Dezenter Rückzug

Schon beim Aufstehen ist klar: das wird heute nichts mit dem Saugen in meiner Gemeinde. Der Kopf weigert sich, der Körper will gleich gar nicht. So lege ich eine Bett-Session mit Unterbrechungen ein. Der Tag gestaltet sich fernab aller Routinen und ich lasse ihn an mir vorüberziehen. Kurz residiere ich im Wohnzimmer aber nach einiger Zeit entfaltet mein Seniorenbett eine seltsam betörende Anziehungskraft. Es ist einfach ein Privileg des Pensionistenlebens, dass man sich nicht mehr mit angreifender Grippe ins Büro schleppen muss, sondern problemlos Ruheräume ohne schlechtes Gewissen aufsuchen darf. Davon mache ich heute Gebrauch. So wünsche ich mir selbst „alles Gute“ und ziehe mich mehr oder weniger diskret zurück. Perfekt.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Männergrippe auf Pirsch

Mein Mitbewohnerin turnt und ich pflege meine Erkältung. Es bahnt sich etwas an, es schleicht sich ein Kratzen in den Hals, ein leichter Schleier senkt sich über das Denken und Fühlen. Es geht zweifelsohne nicht bergauf. Seufz. Im Keller muss ich noch ein paar Vorbereitungen für die Handwerker am Freitag treffen. Also räume ich einen Tisch leer, schiebe ihn in den Vorratskeller und lerne, dass Platz schaffen an einer Stelle das Chaos an einer anderen maximiert. Dann ist das so. Wann werde ich endlich mal aufräumen? Die Notwendigkeit nimmt sichtbar zu. Schande über mein Haupt! Ich bin kaputt, mir ist kalt und so schleicht sich der Tag dahin. Die Bibelstunde lasse ich ausfallen (sehr schade) und am Abend zieht es mich nach den Nachrichten ins Bett. Da fühle ich mich wohl und der Verstand klärt sich wieder, das Halskratzen ist weniger unangenehm. Hier bleibe ich – und zwar die ganze Nacht. Der Schlaf ist ganz okay und mit 74 Punkten gerecht bewertet😀.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Ruhiger Tag

Auf den anspruchsvollen Montag folgt ein ruhiger Dienstag. Ich führe endlich mein Online-Tagebuch weiter, hole ein paar Tage nach und erinnere mich immer schlechter je mehr Zeit vergangen ist. So ist das eben und es kann noch schlimmer werden. So freue ich mich über jeden Fakt, der sich in meinem Hirn zurückmeldet. – Die Mittagsruhe fällt für mich etwas länger aus und mein Rücken meldet sich schmerzhaft zurück. Nein, selbst nach einer Reihe guter Tage, gibt er nicht auf und traktiert mich mit neuer Kraft. Das Turnen hilft aber anderes wirkt dem entgegen. Da muss ich nun einmal durch. Seufz. – Die Abendandacht führt mich mühsam in den Hesekiel-Kommentar hinein, schwerer Stoff aber nicht schlecht erklärt. Die Eroberungszüge Josuas sind ebenfalls nicht leichter akzeptierbar, denn es fließt dabei viel Blut. Gottes Sicht ist zwar klar und verständlich aber das Mitleid mit meinen, wenn auch fehlgeleiteten, Menschenbrüdern ist nicht zu verleugnen. Mitunter muss man sich halt durch die biblischen Wahrheiten hindurchkämpfen. Gott sei Dank hilft der Heilige Geist dabei. – Abends schaue ich mit einem halben Auge den Rosenheim Cops zu – eigentlich ist es an der Zeit den/die Drehbuchautoren endlich zu wechseln. Höchste Zeit, finde ich. – Das restliche TV-Programm ist wieder mal nicht meins, so schalte ich auf YouTube um und schaue ein paar Videos, ein Mix aus vielerlei. Es wird erneut spät aber der Schlaf arbeitet diesmal sehr gut – mit 78 Punkten sogar etwas unterbewertet 😉.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

