Podologie und Wein

Der Vormittag vergeht mit messen und planen. Wir transportieren einen Biertisch vom Keller in den Salon und platzieren ihn als Standort fürs Büfett. Esswillige müssen sich also in dem kleinen Raum gegenseitig auf die Füße treten. Wer schlemmen will muss leiden – so ist das eben 😉😇. – Am Nachmittag erhalten meine Treterchen ihre langersehnte Pflege – es ist allerhöchste Zeit. Dann fahren wir mit Foxi zum Weindepot. Zu meiner allergrößten Freude können wir dort dreizehn Flaschen trockene Scheurebe ergattern. Toll! Dazu kommt der Fetenwein, weiß und rosé – und voilà ist die nächste Abbuchung vollzogen. So geht es zu im Leben. Wieder daheim startet meine Abendandacht, ein wenig beengt im Büfettsalon aber irgendwie geht es schon. Muss halt. – Am Abend lasse ich mich auf eine bekannte aber nette Folge von München Mord ein. Danach folgt der übliche Ablauf und es wird spät. Eine durchgegorene Scheurebe 🥂 versüßt den Abend. Fein.

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Umschaltversuche in den Alltagsmodus

Die Fetenvorbereitungswoche startet. Wir planen die Tätigkeiten sowie die zeitlichen Abläufe und laden noch ein paar Gäste ein. Alles zu seiner Zeit. Ich entferne schon mal ein paar Rumstehomaten aus unserem Hauptaktionsraum und überlege einen Standort fürs Büfett. Im Zelt war immer viel Platz, hier oben wird es deutlich enger und alles rückt uns mehr auf die Pelle. Da kommt etwas auf uns zu. Meine plauderbereite Mitbewohnerin übt schon mal für den Europarekord im Mehrfachdauertelefonieren. Klappt recht gut. Respekt – und das von einem Telefonierverzagten. – Es gibt noch ein paar bürotechnische Restarbeiten aus den beiden Urlaubswochen und ich leite langsam zur Alltagsarbeit über. Bei mir dauert das immer ein wenig lange. Immerhin klappt es mit der Andacht wieder, sogar die Teezubereitung findet wieder statt, dazu ein griechisches Knäckebrot mit Chili-Weingelee. Lecker. – Barnaby am Abend ist uninteressant, alles viel zu gut bekannt. So bleibt es schließlich bei den üblichen Abendbeschäftigungen bis ich endlich den Ruf meines Seniorenbettes erhöre. Der Intervallschlaf wartet schon. Alles roger.

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Bruderliebe

Endlich wieder Studierstube – ich freue mich sehr! Leider läuft es heute etwas schleppend aber nicht uninteressant. Die Forderung von Jesus aus dem Johannesevangelium, die Johannes in seinem 1. Brief noch einmal explizit wiederholt, dass Christen sich lieben sollen, erweist sich in der Praxis immer wieder als äußerst schwierig. Wir Menschen kämpfen viel zu verbissen um unsere Erkenntnis und tun uns umso schwerer andere Sichtweisen stehen zu lassen. Die Angst falsch zu liegen, lässt uns „bissig“ werden, viele Gemeinden sind schon daran zerbrochen. Extrem traurig. – Nachmittags hören wir noch die erkenntnisreiche Predigt aus Bremen über Gebetserhörungen – Gott hört jedes Gebet und erhört es auch – aber zu seiner Zeit, an seinem Ort, auf seine Art und im Rahmen seiner Vorhersehung. Brillante Auslegung. – Nachmittags besuchen wir meine Mum. Keine Ahnung ob sie mich versteht, registriert hat sie uns wenigstens. Frustrierend dass ich nicht verstehe was sie zu sagen versucht – frustrierend sowohl für mich als auch für sie. Man sitzt da, hält Händchen, redet viel und fühlt sich so hilflos. Immerhin hat sie den Besuch aktiv zur Kenntnis genommen und vielleicht sogar mich erkannt, hoffe ich. – Abends ziehe ich mir ein Interview mit Markus Söder rein, begleite einen Australier auf seiner Europatour und schaue anschließend Wildschweinen beim Vorsichhinleben zu. Übergenug TV-„Genuss“. Jetzt noch lesen, zwei Knäckebrote griechischer Art mit Butter bestrichen vertilgen – ich wollte doch abnehmen, seufz – und dabei ein Hemd mit Butterflecken beschmieren. Doppeltseufz. Es wird recht spät aber der Schlaf wartet geduldig. Gut so.

