Standard- und Anspruchswachstum

Und schon wieder sind wir in der Autostadt. So ein neuer fahrbarer Untersatz hat Folgewirkungen, wie Gutscheine, die ihrer Einlösung harren. Die Autostadt gewährt nicht nur einen Verköstigungsvoucher, nein, dazu noch eine Einkaufshilfe im Zubehörshop sowie eine im Metropolladen. Das haben wir schließlich mit den Überführungskosten bereits bezahlt und nun wollen wir die Knete in Ware transformieren. Eigentlich ist es irre, denn im Grunde genommen tätigen wir Zwangseinkäufe, die wir weder wollen noch brauchen. Aber verschenken kommt selbstverständlich keinesfalls ‚in die Tüte‘. So ist das kapitalistische Leben eben. Tiger schnurrt vor sich hin und bringt uns sicher zum Ziel und retour. Gut so. – Per E-Mail erhalten wir Aufklärung über die seltsamen braunen Quadrate im Rasen: Pilzbefall wegen Unterernährung. Also muss ein Streuwagen her, denn Dünger haben wir schon. Unsere ehemalige Lichtung hat danach nie verlangt. Je höher der Standard, desto größer die Ansprüche – und das ist nicht nur bei Grünflächen so. – Der TV-Krimi aus der Bretagne sagt mir heute nicht zu, das Buch ist deutlich besser. So begebe ich mich per eBook wieder nach Südfrankreich. Dort ist es schön. Es wird nicht ganz so spät.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Ein flotter Tiger, ein glücklich Geimpfter und viel Entwicklungspotenzial

Tiger fährt sich wirklich klasse. Meine Begeisterung nimmt zu. Ja, so ein elektrisch angetriebenes Fahren hat schon was und ist von VW gut ausgeführt. Okay, es ist noch Luft nach oben, zweifellos, aber dennoch beeindruckt es mich. Die Beschleunigung ist krass und es tut gut einmal durchzustarten. Ja, ja, der Tesla ist schneller – doch dafür sind etliche seiner Fans ätzend. Heute laden wir Tiger das erste Mal über die Wallbox – so eine Tankstelle im eigenen Haus hat schon was. Ich bin gespannt auf unsere erste weite Tour. – O, ganz nebenbei bemerkt, ab heute gelte ich als geimpft und lasse mir von meiner Apotheke zwei QR-Codes aushändigen. Erstaunlicherweise funktioniert das Einlesen problemlos und mein digitaler Impfpass wird aktiviert. Unglaublich. – Am Nachmittag klingelt es und vor der Tür steht ein weiblicher Fan unserer Vordachverglasung. Meine, diese Konstruktion immer fördernde, Mitbewohnerin ist nur allzu gern bereit sich über Möglichkeiten, Höhen und Tiefen auszutauschen. Ich sitze derweil drinnen und lasse mich vom Auf- und Abschwingen der Stimmen inspirieren. – Abends bieten unsere nationalen Ballkünstler einen tiefen Einblick in ihre vorhandenen Fähigkeiten und nähren eine kleine Hoffnung auf ein reichhaltiges Entwicklungspotenzial. Ich tue mir die Millionärskicker wieder nicht an, sondern fliehe lieber nach Südfrankreich. Dort ist es angenehmer. Selbstverfreilich wird es spät.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Behördenängste, Sammelpost und viele Videos

So, unser Tiger ist nunmehr mit einem recht umfangreichen Paket versichert. Es gibt eine nette Plauderei mit dem Bezirksleiter und wir können ihm ein oder zwei Versicherungen für das nächste Jahr in Aussicht stellen, Preiswertigkeit vorausgesetzt. – Gestern kam die Elster-Info und heute der Bescheid, geht ja fix. Papier liegt unseren Behörden sowieso näher als irgendwelche obskuren technischen Entwicklungen, wie Computer, Netzwerke oder Digitalisierung. Passend dazu sehe ich am Abend ein Video über einen Krankenhausbesuch, dessen technische Seite von App zu Papier zu manueller Erfassung und absolut sinnentleerten Datenschutzbestimmungen völlig wild hin und her sprang. So sind sie die Behörden im digitalen Bereich: Kleinkrämer, Pfennigfuchser und überblicksfeindliche Vernetzungsgegner mit großer Lust zu Systembrüchen. Ich habe sie nie anders erlebt und das ist sehr, sehr schade. – Wir sind jetzt wohl – mühsam zwar aber letztlich doch – über die Schwelle zur Photovoltaik gekrochen und das kann heiter werden. Verwunderlich was die Post heute so alles vorbeibringt, fast könnte man spekulieren, dass sie es gesammelt hat, neue Bahn-Cards (unser DB-Sponsoring), besagter Bescheid, ein Reha-Termin auf einer Nordseeinsel und diverse leicht entbehrliche Werbebotschaften. – Abends schaue ich mir den neuen Id.4 GTX an, lasse mir erklären wie ich Tiger unbeschadet durch die Waschanlage schleusen kann und amüsiere mich über Gaston vom Miniatur Wunderland Hamburg, der in Rente geht aber weiterarbeiten wird. Seine Spezialität war der Brückenbau in den Modellwelten. Starker Typ. Unglücklicherweise fesselt mich viel zu spät noch ein Inberview mit Dieter Nuhr. Zwangsläufig muss mein Nachtlager sehr lange auf mich warten.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

BAFA-Hürdenlauf

Voller Elan stürze ich mich auf den BAFA-Antrag für einen Tiger-Zuschuss in nicht unbeträchtlicher Höhe. Man hat nur einen Schuss, geht der daneben – Pustekuchen. Das macht es spannend. Statt einer vernünftigen Erklärung über den Ablauf erhalte ich eine leicht misszuverstehende Information. So fange ich munter an im Bewusstsein die Anlagen in einem zweiten Arbeitsgang einreichen zu können. Doch ich wurde oder habe mich böse getäuscht, der Upload wird sofort gefordert. Kann ich jetzt abbrechen? Ist dann alles dahin? Soll ich weitermachen? Ich entschließe mich für Letzteres und scanne (mehr oder weniger) munter drauflos. Zum guten Schluss will das System eine Leasingkalkulation. Watt’n datt? Habe ich nicht oder doch? Meint die BAFA die in Europa vorgeschriebene Kundeninformation? Erläutert ist dazu nichts. Das kann ja heiter werden – es bleibt ein mieses Gefühl zurück. – Gleich darauf stelle ich unseren Stromtarif auf Autostrom um und schicke alle erwünschten Unterlagen an naturstrom. Viel geschafft aber auch alles richtig gemacht? Keine Ahnung. – Ach ja und dann kommt noch unsere elektronische Elster-Vorab-Ergebnis-Information. Der Bescheid ergeht wie beantragt. Gut. – Selbst die Steuerberaterin meiner Mutter war superfix und hat die Erklärung bereits abgeschickt und ihre Rechnung den Unterlagen beigefügt. Schnelle Arbeit sollte man schnell entlohnen. – Ich bin irgendwie in der richtigen Stimmung und ziehe mir drei Mayday-Folgen rein, drei fiese Abstürze, eine kleine Propellermaschine mit Eisproblemen und einer überforderten Crew, ein Hubschrauberabsturz wegen radikalen Schmierstoff(Öl)Verlustes und einer ebenfalls überforderten Crew sowie ein Frachtflugzeug, das sich fast mit Schallgeschwindigkeit in den Boden rammte wegen eines Instrumentenfehlers mitsamt einer absolut panisch agierender Crew. Mein Fernsehsessel ist dagegen weder absturz- noch eisgefährdet, selbst bei total fehlender Schmierung bleibt er höchstens stehen mit großen Rettungschancen für den Nutzer. – Isabelle hat am Ende doch eine nette Überraschung parat, die den vor sich hin plätschernden Krimi kräftig nachwürzt. Es wird sehr spät.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Highlight des Tages: Abendmahl

Endlich wieder Abendmahl feiern – wie habe ich darauf gewartet! Noch fehlt der gemeinsame Kelch und das Miteinander vor dem Altar aber auch dieser Kompromiss vermittelt Gemeinschaft mit Jesus und mit den Geschwistern. Das Thema „Aufbruch“ passt gut in die Zeit und erinnert an diverse kleinere und größere Aufbruchphasen im Leben. Gut tut es im Anschluss mit unserem Elektroschlitten dahinzugleiten – wir freunden uns immer mehr an. – Am späten Nachmittag besuchen wir Freunde und absolvieren eine kleine Einführungsspritztour mit unserem Tiger. Ich dringe immer mehr in seine Geheimnisse und „Gemütslagen“ hinein, manches YouTube-Lob kann ich voll bestätigen, bei anderen bin ich noch arg skeptisch. Neu ist in jedem Fall der Blick auf die verbleibende Kilometerzahl, die sich stetig reduziert. Bald wird der erste Ladevorgang anstehen. – Abends fahre ich virtuell mit einem Hausboot die Schlei entlang und lerne nette Menschen und idyllische Orte kennen. Im Anschluss begleite ich Madame le Commissaire Isabelle Bonnet bei ihrem neuesten Fall und lasse mich vom südfranzösischen Flair umfangen. Dort ist gut sein und so fällt es mir arg schwer das Buch zur Seite zu legen. Seufz, es wird sehr spät.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Versteckte Menüs

Der Vormittag ist kurz, denn wir wollen meine Mum abholen um eine Spargelmahlzeit in Ehmen einzunehmen. So lasse ich die Tigerlilly vorkühlen – ein Vorteil der Stromer – um so in ein angenehm klimatisiertes Gefährt einzusteigen. Wir gleiten fast lautlos (Elektrofahrer übertreiben diesbezüglich immer) zum Seniorenheim. Der Rollstuhl lässt sich passabel unterbringen, wir kommen gut durch und sind überpünktlich am Ziel. Die Gespräche gestalten sich wohltuend, das Essen ebenso und gut zwei Stunden später brechen wir heimwärts wieder auf. Unserem Navi gelingt es ein Zwischenziel einzuarbeiten und ich sehe interessiert dem ID-Licht und den Wegweisern zu, welche wirken als ob sie auf die Straße eingeblendet würden. Ein kurzer Halt am Friedhof – Blumen schreien nach Wasser – genügt, um endlich das Menü der Zentralverriegelung aufzuspüren. Tatsächlich hat die blöde Autostadt es so eingestellt, dass immer nur eine Tür geöffnet wird, die drei anderen bleiben zu. Das lässt sich ruckzuck korrigieren sobald man aufs Menü zugreifen kann. Der ID-Software fehlt halt die Eleganz von Apple. Schade. Zu Hause tut das ID-Schließsystem endlich das, was es soll. Geht doch. Wir gehen auf der unteren Terrasse gemütlich in den Abend hinein wobei wir den Beregnungsdüsen bei ihrer Arbeit zuschauen. Sehr beruhigend. Meine Beisitzerin findet ‚Tigerlilly‘ übrigens unpassend und würde unseren froschgebackenen Weggefährten lieber ‚Tiger‘, englisch ausgesprochen, nennen. Ich befürchte, sie setzt sich durch. Fast hätte ich es vergessen, zwischendurch siegt ja Deutschland gegen Portugal – per Nationalmannschaft natürlich. Die schwerreichen Jungs können mich also doch noch überraschen – aber ich schaue ihnen trotzdem nicht bei der Arbeit zu. Es wird nicht früh.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Unsere Tigerlilly – schick und eigenwillig

