Drang nach Sinnvollem

Es ist ein Tag ohne Highlights auf unterdurchschnittlichem Niveau. Dann ist das halt so. Alles wird so relativ, wenn man nicht aktiv dran teilnehmen kann. Andererseits bringt er den wichtigen Impuls, dass ich, wenn ich schon hier rumliege, mich mehr mit geistlichen Themen beschäftigen sollte. Eine bedeutende Erkenntnis, die mir im Hintergrund immer klar war, sich jetzt aber endlich in den Vordergrund durchkämpfen konnte. So werde ich mich wieder Hiob zuwenden, bei YouTube nicht nur bedeutungsarme Videos konsumieren und den Krimi-Konsum deutlich reduzieren. Soweit die Erkenntnis, bleibt sich zu mühen, daraus Taten wachsen zu lassen. Munter voran oder so. Der Schlaf ist in diesen Tagen erstaunlich gut. Seltsam.

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Lebensphilosophisches

Während ich noch im Frühtau so vor mich hin döse muss meine Ohrgeplagte wieder zum Klinikum. Meine streikenden Kreuznerven verhindern, dass ich sie begleite – ein Freund übernimmt diesen Job. Ehrlich gesagt, nach einer Woche Rückenweh würde ich liebend gern dieses frühe Aufstehen auf mich nehmen. Besser „berufstätig spielen“ als zum Spielball gereizter Nervenbahnen werden. Das ist zwar ein wenig übertrieben ausgedrückt, trifft aber den Kern der Sache. Noch mehr frustrierend ist, dass ich eigentlich in dieser Zeit geistliche Literatur studieren könnte, was ich, aus welcher Motivation auch immer, nicht tue. So, genug geklagt. Im Prinzip geht es mir gar nicht so schlecht, denn der Lerneffekt im Blick auf das gewohnte Alltagsleben ist groß. Möge ich es auf Dauer schätzen lernen, es ist ein großes Geschenk. Der Tag vergeht recht schnell mit Andachten, Krimis lesen und YouTuben. Es wird wieder spät und der Schlaf ist willig. So geht der Januar dahin. Die Jahresanfänge lassen in letzter Zeit sehr zu wünschen übrig. Ob das so bleibt?

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Diakonie live

Welch ein seltsam spannender, erfahrungsreicher Jahresbeginn trotz aller Bedrückungen! Ich lerne den Wert von Geschwistern/Freunden ganz neu kennen und schätzen, eine wertvolle Erfahrung für einen Einsiedlerkrebs 😉. Gefesselt an mein Bett, besser gesagt an einen Kreis von ein paar Schritten rund um meine Lagerstatt, erlebe ich wie meine Schwindelgeplagte ohne jegliches Murren ganz spontane Hilfe erfährt. Diakonie an der eigenen Familie anzunehmen, als Hilfesuchender und nicht als Spender, gibt einer bislang eher nebelhaften Erkenntnisebene Schärfe und Klarheit. Selbst zu wollen und nicht zu können, zu wissen, dass eine geliebte Person auf mich angewiesen ist und ich nur kraftlos daneben stehen kann, frustriert gewaltig – aber dann festzustellen, dass andere einfach so für uns da sind, macht unendlich dankbar, froh und sprachlos. Noch habe ich das alles nur ziemlich überwältigt angenommen, was das in mir bewirkt, wie ich es verarbeite, wie es mich prägen wird – darauf bin ich gespannt. – Der Tag selbst ähnelt dem gestrigen gewaltig, nicht viel los rund ums Krankenlager 😢. Auf eine intensive Leseperiode folgt eine gut durchschlafene Nacht. Na prima.

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Erkenntnisdefizite

Wieder bin ich ans Bett gefesselt und kann außerhalb nur eine begrenzte Schrittzahl zurücklegen bis mein Nerventerrorist zuschlägt. Danach bleiben mir allerhöchstens Trippelschritte. Doch bis dahin bin ich voll beweglich. Irre. So vergeht dieser Tag wie der davor. Nein, nicht ganz, da meine Ohrgeplagte von einer Freundin heimgebracht wird, kann sie die Gelegenheit zum Einkauf nutzen. Das tut unserer Vorratshaltung gut und verschafft uns das geliebte Sprudelwasser. Außerdem lerne ich den normalen, ach so öde empfundenen, Alltag wieder schätzen. Mobilität ist ein großes Geschenk, das ich viel zu oft als selbstverständlich ansah. Meine Sichtweise ändert sich hier radikal. Warum muss ich dazu erst krank werden? – Wieder wird es spät, wieder kommt wohltuender Schlaf über mich. Nur die Heilung lässt sich Zeit. Schade.

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Neutrale Rückenlage

Wie oft hat mich das viel zu frühe Aufstehen bisher genervt. Doch siehe da mit gesundheitlichen Nöten schrumpft dieses „Problem“ auf eine winzige Größe zusammen. Ober sticht Unter, sagt ein altes Sprichwort, basierend auf den altdeutschen Skatkarten. Nun denn. Der Freund ist früh da, holt meine Behandlungsbedürftige ab und ich bleibe allein zu Haus. Nun ja, ganz allein bin ich nicht, bei jedem Schritt zuviel oder beim Hinlegen ballert meine Hexe wieder voll los. Echt ätzend aber so schnell nicht zu ändern. Nur die horizontale Lage, am besten flach auf dem Rücken, bleibt folgenlos. – Der Klinikaufenthalt zieht sich hin, jedoch ist hinlänglich bekannt, dass man für Termine in diesem Etablissement jede Menge Zeit mitbringen muss. So trifft meine Liebste arg geschafft erst nach mehreren Stunden wieder ein. Irgendwie kommen wir zurecht, empfehlenswert ist das nicht. Ein anderer Freund wird die morgige Fahrt zum Klinikum übernehmen. Wir sind so dankbar für solche Freunde. – Abends schaue ich mir den neuen Barnaby von gestern aus der Mediathek an, lese noch ein wenig, heize meinem Rücken kräftig ein und lasse den Tag ausklingen. Der Schlaf ist kurz aber intensiv, sagt mein Gefühl und meine Watch. Dann ist das wohl so.

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Auch das noch: Herumballernde Hexen

Relativ frisch und recht munter gehe ich in diesen Tag. Heute findet in meiner Gemeinde kein Gottesdienst statt und so schalte ich mich über YouTube in den Bremer Gottesdienst ein. Diesmal geht es um einen langen Predigttest mit den Königen von Israel, Juda und Edom, die gegen Feinde ausziehen. Dazu kommt noch der Prophet Elisa, eine Wüste, ausgehobene Gruben und viel Wasser. Es folgt eine interessante Auslegung, die merkenswert ist. – Zum Lunch gibt es den gespendeten, bemerkenswert wohlschmeckenden Eintopf. Köstlich. Ansonsten ist es wieder ein recht langweiliger Tag, weil meine vom Schwindel geplagte Mitbewohnerin das Bett hüten muss. Morgen steht eine weitere Behandlung im Klinikum an zu der ich sie begleiten soll. Das ist der Plan. Kurz bevor ich das einfache Abendbrot fertig habe durchzuckt mich ein stechender Schmerz, nur mit viel Mühe gelingt es mittels kleinster Trippelschritte mein Bett zu erreichen. Das Hinlegen ist ein tierischer Akt, zu dem gewisse Rückennerven deutlichst ihre Kommentare abgeben. Letztlich gelingt er nur dank des elektrisch verstellbaren Lattenrostes. Es ist tatsächlich immer wieder ein schönes Gefühl, wenn der Schmerz abklingt. Da lieg ich nun, ruhig und friedlich, nur beim Aufstehen, Laufen und Hinlegen von Nervenenden massiv traktiert. Was nun? Können wir nicht wahlgeordnet nacheinander krank werden? Ist das zu viel verlangt? Offensichtlich! – Ein guter Freund erklärt sich bereit die morgige Tour zu übernehmen. Welch eine Freundlichkeit, welch ein Segen! Die Nacht verläuft besser als gedacht, allein die notwendigen Ausflüge in die Keramikabteilung sind unter teils heftigen Protesten gewisser rückseitiger Elemente durchführbar. Das ist mehr als lästig aber nicht zu ändern. Dann ist das so. Gute Nacht!

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Leichter Frust

Mitten beim Morgenkaffeetrinken kommt der Anruf aus dem Klinikum, da wartet jemand abholbereit auf mich. Okay, ich mache mich auf den Weg. Der Verkehr ist eher mäßig, die Parkplätze sind weitgehend frei und so stößt die ganze Aktion auf keinerlei Probleme. Fit ist meine Liebste allerdings noch nicht. So eine Krankheit kann sich lange hinziehen, inzwischen hat sich sogar die Erkältung wieder zurückgemeldet. Der Jahresbeginn bleibt zweifellos in Erinnerung. Am Nachmittag schwänze ich einen Termin, ich bin einfach nur antriebs- und lustlos – trotz aller starken Durchhilfe von Gott mittelstark frustriert. Es ist an der Zeit, dass ich mich aufraffe – schön gesagt, schwer getan. Seufz. – Dann nimmt ein normaler Samstagnachmittag seinen Lauf, doch, warum auch immer, die Stimmung bleibt eher in den unteren Stockwerken hängen. Dann muss ich da halt durch. Am Abend bringt eine Freundin noch einen Eintopf vorbei, unser Überraschungsmahl für morgen. Das baut wieder ein wenig auf. Ich lese bis spät in die Nacht. Der Schlaf gestaltet sich eher durchschnittlich.

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Strohwitweralltag

Nach meiner frühmorgendlichen Selbstversorgung pumpe ich Tigers Hinterrad voll auf. Die Pumpe hält durch obwohl sich der Luftdruck über Nacht deutlich vermindert hat. Ein Anruf bei der Werkstatt ermöglicht mir einen Termin um 13 Uhr. Das ist ein Geschenk. Pünktlich liefere ich Tiger dort ab, sie prüfen, es ist tatsächlich eine Schraube. Der Reifen sei selbstdichtend, informiert mich der Meister, aber die Schraube ist seitlich neben der Dichtschicht eingedrungen. Na toll. Die Reparatur dauert eine halbe Stunde, ich bin einen Fuffziger los aber Tiger fährt wieder ohne Luftverlust. Im Klinikum ist alles ziemlich unverändert bis auf eine neue Diagnose. Gut Ding will eben Weile haben. Eine neue Bettnachbarin ist eingezogen, die bisherige haben die Belegungskünstler in ein Vierbettzimmer verfrachtet. Das ist für sie gar nicht lustig: 4 Betten treffen auf 20 Besucher. Kein Wunder, dass sie da lieber den geordneten Rückzug nach Hause antritt. Ich erfahre derweil die Krankheitsgeschichte der neuen Nachbarin, während mein Besuchsziel einen Termin beim Chefarzt absolviert. Dann ist das so. – Im Anschluss schaue ich endlich mal wieder bei meiner Mum vorbei. Es hat sich nichts geändert, sie liegt teilnahmslos im Bett und reagiert gar nicht. Trotzdem berichte ich ihr von unseren Krankheiten, erzähle dies und das bis ich mich wieder verabschiede. Hat sie mich zur Kenntnis genommen? Keine Ahnung. – Daheim bereite ich mir ein köstliches Lunchdinner, schlicht, schnell zubereitet aber sehr wohlschmeckend. Jetzt noch eine Geschirrspülmaschine angesetzt und dann trete ich lesenderweise, gewürzt von zwei YouTube-Beiträgen, in die Abendunterhaltung ein. Die Abendandacht fällt leider etwas kürzer aus, mir fehlt schlicht die Motivation, ich lasse mich fatalerweise zu stark treiben. Es wird normal spät und der Schlaf agiert ziemlich lustlos. Seufz.

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