Zwei Alternativen und ein guter Kompromiss

Eine schwere Entscheidung lastet auf mir. Fahre ich am Morgen zum Gottesdienst oder am Abend zum Geburtstag eines Freundes? Beides werde ich wohl nicht packen. Der Gottesdienst wird live übertragen, der Geburtstag aber nicht. So mache ich bei meiner Gemeinde von daheim aus mit, blende davor und danach mich in Bremen ein und höre so zwei wirklich gute Predigten und als „Sahnehäubchen“ noch einen tollen Männerchor. Dazu lausche ich heute den Klängen des musikalischen Adventskalenders der Dresdner Frauenkirche über einen volltönenden Lautsprecher statt über die iPad-Böxchen – das macht einen deutlichen Unterschied. – Am Abend begeben wir uns zum Geburtstag, eine tolle Runde, eine super dekorierte Tafel, griechische Kost (wunderbar zubereitet) und feine Gespräche prägen das Beisammensein. Die Party endet altersgerecht (Seufz!!!) früh, daran muss ich mich noch gewöhnen, so dass mir daheim noch gut Zeit für meine Storys bleibt. Natürlich wird es wieder relativ spät aber der genossene Alkohol hindert den Schlaf an einer perfekten Performance. Ist schon recht. Gute Nacht!

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Leerer Tag

Tagebuch an Krankheitstagen zu führen ist unbefriedigend. Es passiert ja nichts. Irgendwie erinnert mich das an meine Mum im Altersheim, Tage ohne Beschäftigung, einer wie der andere – vielleicht sollte ich mich innerlich schon mal auf so etwas einstellen. Nun ja, ähem … – Abends schaue ich mir den Krimi aus Leer an, der erste Schwung der Drehbuchautoren ist zwar spürbar dahin aber immer noch nett anzusehen. – Zur Folge des „Staatsanwalts“ in später Nacht muss ich, deutlich angeschlagen, wieder mein Krankenlager aufsuchen. Wenn mich schon so ein Husten umwirft, wie würde es erst werden, wenn ich einmal ernsthaft erkrankt bin? Diesen Gedanken verdränge ich besser 🤔🤨 – Es wird spät und der Schlaf agiert wie gewohnt lustlos. Aber irgendwie genügt es doch. Sei’s drum.

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Actionbefreit

Und wieder huste ich herum. Ein weiterer Krankheitstag. Doof aber unabänderlichkeitsbar. Bettruhe, aufstehen, Bettruhe – das Normale im Unnormalen. Früh ins Bett, schlecht geschlafen aber okay. Isso. Seufz.

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Servicelethargie

Der Vormittag verläuft ziemlich problemlos, alles scheint gut zu sein. Gegen Mittag schwächelt mein Metabolismus stärker und die dem Lunch folgende Ruhezeit sträubt sich massiv gegen das Aufstehen. Ich gebe ihr nach. Viel später bereite ich mich dann doch auf den Hauskreis heute gegen Abend vor. Wir wollen dorthin. Die Hustenanfälle nehmen jedoch an Zahl und Heftigkeit zu, sogar im Kopf herrscht zunehmend Unwohlsein. Ganz schweren Herzens nehmen wir Abstand vom Besuch, allein schon wegen der Ansteckungsgefahr für unsere Geschwister. Schade, schade, schade. Seufz. Eine Predigt von Hans Peter Royer liefert mir ersatzweise geistlichen Input. Gut so. Immerhin gewinne ich derweil Zeit für die Heilung samt Schonung meiner angekratzten Stimme. Das Husten wird auch besser 😉🤔😀. – Noch schwächer als mein derzeitiger Zustand offenbart sich die Servicefreundlichkeit des Naturenergieladens. Da installiert ein Elektriker einen ganzen Freitag lang einen Energiespeicher, der letztlich nicht funktioniert, er vertröstet uns schließlich auf einen Servicetechniker am Montag, leider verschweigt er Monat und Jahr, denn bis heute tut sich nichts. Ein Musterbeispiel für Kundenmissachtung (oder ist es nur Desinteresse?) – dafür scheint das Unternehmen preislich günstig zu sein. Ob das an den Einsparungen beim Service liegt? Egal, vielleicht schauen sie irgendwann in den nächsten Monaten mal wieder 🤨 vorbei. Ich staune nur noch. – Statt mich aufzuregen investiere ich in die Schonung zur Gesundung und hoffe auf den Schlaf. Der kommt zwar wie er will dafür ist er zeitweise tief und fest. So ist er halt.

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Seltsame Kochkünste

Meine Allerliebste ist bis zum frühen Vormittag unterwegs. Wenn sie es so mag … Ich kann in aller Ruhe die Zeitung studieren und fühle mich vormittags schon ein bisschen wohler. Nur der Husten sitzt tief und fest, er bricht sich in brutalen Attacken von Zeit zu Zeit Bahn. Nicht so toll. – Irgendwann wärme ich mir etwas auf, brutzle zwei Scheibchen Leberkäse in der Pfanne an und produziere höchstselbst in dieser Weise mein Lunch. Ohne jemand anderen zu nerven kann ich jetzt beim Speisen YouTubes schauen, auch nicht schlecht. – Den Nachmittag nutzt die Erkältung erneut zum Nerven, ich mag das gar nicht aber was hilft’s? Da kannste nichts machen. Heute schaue ich viel zu viele und viel zu einfältige Videos aber ebenso ein Highlight, eher ein Podcast, mit Hans Peter Royer. Superstark – warum musste ein so begnadeter Verkündiger viel zu jung in die Ewigkeit wechseln? Gut für ihn, schlecht für uns. Weiter scheint mir heute nichts mehr erwähnenswert bis auf den Schlaf, der eine ordentliche Arbeit abliefert. Das ist gut.

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Jesus kommt zu kurz

Morgens müssen wir uns eilen, denn die Podologin erwartet mich. Wir sind sogar rechtzeitig da, erstaunlich bei meinem Langschläfer-Gen. Doch sie ist noch beschäftigt. Dann tritt auf einmal ein Mitpatient auf, der ebenfalls zu einem naheliegenden Termin bestellt ist. Mir läuft es heiß und kalt den Rücken hinunter. Habe ich schon wieder ein Treffen verschwitzt, verwechselt oder falsch notiert? Die Frage steht mir quälend vor Augen. Bin ich wirklich schon so durcheinander? Das kann doch nicht sein! Und, Gott sei Dank, ist es tatsächlich nicht so. Diesmal hängt die Podologin zeitlich hinterher. Uff, der Felsbrocken, der von meinem Herzen fällt, ist riesig. – Daheim bin ich ziemlich erschöpft und muss mich dringend in eine Ruheposition begeben. Was bin ich doch schlapp. – Schließlich wende ich mich unserem Kaffeeautomaten zu. Er verlangt eine Reinigung und ist dabei extrem hartnäckig. Also Brüheinheit abspülen, abwischen, Kaffeemehl entfernen und wieder einsetzen. Die Restwasserschale entleeren und putzen, Düsen und Milchschlauch durchbürsten, Entkalkungstablette auflösen, Wasserfilter entfernen, Wasserbehälter leeren und mit Entkalkungsbrühe füllen, Reinigungstablette in die Einzelzuführung werfen und endlich den Reinigungsprozess starten. Die Maschine murkelt lange vor sich hin, fordert dann ein Ausspülen mit frisches Wasser, das sie wieder durch ihr Inneres drückt, schließlich noch einen neuen Wasserfilter. Fast fertig jetzt fehlt nur noch die Restwasserschale auszukippen. Welch ein langwieriger Akt! Danach sinke ich auf mein Lager, erhebe mich nur noch kurz zur Lunchaufnahme und gebe der Erkältung Raum zur Besserung, den sie auch zufriedenstellend nutzt. Nach dem Lunch suche ich erneut die Horizontale auf bis ich mich viel später für das Kommende präpariere.- Am Abend fahren wir nämlich zu Bibel und Brot in unsere Gemeinde, genießen frisches Brot mit Kräuterbutter, alternativ Kekse, dazu einen Kinderpunsch und ein Gespräch über die Weihnachtsgeschichte. Zum Abschluss feiern wir Abendmahl, das mir aber zu „unfeierlich“ abläuft mit Darreichungsworten, die seinen Sinn eher verschleiern als betonen. Mir wird dabei Jesus zu wenig erwähnt und sein Kreuzesopfer seltsam in den Hintergrund verschoben. Dennoch ist es eine liebe Runde mit einer ansprechenden Bibelarbeit. Ein lohnender „Ausflug“ in die Gemeinde! Daheim merke ich erst wie sehr mich das Ganze angestrengt hat und ich suche Entspannung zu finden. Das klappt perfekt. Das Lichtlöschen verlagern wir heute deutlich in die Nacht hinein und trotzdem lässt sich der gute alte Schlaf viel Zeit, ist aber ausdauernder und ein bisschen fester als letztens. Vorwärts immer, rückwärts nimmer Hoffentlich.

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Alles schlapp oder was?

So eine schlichter Erkältungsvirus eines älteren Menschen kann ganz schön nachtragend sein. Wie vermutet war es gestern zu viel, die Nacht verläuft auch nicht so toll, eher oberflächlicher Schlaf und der Morgen, nun ja, arbeitsfähig aber nicht arbeitsbereit (oder so ähnlich). Ich entspanne meist im Bett, zu Andacht und Zeitung probiere ich es mit dem Aufstehen, freue mich aber total, als ich wieder liegen darf. Irgendwie ausgepumpt, ich fühle mich nicht ernsthaft krank, nur irgendwie kaputt. Ich lasse meine Montagsrunde ausfallen, muss zu Kräften kommen. Einerseits habe ich ein „schlechtes Gewissen“ (stell dich nicht so an, Alter!) andererseits eine Schlaffheit, die einfach nur ruhen will. Genug davon. Is halt so. Alles wird gut. Die Nachtruhe beginnt früh, der Schlaf kommt spät und zeigt keinerlei Interesse an Tiefenwirkung. Aha.

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Überfordert

Fit wie ein ausgelatschter Turnschuh erwarte ich unsere Studierstube. Wir diskutieren über den Propheten Sacharja, seine Schau auf das künftige Israel, vergleichen mit dem Heute und kommen wie fast immer vom Hölzchen aufs Stöckchen. Ich liebe das. Die Diskussion ist breit angelegt, Wikipedia und das Bibellexikon sind sehr hilfreich, fein wenn man so ganz nebenbei nachschlagen kann. Fast davor früher als üblich aufzuhören kommt dann doch noch ein Thema auf, das uns beschäftigt. – Nach dem Lunch bin ich froh mich zurückziehen zu können und nutze die Mittagspause voll aus. Mit leicht angeschlagener Stimme schenkt es mir Gott die Moderation gut bewältigen zu können. Die Predigt spricht mich an und stimmt nachdenklich. Weil alles so gut läuft schaue ich im TV noch den Münsteraner Tatort an und danach die Chelsea Detectives. Das ist nicht sehr klug, denn ich falle danach sehr geschafft ins Bett. Das wird mich am Montag meine kleine Männerrunde kosten, befürchte ich. When will I ever learn? – Der Schlaf kommt sehr spät und scheint mir recht oberflächlich zu sein. Der Montag wird sicher lustig. Seufz.

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