Die Situation ist da

Jetzt noch ein wenig feilen, ein paar Ecken und Kanten abschleifen sowie nächtliche Ideen einarbeiten und schon bin ich fertig. Nun muss der Drucker ein paar Unterlagen vervielfältigen als Folge meines Verzichts auf einen Beamer. Meine Erfahrung ist ziemlich eindeutig, wenn so ein Teil Bilder auf die Leinwand wirft, breitet sich gemeinhin Schweigen aus – wenigstens unter älteren Teilnehmern. Jüngere sind medienresistenter aber ich habe es weit überwiegend mit Glaubensgeschwistern meines Alters (oder älter) zu tun. Da ist ein gedrucktes Blatt nun einmal vertrauter. – Siedend heiß fällt mir während der Mittagsruhe auf, dass ich alles erklären kann nur die Grundlage „det Janzen“ nicht. Okay, dann also schnell nachlesen und fertig ist die Laube. – Es kommen ein paar mehr Menschen als ich erwartet habe, sogar unser neuer Pastor gesellt sich zu uns. Dann ist das so. Gott steht mir bei und die Stunde läuft vernünftig ab. Halleluja. Für die Zukunft lerne ich, dass reine Lehrinhalte durchaus willkommen sein können, sie dürfen nur nicht zu lang sein. Gut, dass ich sie ausgedruckt habe, so kann wer will sie nachlesen. – Es war eine nette Runde. Eine Last fällt plumpsend von mir ab. Gerne wieder – nur nicht zu schnell und zu oft hintereinander. – Im Anschluss besuche ich meine Mum. Erschreckend: kein Wort, minimales Blinzeln, keinerlei Reaktionen. Traurig. Seufz. – Daheim atme ich tief durch. Welch ein Tag! – Kein Ahnung weshalb es heute spät wird, es ergibt sich einfach so. Vermutlich lag es an der Zeitgeschwindigkeit, die offensichtlich zu schnell für mich war. Zum Glück kann ein Pensionist das am Folgemorgen durch einen späteren Tagesbeginn ausgleichen. Geht doch.

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Vorbereitungen – die Zweite

Es ist ja nicht so, dass ich die ganze Zeit an den Vorbereitungen sitze aber einen Gutteil des Tages schon. Faszinierend, dass nachts sich regelmäßig Ideen einschleichen, die das Manuskript auf den Kopf stellen oder deutlich ergänzen. Offensichtlich nutzt der Heilige Geist bei mir gern meine Ruhezeiten um mich zu korrigieren oder andere Auslegungswege aufzuzeigen. Das finde ich absolut gut. Danke!!! Ich sinniere über die Ausführungen des Babylonischen Talmuds ob man ein am Sabbat gelegtes Ei am selben Tag essen darf oder erst am nächsten, lerne zwei Hühnerarten kennen, das Fleischhuhn und das Legehuhn und die Unterschiede in der Bewertung ihrer Eierverwertung. Das ist ganz und gar nicht meine Welt aber irgendwie beeindruckend ist sie schon. Wie immer staune ich über die Tiefe eines biblischen Textes wenn man sich ausführlich mit ihm auseinandersetzt. Ich liebe diese Arbeit am und um das Wort Gottes – wenn nur die unabstellbare Nervosität vor der morgigen „Stunde“ nicht wäre. Egal, es geht gut voran, ich lerne viel Neues und entdecke immer mehr – welch eine erfüllende Arbeit. Mein alter Denkapparat wird ganz schön auf Touren gebracht. Echt gut. – Bei ‚München Mord‘ entspanne ich am Abend, drei urige Ermittler, seltsame Methoden und ein echt abseitiges Motiv halten mich bei Laune. Nun denn. Jetzt noch ein wenig lesen und schon saust die Zeit an mir vorbei. Es wird zu spät. Sei’s drum.

