Von der Freiheit der „Wahrheit“ zuzustimmen

Inzwischen wird die späte Bettflucht fast zur Gewohnheit. Der Tag beginnt mit einer tollen Nachricht: unser Bremer Pastor wurde vom Landgericht freigesprochen. Ich sehe darin die Chance, dass das Evangelium, wie es sich in der Bibel findet, in unserem Land noch verkündet werden darf. Noch bestimmt der Staat nicht dessen Inhalt, doch wir sind wohl auf dem Weg dahin. Da beklagen sich unsere Medien über die Propagandalügen Putins und verkürzen selbst Sachverhalte tendenziös. Danach wundern sie sich über den überzogenen aber nicht völlig haltlosen Vorwurf der „Lügenpresse“. Der Unterschied zwischen Propaganda, Lügen und bewusst einseitiger Berichterstattung ist so groß nicht. Übrigens ist auch das ‚Weglassen‘ eine Form der Manipulation. Doch was soll’s gegen Windmühlenflügel lohnt sich kein Kampf. Da ich recht oft den Gottesdienst des besagten Pastors höre verwundert es mich total, dass von ihm als einem ‚Hassprediger‘ geschrieben/gesprochen wird. In keiner Predigt (und ich habe so manche gehört) hat er je zum Hass gegen irgend jemand aufgerufen. Wenn man den Mainstream allerdings zur absoluten Wahrheit erklären würde und jegliche Gegenmeinung als „Hassrede“ brandmarken könnte, dann wären wir ganz nahe an Putins Propagandamaschine, die ja auch einen Mainstream setzt, den sie zur absoluten Wahrheit erklärt. Gegner werden verhaftet und verurteilt. Wo wäre dann der Unterschied? Etwa darin, dass wir die wirkliche Wahrheit besitzen und Putin die Lüge? Das behauptet Putin ja auch vom Westen. Ich befürchte, dass sich die sogenannte freie Welt wieder weg von der Meinungsfreiheit hin zur Zeitgeistdiktatur bewegt (wie in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts), frei nach dem Motto: Jeder hat das Recht seine Meinung frei zu äußern wenn er nur im Mainstream mitschwimmt. Es kommen harte Zeiten auf Christen zu, die den Gott ernst nehmen, der sich so vorstellt: ‚Ich bin, der ich bin‘ bzw. ‚ich bin, der ich sein werde‘ und ihn eben nicht nach ihrem Gusto zurechtbasteln. – Ansonsten erlebe ich ein eindrucksvolles interkulturelles Treffen in unserer Gemeinde mit unseren chinesischen Geschwistern. Das endet nicht früh und ein spontaner Besuch bei Freunden erst recht nicht. Früh am Morgen 😉 sinke ich in meine heißgeliebten Federn, die in Wirklichkeit gar keine sind.

Über die-laubes

Mehrere Jahrzehnte bei der Stadtverwaltung, Organisation, Presse, Medien und Internet und schließlich noch einige Zeit bei einer privatwirtschaftlich organisierten Marketinggesellschaft. Ich bin sehr gern Christ, liebe Jesus und bin leidenschaftlicher Privatier. Reisen mag ich, Gartenarbeit nicht oder anders ausgedrückt: "Wenn ich die Gartenarbeit am iPad erledigen könnte, hätte ich den schönsten Garten im Dorf."
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