Der Chili der Stille

Unsere Heizung steht zur Wartung an, kurz und schlecht, wir öffnen die Tür zum Gelddrucker für den Installateur. Is wie is. Vorher werfe ich einen Blick in den Ölkeller und da packt mich fast ein Freudentaumel. Erstmals blieb in diesem Jahr das Heizelement von Spätfrühling bis heute völlig ausgeschaltet, nur die Warmwasserbereitung war aktiv. Der Ölverbrauch ist sensationell niedrig, kaum zu erkennen in den Tanks. Früher habe ich immer dem Außensensor vertraut, der wird es schon optimal regeln. Tat er aber offensichtlich nicht und unser Lehrgeld summierte sich wohl über die Jahre zu einem stattlichen Batzen. Seufz, wenigstens kam der Öllieferant gut zurecht 😣🤨. Der Techniker macht und tut – nach gut einer Stunde hat er fertig. Noch eine Unterschrift und schon bald wird die dreistellige Rechnung eintrudeln. – Bei meiner Andacht bringt mich der strenge MacArthur ins Grübeln. Good old John Fullerton (seine Vornamen) ist für mich der Mr. Einerseits&Andererseits. Mal gebe ich ihm voll recht, mal verzweifle ich fast an seinem starrköpfigen Bibelverständnis. Immerhin ist er eine prächtige Herausforderung, halt der Chili der Stille. Nicht unübel😉 ! – Einem gewöhnlichen Abend folgt ein sehr spätes Nachtlagern mit perfektem Schlaf. Einfach nur toll!

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Leidend

Ich mache mich zu meiner Altvorderen auf. Wir umfahren ein paar Straßensperrungen, die unsere Nachbarstadt im Sommer gern einrichtet, um schließlich mit flauem Magen vor meiner Mum zu stehen. Sie atmet vor sich hin, bemerkt möglicherweise, dass ich ihre Hand halte, vielleicht aber auch nicht. Das ist so traurig. Dann agiert eine Schwester auch noch saublöd, welch ein Tag! – Die Tageszeitung, deren App nicht funktioniert, ist bereits informiert, sagt mir eine freundliche, aber leicht genervt wirkende Dame: „Die IT ist schon am Werkeln.“ Da hoffe ich mal das Beste 😇. – Ansonsten passiert nicht viel. Ich kaue noch an meinem vormittäglichen Besuch herum – einfach erschütternd. Abends ziehe ich mir ein paar Kreuzfahrt-News „rein“ und verfolge mit Interesse eine Analyse des Russland-Ukraine-Krieges. Recht überzeugend, was der Moderator da von sich gibt, in jedem Fall öffnet er mir neue Perspektiven. Es wird normal spät. Und wieder erleide ich einen demotivierten Schlaf. Was ist ihm nur über die Leber gelaufen 😠?

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Illuminationsfragen

Endlich nehme ich mir die Gartenillumination vor. Sie hat im letzten Jahr den FI ausgelöst und ich befürchtete eine Undichtigkeit nach langem Regen. Inzwischen dürfte auch das letzte Wässerchen verdunstet sein. Ein Versuch bestätigt das. Alles funktioniert einwandfrei. Nach Reinigung der Plastekugeln von Grünbewuchs, soweit möglich, müssten die Leuchten für draußen fit sein. Das Anschlussteil montiere ich sicherheitshalber auf einer Planke, die etwas erhöht platziert werden soll, kombiniert mit ihrem IP68-Schutz (wasserdicht), dürfte nunmehr alles okay sein. Wie dem auch sei, Versuch macht kluch. Demnächst sehen wir klarer in der Hoffnung auf Stabilität im Fehlstromschutzbereich. – Der Besuchsdienst-, ab heute Diakoniekreis, mit meiner sozialkontakt-bewegten Mitbewohnerin, stellt sich, unter neuer Leitung, verändert auf. Ihre häusliche Abwesenheit zieht sich gewaltig hin, sozialbewegt heißt wohl auch hochkommunikativ 😉, was zweifellos die Eignung für diese Aufgabe unterstreicht. – IOS 17 verleitet mich zur Spielerei, nervt ein wenig, wenn das Smartphone nicht das macht, was es sollte. Es sperrt sich sogar massiv gegen die Wolfsburger Allgemeine Zeitung. Deren App weigert sich nämlich ordnungsgemäß zu starten. Es erscheinen nur die Buchstaben WAZ, dann schließt sich darum ein Kreis – und das war’s. Wenn ich die App lösche, neu installiere, starte, meine Zugangsdaten eingebe und geduldig den erklärenden Vorspann ertrage, kann ich die aktuelle Ausgabe herunterladen. Schließe ich die App jedoch wieder und öffne sie erneut, lässt sich nur besagter Kreis sehen. Eine ätzende Prozedur. Offensichtlich eine Unverträglichkeit mit dem neuen System. – Noch ein wenig lesen, es wird recht spät bis ich mich zur Auflösung des Krimis durchgekämpft habe. Der Schlaf agiert zudem noch lustlos. Eine kurze Nacht.

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IOS 17

Der Vormittag rauscht immer so schnell vorbei. News durchsehen, Zeitung lesen, Andacht und schon ist es elf Uhr. Kein Wunder, dass mir die Zeit durch die Finger flutscht. Sich noch ein wenig im Haushalt, im Büro oder mit Bankgeschäften beschäftigen und schon naht die Mittagszeit. Nach der Mittagsruhe – zu allem Überfluss schlafen wir ungeplant noch länger – vergeht der Nachmittag wie im Fluge. Dann gesellt sich uneingeladen etwas Trödelei hinzu und schon, wutsch, ist der Abend da. Es ist Zeit für die Abendandacht, im Anschluss die Nachrichten, jetzt ist der Tag fast vorüber. Der Krimi mit einem wortkargen, eigenwilligen Ermittler macht mir wenig Freude. Ebenso ist es total öde, der längst bekannten und mehrfach gesehenen Barnaby-Folge meine Aufmerksamkeit zu widmen. Andererseits steht ja inzwischen fast „das Bett vor der Tür“. Doch halt! Ein neues Betriebssystem vom angebissenen Apfel wartet aufs Herunterladen. Vier Geräte, viermal laden, installieren und anpassen, im Nu ist es wieder viel zu spät. Dann ist das halt so. Der erste Eindruck des „großen“ Updates ist ernüchternd: es sieht aus wie das alte. Surfen und forschen lässt die Neuigkeiten erkennen. Nun ja, ich bin wohl zu alt für solche Spielereien, ich warte mal die Praxis ab, möglicherweise erquicken mich die Veränderungen. Oder auch nicht. Wer weiß das schon? Gute Nacht!

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Formaldehydfrei!

Die zweite Predigt unseres neu ernannten Pastors erwartet mich heute. Es geht um einen Rucksack, um Vertrauen, um das Unterwegssein mit Jesus. Ein wichtiges Thema, finde ich. Die übliche gemeindliche Plauderei im Anschluss zieht sich heute recht lang hin. Das ist kein schlechtes Zeichen. – Die Mittagspause fällt diesmal extrem lang aus. Wir haben wohl einiges an Schlaf nachzuholen. Gut, dass das noch so klappt. – Im Laufe des Nachmittags lauschen wir der Predigt aus Bremen, lernen ein wenig über das Wesen eines PoG* und beschäftigen uns mit der Aufforderung, unsere Sorgen bei Jesus abzugeben. Das schafft echt Erleichterung, was ich nur bestätigen kann. – Abends führt uns ein australischer Professor durch Nordafrika, Erinnerungen werden wach an meinen Tunesien- und Marokkourlaub in den siebziger Jahren. Jung, erlebnishungrig und belastbar war ich zu der Zeit und jetzt bin ich alt, komfortgewöhnt und nur noch bedächtig erlebnisoffen 😀😇. – Verwandte wollen ein Fertighaus aus den siebziger Jahren verkaufen und stehen vor dem Problem der Formaldehydbelastung des Gebäudes. Unser Haus stammt aus den neunziger Jahren und ich bin etwas verunsichert. Dankenswerterweise bin ich Beamter und habe alles Wesentliche aufgehoben. In unserer Baubeschreibung wird deutlich gemacht, dass alle Materialien formaldehydfrei sind. Mir fällt ein Stein vom Herzen und macht mich dankbar für Gottes Führung, denn wir haben die ersten sieben Jahre in einem anderen Haus gewohnt und deshalb erst später hier gebaut. Da waren die Fertighausbauer sich des Problems bereits bewusst. Danke, HERR! – Leichte Lektüre und der Rest-Rosé verschönen mir den Abend. Es wird normalspät und der Schlaf absolviert einen prächtigen Job.
*Problem-orientiertes Gespräch

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Beamtenkinder?

Lange genug habe ich es hinausgezögert doch heute muss der Biertisch vom Salon in den Gartenkeller wandern, anpacken, schleppen, fertig. Geht doch. Der bedauernswerte Mr. Shorty hat sich, wie er das auch immer gemanagt hat, in seiner Ladestation verkeilt. Ich befreie ihn, er wurde sehr von mir vernachlässigt, nun schleppt er einen Berg von Grasresten mit sich herum. Endlich empfängt er seine wohlverdiente komplette Reinigung und erhält neue Messer. Daraufhin schnurrt er zufrieden 😉 über den von meiner Gartenfreundin frisch vertikutierten Rasen. Ich habe meine Zweifel ob das Entfilzen gegen den Klee hilft aber angeblich sei das das wirksamste Mittel. Es wird sich zeigen. Nun müssen wir das Grün demnächst düngen, wässern, hoffen und harren. Wie war das nochmal mit den Narren? Egal, wir hoffen und harren! – Und schon wieder habe ich meine Abendandacht geschwänzt – wenn das nur nicht zur Gewohnheit wird. – Mehr als der Klimawandel macht mir die Naivität seiner Protestanten zu schaffen, die allen Ernstes glauben wir könnten hier in unserem Lande daran etwas ändern. Bin ich blind oder sind sie es? Mir jedenfalls erscheint die Behauptung durchaus logisch, dass die erwartete jährliche CO2-Reduktion durch das Heizungsgesetz dem Ausstoß Chinas von 2 bis 3 Tagen entspricht. Ich kapiere einfach nicht, weshalb wir versuchen mit vollem Kapitaleinsatz unseren Anteil von 2 auf 1% zu drücken, statt das Kapital in Indien oder China zu investieren, um dort mit dem gleichen Geld einen viel höheren Umwelteffekt zu erzielen. Wir verbrennen hier Vermögenswerte mit minimalster Klimawirkung statt dort Staaten kräftig zu unterstützen. Das Klima agiert weltweit, es gibt kein lokales oder regionales Klima also muss man weltweit denken und handeln – über alle Grenzen hinweg. Warum verschenken wir keine Solar- und Windkraftwerke an Regionen wo sie viel effektiver, ertragreicher und konstanter produzieren könnten? Die Klimaaktivisten denken mir viel zu kleinkariert und angstgetrieben. Beamtenkinder😉? Nicht auszuschließen😀. Gute Nacht.

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Frühtaugespenst

Meine geliebte Hausgenossin hat heute einen „Mitternachtstermin“ um kurz nach acht in der Nachbarstadt. Wow. Ich bekomme ihr Aufstehen kaum mit. Mir wird klar, dass mein Pensionistenmodus extrem nachteilig ist, wenn mich so eine zeitliche Vereinbarung mal treffen sollte. Das würde hart werden – und schon denke ich an unseren Urlaub. Bei einer Kreuzfahrtreise weiß man vorher nicht wann die Ausflüge beginnen. Je früher das Schiff planmäßig im Hafen anlegt, desto wahrscheinlicher ist ein Vor-dem-Hahnenschrei-Ausflugsbeginn. Doch die echte Abreisezeit der Tour erfährt man erst an Bord. Und dann ist es zum Kneifen zu spät. Für unsere nächste Schiffsreise bin ich mir nur bei einer Tour sicher: wir legen frühmorgens an und wollen insgesamt 13 Stunden per Bus durch die Landschaft gondeln. Da gibt es nichts zu hoffen, ich werde sehr früh raus müssen. Nur nicht klagen, ich will es ja so. Der Reiz der Pyramiden halt. – Daheim eröffnet sich die Perspektive den Hostingkram für die Gemeinde in absehbarer Zeit loszuwerden. Das wäre toll, denn im Alter ist reduzieren angesagt. Nur zu! – Unser Büro geht Schritt für Schritt auf ein halbwegs aufgeräumt wirkendes Aussehen zu, mit viel Fantasie spürt man es schon 😉. Das wird gut. Irgendwann 😇. – Ein Tageshighlight ist unser Lunch, ich schlemme Krautsalat mit Weißwürsten und scharfem Senf. Ja, scharfer Senf, bin ich Bayer oder was? Senf – süß – NEVER! Wie es ist, ist es lecker. So soll es sein! – Nachmittags finde ich endlich wieder zur persönlichen Andachtszeit zurück. Wollen und tun klaffen viel zu oft auseinander, selbst nach sieben Lebensjahrzehnten. Seufz. – Am Abend schaue ich zwei Schwestern beim Ermitteln zu. Das reißt mich nicht aus dem Sessel und so lese ich zur kriminellen Erbauung eineinviertel Romane von Pierre Martin. Das ist eine echt gute Unterhaltungskost. Es wird normalspät. Der Schlaf kommt in Intervallen. Nun ja, es ist wie es ist.

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Hauskreis

Der Rotweinhauskreis besucht uns heute. Es gibt nur zwei Absagen von Urlaubern. Ich ziehe also den Tisch aus und gruppiere elf Stühle um ihn herum. Gegen 15 Uhr kommt die erste Abmeldung. Ich stelle also einen Stuhl zu Seite. Eine Stunde später folgt die nächste. Okay, ein weiterer Stuhl verschwindet und ich schiebe den rechten Auszug wieder in den Tisch zurück. Etwas später sagen noch zwei Teilnehmer ab. „Ihre“ Stühle wandern ins Abseits. Der linke Auszug wird nun ebenfalls nicht mehr benötigt und der Esszimmertisch schrumpft auf seine ursprüngliche Größe zusammen. Ich kritisiere das ausdrücklich nicht, keinesfalls, denn erstens habe ich vollstes Verständnis für Gründe samt Kurzfristigkeit und zweitens kann ich mich bei diesem Thema nur an die eigene Nase fassen 😇. Nein, darum geht es nicht, es amüsiert mich nur, weil es so typisch für unsere „Truppe“ ist und nicht nur für sie. Die Gesellschaft ist spontaner geworden mit allen Vor- und Nachteilen. Zusätzlich zwingt uns das Alter in Kumpanei mit mancherlei körperlichen Malaisen zunehmend zu einer weiteren ungeliebten Spontanität. Eigentlich mag ich das Spontane im Prinzip ganz gern – wenn es nur nicht so überraschend käme 😀😉. – Es wird ein austauschreicher Abend, wir umkreisen den Bibeltext, mal enger, mal weiter, mal von ferne. Selbst die sich anschließende Plauderei ist lebhaft und inhaltsschwer. Es wird spät. Das ist gut.

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