Welt, Glaube, Realität

Der Volksaufstand in der DDR, gut elf Monate nach meiner Geburt, ist jetzt siebzig Jahre her. Die Welt hat sich einerseits total stark verändert, andererseits sind wir Menschen gleich geblieben. Menschenfeindliche Regime gibt es nach wie vor, Panzer gegen Demonstranten rollen heute bei Gelegenheit ebenso auf und die Diktatoren sind nicht weniger geworden. Wir sind allesamt nicht lernfähig ob wir das glauben wollen oder nicht. Tragisch, aber ein Grund mehr sich Gott zuzuwenden. Wir schaffen es nicht unsere uns von Gott anvertraute Welt zu erhalten, zu pflegen, human zu verwalten. Macht, Selbstsucht und Geldgier sind Gifte, die in uns wüten und die selbst der festeste Glaube nicht völlig zügeln kann. Ohne Vergebung sind wir verloren und selbst mit ihr hat Gott alle Mühe mit uns. Meine lebenslange Erkenntnis ist, dass Christen keinen Deut besser sind als Heiden – aber sie haben die Hand des einzigen Retters ergriffen, die sie hält – dies ist der alles entscheidende Unterschied. Danke, mein Gott und mein Herr. – Solche Gedenktage können mich immer wieder packen und an den Mitmenschen und mir fast verzweifeln lassen. Ob das auch etwas mit meiner Trägheit zu tun hat, die mich derzeit fast fesselt? Mag sein. Doch diese Couchsehnsucht entwickelt erschreckende Aktivitäten wenn es darum geht am PC Tabellen zu erstellen, den Tagesverbrauch an Strom der Produktion der Fotovoltaik gegenüberzustellen und dann bin ich, wie heute, voll am Wirbeln als wenn es eine tatsächliche Relevanz hätte. Bis spät in die Nacht spekuliere ich über notwendige Speichergrößen und Notstromschaltungen obwohl weder das eine noch das andere derzeit lieferbar ist. Gut wenn man über sich lächeln kann 😀☺️😉. Es wird spät und der Schlaf arbeitet heute eher oberflächlich. Er ist wohl nicht so ganz bei der Sache🤨.

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Alzheimer, Engagement und Schlafabsens

Heute führt mir das Leben wieder mal eine erschreckende Entwicklung vor Augen. Wenn die Demenz zuschlägt, besonders die Alzheimer-Version, verändert sich alles. Aus einem patenten, humorvollen, agilen Mann entsteht eine ganz andere Person mit extrem veränderter Persönlichkeit, ein stets hilfsbereiter wird zum hilflosen Menschen. Er erscheint völlig verwirrt und verdreht, zurückentwickelt. Und das kann jedem von uns „blühen“, keiner ist wohl davor gefeit. Erschreckend. Um so bewundernswerter wenn sich Angehörige finden, die sich der Person annehmen, sie liebevoll pflegen. Andererseits verstehe ich jeden, der sich das nicht zutraut und lieber kompetenter Pflege im Heim vertraut als seinen unzureichenden Fähigkeiten. Eine total schwere Entscheidung, die sich aller Besserwisserei Außenstehender entziehen sollte. Es bewegt mich stark. – Und dann treiben mich auch noch die Pläne für einen Abendgottesdienst um. Sollte ich mich dort engagieren, ggf. mit einem Lebensbild (als Predigt)? Dränge ich mich gegen Gottes Willen auf? Will ich etwas was ich gar nicht soll? Das bewegt mich sehr und ich irre ein wenig hilflos mit dieser Frage herum. Es wird mich wohl noch einige Zeit beschäftigen. Seufz. – Die Chefin beschäftigt sich im Freitagskrimi mit einem mir bereits bekannten Fall, tragisch wie immer. Und dann packt mich das YouTube-Fieber und ich ziehe mir mehrere Beiträge „rein“. So wird es wieder einmal spät. Der Schlaf muss total beleidigt sein, denn er lässt sich sehr lange nicht blicken. Doof.

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Da läuft etwas gewaltig schief

Meine Trägheit wird mich noch ruinieren. Ich bin mit mir nicht zufrieden. „Es gibt viel zu tun, lassen wir es liegen“, ist kein Lebensmotto, das auf Dauer auskömmlich ist. Es geht mir auf den Geist, dass ich mich selbst so schwer motivieren kann. Ich fühle mich einfach nicht wohl in meiner Haut, die im übrigen sowieso viel zu weit gedehnt ist. Da haben wir eBikes und fahren nicht mit ihnen herum. Da tut es mir gut Übungen gegen ein steifes Kreuz zu absolvieren und ich lasse sie ausfallen. Da brauche ich unbedingt Bewegung und sitze auf der Couch. Der Garten brüllt nach mir und ich stopfe meine Ohren zu. Ich bin mir selbst ein Rätsel. So, das musste mal raus. Hilft es mir? Einsicht kann der erste Schritt zur Besserung sein oder der letzte vor dem Abgrund! Seufz. – Ein paar Kleinigkeiten erledige ich dann doch und abends geht es in die Gemeinde zu einer Mitgliederversammlung. Viel Neues gibt es nicht, die Finanzen sind in Ordnung allerdings nur kurzzeitig, ein Abendgodi wird teilweise vermisst, teilweise nicht und eine neue App soll zum zentralen Informationsmedium werden sowie die Kommunikation über diverse soziale Medien vereinheitlichen. Klingt gut aber wie immer entscheidet letztendlich die Nutzung über den Erfolg. – Zu Hause noch ein wenig lesen, roten Saft genießen und sich spät zur Ruhe begeben um dem Schlaf alle Türen zu öffnen. Es funktioniert. Bonne Nuit.