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Vorbereitungen – die Erste

Es geht heute relativ früh los, unsere Haarkünstlerin schaut vorbei und übt ihr Handwerk zu meiner vollen Zufriedenheit aus. Gut so. – Während meine liebe Mitbewohnerin in der Weltgeschichte herumfährt, bereite ich mich auf die Bibelstunde am Mittwoch vor. Es ist höchste Zeit. Es wird um den Sabbat, bei Christen den Sonntag, gehen und wie man mit ihm angemessen umgeht. Die geistliche Oberschicht zu Jesu Zeiten hatte da eigene und andere Vorstellungen als Gott – es ist wirklich nicht zu empfehlen dem Schöpfer aller Dinge seinen eigenen Willen aufdrängen zu wollen. Das kann nur schiefgehen. So sitze ich über der Bibel, wälze Kommentare, schaue in ein Buch über den Babylonischen Talmud und taste mich an das Thema heran. Das füllt den Tag gut aus. – Abends lasse ich mal wieder den guten alten Barnaby an mir vorbeirauschen, youtube und lese ein wenig, bis es spät genug zum Übergang in mehr oder weniger mitreißende Traumwelten ist. Guads Nächdle.

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Neues Pastorenteam

Der Einführungsgottesdienst unseres neuen Pastorenteams gefällt mir außerordentlich gut. Ich staune über die umfangreiche Beauftragung durch die Landeskirche („sie bewegt sich doch“😉) und freue mich über die Predigt. So schön der Vormittag war, so öde ist der Nachmittag. Ich komme mir ausgegrenzt vor, vermute aber stark, dass ich eher mich selbst ausgrenze als andere mich. Das ändert die „Schuld“ aber nicht das „Feeling“. Zeige ich depressive Tendenzen? Mag sein aber bei allen guten Erfahrungen stimmt mich unsere diesjährige Feier im Nachhinein ein wenig nachdenklich. Mit dem Zelt konnten wir frei heraus einladen und auf einmal muss ich auf liebe Gäste verzichten. Weshalb haben wir nur so klein gebaut 😉😇? So lernen wir mit Begrenzungen zu leben, möglicherweise aber auch wie wir Besucher effektiver stapeln 😀 können. Das ist wahrhaftig keine leichte Übung. – Wir nutzen den Nachmittag um die Ausflüge bei unserer Kreuzfahrt auszuwählen. Eine 13-stündige Powertour ist dabei, aber der Rest scheint gut verträglich zu sein. Abwarten. – Inzwischen habe ich mich (oder ist es Gott, der das tat?) wieder aufgebaut und begebe mich virtuell auf eine Fahrt die Mosel entlang. Das ist echt schön. Die Nacht naht schnell und es wird mittelspät.

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Der Tag danach

Ich will nicht aufstehen! Nein, no, heute nicht! Nein, einen Kater habe ich definitiv nicht aber dennoch fühlt sich heute das Liegen besser als das Stehen an. So lasse ich die Zeit verstreichen bis es klingelt. Draußen vor der Tür wird mein Neffe von meiner Frau in Empfang genommen. Er kommt mit seiner ganzen Family. Panik ist bei mir angesagt, Panik vermengt mit sehr viel Freude. Einerseits muss ich mich sortieren, waschen, anziehen und andererseits finde ich es total toll, dass sie mal vorbeischauen. Die Kinder sind echt süß. Die Plauderei mit den Eltern ist interessant und locker. So vergeht die Zeit rasend schnell. Ich spaziere mit den beiden Kids durchs Haus, sie finden viel Interessantes und Fragenswertes – wie es halt so ist. Das besonders Gute verwirklicht sich in der Tatsache, dass ich endlich voll wach bin. Prima. – Den Abend lassen wir dagegen sehr ruhig angehen. Nach zwei Versuchen mit aktuellen Krimis aus dem TV, lande ich dann doch wieder auf der altbekannten Karibikinsel mit Death In Paradise. Dann ist das so. Ich erfrische mich auf der Terrasse und spüre die nächtliche Kühle kaum. Erst spät wechsle ich ins Haus. Dort ist es kuschelig warm. Irgendwie vertrödele ich die Zeit und so wird es normal spät. So bin ich eben. Der Schlaf macht einen guten Job.

