Karibik contra Alt-Jerusalem

Der „Kummerreifen“ von Tiger beschäftigt mich auch heute. Der Luftdruck hat sich reduziert, aber nicht wesentlich. Also fülle ich alle Reifen nach Vorschrift auf und setze die Reifenkontrollanzeige zurück. Jetzt erhalten wir eine Meldung, wenn sich etwas wesentlich verändert. Ich bin gespannt, aber nicht unbedingt hoffnungsvoll. Seufz. – Heute sind die ersten, allmonatlichen Geldein- und -ausgangsbuchführungsarbeiten fällig, das ist mein Job am letzten Arbeitstag im Monat. Übrigens die einzige Beziehung, die ich noch zu Arbeitstagen habe 😉 – im Grunde genommen höchst erfreulich 😀😇. So isses und so isses schön. – Meine Abendandacht bringt mir erneut den guten alten Nehemia näher, ein begnadeter Motivationskünstler, von Gott begabt. Völlig niederschmetternd sind dagegen die letzten Wochen von Jerusalem in der Römerzeit. Mich schockieren die Grausamkeiten, die sich dort ereigneten – von beiden Seiten. Josephus Flavius schildert sie sehr anschaulich. Brrrr. – So tut es gut am Abend noch ein wenig in der Karibik zu entspannen, selbst wenn es dort um Mord und Totschlag geht – gegen das damalige Massaker sind es Kindergartenspiele. Der Schlaf gibt sich heute zugänglicher. Fein.

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Luftschwäche und Redearmut

Einer von Tigers Vorderreifen sieht seltsam platt aus. Hier darf sich erneut die Akku-Pumpe, die ich kürzlich erworben habe, bewähren. Statt 36 sind es nur noch 14 psi! Ich ahne Böses. Prüfungshalber lasse ich die Pumpe wirbeln und erhöhe den Luftdruck in zwei Stufen auf die nötige Stärke. Erst einmal verharrt Tiger am Ort und ich beobachte die Entwicklung. Bleibt der Druck konstant, werde ich eine Fahrt wagen – natürlich erst nach gründlicher optischer Inspektion des Reifens ob sich nicht ein Schraubenkopf findet. Drei Möglichkeiten könnte ich mir vorstellen: Entweder hat sich die besagte Schraube in den Reifen gebohrt oder ich habe neulich beim Überfahren eines hohen Bordsteins die Felge, den Reifen oder beides beschädigt. Das wäre echt übel. Die dritte Variante ist mir am sympathischsten, bei einer kleinen Reparatur an der Felge wurde nur der Luftdruck nicht korrekt aufgefüllt, doch das wird es, befürchte ich, eher nicht sein. Wir behalten den Reifen im Blick. – Am Nachmittag presst der Spalter endlich auch die letzten Klötze in seinen Keil, um sie hydraulisch zu handlichen Scheiten zu verarbeiten. Am späten Nachmittag ist das Werk vollbracht und mir bleibt sogar noch Zeit für die Andacht. Dem Organisationstalent von Nehemia gilt dabei meine ganze Bewunderung. Die zerfallene Mauer von Jerusalem lässt er durch die Einwohner und im Lande wohnende Juden wieder aufbauen. Dazu erfasst er den Mauerzustand, motiviert seine Mitmenschen und teilt schließlich das Vorhaben, je nach Gruppengröße der Mitarbeiter, in 42 Bauabschnitte ein, exakt beschrieben im Nehemiabuch. Starker Typ. – Abends fahren wir zum Hauskreis, erhalten manche interessante Informationen über China, geben uns ansonsten aber eher lahm und maulfaul. Das mag am Text liegen, der zwar mancherlei starke Aspekte offenbart, die aber zumeist keiner weiteren Erläuterung bedürfen. Wie dem auch sei, das nächste Mal wird es, so hoffe ich, wieder lebhafter zugehen. Das „Nachgespräch“ gestaltet sich lebendiger und es wird nicht gerade früh. Daheim dehnen wir die Zeit noch weiter aus bis es schließlich sehr spät ist und das Bett vom vielen Rufen schon heiser klingt 😉😀. Der Schlaf zeigt sich wenig entzückt und zickt rum. Tja …

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Ausgegrenzt

Frohen Mutes setze ich mich an meinen iMac und will das neue Betriebssystem installieren. Oha, da habe ich wohl das letzte Update des bisherigen Systems verpasst. Das ist relativ schnell aufgespielt. Doch wo steckt der Hinweis auf das funkelnagelneue macOS Sonoma? Ich bin irritiert, so alt ist mein iMac doch nicht. Ist er aber doch. Mit sechs Jahren fällt er aus der Liste unterstützter Versionen heraus, knapp zwar, aber doch. Mist, jetzt wird Apple gierig. Einen Rechenschieber konnte man noch seinen Kindern vererben 😀, ein Computer nur der Müllabfuhr. So ändern sich die Zeiten – Die Senioren meiner Gemeinde treffen sich heute zu Kaffee und Kuchen. Mein Ding ist das nicht, aber meine Gemahlin ist eifrig dabei. Ich dagegen vergesse sogar ein wichtiges Vorhaben für heute und beschäftige mich irgendwie anders. Ob ich aus meiner Vergesslichkeit lernen soll, dass ich inzwischen doch zur Kaffee-und-Kuchen-Generation gehöre? Der diesbezügliche Verdacht verdichtet sich stark 😉😇. – Meine Abendandacht fällt heute kürzer, aber nicht weniger intensiv, aus. Die Christenverfolgung in so vielen Ländern dieser Welt schockiert mich wieder einmal. Uns Christen wird immer noch die abscheuliche Zwangschristianisierung vorgeworfen aber unsere Ankläger zwingen heute noch Menschen in ihre Religionen hinein, vielerorts sogar massiver und tödlicher als „wir“ damals. Wir Menschen sind allesamt Heuchler, kleinlich wenn es um die Schuld anderer geht und ohne Grenzen großzügig, wenn es um unsere Sache geht. Es gibt aber einen wesentlichen Unterschied: Christen, die Andersgläubige verfolgen, handeln ihren Glaubensgrundsätzen zuwider, die Andersgläubigen verfolgen Christen gedeckt oder sogar ermuntert durch ihre Lehre. – Es wird spät, der Schlaf gestaltet sich durchgängiger, lässt sich aber zu viel Zeit. Dann ist das so.

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Holzhackerbuam

Es ist Holzhackerzeit. Der elektrische Spalter verlässt sein Zuhause und stellt sich auf der Terrasse auf. Zwei Auffangkarren stehen neben ihm bereit. Der Operatorstuhl wartet auf seinen Besetzer. Der kommt aber erst nach der Mittagspause. Immer mit der Ruhe! Danach geht es flott los. Nadelhölzer sind sehr eigen beim Spalten. Die Faserstruktur ist widerstandsfähig und die Äste bis tief innen flexibel verankert. Der Spalter hat sein Tun, doch er bewältigt selbst fettestes Spaltgut, ab und an erst im zweiten Anlauf. Bei hartnäckigen Fasern muss sogar die Säge für die endgültige Trennung sorgen. Fast macht das Spalten spaß – welch ein schreckliches Wort für die Attacken im übertragenen Sinn. Mir graust vor Akteuren dieser Couleur, die mit Freuden ihre irrlichterndes Spaltwerkzeuge an Gemeinden anlegen. Doch ich schweife ab. Im Gegensatz zu Gemeinden macht das Spalten das Holz erst gebrauchsfähig, sofern man ‚verbrennen‘ als Gebrauch definiert 😉😇. Wie dem auch sei, die Zahl der Klötze nimmt ab und die der Scheite zu. So soll es sein. Trotz dieser beschaulichen Tätigkeit sieht sich meine Haut veranlasst jede Menge Flüssigkeit abzusondern. Fix drauf ausgiebig duschen und schon ist die alte Frische fast wiederhergestellt 😀. – Abends begeben wir uns erstmalig zu „Bibel und Brot“, einer Bibelstunde mit Brot und Kräuterbutter. Die Beteiligung ist umwerfend, wir sind über zwanzig Personen. Brot und Butter, deren Sinn mir in diesem Zusammenhang bislang verborgen blieb, leisten offensichtlich gute Dienste, um die Gesprächsbereitschaft zu fördern. Gar nicht so schlecht, gebe ich gerne zu. Es entsteht ein munterer, tiefsinniger Austausch. Feine Sache. – Wieder daheim fällt mir die Downloadbereitschaft der neuen OS-Betriebssystemssoftware auf. Herunterladen, installieren und den neuen Bildschirmhintergrund bestaunen – ein faszinierendes, animiertes Foto. Die restlichen Neuerungen werde ich wohl erst nach und nach erkunden. Höchste Zeit für mein Seniorenbett und einen Intervallschlaf mit Alpträumen aus meiner Bürozeit. Schauder!!!

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Kurzlebiger Zylinder

Der Schliießzylinder für unsere Haustür hakt. Die Abus-Schmierung bringt nichts, überhaupt nichts. Also baue ich den Zylinder aus. Der Innenzylinder lässt sich perfekt drehen, auf und zu, kein Problem. Der Aussenzylinder, sprich der nach außen gerichtete Teil des Zylinders, lässt sich nur schwer bewegen. Der Schlüssel wird festgehalten, nur äußerst widerwillig, nach vielfachen Versuchen, gibt die Schließung den Schlüssel frei. Schmieren bleibt erfolglos, das vorsichtige Stochern nach eventuellen Ablagerungen (wo sollten die schon herkommen?) ebenso. Schweren Herzens gebe ich den Schließzylinder verloren und bestelle einen neuen. Sechs Jahre Haltbarkeit sind nun wahrlich nicht viel. Sein Vorgänger hat über zwanzig Jahre gut durchgehalten (und war noch gut beieinander😀). Aber was soll das Jammern? Baue ich halt den Alten übergangsweise wieder ein und bereite mich innerlich darauf vor, in der Übergangszeit von innen abzuschließen, den Hintereingang zu nutzen, ums Haus herumzulaufen und dabei zu lächeln 😠. Leben eben. – Foxi tankt Strom. Die Fotovoltaikanlage funktioniert, sendet aber nur spärlich Daten an den externen Server. Unser Servicedienstleister behauptet, dass die IT-Leute des Herstellers am Basteln sind. Hoffen wir das Beste 😒. – In meiner Abendandacht freue ich mich über Nehemia, einem vorbildlicher Mundschenk. Starker Typ. – Nach einem weiteren „karibischen Abend“ wird es normal spät und der Schlaf arbeitet wieder mal intervallartig. Seufz.

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Erntedank und Erdklima

Wir feiern das Erntedankfest, traditionell eine Woche zu früh. Nächsten Sonntag gibt es keinen Gottesdienst nur ein Familienfest mit Andacht. Da bietet sich der heutige Sonntag für ein kräftiges Dankeschön an unseren Schöpfer und Erlöser eher an. Ein prachtvoller Erntedanktisch erwartet uns, ein Chor aus der Nachbargemeinschaft erfreut uns und die Predigt ermahnt uns zur Dankbarkeit. Alles ist gut. Hinterher plaudern wir alle irgendwie miteinander, eben die familiäre Atmosphäre, die unsere Gemeinde prägt. Selbst ein Small-Talk-Muffel wie ich findet seine Plauderpartner. Erstaunlich. – Nach einem Lunch vom Feinsten und einer ausgiebigen Mittagspause versuche ich die defekte Datenübertragung der Fotovoltaikanlage zu „reparieren“ (klassisch: herunterfahren, neu starten), aber erfolglos. – Wir schauen und hören noch eine Predigt aus Bremen über das Wirken des Heiligen Geistes. Sie spricht mich sehr an, nur die Feststellung, dass jeder, der kein Leid wegen seines Glaubens erfährt, den Heiligen Geist nicht haben kann, erstaunt mich schon. Soll ich mich grämen und womöglich das Leid suchen? Nö, da danke ich lieber meinem Herrn und Heiland von ganzem, vollem Herzen für jeden Tag der Bewahrung und des Durchtragens. Wir haben offensichtlich unterschiedliche Erkenntnisse. Schade. – Am Abend verfolge ich aufmerksam zwei Videos von Prof. Ganteför zur Klimapolitik und über Methan in der Atmosphäre. Sie sind beide hochinteressant und lehrreich. Aus weltklimatischer Sicht sind alle unsere privaten CO2-Einsparungen nicht mehr als Hobby-Aktivitäten, die wirkungslos verpuffen. Perfekt als Placebo fürs schlechte Gewissen, finde ich. Die professoralen Lösungsvorschläge scheinen dagegen tatsächlich zielführend zu sein, jedoch kann ich diese mangels Grundlagenwissen nur unzureichend beurteilen. Im Gegensatz dazu braucht es nur simple Logik, um unseren regional begrenzten Bemühungen tatsächliche Auswirkungen aufs Weltklima abzusprechen. An unserem deutschen Wesen wird die Welt halt nicht genesen. Gut so. Der Schlaf kommt spät, aber er kommt.

