Vorbereitungen

Heute widme ich mich in der wenigen Zeit, die wirklich verfügbar ist, ganz dem Lebensbild. Nun heißt ‚ganz‘ bei mir nicht die gesamte Zeit sondern die ‚verfügbare‘ also die, die ich nicht mit anderen Sachen (die Versuchung ist groß) nur mal kurz belege. Ich weiß, es ist kompliziert aber so bin ich nun einmal gestrickt 😉🤔😠. Kurz und gut, ich komme voran und meine Planungen lassen sich tatsächlich gut umsetzen. Heute arbeite ich mich bis zur Kriegszeit vor und morgen wird es deutlich komplizierter mit der Umsetzung in Worte und Charts, denn meine Vortragszeit ist begrenzt. – Der Abend bringt Entspannung, durchatmen und ein Verhältnis zwischen Bettruhe und wirklichem Schlaf, das noch viel Luft nach oben hat.

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Röhrenängste

Der Vortrag nimmt weiter Gestalt an, im Kopf und auch im Rechner. Und doch ist es so, dass ich die Lesezeit vermisse, die Vorbereitung samt Notizen, die eigentlich in der zweiten Januarhälfte hätte erfolgen sollen. Nun ja, dieses Defizit muss ich irgendwie überbrücken. Inzwischen ist der halbe Februar auch schon wieder vorbei. Wird es eng? Kann sein, seufz. – Am Nachmittag kommt eine weitere Unterbrechung daher, ein Arzttermin steht an. Er bringt mir eine Überweisung zu einem MRT ein, die ich gar nicht so richtig will und allerfrühestens für März einplane – aber vielleicht sind die Termine so knapp, dass es noch viel später wird. Eine Röhre ist für einen Klaustrophobiegeplagten völlig furchterregend und löst Fluchtinstinkte aus. No, never, never, never … – Diese Vorstellung tillt sofort alle Vortragsambitionen und ich muss mich erst einmal wieder beruhigen. Erfreulicherweise zwinge ich mich zum Lesen in Corries Büchern. Gut so. Es wird normal spät und der Schlaf fällt diese Nacht intensiv genug aus, was meine Watch bestätigt. Tröstlich.

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Geburtstagskaffee

Heute will ich mich auf Corrie stürzen, doch zwei Formulare warten schon länger auf ihre Ausfüllung. Beide scheinen wichtig zu sein und so nehme ich sie mir vor. Sie verlangen nach vorlaufender Recherche, die aber ihre Zeit braucht – gut Ding … usw. Nun gilt es noch zu Dokumentationszwecken, immerhin bin ich Beamter, alles für die Ablage zu fotokopieren. Jetzt noch ein paar nötige Überweisungen, dazu eine Abrechnung mit der Krankenkasse und – wutsch – ist der Vormittag vorbeigesaust. Lunch und Mittagsruhe bereichern das Tagesprogramm und gleich im Anschluss lockt eine Geburtstagskaffeeeinladung. Die Geburtstagsplauderei erweist sich als sehr aufbauend und der Nachmittag gestaltet sich äußerst erfreulich. Wirklich nett, so ein Treffen. – Nur die arme Corrie bleibt auf der Strecke. Das ist gar nicht gut🙁 – Der abendliche Krimi langweilt mich, umso mehr erfreut mich die Abschaltmöglichkeit des Gerätes. – Beim Lesen fallen mir fast die Augen zu – meine Munterkeit und meine Frische haben auch schon bessere Zeiten gesehen 😔☹️. Dann ist das so. Gute Nacht. Der Schlaf bemüht sich.

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Sonntagspredigten

Selbstverständlich, wie könnte es anders sein, verschlafen wir die Aufbruchzeit zum Gottesdienst. Dann sind wir halt online dabei. Unsere Jugendpastorin predigt über Gideon, über die Kraft Gottes, die in ihm und in uns wirkt. Danach schauen wir noch den Gottesdienst aus Bremen an, Pastor Latzel predigt über Gott unsern Fels anhand verschiedener Bibelstellen. Zum runden Abschluss hören wir schließlich auf das Wort zur Losung von Marc Gommlich, kurz ein geistlich wohlgefüllter Vormittag. 😇! So vergeht der Sonntag ruhig, still und ohne weitere Höhepunkte. Nur in mir nagt die Unruhe, die Reiselust, der Wunsch nach fernen Ländern und schönen Flügen – aber, seufz, wir sind weder Krösus noch fahrendes Volk. So bleibt mir nur mich in unseren Wohlstand zu fügen, nicht zu klagen, sondern dankbar das anzunehmen, was uns beschieden ist – und das ist nicht gerade wenig. Danke, lieber HERR!!! – Mangels bildlicher erquicklicher Unterhaltung lese ich eben und erfreue mich wohlformulierter Worte und mehr oder weniger spannender Handlung. Alles ist gut, nur der Schlaf wirkt nicht sonderlich motiviert.

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Griechische Köstlichkeiten

Die Chards der Präsentation vermehren sich, langsam aber stetig 😀. Es ist wohltuend, wenn man die Richtung weiß in die man marschieren sollte. Heute befasse ich mich mit der familiären Vorgeschichte, suche Fotos aus dem Netz sowie Infos aus etlichen Büchern. Noch macht es Spaß, noch sitzt die Zeit mir nicht peinigend im Nacken😀. – Am Abend sind wir bei Freunden eingeladen und werden mit leckerer griechischer Kost bewirtet. Die Gespräche entwickeln sich gut, selbst ich finde den Abend über Gesprächspartner. Der Gastgeber spendiert uns Whisky und wieder stellt sich heraus, dass ein klein wenig Wasser den Geschmack deutlich verfeinern kann – bringt mich jedes Mal zum Staunen. – Je später es wird, desto mehr verkleinert sich unsere Runde. Wir gehören natürlich zu den letzten Gästen, wie üblich. Ich lebe halt immer mehr auf, je behutsamer der Geräuschpegel mit meinen Ohren umgeht und ich endlich jeden verstehen kann. – Wir erreichen sehr spät unser Zuhause, trotzdem muss ich mein „Betriebssystem“ eine Zeit lang herunterfahren, um innerlich zur Ruhe zu kommen. Das gelingt perfekt, der Schlaf ist tief, fest und fast zu lang. Klasse!