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Kleine Fete

Die letzten Vorbereitungen für den Abend gehen schnell von der Hand. Zwei Stühle wandern vom Keller auf die Terrasse. Die Illumination ist fix installiert und für eine zweite, bunte Lichterkette kann ich einen „perfekten“😇 Anschluss ebenfalls realisieren. Der Kühlschrank kühlt brav eine Vielzahl von Flaschen, die Stühle stehen draußen im Kreis für Gäste bereit. Die Tische drinnen sind gedeckt, der Teppich ist gesaugt, der Boden gewischt – was will man mehr? Absolut pünktlich treffen die Speisen für das Büfett ein, der Platz im Salon reicht gerade so aus und die wärmenden Brenner heizen das kleine Zimmer gleich mit auf. Dann ist das so: Essen fassen in Sauna-Atmosphäre. Die bis jetzt fehlenden Gäste treffen nach und nach ein – welch ein Glück, dass das Wetter so warm ist, denn unsere Möglichkeiten drinnen würden schon an unseren Grenzen kratzen. Die Nahrung, feste und flüssige, reduziert sich kräftig im Laufe der Stunden, dafür nimmt die Sättigung und beschwingte Heiterkeit zu. Gerne präsentiere ich meine KWV-Kollektion und schließlich sogar meinen Lieblingsgin. Die Worte sprudeln, die Themen sind mal mehr, mal weniger heiß, inzwischen sitzen die Männer im „Büro“ (der Raum mit den Flaschen hinter den Aktendeckeln) und die Damen tiefverhüllt im Kühlen draußen. Jedem das Seine, den Frauen das Ihre. Wir haben recht lange Freude miteinander bis wir nach und nach auseinanderbröckeln. Ein feiner Abend mit tollen Gästen. Merci. Der Schlaf schlägt schnell und tief zu.

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Fetenvorausschatten

Heute wird es ernst. Die Vorbereitungen nehmen kräftig Fahrt auf. Vormittags erledigen wir sämtliche Getränkebeschaffungen und alle nötigen Einkäufe. Nun wird der Esszimmertisch präpariert, ebenso verliert der Wohnzimmertisch alle dort zwischengelagerten Utensilien. Ein Kühlschrank wandert vom OG ins EG, von der oberen Terrasse verabschieden sich zwei Liegen auf Dauer, dieselbe wird vorbereitet, gefegt und bestuhlt. Das EG verwandelt sich so in eine Feierzone für gesetztere Herrschaften – irgendetwas zwischen einer Partymeile und einem Seniorenkaffeetrinken 😉😀😇. Nach und nach wird der bereits erwähnte Kühlschrank mit den gerade erworbenen Getränken bestückt. Er brummt intensiv vor sich hin, immerhin muss er etliche Liter Flüssigkeit etliche Grade herunterkühlen. Er schafft das schon. Während die meisten Räumlichkeiten sich mehr oder weniger festlich ausgestalten nimmt das Büro eher Lagercharakter an. Einen Raum trifft es immer, Schicksal halt 😀. Am Abend sieht es gut aus und wir genießen das schöne Wetter auf der Terrasse. Entspannung pur. Als es kühler wird, so unter 22 Grad, verlassen wir das Freie für die „innere Wärme“ des Hauses. Der Abend gestaltet sich in üblicher Weise, altersgerecht. Es wird leicht spät und der Schlaf kommt in aller Ruhe dazu.

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Stromfasten

Das Staubsaugen in der Gemeinde wird versüßt mit einem Vortrag Roger Liebis über die Sintflut. Hochinteressant und langatmig, also genau richtig, begleitend zu meiner Aktivität. Meine Chauffeurin, die sich in der Zwischenzeit interessenspezifisch unterhalten hat, bringt mich sicher nach Hause, wo wir Foxi mit selbsterzeugtem Strom versorgen. Mein heißgeliebtes Sofa streikt und lässt sich nicht überzeugen in die Ruheposition zu wechseln. Shocking. Nichts tut sich, nur die Kopfstützen lassen sich noch bewegen. Also probiere ich die Grundreparatur für alle stromvertilgenden Gerätschaften: Stromfasten. Stecker raus, kein Netz, warten und nach angemessener Zeit den Stecker wieder einstecken. Potzblitz, siehe da, alles okay. Verzicht hilft oft 😉😀. – Unser längst ausgetrockneter Zimmerbrunnen muss seinen angestammten Platz räumen – die Fete wirft ihre Schatten voraus. Die Getränkebestände werden erfasst und diesbezügliche Wünsche vermerkt. – Der Abend verläuft ruhig und ich versinke relativ früh in den Federn, die längst anderem Materialien weichen mussten. Bis auf mein Kissen, glaube ich wenigstens …

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