Rheinreiseakzente

Viel bewege ich heute nicht. Den ganzen Tag über bist spät in die Nacht suche und finde ich Erklärungen zu den Fotos unserer Rhein-Flusskreuzfahrt. Ich ergänze die Präsentation um Kartenmaterial zu den Reisetagen. Es ist eine fesselnde, interessante Arbeit. Ich erlebe sozusagen die ganze Reise noch einmal mit, Erinnerungen werden wach und ich muss mich fast schämen für manche ungenutzte Gelegenheit. Aber so ist das halt mit dem Reisen man kann nicht alles besuchen, erhält immer nur ein oberflächliches, unvollständigen Bild von Land und Leuten und die Zeit geht viel zu schnell vorbei. Jedenfalls schaffe ich heute eine ganze Menge. Aber fertig werde ich immer noch nicht. Beamte sind halt gründlich 😉🤔😇 – aber darin wahrhaftig nicht perfekt. Seufz. Es wird recht spät und ich bin hundemüde. Übermüdet sein ist keine gute Voraussetzung für einen guten Schlaf. So ist es auch heute. Leider.

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Kameraperspektiven und Datenschutz

Endlich sind meine kleinen Treterchen wieder dran. Die Pflege derselben tut wohl und hebt die Gehstimmung. Die Park-App bewährt sich mit ihrer parkzeitgenauen Abrechnung trotz Servicegebühr. Währenddessen fasst Tiger weiter Strom und zieht ‚vonwegen’😉😉 der Wolken doch noch ein wenig Saft aus dem Netz. – Nachmittags beschäftigen mich meine neuen Kamerapositionierungspläne: eine erhält eine neue Halterung, die ihr Sichtfeld erweitert, eine andere wird an anderer Stelle neu ausgerichtet und die Dritte blickt jetzt auf die Anzeige des Gefrierschranks, weil dieser bei hohen Raumtemperaturen ab und an kollabiert. Im Sommerurlaub will ich dort einen aus der Ferne ein- und ausschaltbaren Ventilator aufstellen, der bei Bedarf für hilfreiche Umluft sorgen soll – ein bewährtes Verfahren. Jetzt richte ich eine „Datenschutzzone“ ein und blende die Sicht auf den direkten Nachbarn aus. Schnell noch zwei Wetterschutzhüllen für die Kameras bestellen und fertig ist das Thema. Fehlt noch der Ständer für den Regenmesser, kommt Zeit kommt Säule. – Abends verplempere ich viel Zeit bevor mir siedendheiß einfällt, dass eine Präsentation noch der Nacharbeit bedarf, also ran den „Feind“, der sich als arger Zeiträuber entpuppt. Dann ist das so. Zur Nachtruhe begebe ich mich an meiner Müdigkeit gemessen viel zu spät. Der Schlaf arbeitet intervallartig und wird von etlichen Bedarfspausen unterbrochen. Was trinke ich nachts auch immer anderthalb Liter Wasser? Das fördert das Alte-Männer-Syndrom enorm. Seufz.

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Neues Spielzeug

Wie toll ist doch das eigene Bett – durch kein anderes Lager zu ersetzen. Während ich so vor mich hindämmere, laden fleißige Müllwerker unseren Sperrmüll auf. Ein paar tönerne und plastikartige Blumentöpfe lassen sie stehen. Keine Ahnung was sie daran gestört hat. Dann ist das eben so, Hauptsache der Rest ist weg! – Natürlich stürze ich mich auf Büro- und Kontoarbeiten, denn das ist mein Ding – das Dreckige vor der Haustür mag ich gar nicht. Für das Volkswagenfest melde ich uns zwei an, lade eine neue Kamera auf und plane ihren Standort und sonstige Verbesserungen im Sicherheits(un)wesen, meinem Lieblingsspielzeug. Die Neue montiere ich gleich nach dem Laden, probiere ihre Funktionen aus und bin recht angetan von ihr. Sie hat ihre Vorteile, wenn sie auch bei hellstem Sonnenlicht einen Tuck unschärfer ist als ihre Geschwister. Niemand ist perfekt, das bestätigt sich immer wieder. – Vier Liter Regen pro Quadratmeter bis heute im Juli ist wahrlich nicht viel. Da sollte noch etwas kommen. – Fiese Tricks bei Ferienwohnungsbuchungen, aufgedeckt von WISO, überraschen mich sehr – die miesen Erlebnisse mit Putzfirmen dagegen überhaupt nicht. Und endlich ziehe ich mir mal wieder Barnaby rein, zwei volle, bekannte aber nicht schlechte Folgen. Das war mal wieder nötig. Fein. – Meine Allerliebste hat mein neues Monsterkissen durch eine schmalere Version ersetzt und meine Kopf freut sich über den Umzug vom Dach- ins Erdgeschoss 😉😀. So kann das gute Nächtle kommen.

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Rückreise ohne Ladepause

Tigers Akku ist randvoll und bereit für über 460 Kilometer, behauptet er. Wir haben nur 333 km vor uns. Schauen wir mal. Zunächst wird die Ferienwohnung gründlich gesäubert und alle unsere Sachen im Bauch von Tiger verstaut. Dann geht es los. Die Umleitungen rund um Norden sind freundlicherweise aufgehoben und so düsen wir munter Richtung Autobahn. Ich bin voll motiviert heute erstmals ohne Zwischenladen von hierorts heim zu kommen. Während der Fahrt können wir per Smartphone und Freisprechanlage den Gottesdienst in unserer Gemeinde verfolgen. Das tut wirklich gut. Die Netzabdeckung ist, wenigstens in Ostfriesland, so perfekt, dass es zu keinerlei Kein-Netz-Kunstpausen kommt. Prima. So fällt es mir umso leichter meinen Gasfuss, der zum Stromfuß wurde, zu zügeln und mich auf 120 km/h bzw., wenn nötig auf maximal 140 km/h zu beschränken. Das ist im Schnitt 10 km langsamer als normal außerdem lasse ich die Rasephasen bewusst kürzer ausfallen. So verläßt Tiger in Ostenholz bei Walsrode die Autobahn mit einem 80-Kilometer-Polster, das er auf der Landstraße locker hält. Wir kommen gut durch und sind deutlich früher als mit rasen und Ladepause dran. Geht doch, wenigstens im Sommer. Im Winter würde mir das nicht gelingen. Nach einer ausgiebigen Ruhezeit stellen wir, schweren Herzens denn heute ist Sonntag, unseren Sperrmüll an die Straße. Eine andere Wahl haben wir nicht. Relativ fernseharm beschließen wir lesenderweise den Tag. Der Schlaf kommt schnell, doch die Unterbrechungen bleiben. Das stimmt mich nachdenklich.

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Neuharlingersiel

Heute steht unsere traditionelle Sieltour auf dem Programm, erstmals in der Hauptsaison und am Samstag. Erstaunlicherweise landen wir wieder in Neuharlingersiel, dieser Ort muss es uns angetan haben. Die Parkplatzfrage ist bei der Spiekeroog-Fähre schnell geklärt – da ist noch reichlich Raum und zum malerischen Hafen sind es nur ein paar Schritte. Ich bin wie immer fasziniert von diesem Haus-Schiff-Schnickschackladen-Ensemble mit ein paar Cafés und Imbissbuden. Zum Mittagsmahl gibt es Matjes mit Pommes, meine Mitreisende muss nach ihrem Heringdesaster vor etlichen Jahren leider auf andere Wassertiere ausweichen. Unser Magen kann ganz schön nachtragend sein. – Wir genießen die Atmosphäre, eine kurze Strecke gemütlich schlendern und schon ist man dem Trubel weitgehend entflohen und doch nicht zu weit weg. Schön ist es hier. Eine Personenschnellfähre rauscht zum Anleger und ist gleich wieder weg, kaum dass die Passagiere wechseln konnten. Wir haben die Parkgebühren per App bezahlt und hoffen, dass es keine Probleme gibt – deutsche Behörden und digitale Anwendungen sind ja nicht unbedingt kompatibel😉. Das ist leider so. – Am Abend begleite ich Pfarrer Braun in drei Folgen, ausnahmsweise gut ausgewählte Folgen, was mich in Erstaunen versetzt. Das hätte ich dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen kaum zugetraut. Mein erster Fernsehabend im Urlaub zieht sich so logischerweise sehr lang hin und es ist nicht gerade früh als ich das Rufen meines Nachtlagers endlich erhöre. Und das am Abend vor der Abreise. Tss, tsss, tssss!

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Am Hafen

Wir kommen nur ganz langsam in Fahrt. Erfreulicherweise zeigt der Ouzo keinerlei Nachwirkungen. Dennoch schlafe ich einfach recht lange, lese in aller Gemütsruhe unsere beiden Tageszeitungen, halte die Morgenandacht in feiner Beschaulichkeit 😉 und plötzlich, völlig überraschend, ist es Mittag. Nach einer kurzen Pause lockt uns der Hafen. Wir spazieren an der Nordseeküste entlang. Das Wasser ist weg. Am Siel, dem Norddeicher Wasserentree, kommt die Fähre aus Norderney rein und die nach Juist (oder doch nach Norderney??) macht sich auf die Reise. Ein paar Segel- und Motorboote kommen und gehen, zwischendurch sehen wir sogar einen Krabbenkutter passieren. Auf einer windgeschützten Bank hinterm Deich schauen wir dem Trubel „urlaubsgeplagter“ Touristen im Fähr- und eifrig proviantbunkernder Freizeitkapitäne im Yachthafen zu. Beeindruckende Atmosphäre. – Im Laufe des Abends entschließen wir uns spontan unseren Urlaub um einen Tag zu verlängern. Lassen wir doch am Samstag die Urlauber aus dem Westen Deutschlands anreisen und wählen für die Heimfahrt den Sonntag nach dem üblichen Quartierwechsel. – Es wird normal spät. Wir freuen uns auf morgen. So soll es sein!

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Lütetsburg und ein spendabler Grieche

An zwei uralten Erkenntnissen komme ich nie vorbei: Wer erstens lange schläft hat einen sehr kurzen Vormittag. Und wer zusätzlich zweitens der Mittagsruhe „huldigt“ kommt folglich erst spät aus dem Haus. So isses. Immerhin reicht die Zeit noch vortrefflich für die Fahrt zum Schlosspark Lütetsburg. Die Sonne begleitet uns. Es ist eindrucksvoll schön daselbst. Wir spazieren die Wege entlang, machen links und rechts von den Pfaden landschaftliche Entdeckungen, sehen Schwänen beim Verspeisen der Entengrütze zu und denken über das windschiefe Wachstum einer ganzen Reihe alter Obstbäume nach. Nebenan ziehen Golfer ihre Bahnen, sie spielen, wie meine Lebensbegleiterin sagt, Murmeln für Große. Es sei ihnen von Herzen gegönnt wobei ich über ein für mich Laien riesiges Ensemble von Schlaginstrumenten in einem Golf-Trolley staune. Für jede Untergrund- und Schlagweitenvariation einen aus der Holz- oder Eisenklasse oder mindestens einen Wedge 🤔😉😇? Wahnsinn, was Wikipedia alles weiß 😀. – Abends treffen wir uns mit einem befreundeten Ehepaar bei einem Griechen, der nicht nur mit einer prima Küche glänzt, sondern ebenso eine verblüffende Ouzo-Spendierhose vorweist. Bei der Heimfahrt habe ich, trotz einer guten Grundlage und einer echt kurzen Strecke das erste Mal seit langem wieder ein arg schlechtes Gewissen am Steuer. Unsere Gäste schauen per Fahrrad noch eine Zeit bei uns vorbei und so vergeht die Zeit fix. Danach lassen wir lesenderweise die Uhrzeiger noch ein wenig wandern bis wir uns in Morpheus seine Arme sinken lassen. Für mich folgt eine relativ störungsarme Nacht. Alles ist gut.

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Hochzeitstag mit Fürst

Der Regen pladdert vom Himmel. Doch irgendwann versiegt das Wasser dort oben. Die Handwerker schöpfen mit Eimern ihre Gruben leer. Die Glasfaser samt Leerrohr bekommt sozusagen wieder Boden „unter die Füße“. Dann bohren die Fachkräfte ein Loch durch die Außenwand unseres Urlaubsdomizils, führen das Glasfaserleerrohr hindurch und dichten alles von innen und außen ab. Fertig. In möglicherweise absehbarer Zeit soll das Innenausbauteam auftauchen, die inhäusigen Arbeiten erledigen und die Glasfaser einziehen. Mag sein, hoffen wir das Beste. Unser ähnlich gelagertes persönliches Problem tritt allerdings erst später auf wenn es, hoffentlich noch zu meinen Lebzeiten, bei uns daheim losgeht. – Zum Lunch verspeisen wir ein leckeres Seelachsfilet in äußerst ansprechender Größe und Frische im angesagtesten Fischrestaurant am Hafen (früher de Beer, jetzt Noormanns). Im Anschluss sehen wir uns ein wenig im Hafen um, ein Krabbenkutter legt an und lädt diverse Kisten nach einer einwöchigen Fangtour aus, ein relativ eindrucksvoll großes Boot schwebt von einem Kran gehalten die Straße entlang und Fischerboote liegen malerisch angeordnet fest vertäut am Kai. – Nachmittags flanieren wir durch die Fußgängerzone Nordens. Die freundliche Dodea verkauft mir ein Fischerhemd und spendiert uns eine schicke Tasche dazu. Meine Mitreisende stöbert in Klamottenläden und ich lasse allerlei Volk an mir vorbeipassieren. Bei Sonne ist es richtig nett und adrett hier. Der Einkauf im uns altbekannten örtlichen Edeka-Kaufhaus weckt mancherlei Erinnerungen in mir. Ich mag diese Rolltreppen-Laufbahn vom oberen ins untere Erdgeschoss – Ostfriesland ist halt nicht völlig flach 😀. – Abends feiern wir mit Fürst Metternich aus einer weißen (!) Chardonnay-Sekt-Flasche unseren dreiundvierzigsten Hochzeitstag. Wie nett! Der Schaumwein ist für mich fast perfekt und erobert Platz 1 auf meiner Lieblingssektliste. Leicht beschwingt geht es in die unterbrechungsreiche Nachtruhe. Langsam gewöhne ich mich daran. Seufz.

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