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Was weiß ich schon von Opa

Ein weiterer Corrie-Tag nimmt seinen Lauf. Die Cornelia ist eine wirklich interessante Persönlichkeit. Mir fällt dazu eine Gliederung meines Vortrags ein, drei wesentliche Schwerpunkte ihres Lebens. Ich finde es schon faszinierend, dass sie die Familiengeschichte bis zurück zu den Großeltern absolut detailliert berichten kann. Was weiß ich noch von meinem Opa aus Rickensdorf? Eigentlich nur, dass er bei der Kavallerie im ersten Weltkrieg irgend etwas mit den Pferden zu tun hatte. Ach ja, er hatte Ziegen in einem kleinen Stall und ich habe ihn nur auf dem Sofa sitzend in Erinnerung. Viel ist das nicht – aber das kann auch an meiner begrenzten Festplattenkapazität liegen 😉. Corrie ist da anders, sie weiß viel von ihrem Opa. Schön für sie und schön für meine Lebensbildvorbereitungen. Ich finde vielerlei Fotos im Internet, sogar mit Bildbeschreibungen, toll. – Nachmittags kann ich sogar die ersten Chards erstellen und ein Gerüst für die Präsentation erstellen. Das ist gut. – Es wird normal spät aber die Nachtruhe fällt eher unterdurchschnittlich aus, kurz und unterbrechungsstark, sagt meine Watch (und mein Gefühl nickt zustimmend). Dann ist das wohl so.

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Die Zuflucht

‚Die Zuflucht‘ ist das Buch, das Corrie ten Booms Werdegang, ihren Einsatz für verfolgte Juden und ihre furchtbaren Erlebnisse im Gefängnis und in Konzentrationslagern zeigt. Ich lese es heute zum ersten Mal und bin erschüttert. Ich fühle mich zurückversetzt nach Yad Vashem, das mich ähnlich getroffen hat. Wie können Menschen ihren Mitmenschen so etwas antun? Wäre auch ich in der Zeit dazu fähig gewesen? Verneinen kann ich diese Frage guten Gewissens leider, leider nicht, denn in mir schlummert, wie in allen Menschen, das Böse. Dem Teufel muss es nur gelingen es zu wecken und zu nähren. Allein Jesus kann dann helfen. Das zeigt auch die Schilderung Corries. Motiviert und immer wieder aufgerichtet durch ihre Schwester Betsie zünden die Zwei mit Gottes spürbarer Hilfe ein Licht der Hoffnung in dem furchtbaren Lager Ravensbrück an. Dass so eine Frau nach ihrer Entlassung sich für die Versöhnung von Opfern und Tätern einsetzt, ist ein Wunder Gottes. – Abends in unserem Rotwein-Hauskreis geht es um den Titusbrief, die Berufung von Gemeindeleitern und das Erkennen von Irrlehrern. Die Folge-Plauderei, begleitet von besagtem Saft, zieht sich lang hin, die einzig noch anwesende Berufstätige hat morgen frei. Aus wacker Schaffenden sind inzwischen weit überwiegend ältere Herrschaften geworden. Das schärft möglicherweise den Blick auf die Ewigkeit 😉😇. – Daheim brauche ich noch einige Zeit zum Ab- und Entspannen und so wird es für mich sehr, sehr spät. Darauf folgt eine fast perfekte Nachtruhe. Toll.

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Erfolgsquotenlos

Und wieder ist das Staubsaugen in der Gemeinde dran, denke ich. Wir düsen los, kommen an und staunen: ein anderes Team ist voll zugange. Ich bin stark irritiert. Die Aufklärung folgt sofort: Es gibt einen neuen Jahresputzplan, der während unserer Krankheitsphase meiner Aufmerksamkeit entgangen sein muss. Demnach wäre ich letzte Woche dran gewesen. Oha. So schlimm ist das Versäumnis nicht, denn zu dem Zeitpunkt wäre ich gar nicht in der Lage gewesen den Sauger zu schwingen. Dann ist das so. Misserfolg Nummer 1. – In der Klinik wollen wir terminlich etwas regeln. Keiner da, alle im Urlaub. Misserfolg Nummer 2. – Schließlich gilt es eine Kleinigkeit für die Rentenversicherung zu klären. Klappt nicht. Misserfolg Nummer 3. Es reicht. Wir begeben uns heimwärts, es ist wohl nicht unser Tag. – In der Zwischenzeit war Foxi mit der Wallbox verbunden und hat kräftig Strom getankt. Am Vormittag verhieß die Sonne einen guten Ertrag, erfüllte diese Erwartung im Laufe des Tages aber nur teilweise, immerhin kam ein knappes Viertel des Ladestroms vom Dach. Besser als nichts. – Nachmittags wende ich mich endlich Corrie Ten Boom zu. Ein Berg von Literatur buhlt um meine Aufmerksamkeit. Wenn ich das alles lesen muss, kann ich das Lebensbild um ein Jahr vertagen 😉. Mut zur Kürze bringt die Würze 😇. Heute gewinne ich erst einmal einen groben Überblick. Morgen geht es weiter. – Einem ziemlich durchschnittlichen Abend folgt dann eine durchwachsene Nacht. Wenn’s denn sein muss …

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