11. Beerdigung anno 2025

Am späten Vormittag, nach der Morgenroutine (aber gymnastikbefreit 😢), machen wir uns auf den Weg nach Winsen an der Aller. Gleich anfangs entgehen wir knapp einer Kollision – vor allem Gottes Hand, samt dem Notbremsassistenten, der Warnruf meiner aufmerksamen Mitfahrerin sowie schlussendlich auch mein Traktieren des Bremspedals verhindern einen Blechkontakt mit dem Voranfahrenden. Puh, das war knapp! Tiefes Durchatmen ist das Gebot des Augenblicks. Meine Zeit! Nach diesem Schreck in der Mittagsstunde kommen wir gut durch und genau rechtzeitig am Friedhof an. Die Bestattungsfeier wird von meinem Schwager sehr würdig gestaltet, die Urne wandert unter die Erde und wir begeben uns zur Stadt Bremen, einem nahegelegenen Gasthaus. Der Koch versteht die Kunst des Würzens, die gut bestückte Hochzeitssuppe mundet perfekt, die Brötchen sind rustikal lecker belegt, nur der Zuckerkuchen ist ein wenig dröge. Letzteres macht aber nichts. – Dann besuchen wir noch ein befreundetes Ehepaar ganz in der Nähe, Google Maps fremdelt ein wenig in ihrem verschachtelten Wohnviertel, findet sich schließlich doch zurecht. Wir fühlen uns sehr wohl in dem tollen Haus und freuen uns über eine bestens erzogene Hündin. Schließlich brechen wir nach Hause auf, durchqueren dunkle Wälder und erreichen im Gegensatz zum Erlkönig, „den Hof ohn‘ Müh‘ und Not, entfachen im Ofen ein Feuer rot (oder so ähnlich 😉🤔🤨). – Diesen ereignisreichen Tag lassen wir gemütlichst ausklingen bis in die Nacht hinein. Perfekt. Nur das viele Essen belastet den Magen aber so eine Last ist mit einem feinen Rotwein gut tragbar, finde ich. Der Schlaf meint das übrigens auch. Sehr verständnisvoll von ihm.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Massenphobie

Meine Gemeinde feiert den 1. Advent mit einem Nachmittagskaffee samt Andacht. Ich dagegen folge einer Einladung der reformierten Gemeinde. In dem Gottesdienst werde ich sozusagen 😉 „entpflichtet“ von meiner urlangen Internettätigkeit. Ich lasse es jetzt auslaufen und die Braunschweiger übernehmen. Ein mich überwältigendes Dankeschön wird mir zuteil. Mich freut beides, die herzliche Verabschiedung und die Befreiung von diesem Auftrag. Mit den Jahren muss ich halt manches abgeben, frei nach Johannes dem Täufer: „… ich aber muss abnehmen.“ Isso. – Wir fahren zum traditionellen Adventsbasar der Lebenshilfe. Eigentlich bin ich recht interessiert aber die Parkplatzsituation ist chaotisch. So gebe ich meine Liebste allein in die strömenden Massen ab und kurve herum bis ich einen Warteplatz finde. Und das ist gut so, denn mir fällt es zunehmend schwerer mich in Menschenmassen hinein zu begeben. Wenn alles strömt, fühle ich mich abseits am wohlsten. Ein Anruf fordert mich wieder zum Abholen auf, ich folge gehorsamst und heimwärts geht es. Alles ist gut. – Am Nachmittag hören und sehen wir uns die Predigt aus Bremen an. In letzter Zeit nervt mich der Habitus des Pastors ziemlich, wiewohl die Botschaft nach wie vor gut ist, selbst wenn er seine Lieblingsthemen immer wieder einflicht. Aber damit ist er ja nicht allein 😉. – Selbst Terra X finde ich heute wenig mitreißend – liegt es am Thema, an der Präsentation oder gar an mir? Wie dem auch sei, es wird ein gemütlicher Abend mit einer bunten YouTube-Mischung. Wann fange ich endlich mal wieder an zu lesen? Demnächst, versprochen 😇. Ganz gewiss 🤔! Der Schlaf ist relativ in Ordnung.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Winterblues

Und erneut verbringe ich einen Tag zu Hause. Mein Stubenhocker-Gen hat sich im Leben ganz schön breit gemacht. Will ich das? Offensichtlich. Das viel zu lange Schlafen, meine Morgenroutine und schwups ist der Vormittag vorbei. Die Mittagsruhe tut ein übriges, um mich in meinem motivationseingeschränkten, antriebsschwachen Zustand zu halten. Ich kann mich halt gut mit Aufgaben im Hausinneren beschäftigen, die sind zwar nötig aber nicht unbedingt heute. So geht der Tag dahin. Man merkt mir die etwas depressive Stimmung an, meinen Winterblues. Es ist kalt, der Urlaub noch relativ weit weg und die emotionsreichen Storys bei YouTube faszinieren mich trotz aller mehr als offensichtlichen Erzähl-, Übertragungs- und Logikfehler. Überhaupt sind die Wochenenden nicht mehr das, was sie früher einmal waren 😉😀 – nach wie vor freie Tage, aber die restlichen Tage sind ja ebenso frei 😇😁. Tja. – Der Abend rauscht dahin, es wird ein wenig spät und der Schlaf ist wie immer. Nein, Winter ist nicht meine Jahreszeit aber das ist ja keine neue Erkenntnis🤨. Tut das Jammern gut? Wohl eher nicht 🤨 aber es befreit😉.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Marktwirtschaft

