Birthday City

Der erste Geburtstag meiner Liebsten in Leipzig. Trotz mächtiger Gewitter in der Nacht und am sehr frühen Morgen wird es ein echt schöner Tag. Das Frühstück im Hotel ist prächtig. Die Morgenandacht ist voller Ruhe und wichtiger Worte. Es gehen ungemein viele Glück- und Segenswünsche ein. Das ist sehr schön und ermutigend. Wir begeben uns zum Völkerschlachtsdenkmal. Ein mächtiges im Stil der damaligen Zeit errichtetes Monument, das irgendwie eindrucksvoll ist. Wir sitzen im Schatten und schauen den Besuchern aus vielerlei Völkern und Kontinenten zu und ich freue mich, dass sich dieser Architekturstil überlebt hat. Mir hat det Janze zu viel Steine, selbst die Wasserfläche davor wirkt viel zu tot auf mich. Dennoch die Rundum-Begrüunung entschärft den harten architektonischen Eindruck und der Schatten lässt mich durchatmen. Ein schöner Ausflug. Wir genießen der Straßenbahnfahren und freuen uns, dass unser Hotel etwas außerhalb liegt. Fein. Nach der Mittagsruhe und weiterer virtueller Glückwünsche geht es noch einmal in die City bis die Bummelei wieder bei einem Rosé endet. Die Unbelehrbaren 😇😀! – Im Hotelrestaurant speisen Geburtstagskinder gratis aber die Rechnung fällt nichtsdestowenigertrotz imposant aus. Dann ist das so! Wir liegen und verdauen auf dem Zimmer vor uns hin. Das wird einer Nacht werden!

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Arg heimische Nachteulen

Wir stehen wie üblich auf, konsumieren das Frühstück, halten Andacht, werfen den kleinen Koffer voll, packen alles in den Tiger, schimpfen auf das ach so unverständige Navi und fahren endlich los. Es geht über Landstraßen nach Leipzig. Dabei kämpfe ich leicht verzweifelt mit Umleitungen, widerspenstigen Navigationscomputern, fachidiotischen Programmierern, die wichtige Funktionen so verstecken, dass ältere Herren sie nur unter vielen Mühen entdecken und komme dennoch ans Ziel. Puh. Eine Autobahn hat schon ihre Vorteile. Das Hotel hält eine ÖPNV-Freikarte für uns bereit, ein entzückende Idee! – Eine ausgiebige Ruhepause später geht es in die quirlige City. Der traditionelle Rosé im Mephisto lässt erste Urlaubsstimmung aufkommen und ein Kesselgulasch vom Feinsten verwöhnt meinen Gaumen und Magen. Perfekt. Wie von uns nicht anders zu erwarten lassen wir den Abend im Hotel ausklingen – wir sind zwar Nachteulen aber sehr heimische 😇. Der Schlaf könnte intensiver und länger sein, aber er ist heute wohl nicht so gut drauf 😢.

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Vorausgeworfene Schatten

Wir specken ab. Leider nicht körperlich sondern nur bei unseren Geburtstagsfeierlichkeiten und halbieren die Gästezahl um Zeltauf- und -abbau zu sparen. Man wird halt alt. Heute sprechen wir das Menü mit dem Caterer ab. Es klingt alles sehr gut. Leider unterscheidet sich der Endbetrag nur unwesentlich von dem für die doppelte Personenzahl vor den Krisenjahren. Dann ist das eben so. Und dabei zählt der Koch- und Lieferdienst mitnichten zu den teuereren Exemplaren seiner Gattung 😉😀. – Ein Freund liefert die Wacholderbeeren in flüssiger Form und wird über den Wasserbedarf unserer nicht sehr verwöhnten Pflanzen informiert. Dann wird gepackt. Es geht relativ schnell von der Hand einschließlich der unvermeidbaren Auswahlprobleme. Der große Kleiderkoffer steht abfahrbereit da und ein kleiner Schuh-, Kosmetik- und Technikkoffer soll morgen gefüllt werden. – Ein kahlköpfiger Opa informiert mich über gute und schlechte Kreuzfahrtgesellschaften, ein Ukrainefreund verbreitet positive Kriegsnachrichten (aus seiner Sicht natürlich) und ich lese mich geduldig durch eine langweilige Krimistory. Es wird mittelspät und der Schlaf ist ganz in Ordnung, kommt spät ist aber mitunter tief.

