Rakete im Grundwasser

Heute wirbeln Handwerker rund um unser Feriendomizil und bemühen sich ein Leerrohr für den Glasfaseranschluss zu verlegen. Sie mühen sich redlich aber die „Rakete“, die sich unterirdisch durchbohren soll, landet im Grundwasser. Irgendwann gelingt es doch. Es ist spät und sie wollen morgen weitermachen. Wir cruisen ein wenig durch Norden, besuchen das Grab einer guten Freundin und lassen es uns gut gehen. – Ein Angebot im Internet überzeugt mich, ich überlege hin und her, dann gönne ich mir ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk. So einfach ist das. Wieder in der Ferienwohnung schauen wir dem Wetter beim Zuziehen zu. Es stürmt ein wenig, dann etwas mehr und schließlich schüttet es. Wir machen uns einen gemütlichen altersgerechten Abend. Alles ist gut. Die Nacht birgt durchaus Verbesserungsmöglichkeiten.

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Geburtstag

Nun habe ich also 71 Jahre auf dem Buckel. 71!!! Kaum zu glauben. Fast elf Jahre Privatier. Unfasslichkeitsbar. 😀😉. Immerhin lacht die Sonne vom Himmel (von wo sonst?) und ein paar nette Wolken sorgen für eine angenehme Temperaturentwicklung. Klasse Geburtstagswetter! Unser traditioneller Hafenbesuch in Norddeich, diesmal hochbelebt mit kommenden und gehender Inselurlaubern, sogar einer Fähre, die warten muss bis ihre Vorgängerin abgelegt hat – faszinierend. Dazu brennt die Sonne heiß aber der Wind kühlt die Haut, nett von ihm. Im Reichshof in Norden habe ich Plätze fürs Dinner reserviert. Das Restaurant macht einen sehr guten Eindruck, die Bedienung ist freundlich, wenn sie uns auch lieber wortgewaltig überredet um unseren Tisch von der Sonne nicht in den Schatten verlegen zu müssen. Nun denn, das Geburtstagskind(😀) stört es nicht. Der Gruß aus der Küche mundet hervorragend, das Brot dazu ist nahezu perfekt. Die Bratfischplatte wäre für die allermeisten unter uns super, ich dagegen hätte etwas mehr Würze durchaus begrüßt. So bin ich eben. Das Gin-Tonic-Sorbet ist ein Gedicht und veranlasst mich ein Gläschen des hausgemachten Gins zu probieren. Wow ist das ein feines Tröpfchen, ein Aroma, das meine Nase in Begeisterung versetzt und ein wunderbarer Gaumenschmeichler beim Geniessen. Leider, leider bin ich mit dem Auto hier und muss Zurückhaltung üben. So fiel schon der Wein zum Fisch flach – ein alkoholfreies Weizenbier stillt bestens den Durst, passt aber für mich gar nicht zum Fisch. Man kann halt nicht alles haben. Dafür gönnen wir uns in unserem Domizil noch ein Fläschchen mit vergorenem Traubensaft in roter Konsistenz und lassen den Abend altersgemäß ausklingen. Der Schlaf gibt sich viel Mühe aber gewisse Altherrenplagen unterbrechen ihn viel zu regelmäßig. So ist das nun einmal.

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Wolkenbruch als Lade-Event

Moderation heißt Nervosität. Die werde ich wohl nie los obwohl ich mich in allem von Gott abhängig weiß. Und Gott ist dabei, ich kann alles locker vortragen, schwitze noch nicht einmal und bin gut drauf. Gott wirkt. Gott sei Dank! Die Predigt spricht mich ebenfalls an – ein gelungener Gottesdienst über das erste Gebot. Nachdenkenswerte geistliche Kost! – Eine Einladung zum Kaffee am Nachmittag entpuppt sich als muntere Plauderrunde mit absolut leckerem Kuchen. Leider darf ich nichts alkoholisches zu mir nehmen denn mir steht noch eine längere Urlaubsfahrt ins Haus. Bei strahlendem Sonnenschein und enormer Hitze, geschützt durch eine perfekt arbeitende Klimaanlage, düsen wir auf eine dunkle Wolkenfront zu. Bei Bremen erwischt es uns dann und es pladdert los. Strom laden unter freiem Himmel im strömenden Regen gehört zu den „Wonnen“ eines Elektromobilisten. Natürlich ist die Ladesäule defekt und ich muss zu allem Überfluss (im wahrsten Sinne des Wortes) Tiger zur Nachbarsäule umsetzen. Die funktioniert wenigstens und nach dem Update bei der Inspektion lädt Tiger nun schneller. Wenigstens etwas. Nach ungewohnt kurzer Zeit können wir weiter. Das bringt uns aber keinen Zeitgewinn, denn vor dem Urlaubsziel ist die Bundesstraße gesperrt, die Umleitung führt gefühlt halb nach Emden zurück und dann wieder aufs Ziel zu. Recht spät in der Nacht kommen wir endlich an. Puh. Betten machen, auspacken, Abendbrot und meine Mitreisende retiriert in ihre nächtliche Ruhestätte. Ich feiere noch in meinen Geburtstag hinein, stoße mit mir an, lese ein wenig und ziehe mich auch zurück. Der Schlaf deckt mich freundlich zu. Nett von ihm.

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Krimimitleiden

Am Vormittag stehen Büroarbeiten an und Ärger über die DHL – gestern informiert sie, dass die Sendung noch 3 bis 4 Tage unterwegs ist, ich leite sie vorausschauend zur örtlichen Filiale um, heute liefert sie aus, fünf Minuten vor Schließung der Abholstelle. Heute wäre ich noch daheim gewesen. So sind sie nun einmal. Seufz. – Am Nachmittag bereite ich meine Moderation vor, muss kurz vorm Ende noch einmal neu ansetzen, weil ich den Bibeltext zur Lesung verwechselt habe. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. 😉. Dann wird für einen Kurzurlaub gepackt, denn Morgen wird uns die Zeit dafür fehlen. Je älter ich werde, desto mehr Klamotten will ich mitnehmen. Weisheit? Dummheit? Unentschlossenheit? Wer weiß das schon? Aber auch hiermit werden wir fertig. Ich lese noch einen Krimi mit einem meine Sensibilität verletzenden Ausgang. Schade. Meiner Nachtruhe schadet weder der Krimi noch sein Ausgang und so wird alles gut.

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Feuerkorb

Ein ganz klein wenig stolz auf mich bin ich schon. Wenn bei uns der Hauskreis tagt kann es immer eng werden. Bislang holten wir zwei nicht ganz leichte Reservestühle vom Obergeschoss, die Treppe runter ins Esszimmer. Heute gelingt es mir, trotz gut gefüllten Räumen im Erdgeschoss, den zwei massiv-mächtigen Sitzgelegenheiten im Büro und im Salon einen sinnvollen Standort zu verpassen. Zugegeben im Büro fügt sich die eine Sitzgelegenheit nicht ganz so harmonisch ein aber was soll’s, besser als schleppen 😀😇. – Der Nachmittag gestaltet sich schweißtreibender, denn ich bin mit der Akku-Motorsense unterwegs. Meine Zeit ist das ein Gerät, gut, dass die Trageweste das Gewicht perfekt verteilt – aber handlich ist das Ding nur im Geradeausbetrieb. Wehe es kommt ein zaunbegrenzte Ecke, da ist die Sense arg anstößig ausgelegt. Für mich sind immer wieder Pausen vonnöten, ein, zwei Ziersträucher fallen ganz oder teilweise meinem Übereifer zum Opfer aber ansonsten geht alles gut. Ich transpiriere wie ein Wasserfall, was die anschließende Dusche zu einer Top–Wellness-Erfahrung emporhebt. – Tageshighlight ist der abendliche Feuerkorb, dazu Rosé, Käse und Snacks – einfach perfekt. Irgendwann zwischen zehn und halb elf treibt uns die Nachtkühle zurück ins Haus – welch ein toller Tagesausklang. Der Schlaf kommt schnell und heftig. Prima.

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Visueller und realer Smalltalk

Wir besuchen meine Mum und sie ist begeisternd gut drauf. In der letzten Zeit kenne ich sie nur schlafend und nahezu nicht ansprechbar. Heute schaut sie mich an, lächelt sogar manchmal und versucht mir etwas zu sagen. Leider, leider, leider verstehe ich kaum ein Wort. Wie traurig, sie will kommunizieren und ich bin hilflos. So rede ich viel, lächle sie an und freue mich über ihren Appetit beim Mittagsmahl. Gleich nach uns kommt, wie wir später erfahren, meine Schwester und muntert sie weiter auf. Wir sind in der Zeit schon unterwegs um zwei Pakete abzuholen. Sowohl die menschliche als auch die maschinelle Aushändigung wickelt sich einwandfrei ab. Im Abholshop entschädigt uns freundlicher Smalltalk für eine etwas längere Wartezeit, während die Packstation schnell und emotionslos ein Fach öffnet, getreu dem Motto: „Nimm und schleich dich!“ Maschinen sind halt wortkarg 😉😀. – Den Nachmittag füllt die Herausforderung, für eine nur oberflächlich bekannte Person eine A4-Erlebnis-Glückwunsch-Seite zu gestalten. Das ist nicht leicht, gelingt aber recht überzeugend. Wir sind mit uns zufrieden, selbst unser Drucker verzichtet, nachdem ich ihm eine höhere Auflösung verordnet habe, auf hässliche Linien mitten durch die Grafik. Perfekt. – Abends lausche ich einem Theologen zum Thema liberale Theologie. Er war jahrelang ein überzeugter Verfechter dieses Irrwegs bis er sich von ihm abwandte. Wenn Gott eindrücklich redet, empfiehlt es sich immer ihm zu folgen. Die Argumentation des jungen Mannes ist logisch und hilfreich. Ein weiterer Vortrag darüber, dass im NT und AT derselbe unveränderte Gott handelt ist äußerst sensibel formuliert und sehr schlüssig begründet. Zur Entspannung ziehe ich mir im Anschluss ein Video über Aldi in Los Angeles rein. Sehr erholsam für die grauen Zellen. In die Nachtruhe begebe ich mich nach ein paar Kapiteln eines Ostfrieslandkrimis. Der Schlaf ist diesmal gut auf Zack. Perfekt. Allein die Einflüsse zu häufigen Krimikonsums auf mein Traumleben beginnen zu nerven.

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Krimigeisel

Ein neuer Monat, ein neues Saugen. So mache ich mich auf, schnappe mir das elektrische Krümelmonster und beginne mein nutzvolles Werk. Dabei höre ich die ersten beiden Vorträge von insgesamt fünfen über die Bibelauslegung traditionell, wissenschaftlich oder unter phantasievollen Prämissen. Da ist vieles möglich, oft ist dabei der Wunsch der Vater der Schlussfolgerungen. Interessant zu hören und die Zeit verrinnt schneller wenn ich Bahn für Bahn die Düse über den Textilboden schiebe. Diesmal transpiriere ich bei diesem leichten Job ziemlich stark und genieße zu Hause eine Dusche in vollen Zügen. – Ein Paket konnte wieder einmal nicht zugestellt werden, so verordnet die Postfrau ihm eine Übernachtung in der Packstation, ganz allein in einer fensterlosen Box. Bei meiner Abendandacht lese ich unter anderem von Christenverfolgung in Tadschikistan, verstehe beim nächsten Text endlich das Sprichwort von den „Zuständen wie im alten Rom“ – eine grausame Zeit und werde ein wenig getröstet von Jesu Wirken am Jakobsbrunnen. Er hat zwei Tage in Samarien gelehrt, das muss ich wohl zwischendurch verdrängt haben. – Während des Abends nimmt mich ein Krimi beim Lesen arg gefangen und hält meine grauen Zellen trotz Happy End lange Zeit vom Einschlafen ab. Das ist gar nicht gut. Seufz.

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Paypals Betrügerschutz

Die übriggebliebenen Pflastersteine bringen wir heute zum Baumarkt zurück. Ein Freund transportiert sie in seinem Bus. Ich hätte nicht erwartet wie viel Knete wir dafür zurückbekommen, natürlich macht der Pfand für die Palette einen guten Teil davon aus. Ein Sack Quarzsand kommt von dort gleich mit zurück und ich verteile ihn auf die Fugen. Leider reicht er nicht ganz für die vielen Zwischenräume. Da müssen wir wohl noch einmal ran. Dann ist das so. – Am Nachmittag probiere ich nach einem gemütlichen Kaffeetrinken bei einem sehr guten Bekannten meine Fähigkeiten beim TV-Programmieren aus. Es geht gut von der Hand und ich erkenne an, dass die Hersteller doch bemerkenswerte Fortschritte bei der Bedienerfreundlichkeit hinter sich gebracht haben. Dabei wird mir wieder bewusst, dass uns nicht nur die Öffentlich-Rechtlichen sondern auch die Privaten ganz schön abzocken. Okay, die Grundbildqualität ist bei letzteren nur durch nervige Werbung finanziert, doch bereits für die HD-Qualität langen sie allesamt bei ihren Kunden in die Taschen. Je größer der Bildschirm um so niedriger muss das Anspruchsniveau sein um die Pixelflut ohne HD ertragen zu können. Andererseits ist die Programmqualität so niveaufern, dass der Verzicht möglicherweise leicht fällt. – Der Abend folge ich interessiert einem Beitrag des Süddeutschen Rundfunks bei YouTube über den absolut untauglichen sogenannten Käuferschutzes bei Paypal. Betrüger müssen nur mit einer Sendungsnummer nachweisen, dass ein Versand an die Postleitzahl des Käufers erfolgt ist und schon greift der Schutz nicht mehr. Die Empfängeradresse mit Name, Straße und Hausnummer spielt beim „Liefernachweis“ keine Rolle. Das ist kein Käuferschutz sondern allerhöchstens eine Ermunterung zum Betrug. Lug und Trug. – In der Nacht schaut der Schlaf sporadisch kurz durchs Fenster, glänzt aber meist durch Abwesenheit. Ob zwei Tassen starker Kaffee am Nachmittag ihn vertrieben haben? Mag sein.

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