Mit unserem Leih-T-Cross begeben wir uns zur örtlichen Autowerkstatt, holen den Beetle ab, löhnen einen enormen Förderbeitrag für das Autohaus und begeben uns zur Autostadt. Dort benötigen wir e-Guest als Nachweis unserer Anwesenheit. Siedend heiß fällt mir mein Versäumnis ein das Teil herunterzuladen. Für eine neue Jahreskarte reicht ein ausgefülltes Formular. Danach lade ich munter herunter und nach ein paar Versuchen klappt das Einchecken tatsächlich. Stark. Für die Formalitäten zur Mitnahme unseres neuen Hausgenossen darf nur eine Person ins Bürokratendomizil. Mit einem Gutschein über 30 Euro ausgestattet geht es dann ins, nach der Krise gerade frisch geöffnete, Restaurant. Sie üben noch Normalität doch es klappt recht ordentlich, wenn auch noch nicht alles vorrätig ist. Currywurst und Pommes sind da – die Futterwelt ist in Ordnung. Wir schlendern zum Übergabepavillon und werden frustriert: Das Auto darf nur eine Person in Empfang nehmen. Krass doof. Laut Mitarbeiter sei das eine Anordnung der Stadtverwaltung. Da ich dort jahrelang tätig war glaube ich’s ihm aufs Wort – die sind halt beamtenmäßig stark drauf. Meine Mitabholerin weigert sich konsequent einen Stromer aus der Halle zu fahren, mithin habe ich das Vergnügen. Die erste Erfahrung mit einem Strommotor fällt aus wie erwartet: man startet das Fahrzeug und scheinbar passiert nichts, dann gibt man versuchsweise Stoff und ab geht die Post. Der ID mit der Nummer 4 gleitet dahin. Faszinierend. Mitten im Berufsverkehr auf der Abbiegespur bleibe ich stehen. „Parkbremse“ bedeutet eben nicht Handbremse, sondern PARKbremse. Man muss neu starten. Mein Hintermann zeigt eine Bärengeduld – DANKE unbekannterweise. Es ist brütend heiß und ich bin unfähig die Klimaanlage zu aktivieren. Das ist gut, denn vor einem Radarkasten bremse ich ab und fahre zwecks Suche in eine Nebenstraße, um dort meinen Doppelsieg (kein Ticket und frischer Wind um die Nase) zu genießen. Wohlgekühlt erreiche ich mein Heim, kann aber meiner potenziellen Mitfahrerin nicht öffnen. Die Türen verweigern sich jeglicher Öffnungsversuche. Erst viel später merke ich, dass ein Doppelklick auf dem Schlüssel nötig ist. Gewusst wie – aber normal ist das nicht. Es bleibt spannend. Noch schnell ein Geburtstagsbesuch und im Anschluss gelingt es mir den ID in die Garage zu bugsieren. Ich suche das Menü mit dem man die Zentralverriegelung steuern kann, was – wie ich bald konstatieren werde – an der Unbeweglichkeit des Touch-Screens scheitert. Alte Computerweisheit: Morgen ist auch noch ein Tag. Es wird spät.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Endlich wieder Hauskreis

Unser Beetle muss zur Inspektion, zum TÜV, zum Ölwechsel, was weiß ich, er ist weg. Wir wären autolos, hätte uns unser Händler nicht ein Leihmobil zur Verfügung gestellt – einen T-Cross. Nettes Wägelchen, doch wir nutzen ihn überhaupt nicht aus – er übt das Stehen in der Garage. Für unseren Neuen erhalten wir ein Frühbestellergeschenk, den Fahrzeugschein und die Nummernschilder – sozusagen den äußeren Rahmen. Der Rest soll morgen hinzugefügt werden. Das wir spannend. – Draußen tobt die Hitze sich aus aber in unserem Heim macht sich noch die – für die damalige Zeit – recht gute Isolierung bemerkbar. Die Schutzwirkung stößt jedoch merklich an ihre Grenzen. Noch ein tropischer Tag und es ist nur noch im Keller auszuhalten. – Schweißnass versuche ich in der „Garagensauna“ virtuell unsere Wallbox zu erkunden, doch sie verweigert sich mir klar. Weitere Versuche verbieten sich der Hitze wegen. Dann ist das eben so. – Abends trifft sich nach langer, langer Zeit wieder unser Hauskreis, natürlich unter freiem Himmel, was bei den Temperaturen nun überhaupt nicht schwerfällt. Es gibt lebhafte Diskussionen über Randthemen und für mich die Erkenntnis, dass wir uns wohl erst einmal wieder „finden“ müssen. Dennoch ist es nett und wir werden liebevoll bewirtet. Wir plaudern hinterher noch lange in dieser lauen Sommernacht. Gut so, das hat sehr gefehlt.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar