Mehrwertsteuerplage

Mitunter muss man tun, was man hasst. Steuererklärungen fallen für mich unter diese Kategorie. Der Betrieb einer tollen Photovoltaikanlage macht viel Freude – nur habe ich sie zwei Jahre zu früh installiert. Die Jahresmehrwertsteuererklärung steht vor der Tür. Ehe nun das Finanzamt höchstpersönlich anklopft, gehe ich es lieber rechtzeitig an. Zunächst suche und finde ich meine Vorjahrestabellenkalkulation, dupliziere sie und passe sie auf 2023 an. Nun die Werte zusammengesucht, eingesetzt und schon steht der Betrag da, den mein räuberischer Staat mindestens einfordert. Für mich ist die Versteuerung selbsterzeugten und selbstverbrauchten Stroms Abzockerei, die allein durch das Gewaltmonopol des Staates begründet ist. Vormals gab es wenigstens die Erklärung, dass das die „nötige“ Folge einer mehrwertsteuerfreien Beschaffung war aber inzwischen ist dieselbe ohne jegliche weitere Verpflichtung sowieso steuerfrei. Ein weiterer Grund für die Unzufriedenheit im Land. Mit viel Überwindung rufe ich nun ELSTER auf, logge mich ein, kopiere die Daten vom letzten Jahr, trage zwei Werte neu ein, dazu noch unsere Anschrift und fertig ist die Erklärung. Offen bleibt, ob die Abzocker damit zufrieden sind, dass ich als Grundlage meine tatsächlichen Kosten für aus dem Netz bezogenen Strom nehme oder ob sie einen Mondpreis als Basis für die Steuer fordern werden. Warten wir’s ab. Immerhin ist mein Part voll erfüllt und ich habe ein Jahr Ruhe. Hoffentlich. – Ansonsten huscht der Tag vorbei, es wird mittelspät und der Schlaf ist okay. Mehr oder weniger.

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Alter Elefant

Jeden Tag wird es besser, inzwischen hüpfe ich daheim schon herum wie ein alter Elefant😉, teilweise sogar ohne Gehstock. Fein. Nach all den tristen Januartagen leuchtet ein kleines Licht auf und mit mancherlei Ideen stürze ich mich auf kleine Aufgaben. Sehr schön. – Daneben öffnet mir ein YouTube-Beitrag eine Sicht auf die katholische Kirche – diese, meiner Meinung nach gelungene, neutrale Sicht ist erfreulich. Neutral heißt nicht keinen eigenen festen Standpunkt zu haben, welcher natürlich alle Aussagen prägt. Es ist kein unbedingt tiefschürfender aber doch sehr erhellender Überblick. – Die Mittagspause tut wieder einmal wohl, auch wenn mich Überlegungen zu einer anstehenden Moderation umtreiben. Der Abendgottesdienst am Sonntag wirft seinen Schatten voraus, gerade rechtzeitig bin ich wieder „schussbefreit“, es ist an der Zeit einleitende Gedanken zu fassen und zu formulieren. Gott schenkt mir dazu Ideen und Motivation, nur so kann das Vorhaben gelingen. – Belastung und Schonung im rechten Maß scheinen meinen Rückennerven gut zu tun. Ihr Protest wird immer stiller. Prima. Die Nachtruhe beginnt spät und lässt, laut Watch, Tiefschlaf und REM vermissen. Die REM-Phase soll etwas mit Träumen, Tiefenentspannung und Gedächtnistraining zu tun haben. Nun ja, meine Festplatte hat sowieso ihre Probleme, kein Wunder nach sieben Jahrzehnten Laufzeit😀.