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Ankommen

So richtig bin ich noch nicht angekommen. Bei mir dauert es immer ein paar Tage bevor ich vom Reise- in den Daheim-Modus umschalten kann. Während meine Lebenslanggefährtin herumwirbelt mit Wäsche, Unkraut im Garten und in der Entwässerungsrinne, sitze ich rum und versuche krampfhaft das eine oder andere anzugehen. Kontopflege, Wäsche zusammenlegen, ein wenig kramen und Reiseutensilien wieder auf ihre Bereitschaftspositionen zu verfrachten ist ja ganz nett, läuft aber viel zu stockend ab. Am liebsten würde ich die nächste Reise planen aber der übermäßige Budgetverbrauch der letzten zwei Wochen steht dem entgegen. So lasse ich die Vernunft walten und bremse mich aus. Gut so! – Das Fernsehen breche ich am Abend ab, es nervt. Ein wenig YouTube, ein wenig lesen und ein bisschen virtuell Karten bewegen beruhigen meine Nerven und lassen mich zu Hause wieder heimisch werden 😉. Wunderbar. Es wird mittelspät und der Schlaf lässt sich Zeit. Dann ist das so.

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Totschlagsargumentation

Der Tag danach. Ich rechne unsere Urlaubskosten aus und bin schockiert. Hotels, speisen, Strom tanken und auf dem Bodensee herumschippern summieren sich zu einer ganz interessanten Endsumme. Dann ist das so. Damit kann ich mir mein Sparziel für die nächste Zeit abschminken – aber schön war es trotzdem (oder gerade deshalb?). Ich notiere die Regenmenge, die im August vom Himmel fiel und stelle fest, dass sie oberhalb des Vergleichszeitraums liegt. Das ist erfreulich. Per Notebook sind jetzt etliche Aufgaben zu erledigen und das tue ich dann auch. Der Mittag naht schnell, die gleichnamige Ruhe folgt dem nach. Die Post enthält die Androhung einer Kostenerhöhung vom Seniorenheim mit einer ausführlichen Begründung, so ausführlich, dass ich da überhaupt nicht durchsteige. Die schier unendlichen Bestandteile der Gesamtkosten werden im Detail so weitschweifig erläutert, dass sie ins Unverständliche abgleiten. Mir hätte eine kurze Übersicht „vorher-nachher“ mit ein paar erklärenden Worten vollkommen ausgereicht. Man kann halt mit vielen Worten ein Thema erschöpfend totreden. – Abends schaue ich einen Krimi, recht oft bewegt sich mein Finger unaufhaltsam zur Ausschalttaste, verharrt aber jedes Mal kurz davor und zuckt zurück. Hinterher bin ich mir immer noch unsicher ob ich nicht doch vorher … hätte, hätte, Fahrradkette! – YouTube unterhält mich im Anschluss noch ein wenig und schon beginnt die zweite Nacht im eigenen Bett. Der Schlaf spielt mit aber der Getränkekonsum verlangt viel zu oft sein Recht. Schade eigentlich.

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Daheim

Wir verabschieden uns vom Rhein. Ich mag ihn sehr und ich lasse ihn schweren Herzens zurück. Gern hätte ich noch ein paar Tage den Schiffen beim Passieren zugeschaut aber inzwischen ist der Drang endlich wieder nach Hause zu kommen viel zu groß. Also: Adieu mein Strom! Übrigens ist sein Pegel in den letzten Tagen kräftig gestiegen, inzwischen sind die Mittelinseln teilweise schon unter Wasser. – Zur Einstimmung auf die Fahrt wird gerade eine riesige Brücke saniert und wir dürfen uns durch Wiesbaden schlängeln. Meinetwegen. Wir kommen dennoch sehr gut durch, der Betrieb hält sich in Grenzen. Am Rasthaus Rimberg, keine empfehlenswerte Adresse fürs Stromtanken, sammeln wir neue Lade-Erfahrungen. Es gibt für beide Fahrtrichtungen der A 5 eine schwachbrüstige Säule mit maximal 50 kW Kapazität. Zu unserem Glück ist ein ID.3 gerade mit dem Laden fertig und Tiger kann den Anschluss nutzen. Mühsam füllt sich der Akku – Geduld tut dir not, lieber Bruder. Seufz. Im Anschluss übe ich mich im verbrauchsarmen Fahren. Mit 110 schleiche ich über die Autobahn, muss aber feststellen, dass der Unterschied zu 120 oder 130 eher marginal ist. Kurz vor dem Salzgitterdreieck geraten wir in einen Stau, dennoch geht es voran, nach recht kurzer Zeit passieren wir einen Unfall mit schweren Blechschäden aber offensichtlich ohne Personenschäden. Die Polizei ist noch nicht da. Ich stelle fest, dass die letzten Kilometer die nervigsten sein können. Gott sei Dank kommen wir unbeschadet zu Hause mit 18% Reststrom an, packen aus, wühlen uns durch die Post und sind einfach nur happy. Danke, HERR!!! Der Abend verläuft in aller Ruhe und im eigenen Bett schläft es sich echt gut. Wieder daheim, gut so.

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Laufen, laufen, laufen …

Vormittags schlendern wir den Rhein entlang Richtung Rüdesheim. Leider können wir die passierenden Schiffe kaum sehen, denn ein Flussarm, von Inseln abgetrennt, behindert die Sicht. Nach langer Wanderung kommen wir an eine wunderbar offene Stelle, fast direkt neben der Fahrrinne, völlig freie Sicht und sogar einer Bank, perfekt platziert. Nur – es lassen sich keine Schiffe blicken. Vater Rhein fließt ebenso träge wie unermüdlich an uns vorbei, die Sonne lacht vom Himmel aber außer abgebrochenen Ästen oder kleinen Grasinseln schwimmt auf ihm nichts dahin. Wir warten und warten, ich befrage die Positions-App für Wasserfahrzeuge – die allernächsten Binnenkähne sind so weit weg, dass wir noch mindestens zwanzig Minuten aufs Wasser starren müssten bis eins vor der Bank dahingleitet. Seufz. Also Rückzug. Auf halbem Wege sehen wir viel später dann endlich von Ferne ein paar Aufbauten durch die Bäume der Flussinseln blitzen. Man kann halt nicht immer gewinnen. Seufz. – Auf unserem Balkon sitzend sehe ich zum Trost eine Vielzahl von Last- und Kreuzfahrtschiffen passieren – unser Fernglas verkürzt die Entfernung deutlich. – Mühevoll überzeugt oder überredet, wie auch immer, mich meine Mitwanderin zu einem weiteren Spaziergang zum Probierstand in Oestrich, auf einem mir bisher unbekannten Wege. Ich staune wie schnell wir auf dieser Verbindung dort ankommen. Beim Genuss von Hibernaltrauben, vergoren und gelagert, ergießt sich ein mächtiger Schauer auf das Dach. Wir sitzen trocken darunter und lernen ein ortsansässiges Ehepaar kennen. Nette Plauderei. – Zwischen zwei Regengüssen geht es zurück, trockenen Fußes kommen wir am Hotel an, nur auf dem kurzen Weg zum Italiener erwische und eine weitere Dusche. Zum Glück sind zwei Plätze im Pavillon frei und ich erquicke mich mit einer Tortellini-Suppe und absolut leckeren Spaghetti mit Tomaten-Chili-Sauce. Perfekt. Der Weg zurück ins Hotel gelingt ohne nervige Bewässerung von oben. Heute waren es über 12.000 Schritte. Meine Zeit!!! – Für den Balkon ist es inzwischen zu kalt und so bleibt mir nur das Lesen – Fernsehen muss ich nicht haben. Früh geben wir uns der Nachtruhe hin und ich muss wieder einmal konstatieren, dass reichliche Flüssigkeitszufuhr für kürzere Schlafintervalle sorgt 😠😒, wenigstens im Alter.

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Gute alte Hildegard

Heute besuchen wir Hildegard von Bingen in Rüdesheim, besser gesagt die Hildegard-Abtei, ein Kloster oberhalb von Rüdesheim. Schon die Anfahrt ist malerisch, enge Straßen mitten durch die Weinberge, eine schmale Zufahrt zum Besucherparkplatz. Wir stehen vor den mächtigen Mauern des Nonnenklosters, ein imposantes Bauwerk umgeben von Rebstöcken. Die Klosterkirche ist sehenswert mit dem segnenden Christus oberhalb des Altars, dem Heilsweg Gottes in Bildern und darunter die heilende Hildegard. Beeindruckend. In anderer Weise faszinierend ist der Klostershop mit vielerlei christlich geprägten Artikeln und einem gut sortierten Wein- und Spirituosenangebot, ergänzt durch Marmeladen und Gelees in appetitanregenden Kompositionen. Mächtig gewaltig! Im Anschluss ist laufen im Weinberg angesagt. Es gibt dabei genügend Bänke zum Kräftesammeln und mit überall atemberaubendem Ausblick auf das Rheintal. So kann das Spazierengehen sogar mir Freude bereiten. In Rüdesheim lassen wir Tiger wieder Strom saufen und kaufen ein paar Kleinigkeiten ein. – Nach der etwas verschobenen Mittagsruhe tapern wir nach Oestrich, werden vom Regen überrascht, finden aber in einem Buswartehäuschen Schutz. Als es nur noch tröpfelt, geht es weiter zur Sparkasse und von dort Richtung Rhein. Ein überdachter lauschiger Weinprobierstand bietet uns Schutz und Labung. Feine Gegend hier, muss ich schon sagen. Den Fluss entlang wandern wir zur Ingelheimer Fähre und von dort heim zum Hotel. Meine App weist mir heute eine Zahl von über 10.000 Schritten nach. Ich bin begeistert. Hätte ich mir am Anfang der Reise nie zugetraut. Kurzum mir fehlt offensichtlich die Übung – doch was nützt das Wissen, wenn es nicht zur Tat wird? Mit Schiffsbeobachtungen beende ich den Tag bis die Kühle mich ins Zimmer treibt. Jetzt noch ein wenig lesen und schon kommt der Schlaf. Er tut mir wohl.

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