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Familienfest

Heute ist Wandertag. Wir schwingen unsere Hufe und tapern durch die Mittel- und die Südstraße des örtlichen Autokonzerns. Kilometerlang. Über 12.000 Schritte. Vom Sofa stracks auf die Laufbahn. Familienfest nennt sich das Event. Eine echte Herausforderung für mich. Hat es sich gelohnt? Nun ja, der Konzern hat beeindruckend viel und Vielfältiges aufgefahren. Nur für Ignoranten wie mich, die sich ins Auto setzen wollen und dann hat alles zu funktionieren – wie ist Wurscht, Hauptsache es fluppt, ist das Angebot eher begrenzt interessant. Selbst zu Modell-Visionen, die faszinierende Ideen präsentieren, die später dann doch nicht realisiert werden, fehlt mir die Begeisterung. Kurz, es ist ein toll organisiertes Fest, Respekt, Respekt, das mir persönlich leider nur wenig gibt. So freue ich mich mehr über die Herausforderung an meinen Bewegungsapparat. Zugegeben, die Freude wird sich frühestens morgen einstellen, wenn die phantasievollen Beschwerdeschmerzen „vergessen“ sind, aber sie wird kommen, hoffe ich. Vermutlich liegt meine mangelnde Euphorie eher an den Menschenmassen mit Schlangen und Gedränge vor allen Highlights. So bin ich halt, ein furchtsamer Massen-Phobiker 😉😀😇. – Daheim falle ich auf mein Seniorenbett und bleibe arg schnaufend längere Zeit liegen, bis mein Körper wieder bedingte Einsatzbereitschaft signalisiert. – Die kriminalpolizeilichen und „privaten“ Erlebnisse zweier Polizistinnen auf Martinique bauen mich langsam wieder auf. Es wird leicht spät und der Schlaf zickt rum. Soll er doch.

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Martinique du Schöne

Wieder einmal, glücklicherweise nicht sehr oft, muss ich meines Amtes als familiär bestätigter Totengräber walten. Eine Amsel liegt beim Weinstock, sieht noch ganz okay aus, hat sich aber aus dem Leben verabschiedet. Eine Harke und eine Hacke dienen als Lade- und Transportmittel, welche ich trotz meines ausgeprägten städtertypischen Widerwillens nutze, um dieses schwarze Flattervieh in die Tiefen unseres wildwüchsigen Grundstückrandes zu befördern. Mögen nun Fliegen, Maden und allerlei Aasfresser ihr der Natur wohltätiges Werk vollführen. Alles ist wohlgeordnet, Schauder. – Per Post kommen 25 Kilo Rasendünger, ein kreuzschonendes Beförderungsmdium (für uns, nicht für die Zustellerin). Das Grün wartet bereits gierig auf seine Wachstumsförderer – demnächst in diesem Theater. – Unser Mitreisender aus der Karibik hat ein neues Video publiziert. Er war im September als Kreuzfahrer rund um Island. Die Anreise führte über die Shetland-Inseln und vor dort handelt das Video. Leider begegnete er dort dem typischen Regen- und Nebelwetter, das seine gute Laune aber nicht beeinträchtigte. Ein Gemütsmensch, halt. Außerdem wurde er upgegradet auf den Exklusiv-Status, dem sogenannten Yacht-Club. Schön für ihn und seine Frau, interessant für uns als Zuschauer. – Abends verfolge ich eine Krimi-Serie, die auf Martinique (seufz!) spielt mit zwei Kommissarinnen, die, welch ein origineller 😉 Einfall, unterschiedlicher nicht sein können und sich zusammenraufen müssen. Nett gemacht. Martinique, meine (un)heimliche Liebe, seufz. Es wird derhalben recht spät aber der Schlaf zeigt was er drauf hat. Klasse!

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