Vielfältiger Tag

Warum ist heute schon wieder nicht mein Tag? Immerhin geht es im Laufe des Tages voran. Normal aufstehen und zum Gottesdienst samt Sommerfest fahren bildet den Tagesbeginn. Wir verabschieden unsere Pastorenfamilie nach Augsburg. Der Gottesdienst ist dem Anlass angemessen und die Predigt des Inspektors unseres Gemeinschaftsverbandes ermutigend – sowohl für die scheidende Pastorenfamilie als auch für die hierorts verbleibende 😉 Gemeinde. Ich bin sehr froh, dass ich hinterher ein Plätzchen im Schatten ergattern und mich vom schönen Wetter neu aufrichten lassen kann. Höchst erfreulicherweise versorgt mich meine Lebenslanggefährtin mit Leckereien vom Büfett, sogar verziert mit Bratwurst und Steak. Ich hätte mich heute ganz sicher nicht in die schier endlose Warteschlange eingereiht, dazu müsste ich viel besser drauf sein. Andererseits hätte mir ein Essensverzicht kein bisschen geschadet 😀😉. Ich habe es echt gut getroffen. – Nachmittags schauen wir noch die Predigt aus Bremen und eine Kurzandacht zur Losung aus Hannover an. – Danach telefoniert meine Plauderexpertin stundenlang ☺️ mit ihrem Neffen und einer Freundin. Ich staune über die russischen Verhältnisse, „rein in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln“, nehme die Empörung des ZDF über den ersten AfD-Landrat zu Kenntnis und bin überrascht über die trefflichen Kommentare Bodo Ramelows dazu. Er bringt es auf den Punkt. Die Reaktion Theo Kolls unterstreicht dagegen die mangelnde Einsichtsfähigkeit öffentlich-rechtlicher Medienvertreter. Ich habe Verständnis, wiewohl mir die AfD ob ihrer Nazi-Gesinnung ein Gräuel ist, dass vielen ostdeutschen Mitbürgern die vielschwafelnden Berufspolitiker traditioneller Couleur aus dem Hals heraushängen (sehr freundlich formuliert). – Den Abend verbringe ich draußen in unserer Lounge, lese viel und youtube ein wenig bis die nächtliche Kühle mich ins Haus treibt. Es wird leicht spät, der Schlaf trödelt herum und erledigt seinen Job halbherzig. Dann ist das halt so.

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Ruhe und Gelassenheit

Ausschlafen bis in die Puppen ist angesagt. Das fällt mir leicht. Wie schön, dass wir heute keine Termine haben und „alle Zeit der Welt“. Ich bin ein wenig trottelig neben der Spur und brauche dazu noch nicht einmal Restalkohol, einfach so, laissez faire laissez allez, es kommt wie es kommt 😀😇. Ab und an ist so ein Tag echt nett. Die Motorsense bleibt wie sie ist, zusammenbauen ist nächste Woche angesagt. Fernsehen macht keine Freude. Irgendein verrückter Russe marschiert mit seiner Privatarmee gen Moskau und zuckt auf halber Strecke zurück. Die Welt spinnt immer mehr. Alle spielen verrückter Hühnerhaufen und am Ende bleibt alles wie es war – oder auch nicht, wer weiß das schon vorher? Man kommt sich so hilf- und ratlos vor. Gottseidank haben wir unseren Herrn und Heiland Jesus Christus. Auf den vertrauen gibt Sicherheit, Hoffnung und Gelassenheit (selbst wenn ein paar Übereiferer im Wort ‚Gelassenheit‘ irgendein bescheuertes Haar in der Suppe finden 🤨😲, so sind sie halt manche Geschwister im Glauben😉😀). – So endet der Tag in alltagsüblicher Weise und das tut nach der Partynacht sehr gut. Der Schlaf ist mäßig motiviert.

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Feierabend

Es regnet bis in den Nachmittag hinein. Es kommen noch einmal 15 Liter/qm vom Himmel. Im ach so trockenen Juni sind es nun insgesamt 84 Wassereimer/qm. Das ist eine ganz schöne Menge, 12 vor und 72 nach der Dürre. – Pünktlich um halb sechs holen uns Freunde zur Tour nach Hildesheim ab. Es gilt einen 190. Geburtstag zu feiern also drei runde Geburtstage auf einen Schlag. Ich tue mich immer schwer mit solchen großen Feierlichkeiten, zu viele Menschen, zu steife Kleidung, langes Warten am Büfett und hinterher motzende Magensäfte. Doch diesmal wird es echt nett trotz der vielen Gäste und der Schlange vor den geduldig verharrenden Speisen. Ich schätze es immer mal wieder dem schallgeschwängerten Raum zu entfliehen und vor der Tür durchzuatmen. Das gelingt einwandfrei. Die obligatorischen Reden sind interessant, mit Humor gewürzt und die ebenso unvermeidbare Fotoshow wohlausgewählt in allerfeinster Bildqualität wiedergegeben. Nur die lange An- und Abreise nerven ein wenig, vor allem die nachmitternächtliche Tour. Widerborstig wie ich nun einmal bin genieße ich daheim noch ein Glas gebrannter Äpfel bevor der gute alte Morpheus mich stante pede fest in seine Arme schließt. Das tut wohl.

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Software besser – Zugangsblocker nervtötend

Wir dürfen den ID von der Werkstatt abholen. Es sei alles erledigt, sagen sie. Tatsächlich hat sogar die Software ein Update erfahren. Die Werkstatt hat die Version 3.4 angekündigt, Tiger meldet 3.1.5. Egal. Kurz nach dem Start wünscht Tiger sich ein Online-Update für das Update. Okay, immerhin geht das während der Fahrt wenn auch mit Assistentenbeeinträchtigung aber damit kann ich leben. Zurück zu Hause soll ich mich neu als Nutzer anmelden. Mit Geduld und Gelassenheit schreitet dieser Prozess voran bis von mir eine S-PIN verlangt wird. S-PIN, watt’n dat? Meine Standard-PINs lehnt Tiger voll ab und sperrt die Eingabe für eine Stunde. Zwei Jahre fahre ich nun den ID, vielleicht wollte das Auto irgendwann vor langer, langer Zeit mal so eine Zahlenkombination, die aber danach nie mehr abgefragt wurde. Jetzt soll ich mich erinnern. O, VW, du treibst mich zur Verzweiflung. Später merke ich, dass ich wohl beim Foxi eine S-PIN eingegeben habe. Wollte etwas Tiger die S-PIN von Foxi? Inzwischen habe ich aber diese vierstellige Zahl über die App nach drei bis fünf Versuchen geändert, denn VW hat dafür bei seiner unübersichtlichen App ein extrem schmales Zeitfenster eingebaut. Wäre ich ein Hahn, würde mein Kamm kurz vor dem Platzen stehen. – Unser Hauskreis fällt heute dem Unwetter zum Opfer, schade, denn zum Zeitpunkt der Entscheidung „kommen oder nicht“ entlädt sich in der Region ein Gewittersturm, es schüttet wie aus ausgekippten Badewannen aber danach, allen Wettervorhersagen zum Trotz, bleibt es relativ ruhig mit kleinen Schauern. Wir hätten tagen können aber hinterher ist man immer schlauer und kann gut schwatzen. Ein Teilnehmer kommt dennoch und wir unterhalten uns prächtig. Schließlich setzt VW noch einen drauf: meine Foxi-App streikt. „Zurzeit nicht möglich“, meldet die App nach dem Login. Welch ein Desaster! Darauf muss ich unbedingt einen schlichten Cosy-Krimi konsumieren, das stillt den Sturm im Hirn. Welch ein Tag! Der Schlaf kommt sofort. Endlich mal wieder!

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Kälte, Kriegsfans und ein Facelift

In der Rückschau fällt mir auf, dass mich die von mir eigentlich so heißgeliebte (im wahrsten Sinne des Wortes) Wärme zu allen möglichen Statements treibt. Vielleicht tut mir Kälte doch eher gut, denn dann denke ich nicht sondern friere, zittere und bibbere nur. Martinique oder Grönland? Dann doch eher Martinique 😉. – Heute, den Tag sollte ich mir im Kalender rot markieren, fange ich endlich an draußen ein wenig zu wirken. Ich säble die durch die Pflasterfugen emporschießenden Wildkräuter ab, weil sie für mich alten Knochen einfach nur Unkraut sind. Wochenlanges Wachstum erweist sich für die angriffslustigen Pflänzchen als nutzlos. Aber sie werden nicht aufgeben da bin ich mir sicher. Ein Kampf, den nur der Winter gewinnen kann. Schon wieder ein Plus für die Kälte – das wird mir langsam unheimlich 😇. – In meiner Abendandacht beschäftige ich mich auch mit dem „Jüdischen Krieg“ von Flavius Josephus. Von damals bis heute haben wir Menschen offensichtlich nichts dazugelernt – außer vielleicht dass wir viel mehr Menschen in viel kürzerer Zeit abmurksen können. Schauder. Abends schaue ich mir die Argumentation der russischen Pro-Kriegs-Blogger an, eine sehenswerte ZDF(!)-Dokumentation. – Um meine Themenvielfalt zu erhalten begebe ich mich virtuell zum E-Auto-Supertest über den gefacelifteten ID.3. Er schlägt sich nicht schlecht. Nice to know. – Mit den Nordseekommissaren wird es wieder spät. Der Schlaf trifft nicht gerade schnell ein aber immerhin er kommt. Gut so.

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Pietistische Wortklauberei

Mr. Shorty steht unbeweglich auf dem Rasen herum. Auf freier Fläche ausharrend behauptet er festgefahren zu sein. Roboterlogik. Er hatte sich wohl am Rand in hochwachsende Gräser irgendwann irgendwie verbissen und kam nicht voran. So setzte er, vermute ich, zurück, verweilte dort statt in anderer Richtung weiterzumähen und motzte voll beleidigt per Display. Jetzt zicken auch schon Maschinen herum – wo soll das enden? Also gut, die Botschaft ist angekommen und wir bestellen stante pede eine Elektrosense, um das Dickicht am Grundstücksrand niederzumachen. Zwischen den Büschen sieht es wirklich grausam aus. – Heute errege ich mich nicht über Politik, schließe die Augen und ereifere mich über ‚idea‘. Dort finde ich einen Artikel, der Gelassenheit unbiblisch nennt und als fernöstliche Mystik verurteilt. Gott incl. Jesus sei nie gelassen gewesen. Dazu sondert der Autor eine Definition von Gelassenheit ab, die mir die Haare zu Berge stehen lässt. Welch ein hochkonzentrierter Bullshit. Ich sollte lieber meine weltlichen Krimis lesen als so eine typisch pietistische Wortklauberei. Und das tue ich dann auch 😀😉😇. – Per YouTube erfahre ich, dass Propangas immer häufiger als Kühlmittel bei Wärmepumpen eingesetzt wird. Es soll wirkungsvoller und kostengünstiger als die bisherigen Kältemittel sein. Interessant. Gut, dass ich die Entwicklung dieser Technologie noch abwarten kann, denn da tut sich einiges. Es wird heute ein wenig später, das macht aber nichts, weil der Schlaf sowieso keine Lust hat. Mist.

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Denkwende

Mein Magen grummelt weiter. Vielleicht liegt es daran, dass ich ihn zu wenig schone oder nicht ausreichend medikamentiere. Aber da muss ich wohl oder übel durch. Nach einem vorbeirasenden Vormittag, einer relativ kurzen Mittagsruhe, geben wir Tiger in der Werkstatt ab. Diese hat die Lizenz zum Abzocken, denn eine große Inspektion steht an – als ob wir einen Verbrenner fahren würden. zusätzlich müssen wohl die Heckklappenöffner ausgetauscht werden (Rückrufaktion) und eine neuere Softwareversion wartet angeblich auf Tiger. Letzteres glaube ich erst, wenn ich diese installiert sehe. Mein Vertrauen in die Softwarefähigkeiten des VW-Konzerns sind, sehr vorsichtig ausgedrückt, arg negativ geprägt. Mit der jetzigen Version kann ich leben aber es geht zweifelsohne viel besser. Ich darf nun gespannt sein. – Heute gibt es für mich keinen Barnaby, denn die zwei Folgen sind mir allzu bekannt. Stattdessen lausche ich Professor Gerd Ganteför, ein genialer Wissenschaftsplauderer, den viele in die rechte Ecke stellen, weil er sich nicht scheut unbeliebte Thesen zum Klimawandel diskutieren zu wollen. Statt Sachargumenten folgte neulich von einem Kollegen ein persönlicher Angriff. Dabei ist Ganteför gar kein Zweifler am Klimawandel oder gar Gegner der Energiewende – er sieht nur die Verquickung mit etlichen weiteren Menschheitsproblemen, die nur in einer umfassenden Betrachtungsweise gelöst werden können. Unsere Probleme sind halt nicht die von asiatischen oder afrikanischen Mitmenschen und unsere Lösungen müssen nicht mit deren Lebensumständen vereinbar sein. Wie wahr! – Natürlich leuchtet mir das ein, weil mich diese Fragestellung auch schon bei Billig-T-Shirts beschäftigt. Kaufe ich sie nicht mache ich Mitmenschen ins Asien arbeitslos, kaufe ich sie aber festige ich die dortigen unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Lösungen müssen beide Seiten berücksichtigen sonst sind sie scheinheilig und genauso billig wie die T-Shirts. Gern wählen wir Menschen die einfachste Variante und ersparen uns das Nachdenken. Nun denn, genug gegrübelt, da lese ich doch lieber einen geistig anspruchslosen Krimi. Es wird normal spät und der Schlaf erledigt seinen Job.

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Hybris

Wir feiern Familiengottesdienst bei den Reformierten und anschließend ein Sommerfest. Die Sonne lacht vom Himmel und es ist äußerst nett. Nur mein Magen grummelt, warum auch immer, und beizeiten setzen wir uns ab. – Nachmittags schauen wir uns die Predigt im Gottesdienst aus Bremen und die aus meiner Gemeinde an. Unser Laienprediger bringt viele nachdenkenswerte Aspekte zur Sprache. Unter anderem wird er vom Klimawandel bewegt, malt ein Bild einer in dreißig Jahren sterbenden Welt und hat Sympathie für die Klimaaktivisten. Nun ja: Selbst wenn der CO2-Ausstoß in unserem Land gegen Null ginge, wären das weltweit gerade mal zwischen 1,7 und 2,2% weniger und auch nur wenn China, die USA und Indien (fast die Hälfte der CO2-Emissionen weltweit) ihren Ausstoß nicht vergrößerten. Leute, das ist ein weltweites Problem. Eine „Pro-Kopf-Rechnung“ hilft nicht weiter, denn wir können bei uns maximal 2 % Reduktion weltweit erzielen. Auch „Rang 6 weltweit“ ist kein überzeugendes Argument, selbst diese Betrachtungsweise bringt nicht mehr als die besagten 2%. Die im Inland investierten Millionen Euros wären besser angelegt, wenn wir sie gezielt Projekten oder Unternehmen in den genannten drei Ländern zukommen ließen. Allemal wäre es sinnvoller unser Know-how auf technische Lösungen zu konzentrieren und dabei die Emissionsverminderung hierorts stetig aber eben nicht überstürzt voranzutreiben. Wann werden wir Deutsche endlich mal lernen, dass von uns weder das Heil noch die Rettung der Welt ausgeht, sondern Lösungen nur gemeinsam mit anderen Nationen machbar sind? Kurzum ich fühle mich vereimert von einer Hektik verbreitenden Regierung und panischen Klimaaktivisten, die dazu noch im falschen Land agieren. Aber ändern kann ich daran gar nichts, ja, ja, ‚am deutschen Wesen …‘ welch eine Hybris! – Der Abend verläuft in den üblichen Bahnen und der Schlaf gewöhnt sich offensichtlich an intervallartiges Agieren. Dann ist das so!

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