Digitalwüste

Gestern leuchtete Tigers Luftdruckanzeige auf, heute ist der rechte hintere Reifen platt – noch 8 psi von 36! Hilft nichts, Foxi mit seinen Sommerreifen muss einspringen. Vorher gebe ich noch 20 psi auf Tigers Rad, dann macht die Pumpe schlapp. – Foxi fährt trotz Schnee und Eis bestens, die Straßen sind ja geräumt und so komme ich spät aber doch zu guter Zeit bei meiner Liebsten an. Dort darf ich sie gleich zum Hörtest schieben, der gut zwei Stunden dauert, einschließlich der Geduldszeiten. Das Klinikum muss man einfach lieben, allein schon um permanenten Schreikrämpfen aus dem Weg zu gehen. Außerdem ist es dort extrem putzig – die Jungs und Mädels bedienen sich zwar überall der Computertechnik, müssen aber die Ergebnisse ausdrucken und wieder einscannen. Mithin gibt es eine analoge und eine digitale Patientenakte. Armes Deutschland, beim Digitalisierungsranking befinden wir uns in einer Zone außerhalb jeglicher messbaren Werte. Es gelingt mir tatsächlich aus lauter Mitleid nicht laut herauszuprusten. – Ich komme spät heim, der Reifen von Tiger hat bereits wieder 2 psi verloren und ich muss den Akku der Pumpe aufladen. – Zum Lunch serviere ich mir lecker Spätzle mit geschnorrtem Gulasch. Geschnorrt oder gesponsert? Egal, es mundet perfekt. – Der Mittagsschlaf startet viel zu spät und führt infolgedessen nicht zum gewünschten Erfolg. Dann ist das so! Das Zuhause fühlt sich einsam an und so ein Abend allein für mich ist nicht das Wahre. Aber das ist nur eine der kleineren Überraschungen, die das Alter so mit sich bringt. Da gibt es viel fiesere … Wie dem auch sei, Gott ist bei uns, spürbar bei uns. Das macht Mut und gibt Hoffnung. Der Schlaf ist tief und fest, wie schön.

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Klinikumsmarathon

Nachdem auf die Plauderei😉 mit Aaron keinerlei Reaktion erfolgt, machen wir uns auf den Weg zum Klinikum. Gerade haben wir die Garage verlassen, sind die Auffahrt hinauf gefahren und stehen in Fahrtrichtung auf der Straße, da meldet sich mein Smartphone. Die Klinik ruft an als Reaktion auf unseren Aarontalk. Geht doch, wenn auch eher gemächlich. Nach kurzem Austausch dürfen wir sofort kommen, fahren dorthin und freuen uns über drei freie Parkplätze in der Tiefgarage. Dieselben sind aber offensichtlich nur auf im Arbeitsspeicher der Parkanzeige vorhanden. Aus dem Untergeschoss ist der Weg zur Amblanz deutlich am kürzesten und so kämpft sich meine kranke Ehefrau zunächst allein durch während ich draußen eine Abstellmöglichkeit für Tiger suche. Im Foyer treffe ich meine Kranke wieder. Sie ist bereits auf dem Rückweg von der Ambulanz zur torstationären Aufnahme. Jetzt erledigen wir das und starten gemeinsam den üblichen Klinikumsmarathon mit ein paar Untersuchungen und extrem viel Sitz- und Geduldseinheiten dazwischen. Erst deutlich nach 16 Uhr bin ich wieder daheim, während meine bessere Hälfte im Krankenhaus logiert. So kann’s gehen. – Die Hausarbeit ist schnell getan, dann ein paar teilnahmsvolle Anrufe entgegennehmen, dann Wismar im TV, anschließend die Nachrichten und so geht die Zeit dahin. Nun fix die Kofferabholung für die nächste Kreuzfahrt buchen und schon entschwindet der Abend in die finstre Nacht. Spät kommt der Schlaf, erfolgreich arbeitet ar mit mir. Prima.

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Rücken trifft Schnee

Nichtsahnend stehe ich mit moserndem Rücken auf. Draußen ist alles weiß. Zehn bis zwanzig Zentimeter Schnee können es schon sein. Na prima. Auf zu altbekannten Taten, warm einpacken, Schal, Mütze und Kapuze im Verbund und auf zur Garage. Dort befreie ich den rollenbewehrten Schneeschieber aus seiner jahrelangen Exilecke, trage ihn vorsichtig zwischen Foxi und Tiger hindurch und los geht’s. Den Gehweg rauf, runter und rauf, den Eingang freischieben und den Trittstein von seiner nassen Last befreien. Gott sei Dank hat sich während der ganzen Aktion mein Rücken lieb und still verhalten. Gott sei Lob und Dank!!! Doch das ist nur eine erstaunliche Pause. Wenig später rumort und zuckt es an bekannter Stelle erneut. Doch ich will nicht viel klagen, diese Lebenszeichen meiner hinteren Nervenbahnen kenne ich viel zu gut. Ruhe und vorsichtige Schritte sind angesagt, Entspannung in Strecklage tut wohl und so weiter … Eine liebe Freundin hat uns mit leckerem Gulasch versorgt. Klasse. Die Mittagsruhe wird angesichts der bekannten Umstände zur doppelten Wohltat. Alles wird gut. Ich sage meinen Abendtermin in der Gemeinde ab, keine Lust aufs Humpeln. Dafür genieße ich viel Ruhe und tolle Entspannung mit leider nur mäßiger Rückenwirkung. Doch der Schlaf gelingt bestens.

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Männershoppen

Das mit dem früheren Aufstehen muss ich wohl intensiver üben 😀. So wie heute wird das nichts. Kaffee, Knäckebrot, News, Andacht und schon ist es Mittagszeit. Wow. Dann geht es fix zum Arzt, der nach gründlicher Untersuchung eine ambulante Behandlung im Klinikum empfiehlt. Und was lernen wir daraus? Man sollte wirklich in Eiseskälte keine Gartenarbeit verrichten, wenigstens nicht in unserem Alter. Ich persönlich bin sowieso der Ansicht, dass man sich in den kalten Tagen besser altersgerecht in der Karibik aufhalten sollte. Aber auf mich hört ja keiner. Seufz. – Früher war es mir oft ein Rätsel wie viel Zeit meine Chefeinkäuferin benötigt um eine Ladung Nahrungsmittel zu beschaffen. Heute kaufe ich mal selbst für zwei Leute ein und staune, wie schnell die Zeit vergeht bis ich die paar Kleinigkeiten im Wagen habe. Faszinierend. Für Gelegenheitsshopper wie mich hält der Kassenparcour jedesmal einen besonderen Horror bereit😉: zur Einstimmung die Umpackstandards Wagen-Laufband-Wagen, dann die Suchpflicht im Handy nach der Deutschlandcard und schließlich die Portemonnaie-Wühlkür nach der Girocard. Nun gut mit Apple Pay ginge das wohl viel einfacher aber ich trau mich da einfach nicht ran. Vielleicht sollte ich mal mutig den ersten Schritt wagen, denn ob ich mich bei der Suche blamiere oder bei Apple Pay – wo ist da der Unterschied 😉? Nur Mut, Alter, das nächste Mal ganz gewiss😇. – Daheim versuchen wir im Klinikum einen Termin zu buchen. Aaron ist am Telefon. Aaron stellt Fragen, wir antworten. Aaron verspricht Rückruf. Aaron ist ein Computer und seine Versprechungen sind nichts wert. Menschen reden Blech, er ist es. – Der Abend gliedert sich in Lese- und Barnaby-Aktivitäten. Es wird normal spät und der Schlaf ist wieder freundlich zu mir.

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Leben Tag 26120

Zur Abwechslung verschlafe ich heute den Kirchgang. Wenn wir gesund sind, müssen wir wohl oder übel wieder das frühere Aufstehen üben – höchstwahrscheinlich sogar mit Wecker. So geht es jedenfalls nicht weiter! Ich habe keine Lust den Tag immer mehr zu verpennen. Selbst der mir äußerst sympathische Langschläfer Uhlenkopp steht, man höre und staune, um Klocke Neune up. Das wäre durchaus konsensfähig 😀😇. Heute am 26.120sten Tag meines Lebens erkläre ich meine Erkältung für beendet. Das muss reichen – mir reicht es allemal. So bereite ich das Frühstück für uns zu, höre online nebenbei die Einleitung zu unserem Gottesdienst und beim Frühstücken die Predigt. Es geht um das Gebet und korrigiert ein wenig meine Sichtweise. Das ist gut. Die Predigt aus Bremen, im Anschluss gestreamt, dreht sich zwar um die Standardthemen des Pastors, bringt aber neue, wesentliche Aspekte des Weges mit Jesus, wie das Wundern und den Segen, die dankbar und aufmerksam machen auf seine Zuwendung. Leider, aus meiner Sicht, engt der Pastor, den ich sehr schätze, das Wirken Gottes zu stark ein: wenn du das nicht hast, kannst oder tust, wirkt Gott nicht in dir. So eng kann man das nicht sagen, denn der Gott, der sich in der Bibel offenbart, ist viel größer, verständnisvoller und hilfsbereiter als wir Menschen ihn so denken. Kämen diese Aspekte hinzu, wären die Predigten perfekt – aber wer von uns ist schon perfekt? Wer hat schon eine umfassende Sicht auf Gott? Keiner. So freue ich mich sehr über alle Erkenntnis und Verkündigung, die Jesus im Zentrum hat. – Im übrigen plätschert der Sonntag, wie könnte es anders sein, ruhig und gelassen dahin, allein der neue Barnaby spätabends setzt kleinere Akzente. Es wird sehr spät aber der Schlaf wartet geduldig auf uns. Supernett von ihm.

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Erkältung Tag 13

Wieder geht es einen kleinen Schritt nach vorne. Ja, bis auf die schnelle Erschöpfung scheint bei mir fast alles okay zu sein. Dafür motzt mein Rücken gewaltig. Gibt es da eine Absprache? Meiner Immernocherkrankten geht es dagegen kaum besser. Es nervt. Wir sind mitunter ziemlich down. Hilf uns doch. HERR!!! – Ein Freund bringt ein paar Lebensmittel vorbei, wie lieb! Ich entferne unser kleines Tannenbäumchen aus dem Wohnzimmer und werfe es über die Brüstung in den Garten. Am Montag will ich es auf die untere Terrasse verfrachten, dort kann es in aller Ruhe seine Nadeln abwerfen, von denen es immer noch die allermeisten mit sich herumträgt. Erstaunlich. Bevor ich die letzte Ladung von der Waschmaschine in den Trockner verlagere, erhalten die Piepmätze noch ihre schwarzen Sonnenblumenkerne. Die vorletzte Trocknerfüllung wandert mit mir ins Erdgeschoss, um dort wohlsortiert, geduldig in ihrem Schrankfach auf den nächsten Einsatz zu warten. Wieder vergeht ein Tag ohne besondere Höhepunkte wartend auf die trödelnde Gesundheit, die unendlich viel Zeit zu haben scheint. Dann ist das so. Lesenderweise vergeht die Zeit bis der Schlaf kommt, der uns wunderbar einhüllt und leicht durch die Nacht schweben lässt. Danke!

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Erkältung Tag 12

Die Krankheit liefert mir nur noch kleine Rückzugsscharmützel. Allein der Rücken mosert zwischendurch. Ich muss kurz vor dem Tunnelausgang stehen. Aus dem Haus, um einzukaufen, traue ich mich allerdings noch nicht, doch ich gehe voller Zuversicht ins Wochenende. Eine Freundin will uns übergangsweise mit dem Nötigsten versorgen. Bald ist so für mich die erste Jahresherausforderung überstanden. Hoffentlich. Meine geliebte Vertraute muss dagegen immer noch fighten. Die Entzündung weicht nur millimeterweise und quält sie bei jedem Aufstehen. Möge Gott ihr so richtig aufhelfen!!! – Mein Tagesprogramm läuft somit nach wie vor im Sondermodus. Wenn ich Pech habe, muss ich in nächster Zeit auch noch bügeln, was mein Rücken mir sicherlich sehr übel nehmen wird. Abwarten. Erst einmal heißt es die Wäscherückstände abzuarbeiten. Die letzten Maschinenladungen habe ich derweil angesetzt. Außer ein paar kleinen Erschöpfungszuständen zwischendurch geht die Hausarbeit gut von der Hand. Den Lunch bereitet meine Miterkrankte zu, körperlich leicht fällt es ihr nicht aber es baut sie dennoch auf. – Ansonsten geht alles seinen Gang bis in die Nacht hinein. Und wieder agiert der Schlaf äußerst zuvorkommend. Mächtig, gewaltig.

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Erkältung Tag 11

Ich gebe gern zu, dass ich meine Krankheit in aller Gelassenheit auskuriere – in meiner Beschäftigungszeit hätte ich mich viel früher auf die Beine gezwungen, Rückfallrisiko hin oder her. Andererseits war ich in solchen Fällen nie so erschöpft und alle nach ein wenig Arbeit wie heute. Sei’s drum, als Pensionist habe ich „alle Zeit der Welt“ und die Chance es langsam angehen zu lassen sowie nötige Pausen spontan einzulegen. Die Hausarbeit geht dennoch gut von der Hand, Waschmaschine und Trockner kooperieren wunderbar und meine Lebenslangpartnerin hat den Ehrgeiz ein schnelles Mittagsmahl zu bereiten. Das könnte ich zwar auch aber wenn sie es so will … Im Anschluss ist für sie Bettruhe aber dringend nötig. Mir geht es zwar noch nicht richtig gut aber es doch deutlich besser. Um ja nicht zu viel Zuversicht aufkommen zu lassen macht abends mein Rücken schmerzhaft auf sich aufmerksam. Auch das noch! Inzwischen kenne ich die Grundverhaltensregeln, die ihn milde stimmen und setze alles daran ihn zu beruhigen. Es funktioniert mittelprächtig. Dann ist das so. Dankenswerterweise gelingt die Abendversorgung problemlos. Den Hauskreis will ich leider absagen aber dann findet er wegen der Eisglätte sowieso nicht statt. Anstelle eines frommen Buches lese ich einen zu meinem schlichten Gemüt passenden Krimi – totale Gehirnentspannung, ich mag das. Es wird normal spät und der Schlaf ist gnädig.

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