Saugverlust und Moderationsgewinn

Letzte Chance um meinen Verpflichtungen nachzukommen. Doch ich lasse sie vorübergehen. Mein Gesundheitszustand erfordert Zurückhaltung – so entfällt das Staubsaugen in meiner Gemeinde. Doof aber nicht zu ändern. Morgen trifft sich die Studierstube bei uns und abends habe ich Moderation. Da kann ich mir einen Rückschlag nicht leisten. So bleiben die Räume ungesaugt. Schade. Immerhin stehe ich behutsam auf, trinke meinen Kaffee, knabbere mein Knäckebrot und blättere virtuell die Zeitungen durch. Nach der Morgenandacht bin ich so geschafft, dass ich mich in die warmen Federn zurückziehen muss. Warum soll ich als Pensionist tapfer durchhalten, wenn das Liegen mir besser hilft? – Zum Lunch sitze ich natürlich wieder am Tisch aber nach der Mittagsruhe bleibe ich liegen, richte mein Rückenteil auf und beginne meine Vorbereitungen für die Moderation. Gott sei Dank geht sie gut von der Hand, der Kopf wird immer klarer und langsam nimmt das Manuskript Gestalt an. Sehr gut. Es geht voran, ich fühle mich ziemlich gut und blicke zuversichtlich dem Sonntag entgegen. Der Schlaf ist wie in Erkältungszeiten üblich, oberflächlich, unterbrechungsreich und schwer zugänglich. Dann ist das halt so.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Die BCU im Streik

Eigentlich, ja eigentlich, sollte ich mich meiner Erkältung widmen. Beziehungsweise ihrer Bekämpfung. Doch dem steht die Montage eines Batteriespeichers entgegen. Der Monteur kommt superpünktlich gegen 11:30 Uhr und trägt eine Menge Kartons in unseren Keller. Er entblößt die Innereien unseres Verteilerschranks und verbreitet jede Menge Kabel im Raum. Bis 17:30 Uhr hat werkelt er fleißig vor sich hin und dann – funktioniert nichts. Der Handwerker vermutet einen Defekt der BCU, also dem Teil, das die Batterie kontrolliert und alle Abläufe steuert. Karamba! Seit dem Auftrag ist ein halbes Jahr vergangen, der Aufbau nahm sechs Stunden in Anspruch nur der Erfolg hat immer noch Urlaub. Dafür hat meine Erkältung einen Zahn zugelegt – die Besuche im kalten Keller haben sie wohl ein bisschen angeheizt. Na prima. Ich ziehe mich nach den Nachrichten zurück und versuche früh einzuschlafen. Dem Schlaf passt das jedoch überhaupt nicht. So wird es eine kurze, unterbrechungsreiche Nacht. Auch das noch.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Dezenter Rückzug

Schon beim Aufstehen ist klar: das wird heute nichts mit dem Saugen in meiner Gemeinde. Der Kopf weigert sich, der Körper will gleich gar nicht. So lege ich eine Bett-Session mit Unterbrechungen ein. Der Tag gestaltet sich fernab aller Routinen und ich lasse ihn an mir vorüberziehen. Kurz residiere ich im Wohnzimmer aber nach einiger Zeit entfaltet mein Seniorenbett eine seltsam betörende Anziehungskraft. Es ist einfach ein Privileg des Pensionistenlebens, dass man sich nicht mehr mit angreifender Grippe ins Büro schleppen muss, sondern problemlos Ruheräume ohne schlechtes Gewissen aufsuchen darf. Davon mache ich heute Gebrauch. So wünsche ich mir selbst „alles Gute“ und ziehe mich mehr oder weniger diskret zurück. Perfekt.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Männergrippe auf Pirsch

Mein Mitbewohnerin turnt und ich pflege meine Erkältung. Es bahnt sich etwas an, es schleicht sich ein Kratzen in den Hals, ein leichter Schleier senkt sich über das Denken und Fühlen. Es geht zweifelsohne nicht bergauf. Seufz. Im Keller muss ich noch ein paar Vorbereitungen für die Handwerker am Freitag treffen. Also räume ich einen Tisch leer, schiebe ihn in den Vorratskeller und lerne, dass Platz schaffen an einer Stelle das Chaos an einer anderen maximiert. Dann ist das so. Wann werde ich endlich mal aufräumen? Die Notwendigkeit nimmt sichtbar zu. Schande über mein Haupt! Ich bin kaputt, mir ist kalt und so schleicht sich der Tag dahin. Die Bibelstunde lasse ich ausfallen (sehr schade) und am Abend zieht es mich nach den Nachrichten ins Bett. Da fühle ich mich wohl und der Verstand klärt sich wieder, das Halskratzen ist weniger unangenehm. Hier bleibe ich – und zwar die ganze Nacht. Der Schlaf ist ganz okay und mit 74 Punkten gerecht bewertet😀.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Ruhiger Tag

Auf den anspruchsvollen Montag folgt ein ruhiger Dienstag. Ich führe endlich mein Online-Tagebuch weiter, hole ein paar Tage nach und erinnere mich immer schlechter je mehr Zeit vergangen ist. So ist das eben und es kann noch schlimmer werden. So freue ich mich über jeden Fakt, der sich in meinem Hirn zurückmeldet. – Die Mittagsruhe fällt für mich etwas länger aus und mein Rücken meldet sich schmerzhaft zurück. Nein, selbst nach einer Reihe guter Tage, gibt er nicht auf und traktiert mich mit neuer Kraft. Das Turnen hilft aber anderes wirkt dem entgegen. Da muss ich nun einmal durch. Seufz. – Die Abendandacht führt mich mühsam in den Hesekiel-Kommentar hinein, schwerer Stoff aber nicht schlecht erklärt. Die Eroberungszüge Josuas sind ebenfalls nicht leichter akzeptierbar, denn es fließt dabei viel Blut. Gottes Sicht ist zwar klar und verständlich aber das Mitleid mit meinen, wenn auch fehlgeleiteten, Menschenbrüdern ist nicht zu verleugnen. Mitunter muss man sich halt durch die biblischen Wahrheiten hindurchkämpfen. Gott sei Dank hilft der Heilige Geist dabei. – Abends schaue ich mit einem halben Auge den Rosenheim Cops zu – eigentlich ist es an der Zeit den/die Drehbuchautoren endlich zu wechseln. Höchste Zeit, finde ich. – Das restliche TV-Programm ist wieder mal nicht meins, so schalte ich auf YouTube um und schaue ein paar Videos, ein Mix aus vielerlei. Es wird erneut spät aber der Schlaf arbeitet diesmal sehr gut – mit 78 Punkten sogar etwas unterbewertet 😉.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

11. Beerdigung anno 2025

Am späten Vormittag, nach der Morgenroutine (aber gymnastikbefreit 😢), machen wir uns auf den Weg nach Winsen an der Aller. Gleich anfangs entgehen wir knapp einer Kollision – vor allem Gottes Hand, samt dem Notbremsassistenten, der Warnruf meiner aufmerksamen Mitfahrerin sowie schlussendlich auch mein Traktieren des Bremspedals verhindern einen Blechkontakt mit dem Voranfahrenden. Puh, das war knapp! Tiefes Durchatmen ist das Gebot des Augenblicks. Meine Zeit! Nach diesem Schreck in der Mittagsstunde kommen wir gut durch und genau rechtzeitig am Friedhof an. Die Bestattungsfeier wird von meinem Schwager sehr würdig gestaltet, die Urne wandert unter die Erde und wir begeben uns zur Stadt Bremen, einem nahegelegenen Gasthaus. Der Koch versteht die Kunst des Würzens, die gut bestückte Hochzeitssuppe mundet perfekt, die Brötchen sind rustikal lecker belegt, nur der Zuckerkuchen ist ein wenig dröge. Letzteres macht aber nichts. – Dann besuchen wir noch ein befreundetes Ehepaar ganz in der Nähe, Google Maps fremdelt ein wenig in ihrem verschachtelten Wohnviertel, findet sich schließlich doch zurecht. Wir fühlen uns sehr wohl in dem tollen Haus und freuen uns über eine bestens erzogene Hündin. Schließlich brechen wir nach Hause auf, durchqueren dunkle Wälder und erreichen im Gegensatz zum Erlkönig, „den Hof ohn‘ Müh‘ und Not, entfachen im Ofen ein Feuer rot (oder so ähnlich 😉🤔🤨). – Diesen ereignisreichen Tag lassen wir gemütlichst ausklingen bis in die Nacht hinein. Perfekt. Nur das viele Essen belastet den Magen aber so eine Last ist mit einem feinen Rotwein gut tragbar, finde ich. Der Schlaf meint das übrigens auch. Sehr verständnisvoll von ihm.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Massenphobie

Meine Gemeinde feiert den 1. Advent mit einem Nachmittagskaffee samt Andacht. Ich dagegen folge einer Einladung der reformierten Gemeinde. In dem Gottesdienst werde ich sozusagen 😉 „entpflichtet“ von meiner urlangen Internettätigkeit. Ich lasse es jetzt auslaufen und die Braunschweiger übernehmen. Ein mich überwältigendes Dankeschön wird mir zuteil. Mich freut beides, die herzliche Verabschiedung und die Befreiung von diesem Auftrag. Mit den Jahren muss ich halt manches abgeben, frei nach Johannes dem Täufer: „… ich aber muss abnehmen.“ Isso. – Wir fahren zum traditionellen Adventsbasar der Lebenshilfe. Eigentlich bin ich recht interessiert aber die Parkplatzsituation ist chaotisch. So gebe ich meine Liebste allein in die strömenden Massen ab und kurve herum bis ich einen Warteplatz finde. Und das ist gut so, denn mir fällt es zunehmend schwerer mich in Menschenmassen hinein zu begeben. Wenn alles strömt, fühle ich mich abseits am wohlsten. Ein Anruf fordert mich wieder zum Abholen auf, ich folge gehorsamst und heimwärts geht es. Alles ist gut. – Am Nachmittag hören und sehen wir uns die Predigt aus Bremen an. In letzter Zeit nervt mich der Habitus des Pastors ziemlich, wiewohl die Botschaft nach wie vor gut ist, selbst wenn er seine Lieblingsthemen immer wieder einflicht. Aber damit ist er ja nicht allein 😉. – Selbst Terra X finde ich heute wenig mitreißend – liegt es am Thema, an der Präsentation oder gar an mir? Wie dem auch sei, es wird ein gemütlicher Abend mit einer bunten YouTube-Mischung. Wann fange ich endlich mal wieder an zu lesen? Demnächst, versprochen 😇. Ganz gewiss 🤔! Der Schlaf ist relativ in Ordnung.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar

Winterblues

Und erneut verbringe ich einen Tag zu Hause. Mein Stubenhocker-Gen hat sich im Leben ganz schön breit gemacht. Will ich das? Offensichtlich. Das viel zu lange Schlafen, meine Morgenroutine und schwups ist der Vormittag vorbei. Die Mittagsruhe tut ein übriges, um mich in meinem motivationseingeschränkten, antriebsschwachen Zustand zu halten. Ich kann mich halt gut mit Aufgaben im Hausinneren beschäftigen, die sind zwar nötig aber nicht unbedingt heute. So geht der Tag dahin. Man merkt mir die etwas depressive Stimmung an, meinen Winterblues. Es ist kalt, der Urlaub noch relativ weit weg und die emotionsreichen Storys bei YouTube faszinieren mich trotz aller mehr als offensichtlichen Erzähl-, Übertragungs- und Logikfehler. Überhaupt sind die Wochenenden nicht mehr das, was sie früher einmal waren 😉😀 – nach wie vor freie Tage, aber die restlichen Tage sind ja ebenso frei 😇😁. Tja. – Der Abend rauscht dahin, es wird ein wenig spät und der Schlaf ist wie immer. Nein, Winter ist nicht meine Jahreszeit aber das ist ja keine neue Erkenntnis🤨. Tut das Jammern gut? Wohl eher nicht 🤨 aber es befreit😉.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Schreib einen Kommentar