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Montagen und Gebranntes

Der langersehnte Montagetag nimmt seinen Lauf. Zuerst ist der Regenmesser dran. Er zieht von seinem Provisorium, dem Pflanzkübel, auf ein Edelstahlrohr um und überragt so das Loungegeländer deutlich. Nun kann er jeden Tropfen einfangen, der auf ihn zukommt. Der Klebstoff, der die Schrauben unterstützen soll, ist leider inzwischen schon recht fest geworden. Ich versuche es trotzdem. Schaun mer mal. – Unsere Klinkerwand an der Frontseite, nahe dem Eingang, hat schon etliche Dübel verpasst bekommen. Die Dübel sind noch vorhanden doch ihre Traglast ist längst den Weg alles Vergänglichen gegangen. Die Befestigungslöcher unseres Video-Kamera-Warnschildes weisen leider erheblich größere Abstände auf. Lange quälte mich Nichthandwerker dieses Dilemma. Endlich kommt die Erleuchtung! Sie ist schlicht und einfach wie jede gute Lösung: Ich schraube eine Holzleiste an den vorhandenen Dübeln fest und erst daran das Schild. Zur Abstandswahrung bekommt es unten eine zweite Leiste verpasst. Fertig und sieht perfekt aus. Puh, alles ist gut. – Damit der Alk nie ausgeht bringt die Post eine Marille, eine Birne und eine Zwetschge in stark gebrannter Form. Außerdem melden mir Freunde, dass sie meinen neuesten Lieblingswacholderbeerenkräutertrank aus dem ostfriesischen Norden besorgt haben. Und das alles zu einem Zeitpunkt wo ich mir bezüglich eventueller promillehaltiger Zufuhr Zurückhaltung verordnet habe. Macht nichts, dann halten die Drogen eben länger. – Abends erfreut mich ein Barnaby mit einer seltsamen Comic-Messe und bei Death in Paradise wird ein Plantagenbesitzer kurz vor seiner Hochzeit ermordet während ganz nebenbei irgendeine bescheuerte Voodoo-Liebesgöttin ihr Unwesen treibt. Wer braucht den sowas? – So lese ich nebenbei einen langweiligen Krimi bis zur Nachtruhe, die sich aber nicht einstellen will. Schade. Wach im Bett verharren wird nie meine Sache sein. Seufz.

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Ammerland und Karibik

Im Gottesdienst mit unserem Verbandsinspektor geht es darum trotz Entmutigung einen ganz neuen Blick auf Gott zu gewinnen. Am Beispiel des Auszugs des Volkes Israel aus Ägypten zeigt er auf wie blind, ängstlich und verzweifelt Entmutigung machen kann, obwohl Gott da ist und ihm alle Möglichkeiten offen stehen – sogar weit über die Naturgesetze hinaus. Eine ermutigende Predigt. Danke. – Einem typischen Sonntagnachmittag, diesmal allerdings versüßt mit leckerem Käsekuchen, folgt ein abendliches Interview mit dem Bundeskanzler. Politikersprüche kombiniert mit der typischen Parteifunktionärsblasenweltsicht. – Interessant ist dagegen der folgende Blick auf erstaunliche Artefakte vergangener Geschichtsperioden,. Erstaunlich was manche unserer längst vergessenen Vorfahren alles entdeckt und entwickelt hatten. – Schließlich lassen wir uns auf eine virtuelle Tour durchs Ammerland ein, wirklich eine interessante Gegend mit etlichen Attraktionen. Mir wird wieder einmal deutlich vor Augen geführt an wie viel Erkundungswertem ich in meinem Leben schon wie blind vorbei gedüst bin. 😢🤔! Ein bei YouTube aktiver Mitreisender unserer Karibikreise veröffentlich heute sein Resümee der Tour. Ich bin äußerst erfreut wie gut er die Vor- und Nachteile herausgearbeitet hat und teile es ihm auch mit. Sehenswerter Beitrag, finde ich. Im Anschluss lese ich einen zweitklassigen Krimi noch bis zur Täterüberführung und so wird es wieder spät. Nun denn, war das wirklich nötig? Eigentlich nicht 😠. Der Schlaf lässt sich ein wenig Zeit. Recht hat er!

