gefühlt noch mehr Appetit entfaltet. Soll sie ruhig. – Am Nachmittag darf der Weihnachtsbaum ins Wohnzimmer, klein und buschig. Geschmückt wird er erst morgen, heute installiere ich nur seine Illumination. Es ist nicht leicht für 15 Kerzenhalter Positionen zu finden von denen keine Brandgefahr ausgeht – echte Kerzen benötigen halt viel Aufmerksamkeit. In diesem Jahr gibt es eine Premiere – ich verteile zusätzlich eine elektrische Lichterkette oder besser gesagt einen Kettenring, der an beiden Seiten fest mit dem Stecker verbunden ist. Im Keller habe ich sogar zwei gefunden, einen mit gut 20 Lichtern und den anderen mit fast doppelt so vielen. Kleiner Baum, kleine Kette, denke ich und fummle die Kabel zwischen den Zweigen durch – diese Ringkonstruktion ist „außerirdisch“. Endlich geschafft und schwer enttäuscht vom schwachen Lichteffekt. Meine Zeit, alles retour und ein zweiter Versuch mit der großen Ausgabe. Der geht schon ein wenig routinierter von der Hand. Das Ergebnis ist ’nun ja‘, halt eine mehr oder weniger gelungene Notbeleuchtung. Ansonsten wird der Baum, wie erwähnt, erst morgen geschmückt, einen Tag früher als sonst, dem Advents-Weihnachts-Kurzschluss geschuldet. – Fernsehen am Abend ist altersgerecht – der viel zu späte Bettbesuch eher nicht. Nobody is perfect. Dafür vollbringt der Schlaf eine exzellente Leistung.

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Es stürmt

Die Kratzer, die unserem Foxi zugefügt wurden, werden heute beseitigt. Wir bringen ihn zur Werkstatt. Es regnet und stürmt ein wenig. Beides steigert sich merklich im Laufe des Tages. Im Anschluss begeben wir uns zum örtlichen Supermarkt. Ich entdecke dort zwei Ladestationen mit je 22 Kilowatt Leistung – da kann man sich beim Einkaufen viel Zeit lassen 😉. Auf der Landesstraße davor baut sich ein Stau auf, wie wir später erfahren ist ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt. Kurze Zeit später alarmieren die Sirenen unsere Feuerwehr. – Der Platz im Wohnzimmer für den Weihnachtsbaum ist „geräumt“, wir werden ihn wohl morgen Aufnahme gewähren. Er steht ja relativ geschützt auf der überdachten Terrasse. Draußen toben sich teils heftige Windböen aus. Es regnet, der Sturm wirbelt unseren Lichtervorhänge hin und her – die Kamera bei der Haustür meldet alle Nase lang Personen erkannt zu haben, die sich immer als Schnüre der Lichterkette entpuppen 😀. Drinnen lauschen wir Weihnachtsliedern und erfreuen uns an der Ausstrahlung unserer Zentralheizung. Regelmäßig zu den Festtagen erinnern wir uns an die Schätze unserer Schallplattensammlung, legen eine Scheibe auf, schwelgen in Erinnerungen beim Knacksen und Rauschen der schwarzen Scheibe. Wer will schon Perfektion, die ist auf Dauer nur langweilig 😉😀. Ach ja, Perfektion, beim Zähneputzen bricht mir ein Teil eines Backenzahns ab. Natürlich kurz vor Weihnachten, wann denn sonst? Da nichts schmerzt werde ich wohl die Reparatur verschieben – hoffentlich spielt mein Zahnrest mit, vielleicht ist der sogar wurzelgefüllt. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Nacht verläuft schmerzfrei, nur der Schlaf trödelt.

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Lore-Roman-Feeling

Bei aller Gleichförmigkeit der Tage gibt es doch immer wieder Zeiten des Aufhorchens, des Innehaltens und des Staunens – wie damals im Berufsleben auch 😉😀, selbst wenn die Erinnerung es von Jahr zu Jahr mehr verklärt 😇. – Ich freue mich jedenfalls daran den Flattermännern und -frauen neue Nahrung zu offerieren, Holz für den Kachelkamin nach drinnen zu schaffen und die kleinen Dinge des Pensionistenlebens lächelnd abzuarbeiten. Welch ein Geschenk! Jetzt noch die Regenmessung gewissenhaft festhalten und voller Freude vom Kalten ins Warme zu schlüpfen. – Am Nachmittag besuchen wir meine „große“ Schwester im Seniorenheim. Wenn man zwei Verwandte mehr oder weniger regelmäßig in diesen von mir durchaus hoch geachteten Institutionen besucht, lernt man jeden Tag zu schätzen, den man noch selbständig bewältigen kann im Wissen, dass so ein Wechsel von heute auf morgen möglich ist. Wenn der dann vor der Tür steht, wünsche ich mir nur das Erkennen der eigenen Grenzen und Demut für diesen allerletzten Weg (wie lang oder kurz er immer sein mag). Möge dabei mein Blick auf die Ewigkeit nie getrübt werden! Genug der Sentimentalitäten! – In unserer Gemeinde bauen wir den Marburger-Medien-Weihnachtstisch ab, denn der Bedarf an Karten zum Fest dürfte gestillt sein – der Platz wird für den Heiligabend zweifellos gebraucht. Schließlich füttern wir daheim Tiger noch mit ein paar Kilowattstunden, leider ohne wesentliche Sonnenhilfe. Die sonnigen Dezembertage sind in diesem Jahr äußerst dünn gesät. Schade. Den Abend versüßt mir ein rührseliger Fernsehfilm, zwar bekannt und mit einem realitätsfernen dafür aber herzerwärmenden Plot mit wunderbar triefendem sentimentalem Kitsch. Ein verfilmter Lore-Roman 😉😀😢 sozusagen. Es gibt Tage da fahre ich darauf ab. Es wird spät aber den Schlaf stört das nicht. Klasse.

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Regentrip

Mein Schwager soll am zweiten Weihnachtstag die Waldweihnacht mitgestalten. Er benötigt noch ein paar Unterlagen und so fahren wir zu seinem ehemaligen Pfarrhaus, das gerade renoviert wird, denn dort ist auch das Kirchenbüro zu finden. Seine Nachfolgerin lädt uns zu einer Besichtigung der Baustelle ein und ich bin vom Engagement der Gemeinde begeistert. Der Umbau hat sich echt gelohnt. Im Anschluss begutachten wir bei strömenden Regen vom Auto aus die Waldweihnachtswiese. Hoffentlich ist es vorher ein paar Tage trocken. Waldweihnacht – die Idee finde ich ganz reizvoll. – Am späten Nachmittag geht es wieder heim. Das Fahren geht mir ziemlich auf die Nerven, wir müssen durch mein „Lieblingswetter“ durch: Regen, Dunkelheit, nasse, spiegelnde Fahrbahnen, eklig. Aber der Akku hält durch, 50 Kilometer Reichweite sind noch übrig, alles ist gut. Gott sei Dank sind wir unbeschadet durchgekommen, auch wenn es bei einer Rehbegegnung knapp war. Schock pur. – Der Syltkrimi von gestern aus der Mediathek ist durchaus sehenswert wie auch die Barnabys, leichte Kost zum Herunterkommen. Es wird spät aber dem Schlaf gefällt das offensichtlich. Fein.

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Kurztrip

Tiger ist zu 100% geladen. Hin und zurück liegen rund 280 Kilometer vor ihm. Im Sommer schafft Tiger die gesamte Tour problemlos mit einer Akkuladung. Aber im Winter, jetzt? Wir fahren los, anfangs ist der Stromverbrauch extrem hoch und normalisiert sich erst irgendwo zwischen Uelzen und Lüneburg. Wir kommen sowohl gut durch als auch pünktlich an. Die Stromreserve scheint mir für die Heimfahrt ausreichend zu sein. Morgen wissen wir mehr. Mit den Verwandten wird es sehr nett. Wir werden voll verwöhnt und essen viel zu viel. Wie das halt so ist. Meine Mitreisende schließt sich einem Regenspaziergang an, während ich Stubenhocker spiele, eines meiner Lieblingsspiele bei diesem Wetter. – Schwager und Schwägerin haben es mit ihrer Ruhestandwohnung sehr gut getroffen und sich geschmackvoll eingerichtet. Die gemeinsame Zeit vergeht schnell und viel zu früh (für unsere Verhältnisse) suchen sie ihre Bettstatt auf. Tja, andere Familien, andere Sitten. Mein Lager kommt mir sehr hart vor (Weichei eben 😉😇) aber das täuscht. In Wirklichkeit schlafe ich sehr gut und auch fest. Meine Watch und ich sind zufrieden.

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