Abschied zum Schöpfer aber ohne ihn

Selbst wenn ich ein paar Kilowatt aus dem Netz laden muss, will ich heute weitere Erfahrungen mit der neuen Übergangsheizung sammeln. Sie ist, so deutet es sich wenigstens an, keine schlechte Wahl. Das Teil ist sehr flexibel und leicht von Raum zu Raum zu bewegen, die Heizleistung ist ordentlich. Dazu erfreut die Steuerung meinen Spieltrieb. Feine Sache. Sollte es bis weit über die Garantiezeit hinaus seine Funktion beibehalten, wäre ich sehr zufrieden. – Wir brechen frühzeitig zu einer Beerdigung auf. Der Abschied geschieht ohne Gott zu erwähnen, was ich höchst bedauerlich finde, denn ein Leben in Selbstherrlichkeit ohne den eigenen Schöpfer zu ehren, geht – bei allen Höhe- und Tiefpunkten – leider am Ziel vorbei. Dabei war der Verstorbene äußerst nett und freundlich zu mir. Draußen regnet es auch noch bei empfindlicher Kühle. Schade. – Jetzt schnell einkaufen und dann fix in den Wirkungsbereich der neuen Zusatzheizung flüchten. Das tut einer Frostbeule wie mir äußerst wohl. – Abends löst der Kamin die Heizung ab, die deshalb ihren Wirkungsbereich ins Bad verlegt. Mein Wärmeresümee: tagsüber möglichst nur mit dem Fotovoltaikstrom und abends nur vor dem Zubettgehen im Bad heizen. Das reicht völlig. – Zwei Folgen von Deadly Tropics, die spannend sind, aber nicht umhin können dem Zuschauer zeitgeistmäßige moralische Belehrungen unterzujubeln. Solange die eigentliche Handlung stimmt, sollen sie doch, der Anblicke der Karibikschönheit Martinique gleicht das oberlehrerhafte Manko lässig aus 😀😉. So wird es spät bis ich den neuen Tag wieder einmal im Seniorenbett begrüßen kann. Der Schlaf kommt behutsam.

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Zusatzheizung

Mir ist völlig schleierhaft weshalb wir beide neuerdings fast immer bis neun Uhr morgens schlafen. Zeigen sich Symptome für eine Sehnsucht nach Winterschlaf? Werde ich demnächst bis zehn Uhr durchschnorcheln? Weiter in den Tag hinein sollte ich nicht vorsprechen, finde ich. Ich will keine Dauernachtschicht anstreben. – Zum Lunch treffen wir uns mit einem befreundeten Ehepaar zu italienischer Küche. Das Restaurant hat ein Mittagsangebot mit Vorspeise und Hauptgericht zu äußerst vernünftigen Preisen und ist entsprechend gut besucht. Wir reden viel und die Zeit rast vorbei. So kommt es bei uns zu einer arg verspäteten Mittagsruhe, die sogar in Schlaf mündet, was mich durchaus überrascht, denn schon morgens lag ich viel zu lange in ‚Morpheus seinen Armen‘. Spricht man nicht von seniler Bettflucht? Davon gibt es bei uns keinerlei Anzeichen 😀. – Nachmittags kommt der von mir herbeigesehnte Wärmespender. Die Bedienungsanleitung ist übersichtlich, die erste Inbetriebnahme, ohne sie zu lesen, scheitert kläglich. Also versenke ich mich in die Tiefen ihrer Weisheit und schon gelingt alles mehr oder weniger gut und mehr oder weniger schnell, meist im ersten, zweiten oder dritten Anlauf. Wenn man weiß wie es geht, ist es einfach. Da ich mich nicht zum Ingenieur weiterentwickelt habe, müssen die Ingenieure wohl dazugelernt haben 😉. Zweifelsohne. Heizung hin oder her, abends sorgt der gekachelte Kamin für wohlige Wärme und „der Neue“ verhindert meine Frieren bei der Abendtoilette 😇. Fehlt eigentlich nur tagsüber die Sonne um unser Gerät mit „eigenem“ Strom zu versorgen. – Natürlich wird es nach so einem Tag wieder spät, aber diesmal steht der Schlaf schnell bereit. Bonne nuit!

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Brot des Lebens

Heute formulieren wir einen Widerspruch gegen einen unserer Meinung nach sehr unsensiblen Bescheid. Warten wir mal ab, ob er Erfolg hat oder nicht. Warum kann nur nicht immer alles glatt gehen 😉😇? – Angesichts unserer kalten Wohnung und meiner Unlust die Heizung zu aktivieren, bestelle ich einen elektrischen Heizkörper für die Übergangszeit. Mit der Fotovoltaik könnten wir bei ein wenig Sonnenschein unseren erzeugten Strom besser dafür verwenden, anstatt ihn an die LSW zu verschleudern. Das scheint uns eine gute Lösung zu sein, um mich die lebende Frostbeule zu erfreuen. – Nach der Mittagsruhe fahren wir zum Bibelgespräch am Nachmittag, das unser neuer Pastor leitet. Es trifft sich eine muntere Runde mit vielen nachdenkenswerten und erhellenden Beiträgen zum Thema ‚Brot des Lebens‘. Ja, Jesus ist das Brot des Lebens, weil er schon hier uns das Tor zur Ewigkeit öffnet und uns sicher hingeleiten will. – Abends verbreitet unser Kachelkamin, eine weitere Alternative zum Ölverbrauch, eine wohlige Wärme und meine Wenigkeit konsumiert die neuesten Kreuzfahrtnachrichten, einen einseitigen Bericht zum Ukrainekrieg sowie hochinteressante Ausführungen von Roger Liebi zum Krieg in Israel. Vor der Nacht amüsiere ich mich noch mit zwei Folgen einer älteren Vorabendkrimiserie. So wird es wieder spät und der Schlaf schaut gelegentlich vorbei, wie es ihm gerade passt.

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Montageerfolg

Der alte, langgediente Duschkopf lässt sich wider Erwarten problemlos abschrauben. Offensichtlich bleibt das Gewinde dank Dichtung von Kalk und Wasserstein völlig unbelästigt. Das freut den Laien. Der Nachfolger fügt sich ebenso einfach in das Innengewinde hinein und versperrt dem Wasser den dort unerwünschten Ausgang. Klasse! Der Probeduschstrahl überzeugt total. Der ausgediente Wasserversprüher ist inzwischen mit dem Wasserstein nahezu verheiratet und geht auf seine Entsorgung zu. – Die schrecklichen Ereignisse bei der Zerstörung des Tempels in Jerusalem 70 nach Christus nehmen mich ziemlich mit. Josephus kann das ganz schön plastisch schildern. – Nun noch ein paar Scheite in die Nähe ihrer späteren Vernichtung befördern und alles ist gut. – Nach einem sehr gewöhnlichen Abend finde ich mittelspät ins Seniorenbett aber der Schlaf ist noch später dran. Er hat’s halt nicht eilig.

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Heizöl-Challenge

Ein völlig entspannter Tag nimmt seinen Lauf. Mir ist kalt, weil wir ausreizen wollen, wie lange wir ohne Heizung auskommen. Am allerliebsten würde ich ja bis zum Urlaub durchhalten und erst danach die Wärme hereinlassen. Ein arg ambitionierter Plan für eine Frostbeule wie mich, immerhin würden wir hinterher in eine Eishöhle zurückkehren 🥶. Die Kühle lässt mich heute schon schwanken – aber ich halte durch und gegen Abend sorgt der Kachelofen für Wohlfühltemperaturen. Ihn früher anzuheizen wäre ebenfalls eine vernünftige Alternative. Uns mangelt es nur an vernünftigem Holz, denn unsere Nadelbaumüberreste vergehen ruckzuck in den Flammen. – Abends lasse ich mich wieder auf den guten uralten Barnaby ein, nebenher recherchiere ich über die neue Norwegen-Line Havila Voyages, eine Alternative zu den Hurtigruten oder eher ihr Todesstoß? Abwarten. Havila glänzt mit einem interessanten Angebot – nur billig sind sie nicht, ist mein erster spontaner Eindruck. Wie dem auch sei, im Moment ist eine derartige Reise keine Option für uns. – Aus absolut unerklärlichen 😇 Gründen wird es wieder spät. Der Schlaf reagiert langsam ein wenig ungehalten – kann ich ihm nicht verdenken😉.

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Gut gelaunte Kommissare

Beim Moderatorenjob empfiehlt sich für mich ein prophylaktischer Weckereinsatz. Es wäre äußerst peinlich hier zu spät zu kommen. Die Gefahr ist zweifellos gering, weil der Gottesdienst zu einer menschlichen Zeit beginnt, aber man weiß ja nie. – Gott gibt Segen für die Moderation, sowohl inhaltlich als auch durch innere Ruhe und Gelassenheit. Danke, HERR! Die Predigt über die Hoffnung, die greifbar nahe auf uns wartet, ist das erste Highlight von zwei weiteren an diesem Sonntag. Ja, im Laufe des Nachmittags hören wir innerlich berührt noch zwei Predigten. Alle drei sprechen mich kräftig an, lösen Fragen im Glauben auf und stärken meine Verbindung zu Gott. So ein besonders gesegneter Sonntag ist nicht die Regel. – Mit Terra X erforschen wir das Geheimnis weltweiter Pyramidenbauten, aber mein anschließendes Fernsehexperiment scheitert an einem weiteren in dunklen Farben gemalten Düsterkrimi. Nö, den brauche ich nicht. So flüchte ich wieder einmal in die Karibik, wo die Morde zwar ähnlich bösartig sind, aber in erheblich freundlicherer Atmosphäre von deutlich besser gelaunten Ermittlern aufgeklärt werden. Das baut auf. Es wird spät. Dann ist das so.

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Feine Kaffeerunde

Der Kaffeeautomat verlangt eine Reinigung. Soll er doch, kommt Zeit, kommt Reinigung. Foxi braucht Strom, den erhält er auch. Und unseren Kachelofen verlangt nach Anzündbrettern, um schnell und gut in Fahrt, bzw. in Brand zu kommen. So stelle ich zwei Holzböcke auf, hole meine Mini-Kreissäge und zersäge dünne Bretter in kamingerechte Stücke. Jetzt ist die abendliche Wärmeproduktion in der Übergangszeit erst einmal gesichert. – Nachmittags suchen wir mit Freunden ein freundliches Ehepaar in ihrem durchaus repräsentativen Ambiente auf. Bei Kaffee, Tee und exklusivem Kuchenangebot erstreckt sich unsere Plauderei bis in den frühen Abend hinein. Erst kurz vor dem Abendbrot brechen wir auf. – Daheim erfreue ich mich an einer alten Folge des kriminalisierenden Pfarrers Braun alias Ottfried Fischer. Was für eine zünftige, lockere Fernsehunterhaltung, fern aller heutigen düsterschwarzen Protagonisten, die entweder kurz vorm Abgleiten ins Suchtmilieu oder alternativ der intensiven Bekanntschaft mit der internen Ermittlung samt Strafrichter stehen. Schee war’s. – Dann wird es mit YouTube spät und der Schlaf stolpert so in die Nacht hinein.

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Kurzer Morgen, langer Abend

Ausschlafen bis in die Puppen ist einerseits eine feine Sache, andererseits schmilzt der Vormittag auf einen kläglichen Rest zusammen. Lachen und weinen, jubeln und klagen, plus und minus – immer erhält man einen Doppelpack verpasst. Nun denn. Die angeblich so böse „13“ ist schierer Götzendienst in unserer ach so aufgeklärten Zeit: es gibt in Flugzeugen keine Reihe 13, auf Schiffen kein Deck 13, in Hotels nicht selten kein Zimmer 13 – Aberglaube pur. Der Seufzer viel geplagter Arbeitnehmer setzt andere Akzente: „Hauptsache Freitag, egal mit welcher Zahl“, kann ich in Erinnerung an meine letzten Arbeitsjahre gut nachvollziehen, aber das ist lange her. – Der Ruf „free Palestine“ klingt nach Freiheit, bedeutet aber Israel völlig zu vernichten und eine islamistische Diktatur zu installieren. Ich verstehe unter ‚Freiheit‘ etwas anderes. Am Rande bemerkt umfasst ‚Palästina‘ den gesamten Landstrich zwischen Libanon und Ägypten. Wer „free Palestine“ schreit, fordert die Auslöschung Israels. Ob das allen klar ist? Ich befürchte „Ja“. – Der TV-Abend gestaltet sich dagegen mit Blick auf Martinique echt karibisch, wenn nur nicht so zwanghaft versucht würde mehr oder weniger frauenpolitische Themen einzuflechten. Aber so etwas ist man ja gewohnt. Es wird normal spät, der Schlaf ist viel später dran.

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