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Lehren für künftige Schüsse

Was lerne ich aus der ganzen Chose? Ein stinknormaler Hexenschuss dauert rund zwei Wochen. Ein Arztbesuch scheint dabei wenig zu bringen. Die erlösende Spritze gibt es nicht mehr wegen festgestellter Nebenwirkungen und das ist sicherlich gut so. Schmerzmittel kann ich mir selbst besorgen, nur für höhere Dosierungen wäre ein Medicus nötig. Der Weg zur Praxis ist mühevoll aber vor dem Doktor „springe ich rum wie ein alter Hirsch“ – warum auch immer – so dass demselben ein völlig falsches Bild von mir vermittelt wird. Back Home geht das Dilemma und Gejammer aber wieder los. Nützlich scheint mir nur die Bewegung in der zweiten Woche zu sein, diese fördert wohl in Kombination mit lindernden Tabletten die Heilung. Muss ich mir merken. – So stehe ich auch heute auf, laufe herum, halte aber ebenso Ruhephasen ein und begebe mich früh ins Seniorenbett. Das bekommt mir offensichtlich gut. – Ansonsten wickelt sich ein ganz normaler Tag ab, nur dass meine Einsatzfähigkeit nach wie vor ein wenig stark begrenzt ist. Dann ist das so! Die Nacht ist nicht so toll, da gebe ich meiner Watch völlig recht. War wohl wieder einmal dran.

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Mein Ich – mein Rätsel

Meine gesammelten Bedenken kann ich getrost vergessen. Gott schenkt mir einen höchst erfreulichen Aufbruch, einen kliniknahen Parkplatz (wahrlich keine Selbstverständlichkeit um diese Zeit!!!) und einen leicht beschwingten 😀😉 Gang zum Untersuchungstermin. Ich befürchte nur, dass das Urteil des Arztes durch meinen munteren Auftritt wenig realitätsnah erfolgt. Wie dem auch sei, selbst die lange Wartezeit auf das Ende der parallelen Behandlung meiner „Leidensgenossin“ in einer anderen Abteilung, überstehe ich perfekt. Sogar der Rückweg zum Auto erfordert nur einen leichten Krückeneinsatz. Alles roger? Ja, bis daheim. Dort geht das Nervengemaule wieder los, immerhin schwächer als gestern. – Mittags hätte ich fast eine Kreuzfahrt für 2026 gebucht – die Reise wäre fast perfekt aber zwei Jahre im voraus buchen? Spinne ich denn? Nein, das mache ich nicht mehr mit – der Zeitraum ist mit gut 71 Lebensjahren zu unüberschaubar. Die Doppelerkrankung mit unserer Hilflosigkeit hat ihre Spuren hinterlassen und die Unberechenbarkeit des Lebens drastisch vor Augen geführt. Ein Jahr Vorlauf billige ich mir noch zu – selbst das ist genau genommen schon viel zu lang. – Den nervenaufständischen Nachmittag brauche ich zur Rückenmuskelberuhigung – der Unterschied zum Vormittag ist superarg krass. Ich kapiere das gar nicht und bin mir selbst ein Rätsel. Findet mein Hexenschuss nur im Kopf statt? Seltsam. Sei’s drum. Lesen, Andacht, ein wenig TV und recht früh die Nachtruhe einläuten mit dem seltenen Erfolg einer ausgiebigen Tiefschlafphase laut Watch. Stark.

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Arztbesuch der Erste

Ein erfahrungsreicher Tag bahnt sich an. Gegen Mittag eile 😉 ich auf zwei Krücken hoffnungsfroh zu meiner Ärztin. Sie ist supernett, man kann mit ihr wunderbar plaudern aber die ersehnte Spritze erhalte ich von ihr nicht. Es gäbe eine Reihe negativer Erfahrungen damit, sagt sie. Stattdessen (Los eines Privatpatienten?) schickt sie mich morgen ins Klinikum zu einem Termin mit einem Fachmann. Also zurück zum Auto, ein paar Sachen aus der Gemeinde holen, meine inzwischen wieder fahrfähige, in Gesundung befindliche Miterkrankte kauft noch ein wenig ein und dann will ich zu Hause endlich aussteigen. Das gefällt den Rückennerven überhaupt nicht. Das Laufen, das nahezu ohne Gehhilfe in der Arztpraxis möglich war, funktioniert nur noch mit doppelter Unterstützung in Trippelschritten. Der kurze Weg zum Bett ist plötzlich gewaltig lang. Im Laufe des Nachmittags beruhigen sich die Krawallmacher wieder, wenn auch nicht wie heute früh. Das kann morgen ja heiter werden – ein Gebetsanliegen bedeutungsvoller Art! Gott wird helfen. Irgendwie. Schauen wir mal. Aufbauend erweisen sich der Hiob-Kommentar und das Jesus-Buch – eine von etlichen prima Seiten einer Andachtszeit. – Liegender- und lesenderweise wird es nicht sehr spät, denn der Mittwoch wirft seine Frühaufsteherschatten voraus. Es folgt ein erholsamer Schlaf. Klasse.