Es wird morgens nicht ganz früh 😉😇. Wir erledigen das, was getan werden muss. Es gelingt mir den Zugang zu einer Bank wiederherzusstellen. Ich staune über mich und über die Programmierer dieses Instituts, Ganz so bescheuert wie ich dachte sind sie offensichtlich nicht – oder sollte ich doch noch ein wenig vom DAU-Status entfernt sein? Wer weiß das schon? Immerhin lässt mich der Kneteverwalter wieder rein 😁. Gut so. – Meine Allerliebste begibt sich zum AWO-Weihnachtsmarkt während ich versuche ganz nebenbei vom Schwarzen Freitag zu profitieren, bin aber zu unentschlossen um größere Investitionen zu tätigen. So bleibt es bei einer kleinen Bridge, die der Hersteller zum Super-Duper-Sonderpreis anbietet, welchen Amazon locker um zehn Euros unterbietet. So ist sie, die Marktwirtschaft, undurchschaubar. – Der Freitagskrimi wird durch kickende Weibsleute ersetzt. Nun ja, nur balltretendes Mannsvolk finde ich noch bescheuerter – aber mir fehlt eh‘ das Verständnis für zwanzig Menschen, die einer Kugel hinterherjagen plus zwei, die ihr das höhenbegrenzte Passieren einer durch zwei Pfosten begrenzten Linie verwehren wollen. Irgendwie irre aber wohl zu den menschlichen Eigenarten gehörig. Meinetwegen. – So lasse ich andere Bilder auf meinem Display tanzen, begleitet von erklärenden oder begleitenden Tönen aus den winzigen Lautsprecherlöchern. Es wird spät, der Schaf kommt noch später. Dann ist das so.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Nachjammer killt Vorfreude

Wir wachen mit der Aussicht auf ein wohlgefülltes Esszimmer auf, denn keiner von unserem Hauskreis hat sich abgemeldet. Mit 14 Personen dürfte die Kapazitätsgrenze erreicht sein. Abwarten. – Vormittags muss ich wieder zum Zahnarzt, der die Watte im Zahn durch eine Art Gel ersetzt und ihm oben eine Haube verpasst. Der nächste Termin ist Mitte Dezember – dann sollen die Wurzeln verfüllt und verschlossen werden. Abwarten. Der Zahnarztgeschmack ist zunächst weg, stellt sich im Laufe des Tages aber wieder ein. Wenn’s nicht mehr ist, ist es okay. Wir holen die Morgenandacht von gestern nach und lesen dann den heutigen Text. Das muss sein, damit wir nicht zu nachlässig werden. – Mittags serviert meine Allerliebste ihre von mir hochgeschätzte Kohlsuppe, ein Genuss, der zu übermäßiger Nahrungsaufnahme verführt. Aber wenn es doch so gut schmeckt?😁. – Die ersten Absagen trudeln ein. Sie werden zu einer Lawine. Abends sind wir dann beide allein. So kann’s kommen. Schön ist es nicht aber, wie ich zu sagen pflege, „is wie is“. Der Nachjammer killt die Vorfreude. Tja, so sitzen wir zu zweit im Wohnzimmer mit einer vergorenen Scheurebe sowie ein paar Chips und gedenken dessen, was hätte sein sollen. Seufz. Keiner mag uns😉😇😢. So ist das Leben. – Dann lache ich halt mit Eberhard Cohrs über den Humor der 60er und 70er Jahre, lese ein paar Storys und erfreue mich an einigen Songs der Wise Guys. – Heute lasse ich es extrem spät werden. Ist es der Frust? Möglicherweise, wer weiß das schon … Der Schlaf fällt sehr kurz aus und erreicht gerade mal 68 Punkte. Nachvollziehbar.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar