Mein Gott

Unser scheidender Pastor hält heute seine letzte Predigt bei uns. In zwei Wochen sagen wir ihm ‚Ade‘. Er zieht eine ganze Zahl treffender Vergleiche zwischen „Dem Werk“ und unserer Gemeinde. Ein paar wenige seltsame und überzogene mischen sich auch darunter, das macht aber nichts. Seine Predigt regt zur Reflexion der eigenen Position, des eigenen Standortes an und bleibt als infragestellendes Resümee im Kopf, hoffentlich. – Die Sonne verleitet zum Aufenthalt in der Lounge. Meine kirchenoffene Mitbewohnerin schaut sich den Abschlussgottesdienst des Kirchentags an, während ich mich frage, welcher Gott dort wohl angebetet wird. Ein Gott der queer ist und die Geschlechtlichkeit zwischen Mann und Frau nicht zur Regel gemacht hat, heißt es in der Abschlusspredigt. Aha, der Gott, der in der Bibel beschrieben wird, kann das zweifellos nicht sein (wer lesen kann, weiß das). Es muss also ein Gott sein, der in den Köpfen seiner Anbeter gestaltet wurde. Interessant aber nicht mein Ding. Ich soll, sagt mir mein Gott, keine fremden Götter anbieten und das habe ich auch nicht vor. Mithin verfolge ich lieber die Predigt aus Bremen und lausche den Gedanken zur Losung aus Langenhagen. – Auf unserer Großleinwand verfolge ich Terra X mit Afrika von oben, den dritten Teil der Serie. Danach lasse ich mich in die Bretagne entführen und genieße den prächtigen Reisebericht durch ihre südlichen Regionen. Faszinierend. Nun noch ein wenig lesen und dann in die Falle sinken. Nach kurzem Zögern lässt sich auch der Schlaf auf mich ein. Fein.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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