Auszeit

Es schellt um Mitternacht, wenigstens gefühlt. Ein Zusteller der DPDgroup steht vor der Tür. Während ich noch über den Sinn des Lebens und den Unsinn des viel zu frühen Aufwachens nachsinne, steht meine Nebenliegerin bereits an der Haustür. Dennoch zu spät, denn der miesgeschulte oder übelgelaunte rotgewandete Typ ist bereits beim Einsteigen und behauptet dreist und frech er könne das Paket jetzt nicht mehr finden, wiewohl er es eine Minute vorher noch im Arm hielt. 👎😠🦶!!! Im Laufe des Vormittags leite ich das Paket in den Abholshop um, denn so eine „fiese Möpp“ kann mir gestohlen bleiben. Man merkt schon mir fällt Vergebung sehr schwer wenn man mich für nichts und wieder nichts aus dem schönsten Morgenschlaf reißt, vor allem in einem stark angeschlagenen, reaktionsfernen Allgemeinzustand. Der hatte sich nämlich erwartungsgemäß äußerst zuverlässig eingestellt. – Dermaßen ausgeknockt lasse ich mir sehr viel Zeit mit dem Aufstehen und bewege ansonsten auch nicht viel in den Folgestunden. Selbst Barnaby überzeugt mich abends nicht sonderlich. Echte Freude bereitet mir nur, dass ich mir so einen Tag leisten kann, einfach so. Toll! Die Nacht gestaltet sich unruhig mit spontanen, kurzen Schlafaktivitäten.

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Geistlich und geistig

Unsere Studierstube tagt wieder. Es ergibt sich ein hochinteressanter Austausch, der auf mich sehr belebend wirkt. Ich liebe diese Meetings. – Den Familiennachmittag in unserer Gemeinde überlassen wir den Familien und hören lieber die Predigt aus Bremen an. Gott trägt uns, führt der Pastor das Thema mit ermutigenden Worten aus, die Gottes liebende Zuwendung aufzeigen. Betroffen machen mich die wirklich realistischen Aussagen über das Alter – da redet jemand, der genau weiß wovon er spricht. Stark. – Abends fahren wir mit Freunden essen zu Jorgos am Kanal. Wir sitzen fast am Wasser, genießen die griechische Kost und springen plaudernd von einem Thema zum nächsten. Es ist eine wundervolle Atmosphäre, auch bei der langen Fortsetzung bei uns daheim. Nur eins stört mich im Nachhinein massiv nämlich meine mangelnde Zurückhaltung bezüglich der von mir genossenen geistigen Getränken. Das schenkt mir zwar einen festen und tiefen Schlaf, wird mich aber morgen zweifellos mit tiefer Reue erfüllen. Dann ist das so. Seufz.

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Ruhiger Monatsstart

Die neuen Akkus beschäftigen mich intensiv. Einer ist trotz mehrstündigen Wellnessaufenthalts im Ladegerät immer noch ladebedürftig. Da bleibt wohl nur das Studium der Bedienungsanleitung und ich lerne wenn beide Dioden zugleich aufleuchten ist der Akku zu warm oder zu kalt fürs Laden. Aha. Deshalb wurde also gestern eine Batterie nicht mit Strom gefüllt. Heute scheint die Temperatur zu stimmen denn das Ladegerät legt munter los. Nach relativ kurzer Zeit ist der Akku einsatzbereit. Nun die Sense samt Zubehör in den Keller verfrachten, die Seriennummern fotografieren und die Kleinteile wiederauffindbar verstauen. Zurück im Sessel registriere ich munter Sense, Ladeteile und die Akkus im Internet, um eine Garantieverlängerung zu erreichen. Das geht dank der Fotos völlig problemlos vonstatten. Nach einem traditionellen Abend wird es wieder recht spät. Der Schlaf tut was er kann.

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Kahlschlagsintentionen

Das halbe Jahr liegt hinter uns. Der Januar mit den Tagen in Büsum war beeindruckend – allein in Urlaub fahren war schon seltsam. Die Karibik im März war herrlich aber die Reise viel zu kurz. Die restlichen Monate sausten nur so vorbei. Meine große Schwester hat Geburtstag. Sie muss ihn im Klinikum erleben und wir schauen mal vorbei. Bei der Gelegenheit besuchen wir gleich einen Freund. Dabei muss ich an die Krankenhausreformpläne des Gesundheitsministers denken, die er wortreich in den Himmel lobt, die aber realistisch betrachtet das Gesundheitswesen deutlich verschlechtern werden. Warum um alles in der Welt sind in diesem unserem Lande wirtschaftliche Kriterien für Krankenhäuser so entscheidend? Sollten da nicht andere Maßstäbe Vorrang haben? Ich befürchte hier einen ähnlichen Kahlschlag wie damals bei der Bahn mit dem Privatisierungshammer. Was bedeutet die Reform in der Summe: die Bettenzahl wird reduziert, die Wege für die Patienten potenziert, dezentrale Einheiten werden aufgelöst und zentrale überlastet. Na toll. Dazu kommt noch die soziale Abschottung der Kranken, denn weite Wege heißen weniger Besuch. Mal ganz abgesehen von einer höheren Todesrate durch längere Transportwege. Gottseidank wartet nicht das Ende auf uns sondern die Ewigkeit. Halleluja! Das erhält die Hoffnung. – Auf dem Rückweg hole ich ein Paket von der Packstation ab, völlig easy und unproblematisch – hat die Post gut gemacht, finde ich. Die so gelieferten Akkus lade ich zu Hause gleich auf, einer füllt sich der andere nicht. Da muss ich morgen wohl wohl doch einen Blick in die ungeliebte Bedienungsanleitung werfen. Ich bin eher ein Fan selbsterklärender Gerätschaften. – Die Chefin ermittelt in einem verstrickten aber diesmal nicht ganz so skurrilen Fall. Ein wenig YouTube, etwas lesen und schon ist der Abend und mit ihm der klägliche Rest des ersten Halbjahrs vorbei. Noch 177 Tage bis Weihnachten.

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Gartenfreuden

Nun liegt unsere neue Sense schon ein paar Tage herum und wartet auf ihre Akkus. Es ist Zeit die Tragweste nach allen Regeln der Kunst anzulegen – es gelingt besser als beim ersten Versuch am Dienstag. Sie passt selbst mir recht gut. Nun noch das Schneidemonster daran arretieren und alles auf meine Größe ausrichten. Jetzt liegt das Gerät, die Hauptlast schwebend von der Weste gehalten, gut in der Hand und es kann losgehen sobald der mobile Strom verfügbar ist. Heute soll er eigentlich kommen. – Mr. Shorty hat seinen Ladestecker verfehlt. Er hockt irgendwie schräg in seinem Häuschen. Ob er sauer ist, dass wir letzte Woche seinen Namenstag nicht gebührend gewürdigt haben 😉😀? Es wird Zeit mich seiner zu erbarmen. Kaum befreit aus der misslichen Lage jault er schon fürchterlich auf, fordert ohrenbetäubend das Tippen des Eigentümer-Codes. Sein Wunsch ist mir Befehl und endlich schweigt er. Nun lasse ich ihm eine gründliche Reinigung zukommen, spendiere ihm neue Messer und einen weiteren freien Tag. Drei Tage Ruhe und vier Tage mähen reichen vollkommen aus. Nun noch die Tannenzapfen vom Rasen fegen, fix mit der Akku-Schere den unverschämtesten Wildwuchs in die Schranken weisen und gut ist. Dabei überhöre ich die Postfrau mit den Akkus. Merde. Per App meldet mir die DHL, dass dieselben in einer Packstation zwischengelagert werden sollen aber nicht in welcher. Eine Abholkarte mit dem Öffnungscode fehlt ebenfalls. Sollte diese morgen per Post kommen? Und warum per Post? Noch bin ich ratlos. – Wenigstens habe ich heute Zeit genug für meine Abendandacht, lese, spiele und youtube ein wenig während meine studierbeflissene Ehefrau stundenlang einer hochtheologischen Diskussion zwischen einem Rabbi und Roger Liebi lauscht. Das Thema der beiden Disputanten könnte herausfordernder nicht sein: ob und ggf. wie Jesus schon im Alten Testament erwähnt wird. Ich mag keine verbale „Schlachten“ bei denen von vornherein eine Einigung nahezu ausgeschlossen ist. Ich, als Christ, freue mich einfach schlichten Herzens über jede Stelle im AT in der ich Jesus entdecke. Es wird wieder spät und der Schlaf tritt nur zögerlich herzu.

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Ja, ja, das Alter!

Es gibt Saft von oben für Foxi und Tiger, ein wenig muss zwar aus dem Netz fließen aber die Hauptlast trägt die Photovoltaik. Das ist sehr schön. – Am Nachmittag hat das Seniorenheim zu einem Angehörigentreffen eingeladen. Das neue Leitungsteam stellt sich vor, es rekrutiert sich zum Teil aus dem Schulzen Hof, ein guter Ruf eilt ihnen voraus. Das lässt hoffen und der persönliche Eindruck ist auch relativ gut. Schön wäre es, wenn es Personen wären, die voll emotional sich den älteren Herrschaften zuwenden könnten. Mir ist jedoch klar, dass derartige Pflegekräfte sich an den von Staat und Krankenkassen vorgegebenen Rahmenbedingungen aufreiben würden. So kann es eben nur eine Gruppe von Pragmatikerinnen schaffen und da scheint mir das Heim jetzt gut aufgestellt. Dafür spricht ebenfalls die lange Tätigkeit der Verantwortlichen in der Altenpflege. Hoffnung ist angesagt. Ich erzähle das alles meiner Mum aber ob sie mich überhaupt wahrnimmt erkenne ich nicht. Das ist so traurig! Ich fühle mich so bedröppelt und hilflos ihr gegenüber. Seufz. – Mein Abend gestaltet sich wieder gleichförmig – aber was soll ich sonst tun? Inmitten einer Menge fühle ich mich bedrängt und bedrückt, Gesellschaftsspiele öden mich an und spazierend flanieren finde ich doof. Ob ich mich nicht doch in eine Einsiedlerhöhle zurückziehen sollte? Doch da wäre es zu nass und zu kalt! Nun denn, dann fahre ich meinen Sessel in Halbliegeposition aus, nehme mir ein schlechtes Buch einer Autorin mit einer guten Schreibe und lasse die Zeit an mir vorbeirauschen – bis sich etwas Besseres ergibt. Der Schlaf ist gutwillig aber nachts gern und viel genossenes Wasser wirkt kontraproduktiv. Ja, ja, das Alter!

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Nachkauf mangels Durchblick

Ich stehe vor den Bauteilen der Sense, lege los und sofort verweigert sich ein Plastikteil der Montage. Das geht ja gut los! Ich probiere, schiebe, drücke und drehe hin und her, es passt einfach nicht. Puh. Die Lunchtime kommt mir da gerade recht. Nach der Mittagsruhe verbindet sich der bewusste Quertreiber problemlos perfekt mit der Sense. Wow. Der Rest fügt sich fast von selbst aneinander und ruckzuck ist das Monster fertig. Nöte bereitet mir nur die Trageweste. Bin ich zu mollig (😉😇)? Zu ungeschickt? Verwirrt? Ja, ich kann sie überziehen aber so recht zufrieden bin ich mit der Lösung nicht. Bei YouTube sieht das viel professioneller aus – ob es an dem „Hungerhaken“😀 liegt, den die Weste so perfekt umhüllt? Seufz. Jetzt erst merke ich, Dösbaddel, dass ich zwei Akkus benötige aber nur einen bestellt habe. Doppel-Seufz! Nun denn, Kaufland bietet günstige Preise also diesmal nicht Amazon. Schön, dass sich endlich ernsthafte Konkurrenz aus dem Staub erhebt 😀. – Zwei Fühler für mein neues Thermometer platziere ich nach gründlicher Überlegung an strategisch wichtigen Stellen im Haus. Die Signale erreichen tatsächlich den(?) Hub und mein Handy. Höchst erfreulich. – Heute schaffe ich mir tatsächlich genügend Raum für meine Andacht. Jetzt ist aber der Akku des iPads mit den Gebetsanliegen total ausgepowert. Seufz, so kommt eins zum anderen. Doch auch diese Hürde nehme ich schließlich. – Den altbekannten Syltkrimi breche ich am Abend ab und konzentriere mich aufs Lesen, unterbrochen von ein, zwei oder drei kurzen YouTube-Schnipseln. Es wird natürlich wieder spät und der Schlaf kommt und geht wie es ihm gefällt. Nun denn.

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Nerviger Installationskrampf

Mein recht teures aber mac-konformes Thermometer hat inzwischen einen erschreckenden Batterieverbrauch. Heute soll sein Nachfolger eintreffen. Da sich der größte Versandhändler nicht festlegen will, weiß ich nur, es soll im Laufe des Tages geliefert werden. Ein „gutes“ Argument um andere Arbeiten hinauszuschieben, schließlich muss das Teil installiert, in eine App integriert und mit drei Temperaturfühlern verbunden werden. Außerdem soll es seinen Weg in die Home-App finden. Doch wo bleibt es? Erst am späten Nachmittag trifft es ein und treibt mich, wie viele seiner elektronischen Kumpel, zunächst schier zur Verzweiflung. Nun denn, wie üblich, fügt es sich in die App dann doch ein, nimmt sich schließlich der Fühler an und diese übermitteln, nebeneinander liegend, nach einer Zeit ausgiebiger Kalibrierung fast gleiche Werte an die App. Das ist schon mal mutmachend. Nur in die Apple-Home-App wollen sie nicht hinein, die kleinen Racker. Dann eben nicht. – Meine Abendandacht fällt dadurch wieder einmal aus und das geht mir total gegen den Strich. Obwohl diese mir sehr wichtig ist, erreiche ich einfach keine Kontinuität. Das ist echt mies. – Zwei alte, oft angeschaute, obskur kuriose Barnaby-Folgen benebeln den Abend über meine Aufmerksamkeit. Es wird wieder einmal sehr spät wegen des drückenden Lesehungers im Anschluss 😀. Der Schlaf kommt schnell und zeigt einen gestern vermissten Eifer. Wohltuend.

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