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Wildkräuter auf Siegeszug

Die gestrige Bewässerungsaktion hat zwar funktioniert, die erste Einheit mit vier Düsen hat eine halbe Stunde Wasser verspritzt aber die übrigen fünf Einheiten nur 15 Minuten. Alte Leute, ihre Merkfähigkeit und ich im Besonderen haben es nicht leicht. Mehr durch Zufall stelle ich fest, dass für jede Einheit die Bewässerungsdauer einzeln festzulegen ist. Das mag für den professionellen Bewässerer ohne Zweifel komfortabel sein, auf einen schlichten „An-und-aus-Laien“ wirkt es eher verwirrend. Nun denn, zweiter Versuch, alles auf zwanzig Minuten. – Außerdem lasse ich Mr. Shorty wieder auf die erfrischten Gräser (oder besser Wildkräuter?) los. Der Kampf gegen Wildrasen ist inzwischen verloren und bei dem gegen Klee samt Konsorten werden unsere Verteidigungslinien langsam aber stetig überrollt. Eine Saison hatten wir ein paar wenige Wochen einen wunderschönen Rasen, dann kamen zuerst die Wühlmäuse, dann die Maulwürfe, gefolgt vom Wildrasen mitsamt ungeliebten Kräutern aller Art. Seufz. Wenigstens können wir Shorty über sie kommen lassen, der jegliches Größenwachstum konsequent ausbremst. Immerhin. – Der Schornsteinfeger reinigt unseren fast sauberen Schornstein zu einem beachtlichen Stundenhonorar und eine Praktikantin, darf, muss, soll mit aufs Dach. Wer’s mag. Beide sind kaum vom Dach hinunter da ist die Rechnung des Bezirksschornsteinfegermeisters schon da. – Nach der Mittagspause treffen wir uns zur letzten Seniorenbibelstunde unseres Pastors und können so ganz nebenbei seine neue Gemeinde und sein neues Domizil von oben bewundern. Sein Nachfolger hat hierorts leider kein passendes Haus gefunden. Die Familie kommt zwar zufriedenstellend unter aber es geht dort viel enger zu als vorher. Schade, das stimmt mich traurig. – Übrigens funktioniert das Bewässern inzwischen einwandfrei. Unser Rasen weiß gar nicht wie ihm geschieht, befürchte ich. – Mit dem alltäglichen Abend-Einerlei endet der Tag normal spät. Der Schlaf kommt zwar langsam doch er kommt. Erfreulich.

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Terminfülle

Der Seniorenterminkalender meldet heute: ausgebucht. Drei ganze Vorhaben an e i n e m Tag, krass 😉😇! Den Anfang macht ein Kontrollbesuch beim Arzt. Dankenswerterweise ohne bösen Befund. Dann heißt es wieder warten auf den Klempner. Er kommt tatsächlich und repariert den Außenwasserhahn bzw. erneuert denselben. Die Bewässerungsröhren füllen sich und ein Test bestätigt die volle Funktionsfähigkeit aller Düsen. Fast euphorisch ob des guten Ergebnisses programmiere ich gleich eine halbstündige Bewässerung je Düseneinheit. Dann kann sich der Rasen endlich mal satttrinken, denke ich. Schließlich besuchen wir einen Freund im Garten, plaudern, trinken ein wenig und er grillt am Elektrogrill Steaks, Geflügel und Bratwürstchen. Keine Ahnung weshalb ich so viel futtere, irgendwie muss mich die Gartenatmosphäre bei allerbestem Wetter stark motiviert haben. Erst als es empfindlich kühl wird trennen wir uns und fahren nach diesem tollen Abend heim. Ich schaue den Wasserdüsen ein wenig beim Sprühen zu, lese und youtube so rum, um schließlich recht spät auf meinem Lager in Morpheus seine Arme zu sinken. Schlaf tut wohl.

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Neues Spiegelbild

So eine Heimfriseurin ist schon praktisch. Sie reist an, hat alles dabei und schon fallen die ersten Haupthaare, sogar der Bart wird akkurat gestutzt und fertig. Ein optisch auffällig veränderter Mensch blickt mich aus dem Spiegel an. Ich kann noch über meinen Bart streichen aber nicht mehr in ihm wühlen. Das ist okay. – Nach der Mittagspause warten wir auf einen avisierten Installateur. Und warten. Und warten. Schließlich rufen wir an und erhalten eine nachträgliche Absage mit Terminverschiebung kombiniert mit einer an sich schlüssigen Entschuldigung. Aber anrufen hätte man schon können, finde ich. Na warten wir mal ab, ob der Monteur morgen aufschlägt. – Die Könige Ahas und Hiskia, Vater und Sohn, können gegensätzlicher nicht sein. Ersterer folgt den Götzen, sein Sohn betet Jahwe an. Leider kann ich mir die in der Andacht gelesenen Fakten nur äußerst unzureichend merken. Schade. – Abends blockieren die blöden Ballkicker das ganze Vorabendprogramm und können nur wegen eines Elfmeters zur rechten Zeit ein Unentschieden gegen die Ukraine mit Müh und Not erreichen. Immerhin kann ich so einmal neu meine Abneigung gegenüber der Tagesschau mit Substanz versehen und mich auf die nächste heute-Sendung freuen 😉😀. Ansonsten lasse ich das Fernsehprogramm links liegen und lese Krimis, spiele Karten und höre alte Songs einschließlich zweier Nationalhymnen. Auch heute muss der Schlaf auf mich warten und sauer wie er ist, lässt er mich hängen. Ähem.

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Mein Gott

Unser scheidender Pastor hält heute seine letzte Predigt bei uns. In zwei Wochen sagen wir ihm ‚Ade‘. Er zieht eine ganze Zahl treffender Vergleiche zwischen „Dem Werk“ und unserer Gemeinde. Ein paar wenige seltsame und überzogene mischen sich auch darunter, das macht aber nichts. Seine Predigt regt zur Reflexion der eigenen Position, des eigenen Standortes an und bleibt als infragestellendes Resümee im Kopf, hoffentlich. – Die Sonne verleitet zum Aufenthalt in der Lounge. Meine kirchenoffene Mitbewohnerin schaut sich den Abschlussgottesdienst des Kirchentags an, während ich mich frage, welcher Gott dort wohl angebetet wird. Ein Gott der queer ist und die Geschlechtlichkeit zwischen Mann und Frau nicht zur Regel gemacht hat, heißt es in der Abschlusspredigt. Aha, der Gott, der in der Bibel beschrieben wird, kann das zweifellos nicht sein (wer lesen kann, weiß das). Es muss also ein Gott sein, der in den Köpfen seiner Anbeter gestaltet wurde. Interessant aber nicht mein Ding. Ich soll, sagt mir mein Gott, keine fremden Götter anbieten und das habe ich auch nicht vor. Mithin verfolge ich lieber die Predigt aus Bremen und lausche den Gedanken zur Losung aus Langenhagen. – Auf unserer Großleinwand verfolge ich Terra X mit Afrika von oben, den dritten Teil der Serie. Danach lasse ich mich in die Bretagne entführen und genieße den prächtigen Reisebericht durch ihre südlichen Regionen. Faszinierend. Nun noch ein wenig lesen und dann in die Falle sinken. Nach kurzem Zögern lässt sich auch der Schlaf auf mich ein. Fein.

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Verfolgte Geschwister

Die Hilfsaktion Märtyrerkirche, kurz HMK, veranstaltet ihren Missionstag in Bremen. Wir sind über YouTube weitgehend dabei, meine Martinifreundin ganz besonders aber ich auch so nebenbei. Es ist wirklich schlimm was Schwestern und Brüder im Glauben alles erdulden müssen – und sie nehmen es um Jesu willen auf sich. Wobei es völlig unlogisch ist eine Gruppe von Menschen zu verfolgen, die keinerlei politische Ambitionen hat und nur ihren Glauben leben will. Aber was ist in dieser Welt schon logisch und wo ist Gott hier wirklich willkommen? Aber Jesus hat das ja von Anfang an vorhergesagt. – Am Nachmittag können wir drei große Waschbeton- bzw. Betonplatten abgeben, die uns nur im Weg waren. Das ist toll, dankeschön! Dabei merke ich, dass die Luftreifen der Sackkarre eher drucklos daherkommen. Die Autoventile lugen nur ein ganz klein wenig hervor, so dass weder die Handluftpumpe noch die inzwischen defekte elektrische genügend Halt zum Aufblasen gefunden hatten. Ein Fall für unsere neue elektrische Aufblaskünstlerin. Die bewährt sich bei den uralten Reifen in nahezu perfekter Weise – der Anschluss durchs Aufschrauben ist genial. Selbst bei so wenig Raum funktioniert das einwandfrei. Angesichts des Reifenalters vertraue ich aber dem gefühlten Luftdruck eher als dem angebenden maximalen. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste😀. – Der Abend gestaltet sich in traditioneller Weise 😉. Es wird spät, wie meistens. Der Schlaf kommt bald.

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