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Hesekiel und Calvin

Okay, was muss, das muss, so vereinbare ich einen Arzttermin für morgen. Ich will meine Spritze und hoffe dann auf stetige Besserung. Heute wird sich nicht viel abspielen, das Übliche halt. Der Abschluss von Liebis Vortrag ist noch einmal so richtig interessant und löst ein biblisches Problem aus dem Buch Hesekiel, das mich schon lange verfolgt. Okay, man kann die Lösung auch kritisch sehen, aber sie eröffnet mir immerhin einen möglichen Weg. Frank Lüdke informiert mich über Johannes Calvin, hochinteressant. Andererseits gibt es wohl keinen „Glaubenshelden“, der perfekt ist oder war. Jeder hat seine dunklen Seiten gehabt, was zeigt, dass sie zwar überreich gesegnet waren, im Segen gewirkt haben, jedoch keine Übermenschen waren. Das gibt Gott die Ehre und nicht uns Menschen. Das ist gut so! Ja, es lohnt sich mehr Zeit in geistliche Erkenntnisse zu investieren – bedenklich bleibt dabei mein schwächelndes Merkvermögen. Was wird hängen bleiben? – Wie üblich rumoren die Rückennerven am Abend wieder stärker herum. Dann ist das so. Es wird normal spät.

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Brettertüren am Sonntag

Nein, ein Gang zum Gottesdienst ist leider immer noch nicht drin. Total schade. Gott sei Dank gibt es die Übertragungen im Internet. Wir besuchen zuerst unsere Gemeinde und hören eine mitreißende Predigt unserer Jugendpastorin – einfach nur stark. Es geht um einen Aspekt der Jahreslosung. Dann switchen wir um auf Bremen und lernen mancherlei über die Freiheit durch den Glauben. Fesselnd. – Zum Lunch profitieren wir von einem Geschenk einer Freundin – sie versorgt uns so gut, ein Segen. – Der gute, alte Helmut Blatt erfreut mich mit einem Vortrag über Israel und Palästina, die historischen und biblischen Fakten zu diesem Landstrich mit den wechselnden Eigentumsverhältnissen. Interessant. Auch mit Liebi versuche ich es noch einmal – wer die Geduldsprobe besteht, bekommt einen nachdankenswerten, hochinteressanten Vortrag zu hören und selbst wenn man dessen Ausführungen nicht in allen Einzelheiten teilt, profitiert man gewaltig davon. Wäre ich nur geduldiger und gelassener! – Ein neuer Barnaby zur Nacht mit gewohnt skurrilem Plot lässt den Tag mit britischem Flair ausklingen. Faszinierend die Brettertüren, die direkt ins Wohnzimmer führen – Engländer bauen anders. Good night, sleep tight.

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Selbsthilfe: off – Ärztin: on

Welch ein mächtiger Kommentar zum Hiobbuch. Die Worte haben mich wieder gepackt. Ich lese heute sowohl Rede als auch Entgegnung und mir wird dabei klar, wie man selbst bei theologisch gar nicht mal so falschen Äußerungen daneben liegen kann. Ein vom Heiligen Geist geschärfter Blick auf den Nächsten ist unerlässlich, wenn man ihm nicht völlig Unrecht tun will. – Mit viel Mühe ertrage ich die hochinteressanten aber die Geduld arg strapazierenden langatmigen Ausführungen von Roger Liebi. Bei der Hälfte muss ich abbrechen, mein Geduldsfaden steht vorm Reißen. Schade, ich muss noch viel lernen. So vergeht der Tag etwas sinnvoller, was die Rückennerven nicht hindert je nach Belieben kräftig zu motzen. Immer wenn ich meine, dass endlich eine deutliche Besserung eingetreten sei, strecken sie mir die Zunge raus und schlagen auf der Schmerzzither ein paar alles durchzuckende Töne an. Das können sie gut😉😢. – Jetzt reicht’s: Beschlossen und verkündet: Montag vereinbare ich einen Termin mit meiner Hausärztin. Basta. Gute Nacht.

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