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Karibiksehnsucht

Ich schaffe ein „Heim“ für unzählige Bedienungsanleitungen, das heißt ich versenke sie in einem Schuhkarton, wohl wissend, dass ich sie bei Bedarf sowieso im Internet suchen werde. Weshalb ich sie also aufhebe? Beamter eben. Seufz. – Draußen stürmt und schüttet es, mehrere Schauer wechseln einander ab und der Wind bläst kräftig. Schön im Trockenen zu Hause zu sein. Wieder einmal nimmt ein Abend seinen Lauf, ich liebäugle mit der Karibik und dem ersten unvergleichlichen Karibikteam. Die waren echt gut. Die Typen und ihr Miteinander waren sehenswert. Es wird normal spät. Feiner, ruhiger Tag.

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Heuschrecke?

Heute wird ein lieber Bruder zu Grabe getragen. Wenn handwerklich in der Gemeinde etwas zu erledigen war, wenn größere Aktionen anstanden, war er immer ansprechbar und zur Stelle. Wir fahren nach Dollbergen zur Bestattung. Auf einmal gewinnt ein Ort, den ich immer nur als Haltepunkt der Bahn kannte, ein eigenes Profil. Stark. Beerdigung und Kaffeetafel danach sind atmosphärisch dem Anlass entsprechend und ermöglichen ein würdiges Abschiednehmen von unserem Gemeindemitglied. Die Sonne gestaltet den ganzen Tag echt prächtig, ein herausragend bestechendes Sommerwetter. Das gab es in dieser Jahreszeit nicht oft. Wir sind erst gegen sechs Uhr wieder daheim und genießen den Rest des Tages in unserer Lounge mit ein wenig Retsina und zweier Pfeifen – uralter Tabak brennt schnell nieder 😉😀😇. Dann entdecken wir ein riesiges Insekt, ist es eine Heuschrecke? Aber was will die hier so weit im Norden? Keine Ahnung. Nachforschungen ergeben, dass es wohl irgendeine Sichelschrecke sein muss. Na denn. Es wird für mich sehr, sehr, sehr spät wie immer wenn ich ausnahmsweise mal Musik höre und in Erinnerungen schwelge. Der Schlaf steht zu gegebener Zeit parat und agiert entschlossen. Das tut gut.

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Ein Router, ein Kaffeeautomat und ein Hauskreis

Heute zieht unser Router um. Irgendwann ist er oben auf einem Regal gelandet, weil ein Fachmann behauptete, dass ein WLan-Sender möglichst hoch anzubringen sei. Das mag stimmen, ist aber in der Praxis absolut aufwändig, denn so wandern ebenso alle per Kabel angeschlossenen Gerätschaften in selbige luftige Höhe. Jede Änderung erfordert den Einsatz einer Leiter. Bewährt hat sich das in der Praxis nicht und so verlagert sich heute das ganze Gesums in Zugriffshöhe auf eine Anrichte. So ganz nebenbei säubere ich den Kaffeeautomaten und lasse ihn sich selbst entkalken. Das kann er sehr gut. Ich aber widme mich dem Umzug des Routers, einer Alarmanlagenzentrale, einer Datenverbindung zum Wechselrichter sowie zweier Hubs. Das geht erstaunlich schnell vonstatten. Technik kenne ich ansonsten eher zickiger. Selbst der WLan-Empfang ist unbeeinträchtigt gut. Irgendwie sieht das Technikensemble für mich sogar besser aus als auf dem Regal. Es hat sich gelohnt und auch der Kaffeeproduzent ist wieder okay. So soll es sein. – Abends ist Hauskreis und wir sprechen über die Heilung zweier Blinden und eines Stummen. Interessante Aspekte ergeben sich, nur die Nachgespräche wirken auf mich ein wenig müde und schlapp. Ist wohl eher ein persönlicher, nicht so ganz objektiver Eindruck. Es wird normal spät und ich bin außergewöhnlich müde. Seltsam. Dann ist das so. Der Schlaf kommt schnell.

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